Die Online-Reporterinnen & Reporter vom Heidering ließen sich von Marcel Teichmann von der Geschichte jenes Werkstatt-Standorts erzählen, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum begeht:
Ein paar Jahre nach der Eröffnung des Heiderings suchten wir einen dritten Werkstatt-Standort. Den Hauptgrund dafür lieferte ein laufender Auftrag: Für einen Kooperationspartner konfektionierten wir seit Jahren in immer größerem Umfang Bohrer. Unter der Leitung von Bernd Kretzschmar und Carsten Beyer arbeiteten mehrere Gruppen in der Hauptwerkstatt. Wir brauchten weitere Räume und suchten einen Ort, an dem wir die Bohrer-Vorfertigung unterbringen konnten. Das neue Objekt sollte gut erreichbar sein und möglichst auf der Tangente zwischen Heidering und Hauptwerkstatt liegen.
Wir schauten uns verschiedene Standorte an, zum Beispiel die alte Brauerei in der André-Pican-Straße, schräg rüber vom „Turm“. Deren Räume erschienen uns jedoch nicht geeignet, weil in den Fugen strahlendes Material aus den Heinkel-Werken verbaut wurde. Dieses faktische Risiko wollten wir keinem Mitarbeitenden oder Beschäftigten zumuten.
André Kerkow fuhr auf seinem Weg zur Arbeit täglich am Aderluch vorbei und sah: Die Räume des ehemaligen Aldi-Markts, die wir schon einmal ins Auge gefasst hatten, standen nach wie vor leer! Das Objekt lag verkehrstechnisch günstig, der Bus hält direkt vor der Tür. Auch mit dem LKW könnten wir hier gut ranfahren – und es bot genügend Platz für unsere Bohrer-Vorfertigung!
Wir kontaktierten die Hausverwaltung in Berlin – und siehe da, die Räumlichkeiten waren noch zu haben! 2015 schlossen wir den Mietvertrag für unsere neue Zweigwerkstatt ab. Die Bau-Planung machten wir zusammen mit dem Architekten Christoph Seifert. Er hatte bereits den Heidering konzipiert. Jetzt ging er daran, den Aderluch nach unseren Bedürfnissen umzugestalten.
So also konnte unsere Bohrer-Vorfertigung in vergrößerter Form an den neuen Standort ziehen. Bernd Kretschmar, der inzwischen den Spitznamen „Bohrer-Bernd“ trug und Carsten Beyer sollten den Bereich weiterhin leiten. Ein Gabelstapler, der die schweren Bohrerkisten stemmen konnte, war bereits bestellt – und doch sollte niemals auch nur ein einziger Bohrer den Aderluch „sehen“ …







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