Marcel Teichmann erzählt, aufgeschrieben von den Online-Reportern vom Heidering:
Vieles in unserem Betriebsablauf am neuen Werkstatt-Standort war ungewohnt. Jeder musste seinen Platz hier erstmal finden. Wir hatten noch kein Auto vor Ort, also transportierten wir zunächst alles in privaten Fahrzeugen. Gemeinsam pusteten wir den sprichwörtlichen Sand aus dem Getriebe, in guter Zusammenarbeit ruckelte sich auch hierbei alles zusammen.
Wie zuvor am Heidering herrschte auch am Aderluch ständig Bewegung. Je nach Auftrag oder Beschäftigtenzuwachs stellten wir Wände um oder montierten Insektengitter vor die Fenster wie zum Beispiel für die Röhrchen-Abteilung, welche bis zum Ende jenes Auftrags ebenfalls an den Aderluch zog. Kaum war eine Wand weg, mussten wir sie auch schon wieder am neuen Ort aufstellen.
Ein Novum bestand darin, dass bei B.PLUS Förderbereichs- und Arbeitsbeschäftigte zusammenkommen. Das war unsere bewusste Entscheidung, von der beide Seiten profitieren. Die Beschäftigten aus dem Arbeitsbereich erhöhen ihre soziale Kompetenz, indem sie ihren Förderbereichs-Kollegen helfend beiseitestehen. Diese hingegen wachsen oftmals über sich hinaus, um ihre Selbständigkeit zu beweisen und zu stärken. Somit profitieren am Ende alle aneinander. Die Idee zu dieser Durchmischung kam uns bereits zuvor in der Hauptwerkstatt. Nun eröffnete sich am neuen Standort die Chance, sie zu verwirklichen!
Die Beschäftigtenzahl wuchs und wuchs, sodass unten bald kein Platz mehr für Fachdienst und Standortleitung blieb. Wo sollten wir hin? Als wir den Vermieter darauf ansprachen, ließ er uns wissen: „Im Nachbaraufgang ist eine Zweiraumwohnung frei!“ So zogen Fachdienst und Produktionsleitung 2021 hinauf in den 1. Stock, wo wir bis heute sitzen.
Gleichzeitig übernahmen wir die Gewerbefläche der Pizzeria, um B.PLUS zu erweitern. Das Equipment integrierten wir in die Cantina der Hauptwerkstatt. Dort ist nunmehr jeden Donnerstag Pizzatag!
Anfangs verzeichneten wir am Aderluch eine enorme Fluktuation. Doch wer heute hier arbeitet, will nicht mehr weg, vor Ort herrscht eine hohe Zufriedenheit und Standortverbundenheit. Mitarbeitende wie Beschäftigte machen den Aderluch zu einem bunten, vielseitigen, zu einem großartigen Ort, den man nebenbei auch Arbeitsplatz nennt. Ich selbst bin längst ein überzeugter Aderlucher!







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