Erzählt von Marcel Teichmann, aufgeschrieben von den Online-Reportern vom Heidering:
Der ehemalige Aldi-Markt am Aderluch glich im Grunde einer leeren Turnhalle. Die Räumlichkeiten eines Blumenladens sowie einer Schlecker- und Bäckerei-Filiale, die wir ebenfalls angemietet hatten, waren nicht mit der „Turnhalle“ verbunden. Die für uns notwendigen Verbindungen mussten wir neu schaffen. Das bedeutete tagelange Sägearbeiten gewaltigen Ausmaßes. Riesige Sägeblätter fraßen sich in die Wände – eine mächtige Sauerei inklusive jeder Menge Lärm. Die von uns vorab informierten Mieter besänftigten wir mit diversen Geschenken und Aufmerksamkeiten.
Die Arbeitsräume brauchen Tageslicht, die Sanitärbereiche samt Umkleiden kamen nach innen. Dazu positionierten wir in der Halle Trockenbauwände, aber wo lagen die Wasser- und anderen Versorgungsleitungen? Gemeinsam wälzten wir alte Baupläne, jede Woche gabs eine Baubegehung mit Herrn Hoberg, dem Stellvertreter von Herrn Lau.
Den Ausbau realisierten wir, wie zuvor am Heidering, viel in Eigenleistung. Norbert Keppe war wieder mit dabei, dazu zahlreiche Beschäftigte und Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen. Wir guckten dabei nicht auf die Uhr, rissen viel heraus, bauten eine Menge um und zurück. Neueinbauten ließen wir durch Fachfirmen vornehmen, ebenso die Installation der Elektrik und Sanitäreinrichtungen.
Die von uns entkleideten Hallenwände gefielen uns. Wir wollten den Industrie-Charme dieses Ortes erhalten, allerdings mussten wir einiges für die Schallisolierung tun. Eveline Berg richtete die Küche ein, das hieß: Vom kleinen Löffeln bis zu Herd, Spüle und diversen Küchenmaschinen und Geräten alles neu bestellen und positionieren.
Acht Monate dauerte der Bau. Bereits im Juni 2016 zog der Bereich B.PLUS hierher. Mit dem Umzug machten wir mehrere neue Gruppen auf, etliche neue Beschäftigte kamen hinzu. Außerdem zog die von mir geleitete Werbetechnik vom Heidering an den Aderluch.
Die offizielle Eröffnungsfeier folgte am 10. November 2016. Dazu luden wir die Mieter des Hauses ein, um gemeinsam den Start zu feiern und uns als neuen Teil der Umgebung vorzustellen. Stilecht bewirtet aus der Pizzeria, die damals ebenfalls noch zum Objekt gehörte. Diese Pizzeria sollte später für uns als Caritas-Werkstatt noch eine besondere Bedeutung bekommen. Doch das ist eine andere Geschichte.







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