Viel mehr als ein Job

Viel mehr als ein Job

Mi­chae­la Senf er­in­nert sich an eine für sie ganz be­son­de­re Werkstatt-Abteilung:

Als ich um das Jahr 2009 in die Ab­tei­lung Boh­rer-Vor­fer­ti­gung kam, mach­te es mir dort von An­fang an gro­ßen Spaß. Mit mei­nen Grup­pen­lei­tern Cars­ten und Bernd kam ich sehr gut zu­recht. Bernd lern­te mich an, und die Ar­beit ging mir gut von der Hand. Zig­tau­sen­de Boh­rer habe ich sor­tiert, dar­un­ter klei­ne, gro­ße, di­cke und dün­ne. Sie alle ka­men in schwe­re Ei­sen­kis­ten, die du nicht an­he­ben konntest.

Als wir ein­mal bei der Kaf­fee­pau­se zu­sam­men­sa­ßen, kam Bernd zu uns und frag­te: „Kann mir je­mand hel­fen?“ Da mel­de­te ich mich, was war pas­siert? Die gan­zen Boh­rer la­gen auf der Erde, weil eine an­de­re Grup­pen­lei­te­rin aus Ver­se­hen ein Le­ge­brett um­ge­kippt hat­te. Lei­der lebt sie mitt­ler­wei­le nicht mehr. Ich ver­mis­se sie sehr.

Zum Tag der of­fe­nen Tür schlen­der­ten die Leu­te durch die Hal­len, guck­ten und frag­ten, was das al­les für Boh­rer sind. Da sag­te Bernd zu mir: „Mi­chae­la, er­zäh­le den Gäs­ten doch mal, was wir hier so ma­chen.“ Hin­ter­her ließ er mich wis­sen: „Das hast du sehr gut gemacht!“

Sechs Jah­re lang war ich bei den Boh­rern. Ich moch­te die Ar­beit und auch mei­ne Kol­le­gen hier sehr gern. Be­son­ders Joa­chim hat­te ich ins Herz ge­schlos­sen. Er war für mich wie ein gro­ßer Bru­der, den ich nie hat­te. Lei­der starb er viel zu früh. Als ich das hör­te, muss­te ich weinen.

Lei­der wur­de die Grup­pe auf­ge­löst, weil die Boh­rer-Fir­ma weg­zog. Als uns die Grup­pen­lei­ter das er­zähl­ten, sag­te ich: „Bernd, das ist nicht dein Ernst, oder?“

Doch, Mi­chae­la, es ist lei­der so.“

Bit­te, fahr nicht weg!“, rief ich dem letz­ten LKW mit den Boh­rern hin­ter­her, doch er fuhr. Ich war am Ende.

Bis heu­te ver­mis­se ich es, wie wir hier zu­sam­men­ar­bei­te­ten. Wir ha­ben viel ge­lacht. Cars­ten mach­te manch­mal AC/DC an, das war toll! Wir ver­stan­den uns rich­tig gut, mei­ne Er­in­ne­run­gen an die­se Zeit blei­ben für im­mer bei mir. Für mich war die Boh­rer-Grup­pe wie ein zwei­tes Zuhause.

10 Jah­re Ader­luch – Teil 1: Wir su­chen ei­nen neu­en Standort

10 Jah­re Ader­luch – Teil 1: Wir su­chen ei­nen neu­en Standort

Die On­line-Re­por­te­rin­nen & Re­por­ter vom Hei­de­ring lie­ßen sich von Mar­cel Teich­mann von der Ge­schich­te je­nes Werk­statt-Stand­orts er­zäh­len, der in die­sem Jahr sein zehn­jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um begeht:

Ein paar Jah­re nach der Er­öff­nung des Hei­de­rings such­ten wir ei­nen drit­ten Werk­statt-Stand­ort. Den Haupt­grund da­für lie­fer­te ein lau­fen­der Auf­trag: Für ei­nen Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner kon­fek­tio­nier­ten wir seit Jah­ren in im­mer grö­ße­rem Um­fang Boh­rer. Un­ter der Lei­tung von Bernd Kretz­schmar und Cars­ten Bey­er ar­bei­te­ten meh­re­re Grup­pen in der Haupt­werk­statt. Wir brauch­ten wei­te­re Räu­me und such­ten ei­nen Ort, an dem wir die Boh­rer-Vor­fer­ti­gung un­ter­brin­gen konn­ten. Das neue Ob­jekt soll­te gut er­reich­bar sein und mög­lichst auf der Tan­gen­te zwi­schen Hei­de­ring und Haupt­werk­statt liegen.

Wir schau­ten uns ver­schie­de­ne Stand­or­te an, zum Bei­spiel die alte Braue­rei in der An­dré-Pi­can-Stra­ße, schräg rü­ber vom „Turm“. De­ren Räu­me er­schie­nen uns je­doch nicht ge­eig­net, weil in den Fu­gen strah­len­des Ma­te­ri­al aus den Hein­kel-Wer­ken ver­baut wur­de. Die­ses fak­ti­sche Ri­si­ko woll­ten wir kei­nem Mit­ar­bei­ten­den oder Be­schäf­tig­ten zumuten.

An­dré Ker­kow fuhr auf sei­nem Weg zur Ar­beit täg­lich am Ader­luch vor­bei und sah: Die Räu­me des ehe­ma­li­gen Aldi-Markts, die wir schon ein­mal ins Auge ge­fasst hat­ten, stan­den nach wie vor leer! Das Ob­jekt lag ver­kehrs­tech­nisch güns­tig, der Bus hält di­rekt vor der Tür. Auch mit dem LKW könn­ten wir hier gut ran­fah­ren – und es bot ge­nü­gend Platz für un­se­re Bohrer-Vorfertigung!

Wir kon­tak­tier­ten die Haus­ver­wal­tung in Ber­lin – und sie­he da, die Räum­lich­kei­ten wa­ren noch zu ha­ben! 2015 schlos­sen wir den Miet­ver­trag für un­se­re neue Zweig­werk­statt ab. Die Bau-Pla­nung mach­ten wir zu­sam­men mit dem Ar­chi­tek­ten Chris­toph Sei­fert. Er hat­te be­reits den Hei­de­ring kon­zi­piert. Jetzt ging er dar­an, den Ader­luch nach un­se­ren Be­dürf­nis­sen umzugestalten.

So also konn­te un­se­re Boh­rer-Vor­fer­ti­gung in ver­grö­ßer­ter Form an den neu­en Stand­ort zie­hen. Bernd Kret­sch­mar, der in­zwi­schen den Spitz­na­men „Boh­rer-Bernd“ trug und Cars­ten Bey­er soll­ten den Be­reich wei­ter­hin lei­ten. Ein Ga­bel­stap­ler, der die schwe­ren Boh­r­er­kis­ten stem­men konn­te, war be­reits be­stellt – und doch soll­te nie­mals auch nur ein ein­zi­ger Boh­rer den Ader­luch „se­hen“ …

Dan­ke, lie­be Caritas-Werkstatt!

Dan­ke, lie­be Caritas-Werkstatt!

Kris­tin Jung und Mar­ti­na Har­nisch­ma­cher tank­ten Selbst­be­wusst­sein auf dem Osterbasar

Am Tag der of­fe­nen Tür am 26. März 2026 gab es Füh­run­gen durch die ver­schie­de­nen Werk­statt­be­rei­che, ei­nen Ku­chen­ba­sar, Chor und In­stru­men­tal­grup­pe san­gen und trom­mel­ten. Au­ßer­dem er­war­te­te der Os­ter­ba­sar mit vie­len Ver­kaufs­stän­den sei­ne Be­su­cher. Werk­statt­be­rei­che bo­ten ihre Er­zeug­nis­se an, aber auch wir Be­schäf­tig­ten durf­ten hier un­se­re Krea­ti­vi­tät zei­gen. Ich (Kris­tin) gab den An­stoß, und als ich Mar­ti­na da­von er­zähl­te, war klar: Da ma­chen wir mit!

Wir bas­tel­ten Os­ter­krän­ze und Os­ter­nes­ter im Glas-Ei. Dazu bot ich ei­nen aus­ge­höhl­ten, mit Na­tur­ma­te­ria­li­en ge­schmück­ten Baum­stumpf so­wie Tee­licht­hal­ter aus Gas­be­ton in Herz- oder Klee­blatt­form an. Mar­ti­na hat­te selbst­ge­stal­te­te Bil­der auf Lein­wand mit Struk­tur­pas­te und Acryl­far­ben so­wie aus Sty­ro­por, Wol­le und Filz ge­fer­tig­te Scha­fe in ver­schie­de­nen Grö­ßen im Angebot.

Die Werk­statt stell­te uns zwei Ti­sche be­reit, auf de­nen wir un­se­re Wer­ke prä­sen­tie­ren konn­ten – und los! Das In­ter­es­se der Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher war su­per. Fast alle un­se­re Schät­ze fan­den ein neu­es Zu­hau­se, wir be­ka­men so­gar den ei­nen oder an­de­ren Fol­ge­auf­trag. Au­ßer­dem freu­ten wir uns über den Be­such un­se­res Re­port­er­kol­le­gen Mi­cha­el Ben­ter, der das Foto von uns mach­te. Dan­ke, lie­ber Micha!

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön auch an die Ca­ri­tas-Werk­statt, dass wir un­ter ih­rem Dach un­se­re selbst­ge­stal­te­ten krea­ti­ven Ar­ti­kel aus­stel­len und zum Ver­kauf an­bie­ten konn­ten. Der Er­folg stärk­te un­ser Selbst­be­wusst­sein – was ei­ner der Grün­de ist, dass wir so gern hier ar­bei­ten. Nun wün­schen wir Dir und Euch al­len ein fröh­li­ches Osterfest!

Ab Som­mer ein neu­er Mitbewohner

Ab Som­mer ein neu­er Mitbewohner

On­line-Re­por­te­rin Ja­lin Ro­sins­ka über ei­nen wich­ti­gen Ne­ben­ef­fekt des Werkstattlebens:

Seit meh­re­ren Jah­ren habe ich Throm­bo­zy­to­pe­nie. Das ist eine sel­te­ne Blut­krank­heit, die je­der von uns be­kom­men kann. Re­gel­mä­ßig gu­cke ich nach, ob auf mei­ner Haut et­was zu se­hen ist. Ein Krat­zer, plötz­lich auf­tau­chen­de blaue Fle­cke – die kleins­te Ver­let­zung oder Auf­fäl­lig­keit kann gro­ße Ge­fahr be­deu­ten, zum Bei­spiel eine in­ne­re Blutung.

Da­von las­se ich mich je­doch nicht klein­krie­gen – und lebe so gut und in­ten­siv, wie ich kann. Mei­ne Er­kran­kung hält mich auch nicht da­von ab, täg­lich in die Werk­statt zu ge­hen und hier im­mer wie­der et­was Neu­es auszuprobieren.

In die Werk­statt kom­me ich al­ler­dings nicht nur, um zu ar­bei­ten. Der Aus­tausch mit den an­de­ren Be­schäf­tig­ten ist mir min­des­tens eben­so wich­tig. So er­zähl­te mir neu­lich eine Kol­le­gin, dass ihre Ka­nin­chen­da­me schwan­ger ge­wor­den war und nun meh­re­re Ba­bys hat. Ich mag Tie­re sehr, und die Kol­le­gin kann die Ba­bys nicht auf Dau­er bei sich be­hal­ten. Geht al­les gut, wohnt ei­nes der Klei­nen ab dem Som­mer bei mir. Auch das ge­hört für mich zum Werkstattleben. 

Zwei be­son­de­re Fachkräfte

Zwei be­son­de­re Fachkräfte

Wir, die Grup­pe der Mon­ta­ge am Hei­de­ring Fak­tor C möch­ten uns bedanken

Durch ihre fach­lich kom­pe­ten­te, of­fe­ne, zu­gäng­li­che und freund­li­che Art lie­ßen sie an so man­chem grau­en Tag die Son­ne für uns schei­nen. Ei­ni­ge Be­schäf­tig­te kann­ten Me­lis­sa und Jef­frey schon aus an­de­ren Be­rei­chen. Da­her war die Freu­de groß, als die bei­den zum Hei­de­ring ka­men und sie ih­nen hier wie­der begegneten.

Bei­de „sa­hen“ uns mit of­fe­nen Au­gen und Oh­ren, nah­men un­se­re Sor­gen und Pro­ble­me ernst und wahr – und hal­fen uns, sie zu lösen.

Wir wün­schen Me­lis­sa und Jef­frey in ih­rem per­sön­li­chen Le­ben so­wie bei ih­ren neu­en Tä­tig­kei­ten ge­nau­so viel En­ga­ge­ment, Freu­de und Er­folg. Vie­len Dank im Na­men un­se­rer Grup­pe für die schö­ne Zeit mit Euch!

„Feu­er und Flam­me“ aus ei­ge­ner Produktion

Feu­er und Flam­me“ aus ei­ge­ner Produktion

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn be­rich­tet live von sei­nem Stand beim Osterbasar

Auf un­se­rem Os­ter­ba­sar am Tag der of­fe­nen Tür un­se­rer Ca­ri­tas-Werk­statt habe ich heu­te flei­ßig Ka­mi­n­an­zün­der, Ker­zen und Be­ton-Ker­zen aus un­se­rer Pro­duk­ti­on ver­kauft. Jetzt gibt es noch et­was Mu­sik – ein tol­ler Tag!

Wir hel­fen dem Früh­ling – Ran an die Blumen-Eier!

Wir hel­fen dem Früh­ling – Ran an die Blumen-Eier!

On­line-Re­por­ter Kon­stan­tin Rein­hardt und Ghost­wri­te­rin Chris­ti­na stel­len DAS Früh­lings-Pro­dukt un­se­res För­der­be­reichs vor

Was habt ihr denn da, ist das ein Stein?“, frag­te mich neu­lich Re­por­ter-Kol­le­gin Jule.

Nein, das ist eine Sa­men­bom­be!“, er­wi­der­te mei­ne Ein­zel­fall­hel­fe­rin Christina.

Was issn das?“

Ein Ton-Erde-Ge­misch mit Sa­men drin. Wenn Du das in die Erde legst, sprießt es los, hof­fen wir zumindest.“

Mohn, Korn­blu­me, Son­nen­blu­me, Wi­cke und vie­le An­de­re sind da­bei – al­les In­sek­ten-freund­li­che Pflan­zen. Die meis­ten sind Licht-Kei­mer, die kein Ein­pflan­zen in die Erde be­nö­ti­gen. Die Idee dazu kam von Frau Ro­chow und Frau Witt.

Ich wuss­te gar nicht, dass es so­was gibt!“, ließ uns Re­por­ter-Kol­le­gin Manu wis­sen, „aber am Na­men müs­sen wir noch fei­len, Bom­ben sind nicht gut!“

Ich nahm die Ideen aus un­se­rer „Denk­fa­brik On­line-Re­por­ter“ in mei­ne Grup­pe im FBB mit. Frau Ro­chow und Frau Witt freu­ten sich dar­über, und so liest Du jetzt die­sen Ar­ti­kel über un­se­re Blu­men-Eier. Du siehst, am Na­men ha­ben wir gefeilt.

Und so geht’s: Wir mi­schen ge­sieb­te Erde, Ton­pul­ver und Was­ser, ge­ben die Sa­men hin­ein und for­men Eier dar­aus. Nach dem Trock­nen ma­chen wir die Blu­men-Eier bunt, nach ei­nem Geheimrezept!

Wir bie­ten sie in Herz­form oder als Blu­men-Eier im 6er Pack an. Die Ei­er­kar­tons mal­ten wir in der Grup­pe bunt an. Jede Tüte für die Her­zen ver­schö­ner­te Re­por­ter-Kol­le­gin Va­nes­sa von Hand mit ei­nem sü­ßen Os­ter­ha­sen. Für den Ver­kauf be­kleb­te ich ei­nen Os­ter­korb bunt.

Apro­pos: Wir ver­kau­fen un­se­re Blu­men-Eier auf dem Os­ter­ba­sar der Ca­ri­tas-Werk­statt am 26. März.

Wir auf der INTERTRAFFIC

Wir auf der INTERTRAFFIC

Un­se­re Werk­statt auf der in­ter­na­tio­na­len Bühne

Vom 1. bis 13. März fand in Ams­ter­dam mit der In­tertraf­fic die Fach­mes­se für Mo­bi­li­tät und Ver­kehrs­tech­nik statt. Zu den Aus­stel­lern ge­hör­te un­ser Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner ORAFOL. Mit da­bei auch de­ren in un­se­rem Hau­se ge­fer­tig­te Farb­fä­cher – so­mit war auch die Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg in Ams­ter­dam dabei.

Ich lie­be Rezepte

Ich lie­be Rezepte

On­line-Re­por­te­rin Mi­chae­la Senf in­ter­viewt Erik Egler

Mein Can­ti­na- und Re­por­ter-Kol­le­ge Erik hat schon so man­ches In­ter­view ge­führt. Heu­te dre­he ich den Spieß mal um und in­ter­viewe ihn:

Lie­ber Erik, wo hast Du vor der Ca­ri­tas gearbeitet?

Un­ter an­de­rem ar­bei­te­te ich auf dem Gna­den­hof für Wild­tie­re in Wen­si­cken­dorf oder im Be­rufs­bil­dungs­werk Ober­lin in Pots­dam. Ich weiß noch, dass wir dort zu­sam­men koch­ten, al­ler­dings nicht zum Ver­kauf, son­dern nur für uns.

Was habt ihr denn da so gekocht?

Wir hol­ten uns Re­zep­te aus dem In­ter­net und koch­ten sie nach, zum Bei­spiel Sup­pen oder Nudelgerichte.

Wie hast Du von der Ca­ri­tas-Werk­statt erfahren?

Bei Ober­lin in Pots­dam emp­fah­len sie mir die Werk­statt, und so pro­bier­te ich es aus. Seit­dem bin ich hier.

Und wo ge­fällt es Dir besser?

In der Werk­statt, am Aderluch.

Was macht Dir beim Ko­chen am meis­ten Spaß?

Ich mag es, neue Re­zep­te aus­zu­pro­bie­ren. Hät­te ich ge­nug Zeit, wür­de ich so vie­le Re­zep­te aus dem In­ter­net zie­hen, dass der Rech­ner lang­sam wird. Re­zep­te ge­brau­che ich dazu, mich zu ori­en­tie­ren. Ich füh­le mich dann si­che­rer. Wenn es im Raum ver­brannt riecht, soll­te man das Re­zept je­doch nicht wei­ter be­fol­gen. Und steht da et­was von der Ver­wen­dung gan­zer To­ma­ten, las­se ich die weg. Ich mag To­ma­ten nur in ver­ar­bei­te­ter Form, zum Bei­spiel als Ketchup.

Was ist Dein Lieblingsgericht?

Ich habe ei­gent­lich zwei, La­sa­gne und Schmor­kohl. Letz­te­ren be­rei­te ich zu­hau­se in ei­ner ho­hen Wok-Pfan­ne zu. Den Schmand gebe ich al­ler­dings be­reits beim Ko­chen in die Soße, Vie­le ma­chen den erst hin­ter­her drauf.

Wel­che Ar­beit ge­fällt Dir am Ader­luch am besten?

Am liebs­ten ar­bei­te ich an der Kas­se. Ich mag die Ver­ant­wor­tung und ar­bei­te so prä­zi­se wie mög­lich. Un­se­re Pau­sen sind kurz, und die an­de­ren in der Schlan­ge wol­len auch Zeit ha­ben, zu es­sen. Trotz­dem fra­ge ich auch mal nach, ob‘s noch was sein darf. Wenn ich weiß, dass eine Per­son zum Ku­chen gern ei­nen Ka­kao nimmt, fra­ge ich: „Und dazu ei­nen Kakao?“

Frei­tags ist es meist am stres­sigs­ten, da tre­ten uns die Kun­den qua­si die Tür ein. Vie­le wol­len dann Wie­ner, Spie­gel- oder Rühr­ei. Aber auch das ge­hört dazu.

Win­ter­schlaf ist vorbei

Win­ter­schlaf ist vorbei

On­line-Re­por­te­rin Ma­nue­la Wro­blew­ski be­ob­ach­tet das ak­tu­el­le Trei­ben auf dem Werkstattgelände:

Was ist denn hier los?“, sag­te ich mir vor ein paar Ta­gen beim Blick übers Werk­statt-Ge­län­de. Nach dem Früh­stück ging der För­der­be­reich spa­zie­ren, so­wohl der „Klei­ne“ von Do­reen, als auch der „Gro­ße“ von To­bi­as. Ab 10.15 Uhr herrsch­te auf al­len We­gen re­ges Trei­ben. Das ging die gan­zen Tage so. Zwi­schen 13.00 und 14.00 lief die gro­ße För­der­be­reichs­grup­pe noch­mal los, am Mitt­woch ka­men die Wal­ker dazu. Kla­re Sa­che: Der Win­ter­schlaf ist vor­bei, so­wohl bei den Men­schen, als auch bei den Vögeln.

Die sind näm­lich schon mäch­tig beim Nest­bau­en. Be­son­ders in dem gro­ßen Baum ge­gen­über der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung ist eine Men­ge los. Blau­mei­sen flie­gen hin und her, of­fen­bar woh­nen sie nicht nur un­term Dach, son­dern auch in ei­nem Loch im Baum. Die Krä­hen in­des er­bau­en ihre Ei­gen­hei­me wohl auf des­sen Ast­ga­be­lun­gen. Ab und zu fiel ei­ner ein Stöck­chen aus dem Schna­bel. Wel­ches sind ei­gent­lich die männ­li­chen, wel­ches die weib­li­chen Krä­hen? Kann je­mand hel­fen? Bit­te schreib es in die Kommentare.

Ich weiß nur eins: Auf dem Ge­län­de un­se­rer Ca­ri­tas-Werk­statt ist ge­ra­de jede Men­ge los!

Wie ich mei­ne Fach­kraft ärgere

Wie ich mei­ne Fach­kraft ärgere

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn be­rich­tet live von sei­nem ak­tu­el­len Lieblingsjob

Um un­se­re Ka­mi­n­an­zün­der her­zu­stel­len, be­fül­len wir Tee­beu­tel mit klei­nen Holz­stück­chen und sam­meln die­se in ei­ner Box. An­schlie­ßend tau­chen wir die be­füll­ten Tee­beu­tel in Wachs.

Am gest­ri­gen Don­ners­tag habe ich neun Bo­xen be­füllt und auch die an­ge­fan­ge­ne Box wie­der mit nicht fer­ti­gen Ka­mi­n­an­zün­dern aufgefüllt.

Die habe ich dann al­le­samt ge­taucht, wo­mit ich mei­ne Fach­kraft Frau Bahn so rich­tig „är­ger­te“. Sie kommt näm­lich kaum noch hin­ter­her. So­mit ha­ben wir heu­te zwei Kis­ten Ka­mi­n­an­zün­der fer­tig zum Ver­kauf. Die zäh­len wir jetzt – wol­len wir wet­ten, wie vie­le es dies­mal sind?

Schreib es gern in die Kommentare!

Du bist nicht allein

Du bist nicht allein

Frau­en­be­auf­trag­te Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ei­ner Ver­an­stal­tung am Schlossplatz:

Am 9 März 2026 fand eine be­son­de­re Demo am Ora­ni­en­bur­ger Schloss­platz statt. „Wut trifft Fe­mi­nis­mus“, lau­te­te ihr Mot­to, und sie wand­te sich ge­gen Ge­walt an Frau­en, für Gleich­be­rech­ti­gung und Chancengleichheit.

Um 14:00 Uhr tra­fen wir uns mit Sa­bi­ne Schr­a­der am In­fo­point, von dort aus mar­schier­ten wir los. Am Schloss­platz an­ge­kom­men, las uns Frau Schr­a­der ein paar In­fos vor, die auf ei­ni­gen dort auf­ge­stell­ten Schil­dern stan­den. Frau­en aus Ora­ni­en­burg hat­ten ihre ganz per­sön­li­chen Ge­dan­ken auf­ge­schrie­ben. Es er­schreck­te mich, dass es 2024 in Bran­den­burg 12 do­ku­men­tier­te Fe­mi­zi­de gab.

Um 15:00 Uhr gings los. Zu­erst tanz­ten wir alle zu­sam­men, dann hiel­ten zwei jun­ge Frau­en eine Rede zur Demo. Es ging dar­um, dass wir Frau­en den Mut fin­den, uns zu äu­ßern, wenn wir uns un­ge­recht be­han­delt füh­len oder Ge­walt er­le­ben. Auch die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Frau Bonk brach­te ei­nen Bei­trag. Für mich war es ein wich­ti­ges klei­nes Er­eig­nis, das ich hier mit­er­le­ben durf­te. Wir mach­ten auch ein Grup­pen­bild, wel­ches mei­ner Mei­nung nach ge­lang, aber sieh selbst!