Und das funk­tio­niert? Un­se­re Fahrergruppe

28. Januar 2026 | Logbuch | 0 Kommentare

Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 6: On­line-Re­por­te­rin Mar­ti­na Har­nisch­ma­cher im Ge­spräch mit Jef­frey Fehst

Jef­frey: Um das Jahr 2011 bau­ten wir eine Fah­rer­grup­pe aus Werk­statt-Be­schäf­tig­ten auf. Das war ein ab­so­lu­tes No­vum, aber die Werk­statt­lei­tung un­ter­stütz­te uns. Ich fun­gier­te zu­nächst als Lei­ter un­se­rer „Post-Run­de“ – so ge­nannt, weil wir auf ihr Brie­fe und an­de­re Do­ku­men­te vom Hei­de­ring zur Haupt­werk­statt brach­ten, das­sel­be retour.

Mar­ti­na: Das In­ter­net spiel­te noch nicht die Rol­le von heu­te, und so nutz­ten wir un­se­re Post-Tour auch zur Wei­ter­ga­be von Neu­ig­kei­ten und für per­sön­li­che Absprachen.

Jef­frey: Bald ka­men di­ver­se Lie­fer-Fahr­ten hin­zu, auf de­nen wir un­ter an­de­rem von Frie­sen ge­fer­tig­te Licht­ma­schi­nen und An­las­ser an KFZ-Tei­le 24 nach Ber­lin aus­lie­fer­ten. Zu Best­zei­ten wa­ren wir mit Jür­gen, Mar­ti­na, Ka­rin, Hen­drik, Kat­ja und Rosi sechs Stamm­fah­rer, al­le­samt Werkstatt-Beschäftigte.

Mar­ti­na: Wir wa­ren uns im­mer ei­nig, wer was fährt. Ich zum Bei­spiel be­lie­fer­te gern Ber­lin, ge­nau wie Rosi Kab­zinski und Kat­ja Ni­ckel. Jür­gen Wolf, auf dem Foto links zu se­hen, trans­por­tier­te das Mit­tag­essen von der Haupt­werk­statt in den Hei­de­ring und zu un­se­rer Au­ßen­stel­le in Schmach­ten­ha­gen. Nicht lan­ge, da chauf­fier­ten wir auch Be­schäf­tig­te und Mitarbeiter.

Die ers­te Zeit hat­te un­se­re Trup­pe nur hin­ter der Ga­ra­ge ein klei­nes Räum­chen. Woll­ten wir uns zwi­schen zwei Fahr­ten mit Jef­frey ab­stim­men, lie­fen wir zu­meist ne­ben ihm her, weil er auch für vie­le an­de­re ein ge­frag­ter Ge­sprächs­part­ner war. Ein Ohr am Te­le­fon, das an­de­re für uns, ti­ger­te er übers Ge­län­de, und du muss­test schnell mit­krie­gen, was als nächs­tes wie zu tun ist.

Jef­frey: Zwi­schen­durch ab­sol­vier­te ich eine son­der­päd­ago­gi­sche Zu­satz-Qua­li­fi­zie­rung. Als ich dort von al­le­dem er­zähl­te, sa­hen mich die an­de­ren Lehr­gangs­teil­neh­mer mit gro­ßen Au­gen an: „Eine Fah­rer­grup­pe aus Be­schäf­tig­ten – und das funktioniert?“

Ja klar!“ Da wa­ren sie auf ein­mal alle ganz still und staun­ten. So­weit ich weiß, sind wir bis heu­te weit und breit die ein­zi­ge Werk­statt, bei der Be­schäf­tig­te eine sol­che Ver­ant­wor­tung über­neh­men – seit nun­mehr an­dert­halb Jahrzehnten!

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