Die Online-Reporterinnen & Reporter vom Heidering ließen sich von Angi Geißler über deren Zeit am damals neuen Standort erzählen:
Anfangs kam Iris Arndt einmal die Woche für zwei Stunden als Fachdienst an den Aderluch. Schnell wurde jedoch klar: Wir brauchen hier ständig jemanden vor Ort. Dieser jemand sollte ich sein. So war ich ab Mitte 2017 die erste vom Fachdienst, die hier am neuen Standort ihr Büro bezog. Es befand sich in etwa dort. wo jetzt der Gruppenraum von Frau Bahn ist.
Ich musste mich erst einmal reinfinden. Gehörte zum B.PLUS-Konzept doch eine engmaschigere Betreuung der Beschäftigten als sonst üblich. Ich wollte nahe an den Menschen sein und sie so gut wie möglich zusammenbringen. So fing ich an, auch die anstehenden Festlichkeiten mit zu organisieren.
Als wieder mal eine Bombenentschärfung anstand, unterbreitete ich den im Sperrkreis Wohnenden das Angebot, zu uns in den Aderluch zu kommen. Viele waren in Sorge, so versuchte ich, die Stimmung etwas aufzulockern. Zusammen verbrachten wir die Zeit mit gemeinsamen Spielen im Speisesaal, und zum Mittagessen bestellten wir nebenan Pizza. Genau wie einige Beschäftigte ging ich öfter rüber in den Pizza-Laden. (Siehe Foto) Bei der Bombenentschärfung fragten wir vorher ab, wer welche Pizza möchte. Als am frühen Abend die Entwarnungs-Sirenen erklangen, fuhren wir einige unserer Gäste nach Hause.
Im Speisesaal, welcher direkt neben meinem Büro lag, war es aufgrund der fehlenden Schall-Isolierung so laut wie in einer riesigen Bahnhofshalle. Das abzumildern, brachten wir Schallschutz-Vorrichtungen aus schwer entflammbarem Material an, welche von der Decke hängen. Sie erwiesen sich als echter Gewinn für den gesamten Standort.
Ich fand es sehr schön, dass wir hier so ein kleiner, in sich geschlossener Bereich waren. Den Aderluch erlebte ich als eine Welt für sich. Dieser Standort fühlte sich anders an als Heidering und Hauptwerkstatt, mit denen wir, nicht zuletzt durch die gemeinsamen Feste, dennoch verbunden waren. Vor allem für B.PLUS war das hier der ideale Ort.
Es war nicht meine Idee, den Aderluch wieder zu verlassen, aber viele organisatorische Aspekte führten nach etwa zwei Jahren genau dazu. Als Fachdienst folgte mir zunächst Sabrina Hirschfeld und schließlich Maik Dessombes, der heute hier eine feste Größe ist. Ich denke sehr gern an meine Zeit dort zurück.







0 Kommentare