Pro­be-Alarm am Heidering

Pro­be-Alarm am Heidering

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter war aufmerksam

Wäh­rend un­se­res letz­ten On­line-Re­por­ter-Tref­fens pas­sier­te es: Plötz­lich er­tön­te drau­ßen auf dem Flur eine lau­te Si­re­ne. Ich re­agier­te so­fort und sag­te zu un­se­rem As­sis­ten­ten Frank: „Wir müs­sen nach drau­ßen gehen!“

Und wir müs­sen die Fens­ter zu ma­chen!“, füg­te Moni hinzu.

Alle be­nutz­ten die Trep­pe und nicht den Fahr­stuhl. Der könn­te näm­lich im Brand­fall steckenbleiben.

Der ge­sam­te Stand­ort sam­mel­te sich drau­ßen auf zwei Stell­plät­zen. Ei­ner ist vor­ne, auf dem Park­platz bei der Mon­ta­ge. Die De­mon­ta­ge sam­melt sich hin­ten am Pa­vil­lon, wo sich der an­de­re Park­platz befindet.

Eine Re­por­ter-Kol­le­gin be­merk­te, es wäre noch et­was über­sicht­li­cher, wenn sich die Be­schäf­tig­ten und Fach­kräf­te je­weils in Zwei­er­rei­hen auf­stel­len wür­den. Aber alle wuss­ten, was sie zu tun hat­ten und wo sie hin­müs­sen. Auch im Brand­fall wäre un­ser Stand­ort si­cher eva­ku­iert gewesen.

Nichts ohne Plan, und doch spontan

Nichts ohne Plan, und doch spontan

Mar­ti­na und Kris­tin vom Shut­tle-Team über die Schul­ter geschaut

Wer von euch fährt mich heu­te?“, fragt uns na­he­zu täg­lich eine Kol­le­gin. Das ist nicht im­mer gleich zu bewantworten.

Neu­lich hol­ten wir in Ber­nau ei­nen Er­satz­wa­gen ab, denn un­ser Elek­tro-Opel ist ge­ra­de in der Werk­statt. Nun ha­ben wir für zwei Wo­chen ei­nen „Neu­en“. Der kommt deut­lich ge­räusch­vol­ler da­her, und wir müs­sen ihn be­tan­ken – mit Die­sel, nicht mit Ben­zin, bit­te mer­ken! Ver­geb­lich tip­pen wir auf je­nen Platz im Cock­pit, an dem sich bei un­se­rem Opel der Tür­öff­ner be­fin­det. Da­für war­tet der Leih­wa­gen mit ei­ner elek­tri­schen Heck­klap­pe auf.

Als wir los­düs­ten, ihn ab­zu­ho­len, hat­ten wir noch nicht ab­ge­stimmt, wer von uns wel­che der an­ste­hen­den Tou­ren über­nimmt. Auf der Rück­fahrt tra­fen wir un­se­ren Fah­rer­kol­le­gen Ste­ve auf sei­ner Tour. Wir hiel­ten ne­ben­ein­an­der und be­spra­chen uns von Auto zu Auto: „Sol­len wir die Post­run­de erledigen?“

Das wäre cool, ich hab‘ ge­ra­de die Wä­sche geholt.“

Ok, dann küm­mern wir uns um die Post, und du holst Du Frank vom Bahn­hof ab.“

Wie be­spro­chen, so ge­macht! Das Gan­ze ist ty­pisch für un­se­re Ar­beit. Un­se­ren Tou­ren­plan hal­ten wir stets ein, aber bei der Um­set­zung müs­sen wir fle­xi­bel sein. Die Ant­wort auf die oben ge­stell­te Fra­ge lau­tet also Tag für Tag: „Wer dich fährt? Wir, das Shuttle-Team!“

Ader­lym­pics trot­zen je­dem Regen

Ader­lym­pics trot­zen je­dem Regen

On­line-Re­por­te­rin Ina Krau­se be­rich­tet live von ei­nem all­jähr­li­chen be­son­de­ren Er­eig­nis am Aderluch

Heu­te, am Mitt­woch, dem 6. Mai 2026, fin­det un­ser Sport­fest statt, wel­ches bei uns den Na­men Ader­lym­pics trägt. Der Re­gen kann uns nichts, und wir üben uns in vie­len Sport­ar­ten, zum Bei­spiel Tisch­ten­nis-Ball. Eier-Sla­lom-Lauf, Ke­geln, Do­sen­wer­fen und vie­les mehr.

Und zum Mit­tag wird ge­grillt, also: Es gibt heu­te jede Men­ge Spaß, und je­der gibt sein Bes­tes, groß­ar­ti­ge Stim­mung bei uns am Aderluch!

Wir sind Ader­lu­cher! – Der neue Stand­ort, Teil 4

Wir sind Ader­lu­cher! – Der neue Stand­ort, Teil 4

Mar­cel Teich­mann er­zählt, auf­ge­schrie­ben von den On­line-Re­por­tern vom Heidering:

Vie­les in un­se­rem Be­triebs­ab­lauf am neu­en Werk­statt-Stand­ort war un­ge­wohnt. Je­der muss­te sei­nen Platz hier erst­mal fin­den. Wir hat­ten noch kein Auto vor Ort, also trans­por­tier­ten wir zu­nächst al­les in pri­va­ten Fahr­zeu­gen. Ge­mein­sam pus­te­ten wir den sprich­wört­li­chen Sand aus dem Ge­trie­be, in gu­ter Zu­sam­men­ar­beit ru­ckel­te sich auch hier­bei al­les zusammen.

Wie zu­vor am Hei­de­ring herrsch­te auch am Ader­luch stän­dig Be­we­gung. Je nach Auf­trag oder Be­schäf­tig­ten­zu­wachs stell­ten wir Wän­de um oder mon­tier­ten In­sek­ten­git­ter vor die Fens­ter wie zum Bei­spiel für die Röhr­chen-Ab­tei­lung, wel­che bis zum Ende je­nes Auf­trags eben­falls an den Ader­luch zog. Kaum war eine Wand weg, muss­ten wir sie auch schon wie­der am neu­en Ort aufstellen.

Ein No­vum be­stand dar­in, dass bei B.PLUS För­der­be­reichs- und Ar­beits­be­schäf­tig­te zu­sam­men­kom­men. Das war un­se­re be­wuss­te Ent­schei­dung, von der bei­de Sei­ten pro­fi­tie­ren. Die Be­schäf­tig­ten aus dem Ar­beits­be­reich er­hö­hen ihre so­zia­le Kom­pe­tenz, in­dem sie ih­ren För­der­be­reichs-Kol­le­gen hel­fend bei­sei­te­ste­hen. Die­se hin­ge­gen wach­sen oft­mals über sich hin­aus, um ihre Selb­stän­dig­keit zu be­wei­sen und zu stär­ken. So­mit pro­fi­tie­ren am Ende alle an­ein­an­der. Die Idee zu die­ser Durch­mi­schung kam uns be­reits zu­vor in der Haupt­werk­statt. Nun er­öff­ne­te sich am neu­en Stand­ort die Chan­ce, sie zu verwirklichen!

Die Be­schäf­tig­ten­zahl wuchs und wuchs, so­dass un­ten bald kein Platz mehr für Fach­dienst und Stand­ort­lei­tung blieb. Wo soll­ten wir hin? Als wir den Ver­mie­ter dar­auf an­spra­chen, ließ er uns wis­sen: „Im Nach­bar­auf­gang ist eine Zwei­raum­woh­nung frei!“ So zo­gen Fach­dienst und Pro­duk­ti­ons­lei­tung 2021 hin­auf in den 1. Stock, wo wir bis heu­te sitzen.

Gleich­zei­tig über­nah­men wir die Ge­wer­be­flä­che der Piz­ze­ria, um B.PLUS zu er­wei­tern. Das Equip­ment in­te­grier­ten wir in die Can­ti­na der Haupt­werk­statt. Dort ist nun­mehr je­den Don­ners­tag Pizzatag!

An­fangs ver­zeich­ne­ten wir am Ader­luch eine enor­me Fluk­tua­ti­on. Doch wer heu­te hier ar­bei­tet, will nicht mehr weg, vor Ort herrscht eine hohe Zu­frie­den­heit und Stand­ort­ver­bun­den­heit. Mit­ar­bei­ten­de wie Be­schäf­tig­te ma­chen den Ader­luch zu ei­nem bun­ten, viel­sei­ti­gen, zu ei­nem groß­ar­ti­gen Ort, den man ne­ben­bei auch Ar­beits­platz nennt. Ich selbst bin längst ein über­zeug­ter Aderlucher!

Aus Alt mach Neu

Aus Alt mach Neu

On­line-Re­por­ter Mar­co Rasch nimmt uns in sei­nem ers­ten Ar­ti­kel in den Ker­zen­be­reich mit

Das Prin­zip, nach dem wir ar­bei­ten, ist denk­bar ein­fach, es heißt: Aus Alt mach Neu! Kun­den stel­len uns alte Ker­zen­res­te in Ton­nen an un­ter­schied­li­chen Sam­mel­stel­len be­reit wie zum Bei­spiel in Ora­ni­en­burg im Welt­la­den oder in Ber­lin Kreuz­ber­ger Ge­mein­den. In un­ser Be­triebs­au­to pas­sen ma­xi­mal zwei Ton­nen, de­ren In­halt wir erst ein­mal sortieren.

Dazu stel­len wir meh­re­re Kis­ten auf den Tisch, eine Blaue für Aus­schuss und Rote für Ma­te­ri­al, wel­ches wir als gut be­fin­den. Die Ker­zen aus der ro­ten Kis­te rei­ni­gen wir. Jede ein­zel­ne wird ge­säu­bert, sprich: Wir ent­fer­nen die äu­ße­re Farb- oder Schmutz­schicht und ent­neh­men ihr den Docht.

Das Wachs schmel­zen wir im hei­ßen Was­ser­bad. Aus ei­nem gro­ßen Topf ge­ben wir das flüs­si­ge Wachs je nach Far­be in klei­ne Gieß­ge­fä­ße. Un­ter Auf­sicht ei­nes Be­treu­ers gie­ßen wir es in die ver­schie­de­nen For­men. Die­se ver­sa­hen wir zu­vor je nach Grö­ße mit ei­nem auf die ent­spre­chen­de Län­ge zu­ge­schnit­te­nen Docht. Nun fül­len wir die Be­häl­ter ent­spre­chend Kun­den­wunsch mit der oder den ent­spre­chen­den Far­ben auf – und fer­tig sind un­se­re nigel­na­gel­neu­en Ker­zen! Zu Os­tern zum Bei­spiel ge­stal­te­ten wir die­se rich­tig schön bunt, vor al­lem in Gelb und Grün, pas­send zum Frühling!

Jede Men­ge Lärm und Staub – 10 Jah­re Ader­luch, Teil 3

Jede Men­ge Lärm und Staub – 10 Jah­re Ader­luch, Teil 3

Er­zählt von Mar­cel Teich­mann, auf­ge­schrie­ben von den On­line-Re­por­tern vom Heidering:

Der ehe­ma­li­ge Aldi-Markt am Ader­luch glich im Grun­de ei­ner lee­ren Turn­hal­le. Die Räum­lich­kei­ten ei­nes Blu­men­la­dens so­wie ei­ner Schle­cker- und Bä­cke­rei-Fi­lia­le, die wir eben­falls an­ge­mie­tet hat­ten, wa­ren nicht mit der „Turn­hal­le“ ver­bun­den. Die für uns not­wen­di­gen Ver­bin­dun­gen muss­ten wir neu schaf­fen. Das be­deu­te­te ta­ge­lan­ge Sä­ge­ar­bei­ten ge­wal­ti­gen Aus­ma­ßes. Rie­si­ge Sä­ge­blät­ter fra­ßen sich in die Wän­de – eine mäch­ti­ge Saue­rei in­klu­si­ve je­der Men­ge Lärm. Die von uns vor­ab in­for­mier­ten Mie­ter be­sänf­tig­ten wir mit di­ver­sen Ge­schen­ken und Aufmerksamkeiten.

Die Ar­beits­räu­me brau­chen Ta­ges­licht, die Sa­ni­tär­be­rei­che samt Um­klei­den ka­men nach in­nen. Dazu po­si­tio­nier­ten wir in der Hal­le Tro­cken­bau­wän­de, aber wo la­gen die Was­ser- und an­de­ren Ver­sor­gungs­lei­tun­gen? Ge­mein­sam wälz­ten wir alte Bau­plä­ne, jede Wo­che gabs eine Bau­be­ge­hung mit Herrn Ho­berg, dem Stell­ver­tre­ter von Herrn Lau.

Den Aus­bau rea­li­sier­ten wir, wie zu­vor am Hei­de­ring, viel in Ei­gen­leis­tung. Nor­bert Kep­pe war wie­der mit da­bei, dazu zahl­rei­che Be­schäf­tig­te und Fach­kräf­te aus un­ter­schied­li­chen Be­rei­chen. Wir guck­ten da­bei nicht auf die Uhr, ris­sen viel her­aus, bau­ten eine Men­ge um und zu­rück. Neu­ein­bau­ten lie­ßen wir durch Fach­fir­men vor­neh­men, eben­so die In­stal­la­ti­on der Elek­trik und Sanitäreinrichtungen.

Die von uns ent­klei­de­ten Hal­len­wän­de ge­fie­len uns. Wir woll­ten den In­dus­trie-Charme die­ses Or­tes er­hal­ten, al­ler­dings muss­ten wir ei­ni­ges für die Schall­iso­lie­rung tun. Eve­li­ne Berg rich­te­te die Kü­che ein, das hieß: Vom klei­nen Löf­feln bis zu Herd, Spü­le und di­ver­sen Kü­chen­ma­schi­nen und Ge­rä­ten al­les neu be­stel­len und positionieren.

Acht Mo­na­te dau­er­te der Bau. Be­reits im Juni 2016 zog der Be­reich B.PLUS hier­her. Mit dem Um­zug mach­ten wir meh­re­re neue Grup­pen auf, et­li­che neue Be­schäf­tig­te ka­men hin­zu. Au­ßer­dem zog die von mir ge­lei­te­te Wer­be­tech­nik vom Hei­de­ring an den Aderluch.

Die of­fi­zi­el­le Er­öff­nungs­fei­er folg­te am 10. No­vem­ber 2016. Dazu lu­den wir die Mie­ter des Hau­ses ein, um ge­mein­sam den Start zu fei­ern und uns als neu­en Teil der Um­ge­bung vor­zu­stel­len. Stil­echt be­wir­tet aus der Piz­ze­ria, die da­mals eben­falls noch zum Ob­jekt ge­hör­te. Die­se Piz­ze­ria soll­te spä­ter für uns als Ca­ri­tas-Werk­statt noch eine be­son­de­re Be­deu­tung be­kom­men. Doch das ist eine an­de­re Geschichte.

Ich freu mich auf Mon­tag, Teil 2

Ich freu mich auf Mon­tag, Teil 2

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter ist wie­der als Wer­be­trä­ger unterwegs

Ich fer­tig­te mir ei­nen Schlüs­sel­an­hän­ger mit der Auf­schrift: Ca­ri­tas Werk­statt / Al­les, au­ßer ge­wöhn­lich / Ich freu mich auf Mon­tag und häng­te ihn an mei­nen Rucksack.

Als ich da­mit in Ber­lin un­ter­wegs war, muss­te ich mit dem Schie­nen­er­satz­ver­kehr fah­ren. An der Bus­hal­te­stel­le Lands­ber­ger Allee/Ringstraße fiel mein Schlüs­sel­an­hän­ger mit un­se­ren Slo­gans drei jun­gen Leu­ten auf. „Ich freu mich nicht auf Mon­tag!“, sag­te eine von ih­nen, be­vor alle einstiegen.

Wie re­agie­re ich jetzt?“, frag­te ich mich im Bus, „soll ich was sagen?“

Ich fass­te mir ein Herz, ging vor zu den drei Ju­gend­li­chen und sprach sie an: „Ich ar­bei­te in der Ca­ri­tas-Werk­statt Ora­ni­en­burg, am Hei­de­ring. Die­ser Spruch steht an un­se­rer Tür. Wie ge­fällt er euch?“

Er ge­fällt mir gut, passt aber nicht so ganz“, er­wi­der­te ei­ner, und wir ka­men ins Ge­spräch. Ich ver­riet den Drei­en, war­um ich mich auf Mon­tag freue: „Da darf ich in die Werk­statt ge­hen, habe mei­ne Kol­le­gen um mich. Die Ar­beit in der Wer­be­tech­nik ist in­ter­es­sant, und ich gehe zu den On­line-Re­por­tern!“ Es mach­te mir Spaß, über mei­ne Ar­beit in der Ca­ri­tas-Werk­statt zu er­zäh­len. Beim Aus­stieg an der Mar­zah­n­er Pro­me­na­de ver­ab­schie­de­ten wir uns von­ein­an­der. Un­ser Ge­spräch tat mir gut!

Wir fin­den eine Lö­sung – 10 Jah­re Ader­luch, Teil 2

Wir fin­den eine Lö­sung – 10 Jah­re Ader­luch, Teil 2

Mar­cel Teich­mann er­zählt, auf­ge­schrie­ben von den On­line-Re­por­tern vom Heidering:

Nun also hat­ten wir den Miets­ver­trag für un­se­re neue Au­ßen­stel­le un­ter­schrie­ben, um hier die Ab­tei­lung Boh­rer-Vor­fer­ti­gung un­ter­zu­brin­gen. Mit­ten in der Bau­pha­se ließ uns un­ser Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner wis­sen: „Wir ver­le­gen un­se­re Boh­rer-Pro­duk­ti­on an ei­nen neu­en Stand­ort. Sor­ry, aber wir kön­nen euch nicht mehr mit Boh­rern ver­sor­gen.“ Ge­ra­de hat­ten wir uns für min­des­tens zehn Jah­re am Ader­luch ein­ge­mie­tet – und jetzt das!

Schock­star­re war kei­ne Op­ti­on. Schnell sag­ten wir uns: Die Ar­beits­räu­me be­fin­den sich zu ebe­ner Erde, sind bar­rie­re­frei – hier geht un­ser in­te­grier­ter För­der­be­reich B.PLUS hin! Die­ser be­fand sich bis da­hin in der Haupt­werk­statt, wo heu­te die Holz­werk­statt un­ter­ge­bracht ist. Er be­stand bis­lang nur aus drei Grup­pen, ge­lei­tet von Sil­ke Tro­jan, To­bi­as Ott­lew­ski so­wie Kon­rad Fait – und wuchs eben­falls ra­sant. Am Ader­luch gab es ge­nug Platz, B.PLUS nach un­se­ren Vor­stel­lun­gen um­zu­ge­stal­ten und zu erweitern.

Im Ge­bäu­de be­fin­den sich, ne­ben den ver­schie­de­nen Ge­wer­ben, auch drei Auf­gän­ge mit Woh­nun­gen. Nach dem Aus­zug des Aldi-Markts hat­ten die Mie­ter die Ruhe die­ses Or­tes wie die rie­si­ge freie Park­flä­che vor dem Ge­bäu­de ge­nos­sen – und nun ka­men wir: Zu­nächst jede Men­ge Bau­lärm, als­dann vie­le Be­schäf­tig­te und Mit­ar­bei­ter, knal­len­de Tü­ren, an- und ab­fah­ren­de Fahr­zeu­ge – kurz­um, ein re­ges Treiben!

Von Be­ginn an ar­ran­gier­ten wir uns mit­ein­an­der. Wir lu­den die Haus­be­woh­ner zu Bau­be­ge­hun­gen ein, und bis heu­te tra­gen Be­schäf­tig­te die Ein­käu­fe ei­ni­ger Mie­ter die Trep­pen rauf. Es ru­ckel­te sich zu­sam­men, von An­fang an ach­te­ten wir auf­ein­an­der. Das ent­kräf­te­te ei­ni­ge Vor­be­hal­te uns gegenüber.

Mit Mu­sik geht’s bes­ser – Mein Werk­statt-Ta­ge­buch Teil 3

Mit Mu­sik geht’s bes­ser – Mein Werk­statt-Ta­ge­buch Teil 3

Alon­zo Münn be­rich­tet über sei­ne Ar­beit im Be­reich B.PLUS der Caritas-Werkstatt

13.04.2026

Heu­te mon­tier­ten wir Win­kel­buch­sen zu­sam­men. Das ist ein neu­er Auf­trag, die Buch­sen wer­den am Ende in Au­tos ein­ge­baut. In der Pau­se schau­ten wir uns mein ers­tes Vlog an. Ich nahm es auf, als ich im Ur­laub zu­sam­men mit mei­ner Fa­mi­lie bei Star­light Ex­press in Bo­chum war. Eine Übung, zu­künf­tig will ich als On­line-Re­por­ter auch für die Werk­statt Vlogs produzieren.

14.04.2026

Heu­te hör­ten wir zu­sam­men mit Me­la­nies Grup­pe mei­ne Mu­sik, na­tür­lich Star­light Ex­press! In Bo­chum kauf­te ich mir, wie man hier sieht, au­ßer­dem eine Cap, zwei Beu­tel, ein Schreib-Set so­wie ein T‑Shirt. Bei die­ser Mu­sik ging uns die Ar­beit gleich noch­mal so gut von der Hand. Hoch mo­ti­viert ver­teil­te ich die zu mon­tie­ren­den Ein­zel­tei­le. Ich mach­te die Box ex­trem voll und be­rei­te­te am Ende al­les für mor­gen vor. Da geht’s wei­ter mit der Winkelbuchsen-Montage!

Pfer­de tun uns Men­schen gut

Pfer­de tun uns Men­schen gut

Va­nes­sa Ver­der­ber un­ter­nahm mit ih­rem Re­por­ter-Kol­le­gen Kon­stan­tin ei­nen Ab­ste­cher aufs Land

Letz­tens wech­sel­te ich für ein paar Tage rü­ber in den För­der­be­reich zu Do­reen Witt und Vir­gi­nia Ro­chow. Zu­sam­men mit Be­schäf­tig­ten aus ih­ren bei­den Grup­pen war ich letz­tens in Ger­men­dorf, Vir­gi­nia hat dort eine Kop­pel mit vier Pfer­den und bie­tet ein­mal in der Wo­che Be­schäf­tig­ten aus dem För­der­be­reich un­se­rer Werk­statt an, dort ein paar Stun­den mit den Tie­ren zu verbringen.

Ich fuhr zu­sam­men mit Vir­gi­nia so­wie Leo­nie und Ke­vin aus dem För­der­be­reich. Kon­stan­tin kam zu­sam­men mit sei­ner Ein­zel­fall­hel­fe­rin Chris­ti­na nach. Sie über­rasch­te uns mit Crois­sants, so früh­stück­ten wir vor Ort erst ein­mal ge­müt­lich. Dann leg­te Kon­tan­tin los, Pfer­de­äp­fel von der Kop­pel zu le­sen. Ich mach­te spon­tan mit beim „Ab­äp­peln“, wie wir das nen­nen. Nicht lan­ge, da lös­te mich Vir­gi­nia ab. Hat­te sie doch ge­se­hen, dass ich ein we­nig mit den Pfer­den ku­schel­te, was die­sen merk­lich ge­fiel. Das Pony durf­ten wir so­gar füh­ren. Be­vor es zu­rück­ging, füt­ter­ten wir alle vier Pfer­de. Vir­gi­nia hat ih­nen bei­gebracht, dass je­des sei­nen Stamm­platz und sei­ne ei­ge­ne Schüs­sel hat.

Der Auf­ent­halt dort drau­ßen wirk­te an­ge­nehm be­ru­hi­gend auf mich. Mit Pfer­den zu ku­scheln und zu ar­bei­ten, tat mir sehr gut. Un­ser Dank an alle, die uns Werk­statt-Be­schäf­tig­ten die­ses ganz be­son­de­re An­ge­bot ermöglichen.

Sport ist doch kein Mord

Sport ist doch kein Mord

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter hält sich fit

Ich woh­ne im Am­bu­lant Be­treu­ten Woh­nen auf dem Ge­län­de des St. Jo­han­nes­bergs. Anja Ol­den­burg bie­tet bei uns ei­nen Sport­kurs an und frag­te mich, ob ich mit­ma­chen möch­te. Ich woll­te nicht. „Sport ist Mord!“, lau­te­te mei­ne Devise.

Es täte dir aber gut!“, er­wi­der­te sie dar­auf, „zeig mir doch mal eine Übung!“

Ich wähl­te Rumpf­beu­gen im Ste­hen – und kam mit den Hän­den nur bis zu den Knien.

Dann mach mal mit!“, riet mir Anja.

Das tat ich. Wir be­gan­nen mit Deh­nungs­übun­gen. Je­der sag­te an, wel­che Übung er ma­chen möch­te und alle mach­ten mit. Je­der so gut, wie er kann. An­schlie­ßend zeig­te Anja ein Yoga-Pla­kat, auf dem vie­le Übun­gen zu se­hen wa­ren, dar­un­ter Um­kehr­stel­lun­gen, Rück­beu­gen, Vor­wärts­beu­gen, Deh­nungs- oder Gleich­ge­wichts­übun­gen. Von ih­nen wähl­ten wir ei­ni­ge aus. Zum Schluss kommt ein Ab­schluss­lied, zu dem wir tan­zen: der Körperteil-Blues.

In­zwi­schen bin ich froh, dass ich mit­mi­sche. Bei den Rumpf­beu­gen kom­me ich jetzt ein gan­zes Stück wei­ter run­ter. Auch zwei Werk­statt-Be­schäf­tig­te, die nicht hier auf dem Ge­län­de woh­nen, nut­zen An­jas An­ge­bot. Hast Du auch Lust? Komm ein­fach vor­bei! Je­den Mitt­woch tref­fen wir uns von 16.00 bis 17.00 Uhr im Haus Luise.

Viel mehr als ein Job

Viel mehr als ein Job

Mi­chae­la Senf er­in­nert sich an eine für sie ganz be­son­de­re Werkstatt-Abteilung:

Als ich um das Jahr 2009 in die Ab­tei­lung Boh­rer-Vor­fer­ti­gung kam, mach­te es mir dort von An­fang an gro­ßen Spaß. Mit mei­nen Grup­pen­lei­tern Cars­ten und Bernd kam ich sehr gut zu­recht. Bernd lern­te mich an, und die Ar­beit ging mir gut von der Hand. Zig­tau­sen­de Boh­rer habe ich sor­tiert, dar­un­ter klei­ne, gro­ße, di­cke und dün­ne. Sie alle ka­men in schwe­re Ei­sen­kis­ten, die du nicht an­he­ben konntest.

Als wir ein­mal bei der Kaf­fee­pau­se zu­sam­men­sa­ßen, kam Bernd zu uns und frag­te: „Kann mir je­mand hel­fen?“ Da mel­de­te ich mich, was war pas­siert? Die gan­zen Boh­rer la­gen auf der Erde, weil eine an­de­re Grup­pen­lei­te­rin aus Ver­se­hen ein Le­ge­brett um­ge­kippt hat­te. Lei­der lebt sie mitt­ler­wei­le nicht mehr. Ich ver­mis­se sie sehr.

Zum Tag der of­fe­nen Tür schlen­der­ten die Leu­te durch die Hal­len, guck­ten und frag­ten, was das al­les für Boh­rer sind. Da sag­te Bernd zu mir: „Mi­chae­la, er­zäh­le den Gäs­ten doch mal, was wir hier so ma­chen.“ Hin­ter­her ließ er mich wis­sen: „Das hast du sehr gut gemacht!“

Sechs Jah­re lang war ich bei den Boh­rern. Ich moch­te die Ar­beit und auch mei­ne Kol­le­gen hier sehr gern. Be­son­ders Joa­chim hat­te ich ins Herz ge­schlos­sen. Er war für mich wie ein gro­ßer Bru­der, den ich nie hat­te. Lei­der starb er viel zu früh. Als ich das hör­te, muss­te ich weinen.

Lei­der wur­de die Grup­pe auf­ge­löst, weil die Boh­rer-Fir­ma weg­zog. Als uns die Grup­pen­lei­ter das er­zähl­ten, sag­te ich: „Bernd, das ist nicht dein Ernst, oder?“

Doch, Mi­chae­la, es ist lei­der so.“

Bit­te, fahr nicht weg!“, rief ich dem letz­ten LKW mit den Boh­rern hin­ter­her, doch er fuhr. Ich war am Ende.

Bis heu­te ver­mis­se ich es, wie wir hier zu­sam­men­ar­bei­te­ten. Wir ha­ben viel ge­lacht. Cars­ten mach­te manch­mal AC/DC an, das war toll! Wir ver­stan­den uns rich­tig gut, mei­ne Er­in­ne­run­gen an die­se Zeit blei­ben für im­mer bei mir. Für mich war die Boh­rer-Grup­pe wie ein zwei­tes Zuhause.