Auf der Büh­ne zu Hau­se: Als DJ im Förderbereich

12. März 2025 | Logbuch | 0 Kommentare

On­line-Re­por­ter Maik Poersch­ke lässt es für die Be­schäf­tig­ten krachen

Schon 25 Jah­re ar­bei­te ich als DJ. Letz­ten Diens­tag leg­te ich zum zwei­ten Mal im För­der­be­reich der Haupt­werk­statt zur Fa­schings­par­ty auf. Letz­tes Jahr er­schien je­mand in ei­nem auf­blas­ba­ren T‑Rex-Kos­tüm, da frag­te ich vom Pult aus: „Pass­te noch durch die Tür, oder muss­te erst mal Luft ablassen?“

Ab 7.50 Uhr bau­te ich auf, erst das Licht, dann die Ton­tech­nik. Zum Sound­check ge­gen 8.50 Uhr leg­te ich mei­ne selbst­pro­du­zier­te DJ-Plat­te auf, Punkt 9.00 Uhr be­grüß­te ich die Par­ty­gäs­te übers Mi­kro: „Alle Jah­re wie­der! Das Jahr hat neu an­ge­fan­gen, herz­lich woll­kom­men im Ca­ri­tas För­der­be­reich, es be­glei­tet euch DJ Gan­dhi 81! Haupt­sa­che, ihr habt gute Lau­ne mit­ge­bracht. Trinkt nicht zu viel, habt Spaß und tanzt, dass der Bo­den bebt!“

Ich be­gann mit Stim­mungs­mu­sik, zwi­schen­drin brach­te ich Elek­tro-Mug­ge. Drei Stun­den zog ich durch, in Clubs oder auf Fes­ti­vals lege ich manch­mal sechs Stun­den lang auf. Die Tanz­flä­che war wie­der voll. Vie­le aus der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung und an­de­ren Ab­tei­lun­gen fei­er­ten mit. Ar­beits­kol­le­ge Mar­co aus mei­nem Event-Team ver­sorg­te mich mit Ge­trän­ken. Frau Arndt brach­te mir ei­nen Tag vor­her drei Fla­schen Club Mate, ich lie­be die­ses Teegetränk!

„Du brauchst aber auch was zu knab­bern!“, sag­te eine Mit­ar­bei­te­rin und hol­te mir eine Schüs­sel mit Salz­bre­zeln, Chips, Flips, Gum­mi­bär­chen und Capri-Sonne.

Alle wa­ren ver­klei­det, auch eine Sau­rie­rin war wie­der da­bei. Sie woll­te mich in den Po bei­ßen, eine coo­le Show-Ein­la­ge! Als mich eine Frau et­was nerv­te, muss­te ich sie bit­ten, mich in Ruhe ar­bei­ten zu las­sen. Auch als DJ will ich mei­nen Job so gut wie mög­lich ma­chen. Den Kopf­hö­rer auf den Oh­ren, dre­he ich mei­ne Plat­ten. Ist ein Lied fast zu Ende, mi­sche ich be­reits das nächs­te mit hin­ein. Ich ar­bei­te mit vir­tu­al DJ-Soft­ware, mit vier di­gi­ta­len Plat­ten­decks zu­gleich. Da­vid Guet­ta ent­wi­ckel­te die­se Software.

Um 11.57 Uhr, ge­nau 3 Mi­nu­ten vorm Ende, spiel­te ich als Schluss-Act: „Wer hat an der Uhr ge­dreht, ist es wirk­lich schon so spät?“ Dann hieß es: „Auf Wie­der­se­hen bis zum nächs­ten Mal, bleibt schön ge­sund, wir se­hen uns, Euer DJ Gan­dhi 81!“

Wie ich von an­de­ren hör­te, hat­ten wohl alle Be­tei­lig­ten jede Men­ge Spaß, ge­nau wie ich! Auf der Büh­ne bin ich zuhause!

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