Da liegt Mu­si­ke drin!

Da liegt Mu­si­ke drin!

On­line-Re­por­te­rin Sa­rah Stoll im Ge­spräch mit Ste­fan Einbrodt

Hal­lo Ste­phan, was hast Du vor Dei­ner Zeit in der Werk­statt gemacht?

Ich bin ge­lern­ter Werk­zeug­me­cha­ni­ker und ar­bei­te­te in mei­nem Beruf.

Wie wur­dest Du auf die Werk­statt auf­merk­sam und wann hast Du hier angefangen?

Ich be­warb mich auf eine An­non­ce im In­ter­net und wur­de ge­nom­men. Mein ers­ter Ar­beits­tag hier war der 5. Ja­nu­ar 2009, mitt­ler­wei­le bin ich also schon 17 Jah­re hier.

Was liebst Du an Dei­ner Ar­beit am meis­ten und was ist für Dich das Schwerste?

Ich mag die Ab­wechs­lung, die ich hier er­le­be. Am schwers­ten wird es, wenn wir un­ter­be­setzt sind, sich eine Fach­kraft um vie­les gleich­zei­tig küm­mern muss.

Hast Du Hob­bys? Wenn ja, welche?

Ich fah­re gern Fahr­rad, höre viel Mu­sik und spie­le selbst Klavier.

Ich wuss­te noch gar nicht, dass Du ein In­stru­ment spielst – toll! Und was sind Dei­ne Wün­sche für die Zukunft?

Erst­mal und vor al­lem wün­sche ich mir, dass es al­len Leu­ten gut­geht und dass uns die Po­li­tik kei­nen Strich durch die Rech­nung macht. Ich je­den­falls kom­me sehr gern zur Arbeit!

Und die macht mit Ste­fan gro­ßen Spaß, be­son­ders am Frei­tag. Da schal­tet er Mu­sik an, un­ser DJ Maik trom­melt den Takt und wer will, singt mit. Ich sin­ge im­mer mit und tan­ze, Jür­gen setzt sei­nen Dis­co-Hut auf und singt. Es tut uns al­len gut, mal so rich­tig aus­ge­las­sen zu sein, be­vor wir ins Wo­chen­en­de gehen.

Manch­mal wür­de ich …

Manch­mal wür­de ich …

On­line-Re­por­te­rin Mo­ni­ka Fied­ler über die Kniff­lig­keit des täg­li­chen Miteinanders

Manch­mal wür­de ich gern bei­ßen, mei­nem Ge­gen­über di­rekt ins Bein!

Aber ich bin ja nett.

Manch­mal wür­de ich gern Pa­pie­re zerreißen!

Aber ich bin ja nett.

Manch­mal wür­de ich mei­nem Ge­gen­über ei­nen Blu­men­topf an den Kopf schmeißen!

Aber ich bin ja nett.

Statt­des­sen sind die Trä­nen mein Ventil.

Ich ver­gie­ße da­von sehr viel.

Von letz­ter Nacht ist mor­gens mein Kopf­kis­sen im­mer noch nass.

Mein Pro­blem gab mir den Anlass.

Wem geht es manch­mal auch so wie mir?

Tie­re und Hand­ar­beit – Ein ge­lun­ge­ner Ausflug

Tie­re und Hand­ar­beit – Ein ge­lun­ge­ner Ausflug

Die On­line-Re­por­ter Va­nes­sa Ver­der­ber und Kon­stan­tin Rein­hardt auf Tour

Va­nes­sa: Zu­sam­men mit dem ge­sam­ten För­der­be­reich der Haupt­werk­statt un­ter­nah­men wir ei­nen Aus­flug zum Schloss Lie­ben­berg. Ich fand es am schöns­ten, den hier le­ben­den Tie­ren zu be­geg­nen. An­fangs wa­ren sie et­was scheu und lie­ßen sich nicht gleich strei­cheln. Dann aber fass­ten sie Ver­trau­en zu uns Men­schen. Was ge­fiel dir am besten?

Kon­stan­tin: Ich moch­te auch die Tie­re sehr. Wir wa­ren bei den Scha­fen, Hüh­nern und Zie­gen. Ganz toll fand ich auch das Mit­tag­essen. Ich aß Nu­deln mit To­ma­ten­so­ße, es schmeck­te ein­fach super!

Va­nes­sa: Nach dem Mit­tag üb­ten wir uns dar­in, aus ei­nem Schafs­wol­le-Seil in ei­nem Flecht­rah­men ein Sitz­kis­sen zu fer­ti­gen. Die Scha­fe wa­ren ge­ra­de frisch ge­scho­ren, ihre Wol­le ge­wa­schen, ge­kämmt und ge­färbt wor­den. Aus ihr hat­ten sie Sei­le ge­fer­tigt, die wir ver­ar­bei­te­ten. Auch das mach­te mir gro­ßen Spaß. Am Ende hat­ten wir eine rich­tig schö­ne Zeit hier erlebt.

Kon­stan­tin: Ge­nau das ha­ben wir, ein tol­ler Ausflug!

„Ich bin schon sehr aufgeregt!“

Ich bin schon sehr aufgeregt!“

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler be­fragt sei­ne Kol­le­gin Brigitte:

Wie alt bist Du und wo kommst Du her?

Ich bin mitt­ler­wei­le 56, auf­ge­wach­sen bin ich in Hennigsdorf.

Und wie lan­ge ar­bei­test Du schon bei uns in der Werkstatt?

Seit 1991 bin ich hier im Ar­beits­be­reich tä­tig, in­zwi­schen also un­ge­fähr 35 Jah­re. Be­vor ich in der Can­ti­na am Ader­luch an­fing, ar­bei­te­te ich am Hei­de­ring in der Hauswirtschaft.

Wo ge­fiel es Dir bes­ser, und wel­che Dei­ner Auf­ga­ben er­le­digst Du am liebsten?

Am schöns­ten fin­de ich es am Ader­luch. Hier geht es ein biss­chen fa­mi­liä­rer und auch et­was ru­hi­ger zu, das kommt mir sehr ent­ge­gen. Be­son­ders gern ar­bei­te ich an der Ge­schirr­spül­ma­schi­ne, aber ich trock­ne auch gern ab.

Was hast du für Hobbies?

Ich be­su­che ger­ne Leu­te, spie­le oft Kar­ten- oder Brett­spie­le. Auch Tisch­ten­nis mag ich sehr! Na­tür­lich bin ich mitt­wochs da­bei, wenn es bei uns als be­glei­ten­des An­ge­bot stattfindet.

Du wur­dest neu­lich zu Dei­nem 35jährigen Be­triebs­ju­bi­lä­um ge­ehrt. Wie war das für Dich?

Oh, ich war schon sehr auf­ge­regt, als ich dazu bei un­se­rer Jah­res­haupt­ver­samm­lung hoch auf die Büh­ne ge­hen musste!

Ich wuss­te, das schaffst Du, lie­be Bri­git­te. Au­ßer­dem wa­ren und sind wir ja ganz in Dei­ner Nähe. Hab vie­len Dank für das Gespräch.

Ehr­lich und ge­recht sein, eine gro­ße Herausforderung

Ehr­lich und ge­recht sein, eine gro­ße Herausforderung

On­line-Re­por­te­rin Sa­rah Stoll be­fragt Kai Hämmerling

Ich fin­de, Kai ist eine tol­le Fach­kraft! Es macht mir Spaß, im Be­reich Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung in sei­ner Grup­pe zu ar­bei­ten. So kam ich auf die Idee, ihn zu in­ter­view­en. Los geht’s!

Was hast Du vor der Werk­statt gemacht?

Be­vor ich hier­her­kam, ar­bei­te­te ich acht Jah­re bei un­se­rem Auf­trag­ge­ber Orafol.

Wann fingst Du hier an?

Das war 2022, also vor mitt­ler­wei­le vier Jahren.

Wie wur­dest Du auf die Werk­statt aufmerksam?

Zwan­zig Jah­re zu­vor hat­te ich sie durch mei­nen Zi­vil­dienst ken­nen­ge­lernt. Als ich mich nun be­ruf­lich ver­än­dern woll­te, be­warb ich mich auf eine Stel­len­an­zei­ge der Werk­statt – und lan­de­te in der Werbemittelfertigung.

Was ge­fällt Dir bei Dei­ner Ar­beit am meis­ten und wel­che Auf­ga­be ist für Dich die Schwierigste?

Am meis­ten ge­fällt mir die Ar­beit mit den Men­schen. Das be­inhal­tet zu­gleich eine rie­sen­gro­ße Her­aus­for­de­rung: Es ist schwer, alle ge­recht zu be­han­deln, aber ge­nau dar­auf kommt es an!

Was sind Dei­ne Hobbys?

Ich war zehn Jah­re Hand­ball­trai­ner ei­ner Ju­gend­mann­schaft und be­schäf­tig­te mich ne­ben­bei mit dem Fuß­ball­ver­ein mei­ner bei­den Söh­ne, wo ich das eine oder an­de­re Mal als Trai­ner aus­half. In letz­ter Zeit bin ich in mei­nem Hand­ball­ver­ein nur noch als Schi­ri un­ter­wegs. Au­ßer­dem gehe ich gern An­geln. Zu un­se­rer Fa­mi­lie ge­hört au­ßer­dem ein Vier­bei­ner, Bo­xer-Hün­din Elli. Das ist so­zu­sa­gen auch ei­nes mei­ner Hob­bys, min­des­tens das!

Stimmt, des­halb woll­test Du ja auch, dass wir hier ein Foto von Elli ver­öf­fent­li­chen. Mei­ne letz­te Fra­ge lau­tet: Gibt es et­was, das Du Dir für die Zu­kunft wünschst?

Ich wün­sche mir, dass wir alle im­mer ehr­lich mit­ein­an­der um­ge­hen und über­haupt, dass al­les gut wird.

Mein Kum­pel Till

Mein Kum­pel Till

On­line-Re­por­te­rin Sa­rah Stoll freut sich auf ei­nen neu­en Werkstatt-Kollegen

Till ist neun­zehn Jah­re alt und mein Kum­pel. Er hat Tri­so­mie 21 und kommt ur­sprüng­lich aus Ber­lin. Dort ging er auch zur Schu­le. Jetzt ver­än­dert sich für ihn vie­les, denn sei­ne El­tern bau­ten in Wen­si­cken­dorf ein Haus, und die gan­ze Fa­mi­lie zieht ge­ra­de dorthin.

Till mach­te be­reits ein Prak­ti­kum bei Phil­ipp Fo­cking im Grün­team un­se­res Be­rufs­bil­dungs­be­reichs. Nun freue ich mich dar­auf, dass er schon bald zu uns in die Ca­ri­tas-Werk­statt kommt. Für ihn ist dann vie­les neu: neue Um­ge­bung, neue Men­schen, ein neu­er All­tag. Des­halb möch­te ich ihm hel­fen, dass er sich bei uns schnell wohlfühlt.

Ich mag Till so, wie er ist: freund­lich und ein gu­ter Mensch. Für mich ist es wich­tig, Men­schen so an­zu­neh­men, wie sie sind. Freund­schaft be­deu­tet für mich auch, für­ein­an­der da zu sein und sich ge­gen­sei­tig zu unterstützen.

Ich freue mich dar­auf, Till wei­ter ken­nen­zu­ler­nen und mit ihm ge­mein­sam vie­le schö­ne Mo­men­te in der Werk­statt zu erleben.

Ju­bel, Stim­mung & gute Laune

Ju­bel, Stim­mung & gute Laune

On­line-Re­por­te­rin­nen aus Haupt­werk­statt und Ader­luch er­in­nern sich an das Johannesfest

Ma­nue­la Wro­blew­ski: Auf­grund der Wit­te­rung hielt ich mich meis­tens im Schat­ten auf. An ei­nem der Ver­sor­gungs-Stän­de mahn­te mich ein Kol­le­ge: „Esst mehr Obst“!

Va­nes­sa Ver­der­ber: Nach­dem ich den Leu­ten am Obst­be­cher-Stand eine Wei­le zu­sah, frag­te ich: „Darf ich auch eine Run­de schmei­ßen?“ Also schnapp­te ich mir eine Kis­te, be­lud sie mit Ana­nas und Me­lo­ne und dreh­te eine Run­de. Bis ganz nach hin­ten zu den Floh­markt-Leu­ten ver­teil­te ich die Be­cher. „Hier ist fri­sches Obst!“, rief ich, bis ich hei­ser wur­de. Die Leu­te wa­ren sehr nett und nah­men mir die Be­scher gern ab. An­schlie­ßend ließ ich mir die Na­chos bei Frau Schr­a­der schmecken.

Sa­rah Stoll: Ich mach­te die­ses Mal beim Floh­markt mit. Das war sehr schön, vie­le kauf­ten bei mir und an den an­de­ren Stän­den ein.

Mi­chae­la Senf: Es war toll, zu­sam­men mit dem Pfar­rer und al­len an­de­ren Men­schen hier zu fei­ern. Wie­der konn­ten wir beim Ka­rao­ke un­ser Bes­tes ge­ben, und auch bei der Eh­rung un­se­rer Dra­chen­boot-Mann­schaf­ten stand ich mit auf der Büh­ne. Al­len Or­ga­ni­sa­to­ren und Mit­strei­tern ein gro­ßes Dankeschön.

„Mein Haus, mei­ne Leu­te!“ – Er lebt den Heidering!

Mein Haus, mei­ne Leu­te!“ – Er lebt den Heidering!

Die On­line-Re­por­te­rin­nen und Re­por­ter des Hei­de­rings be­fra­gen ih­ren Stand­ort­lei­ter Sö­ren Neubert

Lie­ber Sö­ren, wie wur­dest Du auf die Ca­ri­tas-Werk­statt aufmerksam?

2012 nahm ich eine Aus­zeit von mei­nem da­ma­li­gen Be­rufs­le­ben. Für ein Jahr ging ich eh­ren­amt­lich an das Ca­ri­tas-Hos­piz in Pan­kow. De­ren So­zi­al­ar­bei­te­rin sag­te zu mir: „Ich ken­ne den Lei­ter der Ca­ri­tas-Werk­statt in Ora­ni­en­burg. Wenn Du gern im so­zia­len Be­reich ar­bei­ten möch­test, soll­test du mal mit ihm sprechen.“

Dar­auf­hin traf ich mich mit Herrn Lau und ab­sol­vier­te Ja­nu­ar 2013 ein Prak­ti­kum in der Ver­wal­tung der Haupt­werk­statt. Ich fand es so toll, in ei­nem so­zia­len Un­ter­neh­men zu ar­bei­ten, dass ich mich bei der BWB in Ber­lin als stell­ver­tre­ten­der Be­triebs­lei­ter be­warb. Ein Jahr ar­bei­te­te ich dort und dazu wei­ter­hin eh­ren­amt­lich im Hos­piz, als mir Herr Lau eine Stel­le in der Ca­ri­tas-Werk­statt an­bot. Seit dem 1. April 2014 bin ich hier.

Du fingst in der Haupt­werk­statt an, was wa­ren dort Dei­ne Aufgaben?

Als Fach­kraft im Grup­pen­dienst ar­bei­te­te ich in der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung. Zu­gleich ver­such­te ich, dort ver­schie­de­ne Ar­beits­pro­zes­se an­zu­pas­sen. Nach ei­nem Jahr über­nahm ich als Pro­duk­ti­ons­lei­ter den Heidering.

Woll­test Du das so, oder muss­test Du dazu über­re­det werden?

Das woll­te ich so. Ich hab es mir ab­ge­wohnt, Jobs zu ma­chen, die ich nicht möchte.

Du bist stän­dig im Haus wie auf dem Ge­län­de und nur sel­ten in Dei­nem Büro an­zu­tref­fen – mischt Du lie­ber in der Pro­duk­ti­on mit, statt zu­rück­ge­zo­gen am PC zu arbeiten?

Mei­ne Auf­ga­ben sind sehr viel­fäl­tig: in der Pro­duk­ti­on mit­wir­ken, Pro­zes­se an­pas­sen, Neu­es ent­wi­ckeln und vie­les mehr. Mich trei­ben stets die zu er­fül­len­den Auf­ga­ben. Das Büro ist mir dazu le­dig­lich Mit­tel zum Zweck, ge­nau wie Hub­wa­gen und PSA in der Produktion.

Bist Du auch mal in den an­de­ren Zweig­werk­stät­ten tätig?

Ich ver­tre­te Mar­cel Teich­mann am Ader­luch, dazu gibt es vie­le Schnitt­stel­len zu al­len Be­triebs­tei­len, sei es durch Gre­mi­en­ar­beit oder Gedankenaustausch.

Wel­che Dei­ner Ar­beits­auf­ga­ben er­füllt Dich am meisten?

Spaß macht mir all das, was ich so­fort oder zü­gig er­le­di­ge. The­men, die mir nicht so be­ha­gen, blei­ben manch­mal lie­gen und hän­gen dann wie ein Da­mo­kles­schwert über mir. Am reiz­volls­ten ist es für mich, zu se­hen, wie sich Mit­ar­bei­ter, Be­schäf­tig­te und das Haus ent­wi­ckeln. Ich ge­nie­ße die gro­ße Ge­stal­tungs­frei­heit, die ich hier habe. Wenn mir et­was ge­lingt, was dann mei­ne Hand­schrift trägt, er­füllt mich das na­tür­lich mit Freu­de, aber am Ende ha­ben es die Be­schäf­tig­ten und Fach­kräf­te um­ge­setzt. Stolz macht mich also auch, wenn an­de­re eben­falls gern herkommen

Wie kom­men die Auf­trä­ge für die Zwei­ge­werk­statt Fak­tor C zustande?

Netz­werk­ar­beit, Te­le­fo­na­te, Mails – vie­le Ak­qui­se-Wege füh­ren zu neu­en Auf­trä­gen. Oft hilft ein Blick ins Bran­chen­buch: Wel­che Fir­men ma­chen et­was, wo­bei wir ih­nen hel­fen kön­nen. Dort rufe ich dann an und fra­ge: „Wir könn­ten euch Ar­beit ab­neh­men, habt ihr Interesse?“

Die Fir­ma Frie­sen be­schäf­tig­te sei­ner­zeit fünf Ar­beits­grup­pen un­se­res Hau­ses. Als sie weg­gin­gen, muss­te sich die ge­sam­te De­mon­ta­ge völ­lig neu auf­stel­len. Frie­sen bot zwar jede Men­ge Ar­beit, aber ohne Ent­wick­lungs­po­ten­ti­al für die Be­schäf­tig­ten und den Stand­ort. Erst, als sie weg­zo­gen, hat­ten wir die Mög­lich­keit, Neu­es zu eta­blie­ren, die Fä­hig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten un­se­rer Be­schäf­tig­ten und Fach­kräf­te auszubauen.

Ge­ne­rell höre ich mich über­all um und er­zäh­le auch im Freun­des­kreis von uns, ge­treu dem Mot­to: „Wir kön­nen al­les! Was da­von braucht ihr?“ Auf kei­nen Fall sit­ze ich pas­siv im Büro und war­te, dass je­mand mit ei­nem Auf­trag daherkommt.

Gibt es bei Dei­ner Ar­beit Ideen, die Du be­son­ders gern um­set­zen möchtest?

In der Pro­duk­ti­on be­steht ein ste­ti­ger Be­darf an Neu­em. Oft sit­zen wir im er­wei­ter­ten Lei­tungs­kreis zu­sam­men, je­der bringt sei­ne Ex­per­ti­se mit ein. Dar­aus ent­ste­hen Ideen, die dann zu ei­ner ge­mein­sa­men Idee her­an­wach­sen. Es ist toll, ein Teil da­von zu sein, das Gan­ze vor­an­zu­brin­gen, an­de­re von die­ser Idee zu be­geis­tern. Ich bin kein Ei­gen­bröt­ler, son­dern Team­spie­ler. Dass ich da­bei mit­un­ter vorn im Schuss­feld ste­he, ge­hört zu mir als Sö­ren – aber am Ende ist es schön, wenn‘s eine ge­mein­sa­me Idee ist und der Er­folg al­len zu­ge­schrie­ben wird, am Ende vor al­lem un­se­ren Mit­ar­bei­tern und Beschäftigten.

Wie stellst Du Dir die Zu­kunft des Hei­de­rings vor?

Wir le­ben ja schon in der Zu­kunft! Möge un­ser Haus ein strah­len­des Vor­bild sein, was die Zu­frie­den­heit un­se­rer Mit­ar­bei­ter und Be­schäf­tig­ten be­trifft! An­de­re dür­fen gern ein biss­chen mit Be­wun­de­rung auf uns schau­en, wie viel Spaß es al­len hier macht! Der Hei­de­ring – ein be­gehr­ter Stand­ort, an dem man ger­ne ist und (in un­se­rer Can­ti­na) isst! Die Leu­te sol­len ein­fach Bock ha­ben, hier im Be­rufs­bil­dungs­be­reich zu ler­nen und dann in ei­nen un­se­rer Ar­beits­be­rei­che zu gehen.

Du lebst den Hei­de­ring, bist Fa­mi­li­en­va­ter, ar­bei­test dazu noch im­mer eh­ren­amt­lich. im Hos­piz, wie be­kommst Du das al­les un­ter ei­nen Hut?

Da ist schon ei­ni­ges Aus­hal­ten und Zer­ris­sen-Sein da­bei. Manch­mal hab ich ein schlech­tes Ge­wis­sen ge­gen­über mei­ner Fa­mi­lie. Das ist ja hier kein Job, bei dem ich um eine be­stimm­te Uhr­zeit sage: „Jetzt ist Fei­er­abend, und mor­gen neh­me ich frei!“ Mei­ne Fa­mi­lie steckt da oft zu­rück, und mit­un­ter höre ich da­heim: „Du bist so viel auf Ar­beit, was ist mit uns?“

An­de­rer­seits bie­tet mir mein Job vie­le Frei­hei­ten. Ich ar­bei­te nicht nach Zeit­er­fas­sungs­bo­gen, son­dern auf Ziel­er­fül­lung. Gut struk­tu­riert, schaf­fe ich mir an die­ser oder je­ner Stel­le Frei­räu­me. Ent­schei­dend ist, dass ich das Ziel er­rei­che. Wel­chen Weg ich dazu wäh­le, kann ich weit­ge­hend selbst ge­stal­ten. Ich sage üb­ri­gens ganz be­wusst „mei­ne Mit­ar­bei­ter, mei­ne Be­schäf­tig­ten“. Da­mit mei­ne ich nicht, dass ich euch „be­sit­ze“, son­dern dass ich mich mit al­len hier sehr ver­bun­den füh­le, ge­nau wie mit die­sem un­se­rem Haus.

Mein Mo­bi­li­täts-Ex­pe­ri­ment

Mein Mo­bi­li­täts-Ex­pe­ri­ment

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter er­wei­ter­te sei­nen Radius

Man­che von uns fah­ren aus Schmach­ten­ha­gen, Hen­nigs­dorf, Krem­men, Fürs­ten­berg oder Ber­lin zur Werk­statt. „Das möch­te ich auch mal aus­pro­bie­ren!“, sag­te ich mir. Ich be­sprach mich mit an­de­ren, so mit mei­ner Re­por­ter-Kol­le­gin Mar­ti­na. „Pro­bie­re es aus, Mi­cha!“, sag­te sie, und mein Fach­dienst stimm­te mir eben­falls zu.

Ich möch­te mich wei­ter­ent­wi­ckeln und woll­te Er­fah­run­gen sam­meln, wie es ist, selb­stän­dig von mei­ner Mut­ti aus Ber­lin zur Ar­beit zu fah­ren. Nun sah mein Weg in die Ca­ri­tas Werk­statt so aus: Um 04:31 Uhr mit der Stra­ßen­bahn M6 bis S‑Bahnhof Mar­zahn, von dort 04:49 Uhr mit dem Bus X54 bis S+U Pankow/Granitzstr. Nach 10 Mi­nu­ten Um­stei­ge­zeit nahm ich die S8 bis Bir­ken­wer­der, von dort die S1 nach Ora­ni­en­burg, wo ich um 06:35 an­kam. Um 07:00 Uhr fährt der Bus 804, ge­gen 07:20 Uhr war ich an mei­nem Ar­beits­platz in der Wer­be­tech­nik. Ab Mitt­woch pro­bier­te ich ei­nen an­de­ren Weg aus.

Ob­wohl das frü­he Auf­ste­hen an­stren­gend war, zog ich die Wo­che durch. Ob das eine Dau­er­lö­sung wäre, weiß ich nicht. Aber ich habe es ge­schafft! Nicht nur in­ner­halb der Werk­statt möch­te ich selb­stän­di­ger wer­den, son­dern auch auf mei­nem Weg dorthin.

Man lernt nie aus

Man lernt nie aus

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter im Ge­spräch mit Bir­git Kiel

Hal­lo Mi­cha­el, vie­len Dank, dass du mich heu­te zu ei­nem In­ter­view ein­ge­la­den hast. Ich bin eine be­geis­ter­te Le­se­rin eu­rer Bei­trä­ge, die ich sehr in­ter­es­sant, hu­mor­voll und oft auch sehr be­rüh­rend finde.

Dan­ke zu­rück, lie­be Bir­git! Seit wann bist Du in der Ca­ri­tas-Werk­statt mit dem An­ge­bot Schu­le tätig?

Tat­säch­lich bin ich schon seit 2015 mit mei­nem Bil­dungs­an­ge­bot hier tä­tig, in den ers­ten vier Jah­ren ne­ben­be­ruf­lich, je­weils freitags.

Hat­te die Ca­ri­tas Dich als Leh­re­rin gesucht?

Den Kurs „Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen“ gab es schon vor mei­ner Zeit hier. Herr Kuh­nert, ein en­ga­gier­ter Rent­ner, bot ihn ge­mein­sam mit Frau Geiß­ler für in­ter­es­sier­te Be­schäf­tig­te an. Als er aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den auf­ge­ben muss­te, such­te die Ca­ri­tas-Werk­statt in ver­schie­de­nen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen nach Er­satz. Zu die­sem Zeit­punkt ar­bei­te­te ich an der „Re­gen­bo­gen­schu­le“ in Hen­nigs­dorf, ei­ner Schu­le mit dem För­der­schwer­punkt „Geis­ti­ge Ent­wick­lung“. Die Schul­lei­tung trat ei­nes Ta­ges mit der Fra­ge an mich her­an, ob ich mir eine Ne­ben­tä­tig­keit als Lehr­kraft in der Caritas–Werkstatt vor­stel­len könn­te. Da ich nun schon seit über 25 Jah­ren im Schul­be­reich ar­bei­te­te, sah ich das als Her­aus­for­de­rung an. Das Schul­amt stimm­te un­ter der Be­din­gung zu, dass mei­ne Wo­chen­ar­beits­zeit nicht ver­än­dert wer­den darf, was be­deu­te­te, dass ich mei­ne Frei­tags­stun­den auf die ver­blei­ben­den vier Tage ver­tei­len muss­te. Das war schon hart. Mir ge­fiel es je­doch von An­fang an in der Werk­statt sehr. Das Be­triebs­kli­ma und die Ar­beit mit Er­wach­se­nen ta­ten mir gut. Mein ei­ge­ner Slo­gan lau­te­te: „Ich freue mich auf Freitag“.

Ein Ar­beits­un­fall, der eine schwe­re Sprung­ge­lenks­frak­tur zur Fol­ge hat­te, gab 2019 den An­stoß, mich be­ruf­lich zu ver­än­dern. Noch wäh­rend der Reha gab ich eine In­itia­tiv­be­wer­bung bei der Werk­statt­lei­tung ab. Im Nach­hin­ein be­trach­tet, muss es ein recht bi­zar­res Bild ge­we­sen sein, wie ich mit ei­nem Vacoped–Stiefel am Bein und zwei Geh­hil­fen ge­ra­de­wegs von der Reha zum Be­wer­bungs­ge­spräch „hum­pel­te“. Ver­ständ­li­cher­wei­se gab es auch den ei­nen oder an­de­ren Zweif­ler, der sich erst von mei­ner Eig­nung über­zeu­gen muss­te. Ich bin sehr dank­bar, dass man mir das Ver­trau­en schenk­te und ich den Job be­kam, den ich bis heu­te sehr liebe.

Dei­ne An­ge­bo­te lau­fen am Diens­tag (am Hei­de­ring), Mitt­woch (Cam­pus Q), Don­ners­tag (am Hei­de­ring) und Frei­tag (Ke­ra­mik in der Haupt­werk­statt). Be­rei­test Du die Auf­ga­ben für Diens­tag, Mitt­woch und Don­ners­tag vor?

Mitt­ler­wei­le be­su­chen 96 Be­schäf­tig­te mei­ne Kur­se und An­ge­bo­te, da­von sind ca. 70 in „Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen“. Das er­for­dert schon ei­ni­ges an Vor­be­rei­tung. Da ich in Teil­zeit ar­bei­te, be­trägt mei­ne Ar­beits­zeit am Mon­tag nur 2,5 Stun­den, die ich im Home Of­fice leis­te. Die Wo­chen­vor­be­rei­tung fin­det also bei mir im­mer mon­tags statt.

Stellst Du diens­tags bis don­ners­tags im­mer die glei­chen Auf­ga­ben, oder hast Du vie­le ver­schie­de­ne Auf­ga­ben von leicht bis schwer?

Wie du ja weißt, ha­ben wir Un­ter­richt in Deutsch, Ma­the­ma­tik und Sach­kun­de. Wir ver­su­chen, die Kur­se so zu be­le­gen, dass ein Groß­teil der Be­schäf­tig­ten am glei­chen The­ma ar­bei­ten kann. Das klappt aber nicht im­mer, denn je­der ist auch als Per­son an­ders, das gilt es zu be­rück­sich­ti­gen. Wir ha­ben Schü­ler, die erst die Buch­sta­ben ken­nen­ler­nen und an­de­re, die be­reits ein Fach­ab­itur in der Ta­sche ha­ben. Da­zwi­schen ist al­les vertreten.

Wenn Du für die Schu­le Ma­te­ria­li­en be­sorgst, be­kommst Du da ein Bud­get von der Werk­statt, oder musst Du das von Dei­nem Lohn bezahlen?

Ich habe ein fest­ge­leg­tes Jah­res­bud­get für die Kur­se „Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen“ und „Krea­ti­ves Ge­stal­ten mit Ton“. Da­von wer­den vor­wie­gend Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en wie Ton und Gla­su­ren be­zahlt. Auch das eine oder an­de­re Ar­beits­heft zu ver­schie­de­nen Un­ter­richts­the­men ist da­bei. Wie in an­de­ren Be­rei­chen üb­lich, stel­le ich ei­nen An­trag, der von der Werk­statt­lei­tung ge­neh­migt wer­den muss. Ist das der Fall, kann be­stellt wer­den. Ich per­sön­lich bin ein gro­ßer Fan von gu­ten An­schau­ungs­ma­te­ria­li­en und Mo­del­len für den Un­ter­richt, die ich gern über den Betzold–Schulverlag be­stel­le. Die­se Ma­te­ria­li­en be­zah­le ich na­tür­lich selbst.

Was macht Dir bei der Ar­beit hier am meis­ten Spaß? Und was ist für Dich da­bei die größ­te Herausforderung?

An mei­ner Ar­beit lie­be ich be­son­ders die gro­ße Viel­falt. Mir ist grund­sätz­lich je­der will­kom­men, der et­was ler­nen will. Das ist gleich­zei­tig auch die größ­te Her­aus­for­de­rung. Her­aus­zu­fin­den, wo je­mand „steht“, ihn dort „ab­ho­len“ und dar­auf auf­zu­bau­en, dar­in be­steht mei­ne Auf­ga­be. Das macht mir Spaß und for­dert mich enorm.

Wie schaffst Du es, dass Du al­les al­lein hinbekommst?

Ich glau­be, wenn man et­was gern tut, denkt man nicht so sehr dar­über nach, ob al­les zu schaf­fen ist. Ich bin ein sehr or­ga­ni­sier­ter Mensch und baue mir stets mein ei­ge­nes Sys­tem auf. Das ist bei mei­ner Tä­tig­keit hilf­reich. Ich muss aber auch nicht al­les al­lein hin­be­kom­men. Es ist ein Ge­ben und Neh­men zwi­schen mei­nen Schü­lern und mir. Ich sehe uns als Team, als Ler­nen­de auf bei­den Sei­ten. Für vie­le un­se­rer Be­schäf­tig­ten hat das The­ma „Schu­le“ eine ne­ga­ti­ve Sei­te und wird mit zahl­rei­chen Miss­erfol­gen in Ver­bin­dung ge­bracht. Hier den Druck zu neh­men, im­mer al­les kön­nen zu müs­sen, wie­der das Ver­trau­en in die ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten und die Freu­de am Ler­nen zu för­dern, dar­in sehe ich mei­ne größ­te Auf­ga­be. Wenn das ge­lingt, hat es sich gelohnt.

Ich fin­de es scha­de, dass es für Dich kei­ne Ver­tre­tung gibt. Das wür­de ich mir wün­schen. Ich ler­ne bei Dir jede Wo­che et­was Neues!

Das freut mich.

Manch­mal wür­de ich …

Manch­mal wür­de ich …

On­line-Re­por­te­rin Mo­ni­ka Fied­ler über die Kniff­lig­keit des täg­li­chen Miteinanders

Manch­mal wür­de ich gern bei­ßen, mei­nem Ge­gen­über di­rekt ins Bein!

Aber ich bin ja nett.

Manch­mal wür­de ich gern Pa­pie­re zerreißen!

Aber ich bin ja nett.

Manch­mal wür­de ich mei­nem Ge­gen­über ei­nen Blu­men­topf an den Kopf schmeißen!

Aber ich bin ja nett.

Statt­des­sen sind die Trä­nen mein Ventil.

Ich ver­gie­ße da­von sehr viel.

Von letz­ter Nacht ist mor­gens mein Kopf­kis­sen im­mer noch nass.

Mein Pro­blem gab mir den Anlass.

Wem geht es manch­mal auch so wie mir?

Na­tur ent­de­cken auf St. Johannesberg

Na­tur ent­de­cken auf St. Johannesberg

On­line-Re­por­ter Kon­stan­tin Rein­hardt be­sucht ein be­son­de­res Fortbildungs-Angebot

Vor­letz­ten Mon­tag wa­ren wir im Eva Gö­bel in der Na­tur. Ihr An­ge­bot aus un­se­rem Fort­bil­dungs­pro­gramm heißt „Wir er­kun­den die Na­tur“. Auf dem Ge­län­de der Haupt­werk­statt such­ten, fan­den und be­stimm­ten wir ver­schie­de­ne Pflanzen.

Zum Ein­stieg gab es eine Obst­pau­se. Au­ßer­dem stan­den ver­schie­de­ne Glä­ser mit Kräu­tern auf dem Tisch. Eva woll­te von uns wis­sen, wie sie hei­ßen. Ich er­kann­te zum Bei­spiel Min­ze, Zi­tro­nen­me­lis­se und Thymian.

Un­ter­wegs tra­fen wir vie­le Be­kann­te, guck­ten uns die hier wach­sen­den Blu­men an und ge­nos­sen ihre Düf­te. Un­ter an­de­rem fan­den wir But­ter­blu­me, Lö­wen­zahn (Pus­te­blu­me) oder Bi­ber­nell-Rose. Die nann­te ich Mond­klecks, weil ihre Blü­ten so aussehen.

Es war sehr schön! Als nächs­tes be­su­chen wir den Tier­park Ger­men­dorf und gu­cken mal, was dort so al­les wächst. Ich bin da­bei und freue mich schon drauf.