Werk­statt­le­ben am Stand­ort Hei­de­ring (Teil 2)

29. Oktober 2025 | Logbuch | 0 Kommentare

All­roun­der im Einsatz

Er­in­ne­run­gen von Jef­frey Fehst, auf­ge­schrie­ben von den On­line-Re­por­tern vom Heidering

Im Au­gust 2008 kam ich als Zivi an den Stand­ort Ber­li­ner Stra­ße 60A (heu­te Emil Po­les­ky-Stra­ße 60). Zwei Mo­na­te ar­bei­te­te ich hier in der ers­ten Werk­statt-Ab­tei­lung für psy­chisch be­ein­träch­ti­ge Menschen.

An­schlie­ßend über­nahm ich von Mar­cel Teich­mann die aus­ge­la­ger­te Grup­pe bei der Fir­ma Frie­sen. Die sa­ßen im Ge­wer­be­park Nord am Hei­de­ring. Ei­ni­ge ih­rer Be­schäf­tig­ten sind noch heu­te bei uns, zum Bei­spiel Frank Schmidt, Chris­to­pher Ber­ger oder Da­ni­el Bo­the. Frie­sen re­ge­ne­rier­te un­ter an­de­rem An­las­ser und Licht­ma­schi­nen. So be­treu­te ich be­reits als Zivi eine Gruppe.

Ende Juni 2009 frag­te mich Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau: „Kannst du dir vor­stel­len, bei uns zu bleiben?“

Mit dem coo­len Hau­fen hier, das macht mir schon Spaß, sehr gern blei­be ich!“, lau­te­te mei­ne Ant­wort. Seit­dem bin ich haupt­be­ruf­lich im Team.

Durch eine glück­li­che Fü­gung konn­te die Werk­statt im glei­chen Jahr am Hei­de­ring ein Grund­stück be­zie­hen. Es gab eine Ver­stei­ge­rung, in letz­ter Se­kun­de er­hielt die Ca­ri­tas den Zu­schlag. Der Stand­ort war für uns ide­al. Gleich ne­ben­an saß nicht nur Frie­sen, son­dern auch Ora­fol, seit Jahr­zehn­ten un­ser wich­tigs­ter Part­ner. Das Haupt­haus so­wie die heu­ti­ge De­mon­ta­ge­hal­le stan­den schon, letz­te­re be­her­berg­te zu­vor eine Au­to­werk­statt. Als ich dar­in mein ers­tes Auto fo­lier­te, stan­den dort noch die al­ten Hebebühnen.

Erst­mal aber hieß es: Re­no­vie­ren! Auch am Sams­tag er­schei­nen wir, um zu ma­lern. Wir frag­ten die Be­schäf­tig­ten: „Wer kann sich vor­stel­len, uns zu unterstützen?“

Das Gan­ze war frei­wil­lig, und als klei­nes Dan­ke­schön be­stell­ten wir zum Mit­tag Piz­za. Wir stell­ten ein paar Ti­sche und Stüh­le in den noch völ­lig lee­ren Con­tai­ner, der mal un­se­re Can­ti­na wer­den soll­te und ze­le­brier­ten da­selbst un­se­re Mit­tags­pau­se. Or­dent­lich ge­stärkt kehr­ten wir an die Ma­ler­ar­bei­ten zurück.

No­vem­ber 2009 stieg die Er­öff­nungs­fei­er des neu­en Stand­orts. In der De­mon­ta­ge, rechts an der Wand zur heu­ti­gen Wer­be­tech­nik, bau­ten wir eine gro­ße Büh­ne auf. Es gab ein schö­nes Buf­fet und drau­ßen glüh­te der Grill.

Seit­her pas­sier­te vor Ort eine Men­ge. So wur­den un­ter an­de­rem das Fahr­stuhl­sys­tem nebst sich auf dem Dach dre­hen­den C, die Ver­bin­dung zwi­schen Haupt­ge­bäu­de und Hal­len­trakt an- oder die Zwi­schen­eta­ge für die Wer­be­gra­fik ein­ge­baut. Be­sag­tes C dreht sich seit No­vem­ber 2009 qua­si un­un­ter­bro­chen. Ich nen­ne es gern „Ca­si­no Roy­al“. Für mich ist der Hei­de­ring der Stand­ort mit dem meis­ten Herzblut.

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