Die Werk­statt & ich (Fol­ge 3)

11. März 2024 | Logbuch | 0 Kommentare

An die­ser Stel­le er­zäh­len in nächs­ter Zeit je­den Tag Be­schäf­tig­te aus Ih­rem Ar­beits­all­tag in der Ca­ri­tas-Werk­statt. Heu­te: Ma­nue­la Fleisch­hau­er.

Ir­gend­wann wur­de es mir in der gro­ßen Werk­statt zu wild und zu laut. Als man­che Kol­le­gen an­fin­gen, mit mir zu stän­kern, sag­te ich: „Ist gut, gehe ich eben wo­an­ders hin, wo ich mei­ne Ruhe habe, fer­tig aus!“ 

Mei­ne Schwes­ter, die zu­gleich mei­ne Be­treue­rin ist, rief bei Mar­cel am Ader­luch an. Ich stell­te mich dort vor, durf­te mir al­les an­gu­cken, und sie ga­ben mir eine Chan­ce. Seit­dem bin ich hier, und mei­ne Schwes­ter sagt: „In der an­de­ren Werk­statt warst du auf­ge­regt wie eine Ra­ke­te, hier bist du ein ganz an­de­rer Mensch!“

Mei­ne Grup­pen­lei­ter Me­la­nie und Ste­fan sind in Ord­nung, und ich fand hier schnell Freun­de. Nie­mand är­gert mich, ich mag alle Kol­le­gen. In mei­ner Grup­pe bin ich die Ru­higs­te, zu Hau­se bin ich oft zu laut.

Ich woh­ne in ei­ner WG und habe ein Zim­mer für mich al­lein. Das ist gut, aber nur zu­hau­se ho­cken? Nee, so alt bin ich noch nicht! Bis zur Ren­te gehe ich noch ar­bei­ten, das heißt, so­lan­ge ich noch lau­fen kann. Ich habe Was­ser in den Bei­nen, manch­mal ha­ben sie ein­fach kei­ne Lust mehr. Seit sie mich an den Au­gen ope­rier­ten, kann ich zu­min­dest wie­der rich­tig gucken.

Am bes­ten ist es, wenn wir viel Ar­beit ha­ben, so wie jetzt mit den Zu­cker­wat­te­stäb­chen! Don­ners­tags gehe ich zur Tanz­grup­pe, das macht auch Spaß. Gut fin­de ich, dass mich die Werk­statt beim Le­sen, Schrei­ben und Rech­nen un­ter­stützt. Mei­nen Na­men kann ich schon schrei­ben, auch mit den Zah­len kom­me ich klar. Nur das Le­sen fällt mir schwer. Vom Ader­luch aus habe ich es nicht so weit bis nach Hau­se, und ich ken­ne die Stre­cke. Ein­mal ver­pass­te ich den Bus – und dach­te: Wie komms­te jetzt zur Werk­statt? Ich lief ein­fach los, bis hier­her, ein ganz schö­nes Ende. „Macht nichts!“, sag­te ich, „das ist gut für die Fi­gur!“ Ich war­te nicht auf den Fei­er­abend, denn mir ge­fällts hier. Kla­re Sa­che: Ich blei­be am Aderluch!”

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