Krea­ti­vi­tät ist mein Steckenpferd

Krea­ti­vi­tät ist mein Steckenpferd

An die­ser Stel­le er­zäh­len in nächs­ter Zeit je­den Tag Be­schäf­tig­te aus ih­rem Ar­beits­all­tag in der Ca­ri­tas-Werk­statt. Heu­te: Kris­tin Jung

Als ich Pro­ble­me mit der Psy­che be­kam, war mir die Kunst ein wich­ti­ges Druck­ven­til. In der Ta­ges­kli­nik be­gann ich, mich nä­her mit Ton zu be­schäf­ti­gen. Po­ren­be­ton wie­der­um ent­deck­te ich durch ein You­Tube-Vi­deo. Vom Haus­bau mei­ner El­tern la­gen noch ein paar Ytong-Stei­ne her­um, an ih­nen pro­bier­te ich mich aus. Da­bei kann ich wun­der­bar ab­schal­ten, statt er­geb­nis­los her­um zu grübeln.

Wie wohl je­der Mensch stre­be ich da­nach, Re­spekt von an­de­ren zu be­kom­men. Ich emp­fin­de es als An­er­ken­nung, wenn sich je­mand über das freut, was ich da ma­che. Sehr gern hel­fe ich an­de­ren Men­schen, selbst krea­tiv zu wer­den. Als ich 2019 im Be­rufs­bil­dungs­be­reich der Werk­statt an­fing, sag­ten sie: „Kannst du mitt­wochs ei­nen Krea­tiv-Nach­mit­tag machen?

Ich konn­te: Zu­sam­men filz­ten wir Ta­schen, ge­stal­te­ten Kork­un­ter­set­zer und vie­les mehr. Wir ver­kauf­ten un­se­re Er­zeug­nis­se auf Weih­nachts- und Os­ter­ba­sa­ren, oder die Leu­te nah­men das von ih­nen Ge­fer­tig­te mit nach Hause.

Seit Ja­nu­ar 2023 bin ich am Hei­de­ring in der Mon­ta­ge. Auch hier brin­ge ich mei­ne Krea­ti­vi­tät zum Ein­satz. Be­schäf­tig­te und Fach­kraft ma­chen mit, pro­bie­ren sich aus. Von der Werk­statt be­ka­men wir Gel­der, nö­ti­ge Ma­te­ria­li­en zu kau­fen. Aus schlich­ten Mund­spa­teln vom Arzt bau­ten wir Scha­len und Ster­ne, die wir mit Lich­ter­ket­ten ver­sa­hen und auf eine Holz­schei­be mon­tier­ten. Die be­stück­ten wir mit Moos und an­de­ren Na­tur­ma­te­ria­li­en aus mei­nem Gar­ten. Aus ein­fa­chen Din­gen, die nichts oder we­nig kos­ten, tol­le Sa­chen zu fer­ti­gen, ist ei­nes mei­ner Ste­cken­pfer­de. Ich bin glück­lich, dass ich es auch hier „rei­ten“ und da­mit zei­gen kann, was sonst noch in mir steckt.

Das von un­se­ren Hän­den Ge­schaf­fe­ne ver­kauf­ten wir beim Tag der of­fe­nen Tür. Was nicht weg­ging, stell­ten wir auf ei­nen Wa­gen, lie­fen von Raum zu Raum und ver­kauf­ten un­se­re Wer­ke an die Kol­le­gen am Stand­ort. Am Ende wa­ren wir al­les los.

Seit Fe­bru­ar fer­ti­gen wir Os­ter­körb­chen und Ha­sen aus Draht. Auch hier­mit ha­ben wir hof­fent­lich vie­len Men­schen eine Freu­de be­rei­tet – und ganz ne­ben­bei uns selbst! Aus ei­ge­ner Er­fah­rung weiß ich: Krea­tiv sein ist Bal­sam für die Seele.

Wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen zum Zah­lungs­ver­kehr in der Cantina

Wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen zum Zah­lungs­ver­kehr in der Cantina

Die ak­tu­el­le In­fla­ti­ons­ent­wick­lung macht auch uns als Ca­ri­tas-Werk­statt schwer zu schaf­fen. Da­bei ist die Le­bens­mit­tel­bran­che von be­son­ders star­ken Preis­schwan­kun­gen be­trof­fen. Dies stellt die Can­ti­na mit ih­rem ho­hen Wa­ren­auf­kom­men vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Die Ver­brau­cher­zen­tra­le warnt be­reits jetzt vor ei­nem star­ken An­stieg der Ein­kaufs­prei­se bis zum Som­mer. Wir ha­ben uns des­halb ent­schie­den, den Ver­kauf in der Can­ti­na von Bar­geld auf an­de­re, wert­hal­ti­ge­re Zah­lungs­mit­tel um­zu­stel­len. In ei­ner Pi­lot­pha­se bis zum 1. April 2025 kön­nen Sie Ih­ren Pau­sen­s­nack, das Mit­tag­essen und das ge­sam­te Can­ti­na-An­ge­bot mit in­fla­ti­ons­si­che­ren Wäh­rungs­al­ter­na­ti­ven zah­len. An­er­kannt wer­den Wert­pa­pie­re von DAX-Un­ter­neh­men, gut er­hal­te­ne Te­le­fon­kar­ten, Sa­ni­fair-Bons und Pa­ni­ni-Sam­mel­bil­der (kei­ne Zweit­li­ga-Teams, bit­te). Wir dan­ken für Ihr Ver­ständ­nis, wenn es in die­ser Um­stel­lungs­pha­se zu et­was län­ge­ren War­te­zei­ten kom­men sollte.

Was ist Sa­che in der Caritas-Werkstatt?

Was ist Sa­che in der Caritas-Werkstatt?

Im Fort­bil­dungs­pro­gramm der Ca­ri­tas-Werk­statt für das Jahr 2024 ha­ben wir auf­ge­ru­fen, als Re­por­te­rin oder Re­por­ter die Er­eig­nis­se und Be­ob­ach­tun­gen im Werk­statt­all­tag auf­zu­schrei­ben und fest­zu­hal­ten. Wir ver­öf­fent­li­chen die Tex­te hier auf un­se­rer Web­site und pla­nen wei­te­re On­line-Pro­jek­te. In­zwi­schen ha­ben die be­tref­fen­den Be­schäf­tig­ten ihre Ar­beit auf­ge­nom­men. Die ers­ten Tex­te er­schei­nen in den nächs­ten Ta­gen hier an die­ser Stel­le. Habt Ihr Lust, mit­zu­ma­chen? Dann ha­ben die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen eine Nach­richt für Euch:

Wir sind die On­line-Re­dak­teu­rin­nen und Re­dak­teu­re vom Hei­de­ring und su­chen Dei­ne Ge­schich­te! Ja, ge­nau DEINE. Sprecht ein­fach je­man­den von uns an: Ge­mein­sam ma­chen wir was draus. Der Fin­ger oben links ge­hört üb­ri­gens zur an­ony­men Fo­to­gra­fin. Und die ist auch eine von uns.

Mo­men­tan ent­ste­hen die ers­ten Tex­te. Bis zur Ver­öf­fent­li­chung schen­ken wir Euch ein Ge­dicht, mit dem uns Mo­ni­ka Fied­ler in Früh­lings­stim­mung brin­gen möchte:

Der Früh­ling, er kommt lei­se, / auf sei­ne wun­der­schö­ne Wei­se. / Er bringt uns Freu­de und Be­ha­gen – / durch sei­ne schö­nen Far­ben. / Ein gel­ber Schmet­ter­ling fliegt / durch den Gar­ten, / die ers­ten Blüm­lein sind wohl ge­ra­ten. / Ein Brum­men ei­ner Hum­mel ist zu hö­ren, / da wol­len wir nicht stö­ren. / Auch die Vö­gel sin­gen ihre Lie­der, und bald schon blüht der Flieder.

Ohne Euch geht es nicht!

Ohne Euch geht es nicht!

Die Frau­en­be­auf­trag­ten der Ca­ri­tas-Werk­statt sind längst mehr als eine ge­setz­li­che Ver­pflich­tung. Sie sind an­sprech­bar für All­tags­an­lie­gen von Be­schäf­tig­ten, hö­ren zu, ge­ben Tipps oder ver­mit­teln an zu­stän­di­ge Stel­len der Werk­statt wei­ter. Mit re­gel­mä­ßi­gen Ver­an­stal­tun­gen stär­ken sie auch den Zu­sam­men­halt im Ar­beits­all­tag. An al­len Stand­or­ten wur­de in den letz­ten Wo­chen der In­ter­na­tio­na­le Frau­en­tag be­gan­gen und da­bei ver­schie­de­ne The­men auf­ge­grif­fen – etwa Selbst­be­stim­mung und Frau­en­rech­te –, die auch uns als Ca­ri­tas-Werk­statt gut zu Ge­sicht stehen. 

Of­fe­ne Tü­ren, of­fe­ne Herzen

Of­fe­ne Tü­ren, of­fe­ne Herzen

Über ei­nen gut be­such­ten Tag der of­fe­nen Tür konn­te sich die Ca­ri­tas-Werk­statt heu­te am Haupt­stand­ort auf dem Cam­pus St. Jo­han­nes­berg freu­en. Die vie­len Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher hat­ten Ge­le­gen­heit, sich in den ein­zel­nen Ab­tei­lun­gen um­zu­schau­en oder über den Os­ter­ba­sar zu fla­nie­ren und Ge­schenk­ideen oder an­de­re werk­statt­ei­ge­ne Pro­duk­te zu ent­de­cken. Und selbst das Wet­ter mach­te den Ein­druck, als woll­te es zum Ge­lin­gen des Ta­ges bei­tra­gen. Grün­de ge­nug für ein Wie­der­se­hen zum nächs­ten Tag der of­fe­nen Tür im Früh­jahr 2025.

Die Werk­statt, mei­ne Fa­mi­lie (Fol­ge 3)

Die Werk­statt, mei­ne Fa­mi­lie (Fol­ge 3)

Als be­rufs­tä­ti­ge Mut­ter braucht es Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, Ge­las­sen­heit und eine gute Pla­nung für den Tag. Wir stel­len Euch hier in den nächs­ten Ta­gen Frau­en vor, die da­von er­zäh­len, wie sie ihr Fa­mi­li­en­le­ben mit Kind und ihre Werk­statt­be­schäf­ti­gung un­ter ei­nen Hut brin­gen. Heu­te: Ni­co­le Mettig.

Im Sep­tem­ber bin ich 24 Jah­re in der Werk­statt, ich lern­te hier auch mei­nen Mann ken­nen. Als ich schwan­ger wur­de, sag­te ich mei­nem Grup­pen­lei­ter Hol­ger, dass ich nicht mehr schwer he­ben und kei­ne Ar­bei­ten ver­rich­ten darf, wel­che die Ge­sund­heit des Kin­des ge­fähr­den. Alle nah­men Rück­sicht auf mich – und ach­te­ten dar­auf, dass ich mich nicht aufrege.

Als mein Sohn zur Welt kam, blieb ich ein Jahr zu Hau­se. Ich be­such­te im­mer mal die Werk­statt, und Herrn Ker­kow ka­men ein paar Trä­nen, als er mei­nen Jun­gen sah. Nach ei­nem Jahr ging der Klei­ne in die Kita, und ich fing wie­der an, zu arbeiteten.

Zu sei­ner Schul­ein­füh­rung nahm ich Rest­ur­laub, an­schlie­ßend brach­te ich ihn ich ihn vor der Ar­beit im­mer erst noch zur Schu­le. Jetzt ist er 14, Schu­le und Ar­beit krie­ge ich gut un­ter ei­nen Hut. Blöd ist nur, dass die El­tern­ver­samm­lun­gen so lan­ge ge­hen. An­den­tags kom­me ich nur schwer ausm Bett und krie­ge nicht viel hin.

Ich ste­he um 4.00 Uhr auf, trin­ke mei­nen Cap­puc­ci­no und schmie­re die Stul­len für mei­ne Män­ner, denn die sind zu faul dazu. Mein Män­ne ar­bei­tet bis halb vier, ich nur bis halb drei, denn un­ser Sohn kommt 14.10 Uhr aus der Schu­le. Ist dort was, und ich hab mein Han­dy nicht an, ru­fen sie bei mei­nem Grup­pen­lei­ter Chris­ti­an an, das klappt wunderbar!

Mit Ve­re­na kann ich von Frau zu Frau über al­les re­den. Als ich mal eine Mail von der Schu­le be­kam, de­ren In­halt ich nicht ver­stand, setz­te sie sich in al­ler Ruhe mit mir hin. Wir be­spra­chen, was los war und wie ich mich ver­hal­ten soll, das war su­per! Ich brach­te ein ge­sun­des Kind zur Welt, bin glück­lich mit mei­nem Kerl, und gibt’s auf Ar­beit mal Pro­ble­me, hab ich hier mei­ne Mä­dels. Ganz ehr­lich: Ich bin zufrieden!”

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Auf­ge­regt wie eine Rakete

Auf­ge­regt wie eine Rakete

An die­ser Stel­le er­zäh­len in nächs­ter Zeit je­den Tag Be­schäf­tig­te aus ih­rem Ar­beits­all­tag in der Ca­ri­tas-Werk­statt. Heu­te: Ma­nue­la Fleisch­hau­er.

Ir­gend­wann wur­de es mir in der gro­ßen Werk­statt zu wild und zu laut. Als man­che Kol­le­gen an­fin­gen, mit mir zu stän­kern, sag­te ich: „Ist gut, gehe ich eben wo­an­ders hin, wo ich mei­ne Ruhe habe, fer­tig aus!“ 

Mei­ne Schwes­ter, die zu­gleich mei­ne Be­treue­rin ist, rief bei Mar­cel am Ader­luch an. Ich stell­te mich dort vor, durf­te mir al­les an­gu­cken, und sie ga­ben mir eine Chan­ce. Seit­dem bin ich hier, und mei­ne Schwes­ter sagt: „In der an­de­ren Werk­statt warst du auf­ge­regt wie eine Ra­ke­te, hier bist du ein ganz an­de­rer Mensch!“

Mei­ne Grup­pen­lei­ter Me­la­nie und Ste­fan sind in Ord­nung, und ich fand hier schnell Freun­de. Nie­mand är­gert mich, ich mag alle Kol­le­gen. In mei­ner Grup­pe bin ich die Ru­higs­te, zu Hau­se bin ich oft zu laut.

Ich woh­ne in ei­ner WG und habe ein Zim­mer für mich al­lein. Das ist gut, aber nur zu­hau­se ho­cken? Nee, so alt bin ich noch nicht! Bis zur Ren­te gehe ich noch ar­bei­ten, das heißt, so­lan­ge ich noch lau­fen kann. Ich habe Was­ser in den Bei­nen, manch­mal ha­ben sie ein­fach kei­ne Lust mehr. Seit sie mich an den Au­gen ope­rier­ten, kann ich zu­min­dest wie­der rich­tig gucken.

Am bes­ten ist es, wenn wir viel Ar­beit ha­ben, so wie jetzt mit den Zu­cker­wat­te­stäb­chen! Don­ners­tags gehe ich zur Tanz­grup­pe, das macht auch Spaß. Gut fin­de ich, dass mich die Werk­statt beim Le­sen, Schrei­ben und Rech­nen un­ter­stützt. Mei­nen Na­men kann ich schon schrei­ben, auch mit den Zah­len kom­me ich klar. Nur das Le­sen fällt mir schwer. Vom Ader­luch aus habe ich es nicht so weit bis nach Hau­se, und ich ken­ne die Stre­cke. Ein­mal ver­pass­te ich den Bus – und dach­te: Wie komms­te jetzt zur Werk­statt? Ich lief ein­fach los, bis hier­her, ein ganz schö­nes Ende. „Macht nichts!“, sag­te ich, „das ist gut für die Fi­gur!“ Ich war­te nicht auf den Fei­er­abend, denn mir ge­fällts hier. Kla­re Sa­che: Ich blei­be am Aderluch!”

Mei­ne Werk­statt, mei­ne Fa­mi­lie (Fol­ge 2)

Mei­ne Werk­statt, mei­ne Fa­mi­lie (Fol­ge 2)

Als be­rufs­tä­ti­ge Mut­ter braucht es Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, Ge­las­sen­heit und eine gute Pla­nung für den Tag. Wir stel­len Euch hier in den nächs­ten Ta­gen Frau­en vor, die da­von er­zäh­len, wie sie ihr Fa­mi­li­en­le­ben mit Kind und ihre Werk­statt­be­schäf­ti­gung un­ter ei­nen Hut brin­gen. Heu­te: Uta Donath.

Ei­gent­lich woll­te ich Kö­chin wer­den, doch als ich mit 18 schwan­ger wur­de, hat­te ich als da­mals noch al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter kei­ne Chan­ce. Nie­mand stell­te mich ein, so kam ich zur Ca­ri­tas. Seit­dem ar­bei­te ich in der Werkstatt.

Mei­ne Toch­ter ging in St. Jo­han­nes­berg zur Schu­le. Ich sage lei­der, weil sie dort aus mei­ner Sicht un­ter­drückt wur­de. Die Werk­statt da­ge­gen fin­de ich toll, mei­ne in­zwi­schen 19-jäh­ri­ge Toch­ter ar­bei­tet eben­falls hier. Ich fan­ge um acht an, vor­her brin­ge ich un­se­ren Klei­nen in die Kita. Um 14.30 Uhr muss ich ihn dort schon wie­der ab­ho­len, das kann ich al­les gut verbinden.

Das Ein­zi­ge, was ich mir wün­sche, ist et­was mehr Un­ter­stüt­zung für uns Mut­tis, kön­nen wir mal kurz­fris­tig nicht kom­men. Schreibt uns zum Bei­spiel die Kita am spä­ten Abend, dass wir un­se­re Kin­der auf­grund ei­ner Ha­va­rie oder ei­nes Krank­heits-Aus­bruchs nicht brin­gen kön­nen, müss­te ich da­für ei­nen Ur­laubs­tag neh­men. Zu­min­dest, wenn ich so kurz­fris­tig nie­man­den fin­de, der auf den Klei­nen auf­passt. Bis heu­te kam so­was zum Glück nie vor.

An­sons­ten ist die Werk­statt rich­tig toll! Ich bin un­ter Leu­ten und habe Freun­de, mit de­nen ich über al­les quat­schen kann. Die Chefs hö­ren dir zu, wenn du was aufm Her­zen hast, auch mit mei­nen Grup­pen­lei­tern kom­me ich bes­tens klar. Sil­ke und Bine wür­de ich so­gar mein Kind an­ver­trau­en, das sage ich nicht so da­hin! Sie sind tol­le Men­schen und ken­nen mei­ne Toch­ter von klein auf. Als ich mit dem Klei­nen schwan­ger war, er­leb­ten sie das live mit. Ist was mit ihm, sa­gen sie: „Küm­me­re dich erst mal drum, dass er ge­sund wird.“

Ein­mal rief die Kita hier an, der Klei­ne habe die Hand-Fuß-Mund-Krank­heit! Die Er­zie­he­rin mach­te mir die Höl­le heiß, ich war to­tal fer­tig. Da nah­men mich Sil­ke und Bine bei­sei­te: „Komm erst mal run­ter, dass dir un­ter­wegs nichts pas­siert.“ Die bei­den sind nicht nur mei­ne Chefs, son­dern ir­gend­wie auch best friends.

Ich war da­mals und bin heu­te un­heim­lich froh, dass ich hier ei­nen Ar­beits­platz habe. Da, wo ich jetzt bin, füh­le ich mich angekommen.

Da­hin­ter steckt im­mer ein klu­ger Kopf

Da­hin­ter steckt im­mer ein klu­ger Kopf

Um­fang­reich wie sel­ten, viel­fäl­tig wie nie: Das Fort­bil­dungs­pro­gramm der Ca­ri­tas-Werk­statt ist rand­voll ge­füllt mit Ver­an­stal­tun­gen, Se­mi­na­ren und Be­glei­ten­den An­ge­bo­ten für das Jahr 2024. Stö­bern könnt Ihr in den ge­druck­ten Hef­ten oder hier in der di­gi­ta­len Aus­ga­be. Bit­te denkt dran, dass jetzt am Frei­tag, 08.03.2024 die An­mel­de­frist en­det. Bis da­hin fin­det Ihr auf der Start­sei­te un­se­rer Web­site www.caritas-werkstatt.de alle Mög­lich­kei­ten, um Euch an­zu­mel­den. Da­mit die Werk­statt nicht nur glück­lich, son­dern auch schlau macht.

Mei­ne Werk­statt, mei­ne Fa­mi­lie (Fol­ge 1)

Mei­ne Werk­statt, mei­ne Fa­mi­lie (Fol­ge 1)

Als be­rufs­tä­ti­ge Mut­ter braucht es Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, Ge­las­sen­heit und eine gute Pla­nung für den Tag. Wir stel­len Euch hier in den nächs­ten Ta­gen Frau­en vor, die da­von er­zäh­len, wie sie ihr Fa­mi­li­en­le­ben mit Kind und ihre Werk­statt­be­schäf­ti­gung un­ter ei­nen Hut brin­gen. Heu­te: Man­dy Kolecki.

Zu Schul­zei­ten mach­te ich hier ein Prak­ti­kum. Als ich eine Leh­re als KFZ-Me­cha­ni­ke­rin ma­chen woll­te, hieß es: zu dün­ne Fin­ger, zu we­nig Kraft. Schließ­lich stell­te sich raus, dass ich ei­nen Hüft­scha­den habe. Mei­ne Wir­bel­säu­le spielt nicht so rich­tig mit, da blieb am Ende nur die Werkstatt.

Nach vie­len Ir­run­gen und Wir­run­gen lan­de­te ich, wie ich es von An­fang an woll­te, in der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung. Am Zu­schnitt acke­re ich al­les weg, was kommt.

Ich bin die drit­te oder vier­te Be­schäf­tig­te, die hier schwan­ger wur­de. Ma­nue­la Schrei­ter-Gie­bel be­glei­te­te als Grup­pen­lei­te­rin mei­ne ers­ten Schwan­ger­schaf­ten, da­nach wa­ren es Cle­mens und Bet­ti­na. Mit mei­nem Freund hab ich drei leib­li­che Kin­der, die an­de­ren bei­den sind von ei­nem An­de­ren. Na­tür­lich hab ich sie alle lieb!

Um 4.45 Uhr ste­he ich auf, zu­sam­men mit Ni­co­le fah­re ich per Bus in die Werk­statt. Ich ar­bei­te bis 12.45 Uhr, dann heißts: zum Bus jog­gen, die Klei­ne von der Kita ho­len, zu Hau­se Kla­mot­ten in die Ecke, Kin­der be­schäf­ti­gen! Das al­les krie­ge ich ganz gut hin.

Ich bin gern in der Werk­statt, aber was sie aus mei­ner Sicht mal än­dern könn­ten: Hier ar­bei­ten auch Men­schen, die sehr stark be­ein­träch­tigt sind, und ich fin­de, ge­ra­de sie müss­ten ein biss­chen mehr Geld krie­gen – im Grun­de ja wir alle! Ich weiß, Geld macht zwar nicht glück­lich, aber es be­ru­higt halt die Ner­ven. Au­ßer­dem emp­fand ich die Zeit im Be­rufs­bil­dungs­be­reich als zu lang – zu­min­dest, wenn du das meis­te schon draufhast.

An­sons­ten al­les top, und bei den Wer­be­mit­teln füh­le ich mich auf­ge­ho­ben. Mein Grup­pen­lei­ter Chris­ti­an ist zwar ein Kerl, mit ihm kannst du nicht über weib­li­che Pro­ble­me re­den, aber da­für hab‘ ich ja mei­ne Mä­dels. Zu­sam­men mit Chris­ti­an kann ich aber auch gut la­chen, was wills­te mehr?

Ganz gro­ßes Kino

Ganz gro­ßes Kino

In die­sen Wo­chen la­den alle Ab­tei­lun­gen und Be­triebs­stät­ten der Ca­ri­tas-Werk­statt zu ih­ren An­ge­hö­ri­gen­nach­mit­ta­gen ein. Ob El­tern, ge­setz­li­che Ver­tre­ter oder Be­zugs­per­so­nen aus den Wohn­ein­rich­tun­gen – sie alle ha­ben Ge­le­gen­heit, sich aus ers­ter Hand über ak­tu­el­le Ent­wick­lun­gen und Neue­run­gen in der Werk­statt und in den ein­zel­nen Ab­tei­lun­gen zu in­for­mie­ren. Da­ne­ben gibt es im­mer auch die Mög­lich­keit, mit den zu­stän­di­gen Fach­kräf­ten zu plau­dern. Wie hier in der Can­ti­na, wo ei­gens für die­sen An­lass, ein Film mit Ein­drü­cken aus dem Ar­beits­all­tag ge­dreht und ge­zeigt wurde.

Con­gra­tu­la­ti­ons

Con­gra­tu­la­ti­ons

33 Jah­re alt ist die Ca­ri­tas-Werk­statt mit dem heu­ti­gen Tag. Aber was heißt schon alt? Wir la­den Sie ein zu ei­nem mu­si­ka­li­schen Spa­zier­gang durch die ein­zel­nen Ab­tei­lun­gen. Und zwar hier und jetzt.