Ab Som­mer ein neu­er Mitbewohner

1. April 2026 | Logbuch | 0 Kommentare

On­line-Re­por­te­rin Ja­lin Ro­sins­ka über ei­nen wich­ti­gen Ne­ben­ef­fekt des Werkstattlebens:

Seit meh­re­ren Jah­ren habe ich Throm­bo­zy­to­pe­nie. Das ist eine sel­te­ne Blut­krank­heit, die je­der von uns be­kom­men kann. Re­gel­mä­ßig gu­cke ich nach, ob auf mei­ner Haut et­was zu se­hen ist. Ein Krat­zer, plötz­lich auf­tau­chen­de blaue Fle­cke – die kleins­te Ver­let­zung oder Auf­fäl­lig­keit kann gro­ße Ge­fahr be­deu­ten, zum Bei­spiel eine in­ne­re Blutung.

Da­von las­se ich mich je­doch nicht klein­krie­gen – und lebe so gut und in­ten­siv, wie ich kann. Mei­ne Er­kran­kung hält mich auch nicht da­von ab, täg­lich in die Werk­statt zu ge­hen und hier im­mer wie­der et­was Neu­es auszuprobieren.

In die Werk­statt kom­me ich al­ler­dings nicht nur, um zu ar­bei­ten. Der Aus­tausch mit den an­de­ren Be­schäf­tig­ten ist mir min­des­tens eben­so wich­tig. So er­zähl­te mir neu­lich eine Kol­le­gin, dass ihre Ka­nin­chen­da­me schwan­ger ge­wor­den war und nun meh­re­re Ba­bys hat. Ich mag Tie­re sehr, und die Kol­le­gin kann die Ba­bys nicht auf Dau­er bei sich be­hal­ten. Geht al­les gut, wohnt ei­nes der Klei­nen ab dem Som­mer bei mir. Auch das ge­hört für mich zum Werkstattleben. 

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