Online-Reporterin Michaela Senf interviewt Erik Egler
Mein Cantina- und Reporter-Kollege Erik hat schon so manches Interview geführt. Heute drehe ich den Spieß mal um und interviewe ihn:
Lieber Erik, wo hast Du vor der Caritas gearbeitet?
Unter anderem arbeitete ich auf dem Gnadenhof für Wildtiere in Wensickendorf oder im Berufsbildungswerk Oberlin in Potsdam. Ich weiß noch, dass wir dort zusammen kochten, allerdings nicht zum Verkauf, sondern nur für uns.
Was habt ihr denn da so gekocht?
Wir holten uns Rezepte aus dem Internet und kochten sie nach, zum Beispiel Suppen oder Nudelgerichte.
Wie hast Du von der Caritas-Werkstatt erfahren?
Bei Oberlin in Potsdam empfahlen sie mir die Werkstatt, und so probierte ich es aus. Seitdem bin ich hier.
Und wo gefällt es Dir besser?
In der Werkstatt, am Aderluch.
Was macht Dir beim Kochen am meisten Spaß?
Ich mag es, neue Rezepte auszuprobieren. Hätte ich genug Zeit, würde ich so viele Rezepte aus dem Internet ziehen, dass der Rechner langsam wird. Rezepte gebrauche ich dazu, mich zu orientieren. Ich fühle mich dann sicherer. Wenn es im Raum verbrannt riecht, sollte man das Rezept jedoch nicht weiter befolgen. Und steht da etwas von der Verwendung ganzer Tomaten, lasse ich die weg. Ich mag Tomaten nur in verarbeiteter Form, zum Beispiel als Ketchup.
Was ist Dein Lieblingsgericht?
Ich habe eigentlich zwei, Lasagne und Schmorkohl. Letzteren bereite ich zuhause in einer hohen Wok-Pfanne zu. Den Schmand gebe ich allerdings bereits beim Kochen in die Soße, Viele machen den erst hinterher drauf.
Welche Arbeit gefällt Dir am Aderluch am besten?
Am liebsten arbeite ich an der Kasse. Ich mag die Verantwortung und arbeite so präzise wie möglich. Unsere Pausen sind kurz, und die anderen in der Schlange wollen auch Zeit haben, zu essen. Trotzdem frage ich auch mal nach, ob‘s noch was sein darf. Wenn ich weiß, dass eine Person zum Kuchen gern einen Kakao nimmt, frage ich: „Und dazu einen Kakao?“
Freitags ist es meist am stressigsten, da treten uns die Kunden quasi die Tür ein. Viele wollen dann Wiener, Spiegel- oder Rührei. Aber auch das gehört dazu.







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