Ein­zel­fall­hil­fe hilft nicht nur dem Einzelnen

8. Oktober 2026 | Logbuch | 0 Kommentare

Die On­line-Re­por­ter-Grup­pe Hauptwerkstatt/Aderluch be­fragt Chris­ti­na Hack

Kon­stan­tins Ein­zel­fall­hel­fe­rin Chris­ti­na ge­hört schon fast zu un­se­rer Re­por­ter­grup­pe. Sie hat­te schon oft tol­le Ideen, wir freu­en uns, dass sie hier ist. Heu­te möch­ten wir end­lich mal ein paar Fra­gen an sie loswerden:

Wo­her kommst Du, wo bist Du zuhause?

Ich kom­me aus dem Nor­den von Ora­ni­en­burg, war zwi­schen­durch zwan­zig Jah­re un­ter­wegs und bin jetzt wie­der in Ora­ni­en­burgs Nor­den angekommen.

Und wie kamst Du zu uns in die Werkstatt?

Ich bin ge­lern­te Er­zie­he­rin, dazu Teil der Lei­tung des Fach­be­reichs Hil­fen zur Er­zie­hung des Mär­ki­schen So­zi­al­ver­eins e.V. in Ora­ni­en­burg. Das Ju­gend­amt fragt uns als Trä­ger je­weils kon­kret an. So er­hiel­ten wir im Fe­bru­ar 2025 die Fall­an­fra­ge zu Kon­stan­tin. Ich war ei­nen Tag bei ihm im Ader­luch, dann hieß es: „Wir ge­hen es an, gu­cken weiter!“

Nun ar­bei­ten wir schon fast zwei Jah­re zu­sam­men. Durch Kon­stan­tin kam ich mit der Ca­ri­tas-Werk­statt in Be­rüh­rung, als Ein­zel­fall­hel­fe­rin kom­me und gehe ich mit un­se­ren Klienten.

Wie vie­le Stun­den hast Du für Konsti?

Un­ser Kon­tin­gent liegt bei rund 20 Stun­den. Das kann hoch- und run­ter­ge­hen, es kommt auf je­den ein­zel­nen Kli­en­ten an.

Und was macht Ihr Ein­zel­fall­hel­fe­rin­nen konkret?

Je nach Be­darf sor­gen wir für mehr Pau­sen, Im­puls­kon­trol­le, hel­fen un­se­ren Kli­en­ten beim „Über­set­zen“: Was meint mein Ge­gen­über da? Hin­ter je­der Ein­zel­fall­hil­fe steht ein Mensch mit sei­nem ganz kon­kre­ten All­tag, der viel­leicht ohne Un­ter­stüt­zung nicht funk­tio­niert. Ein­zel­fall­hil­fe be­deu­tet, Men­schen Din­ge zu er­mög­li­chen, die für vie­le von uns völ­lig selbst­ver­ständ­lich sind: zur Kita oder zur Schu­le ge­hen, al­lein Schul­auf­ga­ben be­wäl­ti­gen, ar­bei­ten, Hob­bies nach­ge­hen, selbst­stän­dig un­ter­wegs sein und vie­les mehr.

Manch­mal be­deu­tet die­se Un­ter­stüt­zung auch, je­man­den zu mo­ti­vie­ren, dran­zu­blei­ben, ge­mein­sam ei­nen nächs­ten Schritt zu ge­hen oder ein­fach da zu sein, wenn es ge­ra­de al­lein nicht geht. Kurz­um: Wir sor­gen da­für, dass die Mög­lich­kei­ten mög­li­cher werden.

Was ist, wenn Du mal krank bist oder Ur­laub hast?

Kon­stan­tin kann nur in der Werk­statt sein, wenn ich da bin. Fal­le ich aus, gibt es kei­ne im­mer zur Ver­fü­gung ste­hen­de Ver­tre­tung, sol­che Leis­tun­gen sind schon jetzt nicht vor­ge­se­hen. Wir be­kom­men auch nur die Stun­den be­zahlt, in de­nen wir mit un­se­ren Kli­en­ten zu­sam­men sind. Ge­sprä­che mit Sor­ge­be­rech­tig­ten und Do­ku­men­ta­ti­on ma­chen vie­le von uns ehrenamtlich.

Va­nes­sa: Ich sehe gro­ße Dank­bar­heit bei un­se­ren Grup­pen­lei­te­rin­nen, dass Chris­ti­na und Ant­je da sind. Zu­dem ha­ben bei­de Ein­zel­fall­hel­fe­rin­nen auch ein Ohr für mich und an­de­re Beschäftigte.

Mi­chae­la: Die Ein­zel­fall­hel­fe­rin­nen kön­nen so­fort re­agie­ren, wenn Not am Mann ist. Wir alle sor­gen für­ein­an­der! Ging es mir mal nicht gut, kam Kon­sti so­fort auf mich zu. Es ist gut, dass Chris­ti­na und er hier sind.

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