14. Mai 2024 | Logbuch |
Nun haben auch die Frauenbeauftragten in den Brandenburger Werkstätten ihre Landesarbeitsgemeinschaft. Gemeinsam werden sie sich für die Zukunft der Werkstätten stark machen und für die besonderen Belange von weiblichen Beschäftigten. Wir freuen uns und können alle auch wenig stolz sein, dass für den Vorsitz dieser Landesarbeitsgemeinschaft mit Katrin Dewitz eine Beschäftigte aus unserer Caritas-Werkstatt gewählt wurde. Ihr und allen anderen in der LAG wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen im neuen Amt. Auf die Unterstützung Eurer Werkstattleitung könnt Ihr Euch verlassen!
2. Mai 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Monika Fiedler.
Seit dem 1. April 2008 bin ich in der Caritas-Werkstatt, und es war kein Aprilscherz. Ich bin gerne hier, da ich nette Menschen um mich habe. Habe ich Probleme, bekomme ich auch Unterstützung durch den Fachdienst und unsere liebe Gruppenleiterin.
Als ich damals in der Bernauer Straße 60 A ankam, sagte ich „Guten Morgen“ und „Tschüss“. Fragte mich jemand etwas, antwortete ich nur kurz und knapp. Das hat sich in den 16 Jahren hier schon gebessert.
30. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle berichten ab sofort Beschäftigte als Online-Reporter über das Leben und den Alltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Moritz Siegert.
Michaela ist eine begabte Künstlerin in der Caritas-Werkstatt. Mit ihrer Fingerfertigkeit bringt sie eindrucksvolle Werke hervor.
Ich erinnere mich zum Beispiel an ihre Tierfiguren, die sie unter anderem am Tag der offenen Tür oder am Flohmarkttisch auf dem Werkstatt-Gelände verkaufte. Um ihre Kreationen zu realisieren, nutzte sie Gießformen, verschiedene Farben und Pigmentpulver. Die kleinen Kunstwerke gefallen mir sehr. Sorgfältig und ausgewogen bringt Michaela ihre Tiere zum Vorschein.
Auch ein tolles Schachspiel samt Brett und Figuren erschufen ihre Hände. Egal, was sie anfängt, ob leicht oder schwer, ob groß oder klein – Michaela schaffts immer wieder, und zwar ganz allein!
29. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Eileen Mannich.
Durch meine Mutter kenne ich die Caritas schon länger. Als ich durch meine psychischen Erkrankungen nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sein konnte, wollte ich in die Werkstatt. Nun bin ich seit 2021 hier und fühle mich wohl.
Durch die Werkstatt habe ich soziale Kontakte und einen geregelten Tagesablauf, der für mich wichtig ist. Hier kann ich ohne Druck und Stress arbeiten, mich und meine Stärken einbringen. Ich gehe zufrieden nach Hause, das ist mir das Wichtigste! Meine Entscheidung für die Werkstatt war auch aus heutiger Sicht richtig.
25. April 2024 | Logbuch |
Die Caritas-Werkstatt ist in Bewegung. Im Arbeitsalltag, aber auch buchstäblich bei verschiedenen Anlässen und Lauf-Events, wie beim gestrigen Berliner Firmenlauf. Durch den Tiergarten, vorbei an der Siegessäule bis zum Schlussspurt mit dem imposanten Blick auf die Abendsonne über dem Brandenburger Tor bot der Lauf eine sportliche Sightseeing-Tour der besonderen Art. Und dank Verena Noelting schaffte es die Caritas-Werkstatt beim Wettbewerb der Inline-Skaterinnen sogar bis auf das Siegerpodest und auf die ganz große Bühne. Das ist stark!
25. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Annett Nehls.
Nachdem ich mehrfach erkrankte und oft in der Klinik war, empfahl mir eine Sozialarbeiterin die Caritas-Werkstatt. Zusammen besichtigten wir sie, machten einen Termin für ein Praktikum aus, beantragten das Ganze bei der Rentenkasse, und ich wartete auf einen freien Platz.
Als ich im Februar 2008 hier anfing, war die Werkstatt in der Berliner Straße 60A: eine kleine Gruppe von Beschäftigten sowie zwei Gruppenleiter. Dort traf ich mehrere Menschen wieder, die ich aus der Tagesklinik kannte, so zum Beispiel meine Freundin Monika.
„Mein Ziel ist es, von Zuhause zur Werkstatt zu laufen!“, sagte ich mir – und es hieß: „Wir ziehen an den Heidering!“ Das war natürlich zu weit für meine Füße.
In meiner langen Erkrankungsphase, in der ich nur zu Hause saß, fiel mir regelmäßig die Decke auf den Kopf. Ich hatte mich überall zurückgezogen und keinen richtigen Tagesrhythmus mehr. Das sollte sich mit der Werkstatt ändern.
Seit ich dabei bin, war ich nie wieder in der Psychiatrie. Darauf bin ich stolz, und deshalb zerschlugen sich auch meine Überlegungen, die Werkstatt zu verlassen. Wurde mir hier zum Beispiel durch die ständigen Wechsel der Gruppenleiter und verschiedene Umzüge alles zu viel, fragte ich mich: Was soll das eigentlich? Muss ich das aushalten?
Ich bin noch immer hier, und meinen jetzigen Gruppenleiter Jeffrey lernte ich als Zivi in der 60A kennen. Deshalb fiel mir dieser Gruppenleiterwechsel leichter.
24. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Michael Benter.
Zunächst war ich für zwei Jahre und drei Monate im Berufsbildungsbereich Campus Q. Hier arbeitete ich zuerst bei Gastronomie & Service, danach im Grün-Team sowie bei Rad & Tat. Als ich hörte, dass es am Aderluch einen Bereich Werbetechnik gibt, wollte ich dort unbedingt hin! Erstmal machte ich ein Praktikum, ob es mir wirklich gefällt.
Unter anderem beklebte ich in mehreren Autohäusern Kraftfahrzeuge oder entfernte bei Haltestellenschildern die alte Folie, um sie anschließend neu zu bekleben.
Außerdem kann ich hier auch meine eigenen Sachen machen. Zum Beispiel versah ich meine Wanduhr mit den Logos aller Werkstattbereiche. In der Mitte ist mein eigener Bereich zu sehen. Oder ich verschönerte mein Fahrrad mit dem Spruch: „Alles, außer gewöhnlich“ sowie dem Logo von Rad & Tat.
Weil ich hier kreative Dinge ausprobieren kann, will ich in der Werbetechnik bleiben! Gern beiße ich da auch mal in den sauren Apfel, Dinge zu tun, die nicht ganz so interessant sind. Die Werbetechnik ist seit 2020 mein Arbeitsplatz, erst am Aderluch und jetzt im Heidering.
23. April 2024 | Logbuch |
Ganz Oranienburg spricht von der Energieversorgung. Wir begrüßen die Frühjahrssonne – und können uns dank der Stromunabhängigkeit in der Hauptwerkstatt mit eigener Photovoltaikanlage um andere Dinge kümmern. Um die Weiterentwicklung beruflicher Bildung etwa, um Angebote für einen wachsenden Förderbereich oder um die Sicherung der gewerblichen Auftragslage für Beschäftigte mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen und Interessen.
22. April 2024 | Logbuch |
In einer losen Serie erinnern die Online-Reporter der Caritas-Werkstatt an verstorbene Beschäftigte. Hier schreibt Maik Poerschke über Susanne Lenz.
Susanne arbeitete in der Hauptwerkstatt im damaligen Arbeitsbereich Montage – und auf einmal saß ich am Frühstückstisch neben ihr. Das war am 15. Mai und am Ende der Frühstückspause fragte mich Susanne, ob ich ihr Freund sein will.
Ich schlief eine Nacht darüber, dann gab ich ihr meine Antwort. Ich sagte: „Ja.“ Der Funke war übergesprungen.
Susanne wohnte im Heim der Sana-Klinik in Sommerfeld. So fuhr ich an den Wochenenden nach Sommerfeld zu ihr. Ob Geburtstag, zu Weihnachten, zur Disko, oder ich schmiss eine Party – wir waren zusammen! Auf Arbeit sahen wir uns in den Pausen und schmusten. Später arbeiteten wir zusammen in einer Abteilung.
Als ich Susanne das letzte Mal in der Wohngruppe besuchte, saß sie im Rollstuhl. Lungenkrebs lautete ihre Diagnose, am 7. Mai 2007 ist Susanne im Krankenhaus eingeschlafen.
17. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle berichten ab sofort Beschäftigte als Online-Reporter über das Leben und den Alltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Manuela Wroblewski.
Jeden Mittwoch um 10.00 Uhr versammeln sich zirka 20 Beschäftigte am Eingang der Hauptwerkstatt zum Nordic Walking mit Iris Arndt.
Erst haken wir die Liste mit den Namen der Läufer ab, dann werden die Stöcke verteilt – und los geht’s! Die einen laufen eine kleine, andere eine große Runde. Bei der Großen, aber auch bei der Kleinen achten alle drauf, dass jeder mitkommt.
Danach machen wir gemeinsam Dehnungs-Übungen. „Was hast du für eine Idee?“, fragt Iris in die Runde, und wir legen los. Für mich bedeutet das Ganze: Runterkommen an der frischen Luft, eine gute Sache!
12. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle berichten ab sofort Beschäftigte als Online-Reporter über das Leben und den Alltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Julia Bußler.
Unser Garten-Team ist immer in Form, die Macht im Garten! Von Montag bis Freitag fahren sie zu Takeda, zum Friedhof, zu Bäcker Plentz in Kremmen und anderswohin. Eine Gruppe arbeitet bei uns auf dem Gelände.
Das Garten-Team hat ein gutes Händchen für Blumen und Pflanzen. Jedes Frühjahr und den Sommer über sorgen sie dafür, dass es bei uns grünt und blüht. Vor ein paar Jahren gestalteten sie den Platz der Begegnung neu. Der lädt seither mit Sitzbänken und zweistöckigem Blumenbeet zum gemütlichen Verweilen ein. Gerade verschönern sie unsere Grab-Insel mit den Stelen für verstorbene Beschäftigte, davon bald mehr.
Im Herbst harken sie das Laub weg, im Winter streuen sie in aller Frühe die Gehwege und räumen den Schnee beiseite. Das ganze Jahr sind sie für uns am Start – ein Team für alles!
5. April 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen in nächster Zeit jeden Tag Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Heino Töpel.
Ich bin schon ganz lange hier. Zuerst war ich in der großen Hauptwerkstatt, dann zogen wir mit B.Plus an den Aderluch. Hier im Gebäude war früher ein ALDI-Markt drin.
Es ist gut in der Werkstatt! Ich komme morgens mit dem Bus, um 8.00 Uhr legen wir los. Gibt es ganz viel zu tun, arbeite ich das ruckzuck alles weg!
Bei Melanie Freitag und Stefan Latotzke macht es richtig Spaß, aber ich komme mit allen Gruppenleitungen gut klar. Neben der Arbeit schneide ich Bilder aus. Daraus fertige ich Collagen, da hat Heino ordentlich was zu tun! Viele meiner Collagen stehen oder hängen in unserem Raum.
Ich arbeite und bastle gern in der Werkstatt, und manchmal tanze ich mit der Lampe. Halb vier ist Feierabend, dann fahre ich mit dem Bus nach Hause. Am nächsten Morgen komme ich wieder, hier hab‘ ich gute Laune!