Weih­nachts-Strike und jede Men­ge Spaß

Weih­nachts-Strike und jede Men­ge Spaß

Die On­line-Re­por­ter Mi­chae­la Senf und Erik Eg­ler neh­men Euch mit auf ei­nen ge­lun­ge­nen Ausflug:

Erik: Letz­ten Frei­tag be­gin­gen wir, die Mann­schaft der Can­ti­na vom Ader­luch, un­se­re dies­jäh­ri­ge Weih­nachts­fei­er. Sie be­gann mit ei­nem zünf­ti­gen Früh­stück in der Café-Bä­cke­rei Pl­e­ntz an der Brei­te Stra­ße. Von dort ging es mit dem Bus zum Turm-Er­leb­nis­cen­ter, wo wir zu­nächst die Bow­ling­bahn un­si­cher machten.

Mi­chae­la: Lei­der lag ich nach zehn Run­den ganz hin­ten. Aber das macht nichts, denn es geht um un­ser Team, das ganz viel Spaß hat­te. Was die Punk­te an­geht kam Bri­git­te Schau­er auf den sen­sa­tio­nel­len Platz 1, Erik auf Platz 2 und Anne auf Platz 3.

Erik: Ich habe, im Ge­gen­satz zu Dir, mei­ne Plat­zie­rung ver­ges­sen, aber ich weiß noch, dass ich zu­min­dest ei­nen Strike mit dop­pel­ter Punkt­zahl er­reich­te. Zwei Stun­den wa­ren wir auf der Bahn, dann gin­gen wir Mit­tag­essen, gleich ne­ben­an im Re­stau­rant „Türm­chen“. Hier ge­neh­mig­te ich mir ei­nen Te­xas-Bur­ger mit BBQ-Sau­ce und Pommes.

Mi­chae­la: Ich wähl­te knusp­ri­ge Ente mit Klöß­chen und Rot­kohl in Bra­ten­so­ße. Die Ente duf­te­te so, als wäre schon jetzt Weih­nach­ten, le­cker! Un­se­ren Weih­nachts­aus­flug je­den­falls fand ich sehr gelungen.

Erik: Ja, das ha­ben alle Kol­le­gin­nen auch so bestätigt.

Ge­schen­ke von und für uns

Ge­schen­ke von und für uns

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn be­rich­tet von den Weih­nachts­vor­be­rei­tun­gen bei B‑Plus:

Be­reits zu Hal­lo­ween hat­ten wir Kür­bis­se und an­de­re Fi­gu­ren zum The­ma aus Gips ge­fer­tigt. Lei­der war ich nicht da­bei, da­für aber jetzt, ge­nau­er ge­sagt: letz­te Wo­che Mittwoch!

Die Fi­gu­ren pass­ten zum ge­ra­de ak­tu­el­len The­ma, und so wa­ren es dies­mal un­ter an­de­rem Weih­nachts­bäu­me und Gno­me, die wir nach Lust und Lau­ne anmalten.

Sa­bri­na hat­te sie zu­vor ge­baut, nach­dem ich den Gips an­ge­rührt und in die Form rein­ge­kippt hat­te. Zu­sam­men mit ei­ner Über­ra­schung kom­men die von uns ge­stal­te­ten Wer­ke in un­se­re Weih­nachts­tü­ten, die wir mit nach Hau­se neh­men dür­fen. Was das für eine Über­ra­schung ist, ver­riet uns Sa­bri­na nicht. Mit an­de­ren Wor­ten: Die Span­nung bleibt und steigt.

Nein zur Ge­walt ge­gen Frauen

Nein zur Ge­walt ge­gen Frauen

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ih­rer Tä­tig­keit als Frauenbeauftragte:

Der 25. No­vem­ber ist der In­ter­na­tio­na­le Tag ge­gen Ge­walt an Frau­en und Mäd­chen. Aus die­sem An­lass fuh­ren die Frau­en­be­auf­trag­ten An­drea Sei­pelt, Kat­rin De­witz und ich mit un­se­ren Un­ter­stüt­ze­rin­nen zum Ora­ni­en­bur­ger Schloss.

Es wa­ren Teil­neh­mer der Stadt, der Po­li­zei und von an­de­ren In­sti­tu­tio­nen da­bei. Frau Bonk, die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te der Stadt Ora­ni­en­burg, be­rich­te­te über ak­tu­el­le, er­schre­cken­de Fall­zah­len der Ge­walt an Frau­en und Mädchen.

Auf dem Platz vor dem Schloss hiss­ten wir eine Fah­ne als sicht­ba­res Zei­chen ge­gen die­se Ge­walt. Dazu er­hiel­ten alle ein Blatt Pa­pier mit der Hil­fe-Ruf­num­mer 08 000 116 016 in die Hand.

Auch über Ge­walt ge­gen Män­ner wur­de be­rich­tet, im Ver­gleich zu den Über­grif­fen an Frau­en gibt es hier al­ler­dings nicht so vie­le Fälle.

Auch wenn das Gan­ze schwer zu ver­dau­en ist, fühl­te mich hier rich­tig, an­sons­ten wäre ich als Frau­en­be­auf­trag­te fehl am Platz. Das Ge­hör­te zu ver­ar­bei­ten, dau­ert bei mir et­was länger.

Das war mir wich­tig, et­was fürs Leben

Das war mir wich­tig, et­was fürs Leben

On­line-Re­por­te­rin Mo­ni­ka Fied­ler er­in­nert sich zu­rück und hat eine Fra­ge an Dich:

Vor über vier­zehn Jah­ren war ich in Lüb­ben in der Trau­ma-Kli­nik. In der Ergo-The­ra­pie fer­tig­te ich ein Brett­chen aus Holz mit ei­nem Text an. Neu­lich beim Auf­räu­men fiel es mir wie­der in die Hän­de, und ich be­schloss: Das kommt nicht auf den Sperrmüll!

Weil es mir et­was be­deu­tet, ar­bei­te­te ich das Brett­chen ein we­nig auf – und viel­leicht spricht es ja auch Dich an. Fin­dest Du Dich in mei­nen Zei­len wie­der? Viel­leicht kön­nen sie Dir Mut geben.

Weih­nacht­li­che Lerninsel

Weih­nacht­li­che Lerninsel

Die On­line-Re­por­ter der Haupt­werk­statt er­leb­ten eine Überraschung

Als wir uns am Mitt­woch zur Re­dak­ti­ons­sit­zung in der Lern­in­sel ein­fan­den, emp­fing uns die­se in stark ver­än­der­ter Op­tik. Un­se­re au­gen­blick­lich ein­set­zen­de Re­cher­che er­gab: Seit Mon­tag ver­strö­men ein fest­lich ge­schmück­ter Weih­nachts­baum und der eben­so an­ge­ta­ne Fi­cus Ben­ja­mi­na weih­nacht­li­ches Flair der be­hag­lichs­ten Art.

Auch die „Schul­di­gen“ wa­ren schnell ge­fun­den. Flo­ri­an (sie­he Foto von Va­nes­sa) wars, zu­sam­men mit vie­len wei­te­ren Be­schäf­tig­ten aus dem Grün­team so­wie der Ab­tei­lung Rad und Tat des Cam­pus Q. Wie uns Gärt­ner Phil­ipp ver­riet, nennt man un­se­ren „Ben­ja­min“ auch Birkenfeige.

Al­len Schmü­cke­rin­nen und Schmü­ckern un­ser herz­li­cher Dank für die­se nun so weih­nacht­li­che Lern­in­sel, in der das Ar­bei­ten an un­se­ren Tex­ten gleich noch mehr Spaß macht.

Am Ende eine Punkt­lan­dung – Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 4

Am Ende eine Punkt­lan­dung – Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 4

Die On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter und Frank Nuss­bü­cker lau­schen den „Vä­tern des Hei­de­rings (Fort­set­zung)

Mar­cel Teich­mann: Zu Bau­be­ginn stan­den nur das Haus und das Hal­len­schiff da. Oben­drein wur­de ge­ra­de das ge­sam­te Ge­bäu­de nach Bom­ben ab­ge­bohrt. Da blieb kein Stein auf dem an­de­ren, und auch so man­che Ver­sor­gungs­lei­tung wur­de getroffen.

An­dré Ker­kow: Wir muss­ten eine Men­ge Um- und Aus­bau­en. Die Kalt­hal­le be­saß kei­ne Däm­mung, dazu muss­ten dort auch eine Hei­zung und neue Fens­ter ein­ge­baut wer­den. Wir brau­chen ei­nen Fahr­stuhl! Soll­te er im oder au­ßer­halb des Ge­bäu­des sein? Vie­le Fra­gen, auf die wir schnell Ant­wor­ten fin­den muss­ten. Ohne die tat­kräf­ti­ge Hil­fe der Be­schäf­tig­te und Kol­le­gen, die ma­ler­ten, Re­ga­le auf­bau­ten und wei­te­re Bau­tä­tig­kei­ten über­nah­men, wäre der Fer­tig­stel­lungs­ter­min nicht zu hal­ten gewesen.

Durch gute Kon­tak­te zu un­se­rem Nach­barn Au­to­haus Lam­beck nah­men wir noch wäh­rend der Bau­pha­se ei­nen Grund­stücks­tausch vor. Wir ga­ben dem Au­to­haus et­was von un­se­rem Ge­län­de ab und be­ka­men im Ge­gen­zug die für uns so wich­ti­ge brei­te Zu­fahrt zu Fir­ma Frie­sen. Wie schnell ver­ging die Zeit! All die Vi­sio­nen um­zu­set­zen, die wir im Kopf hat­ten, ge­lang am Ende nur da­durch, weil vie­le Mit­ar­bei­ter und Be­schäf­tig­te so flei­ßig mithalfen.

Mar­cel Teich­mann: Die Wo­che über un­se­re Grup­pen be­treu­en, da­ne­ben und am Wo­chen­en­de den Hei­de­ring an den Start brin­gen, das war ein Kraft­akt. Wir wa­ren ein Team aus ver­schie­dens­ten Mit­ar­bei­ten­den, die nicht im­mer alle ei­ner Mei­nung wa­ren, aber ein Ziel ver­folg­ten! Die neue Au­ßen­stel­le leb­te von An­fang an durch eine ge­wis­se Ei­gen­stän­dig­keit, ei­nen ganz ei­ge­nen Patriotismus.

An­dré Ker­kow: In der Bau­pha­se er­frag­ten wir in meh­re­ren Sit­zun­gen Wün­sche der Be­schäf­tig­ten für das neue Ob­jekt. Ein Zi­ga­ret­ten- und Kau­gum­mi­au­to­mat stan­den eben­so auf der Lis­te wie ein Angelteich.

Auch was den Na­men des neu­en Stand­orts an­ging, gab es Vor­schlä­ge. Vie­le see­lisch be­ein­träch­tig­te Be­schäf­tig­te woll­ten nicht mit der Ca­ri­tas-Werk­statt in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den. Herr Zim­mer­mann, ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter, fiel schließ­lich der Name „Fak­tor C“ ein. Fac­tor steht im la­tei­ni­schen für Schöp­fer oder Gott, das C für die Ca­ri­tas, OR für Oranienburg.

Es war eine wil­de Zeit, und das Gan­ze ging er­staun­lich schnell über die Büh­ne. Vom Herbst 2007 bis zur Fer­tig­stel­lung Ende 2009 ver­stri­chen nur gut zwei Jah­re. Für den Um­bau hat­ten wir 850.000 Euro ein­ge­plant. Aus die­sen wur­den 1,1 Mil­lio­nen, wor­auf uns un­ser Ge­schäfts­füh­rer Herr Voll­mer die Le­vi­ten las. Die­se Sum­me amor­ti­sier­te sich längst mehrfach.

Mar­cel Teich­mann: Par­al­lel zum Auf­bau des Hei­de­rings kün­di­gen wir recht­zei­tig die an­de­ren Ob­jek­te, eine fi­nan­zi­el­le Dop­pel­be­las­tung durch un­ge­nutz­te Miet­ob­jek­te und den Hei­de­ring galt es zu ver­mei­den. Am Ende war es eine ziem­li­che Punkt­lan­dung. Die Er­öff­nungs­fei­er mit 120 Gäs­ten kam ver­gleichs­wei­se pom­pös da­her. Der Dom­probst von Ber­lin war eben­so zu­ge­gen wie die kom­plet­te Lei­tung der Ca­ri­tas Berlin.

An­dré Ker­kow: So­mit hat­ten wir ein Haus für un­se­re see­lisch be­ein­träch­tig­ten Be­schäf­tig­ten, und in der ehe­ma­li­gen Kalt­hal­le die nun ver­ein­te De­mon­ta­ge mit al­lem, was da­zu­ge­hört. Auch Herr Ko­bers Gar­ten-Grup­pe, die zu­vor wie die Werk­stoff-Tren­nung im Quel­le-La­ger sa­ßen, zo­gen nun an den Heidering.

Auch wei­ter­hin ent­stand hier eine Men­ge, schließ­lich platz­te auch der Hei­de­ring aus al­len Näh­ten. So mie­te­ten wir 2015 am Ader­luch eine wei­te­re Au­ßen­stel­le an. Die­se lei­tet heu­te Mar­cel, und ich ging zu­rück in die Hauptwerkstatt.

Mi­cha­el Ben­ter: Ver­misst Ihr den Heidering?

An­dré Ker­kow: Wenn du so­was mit auf­baust, und wirst nach ein paar Jah­ren zu­rück­ge­holt – Herr Lau muss­te mich schon stark über­zeu­gen. Los­las­sen hieß es da für mich, und ich muss­te ak­zep­tie­ren, dass je­mand an­de­res es fort­an an­ders macht. Mitt­ler­wei­le bin ich schon wie­der zehn Jah­re in der Haupt­werk­statt – und kann die Be­dürf­nis­se und Be­find­lich­kei­ten un­se­rer Au­ßen­stel­len viel bes­ser ver­ste­hen als zuvor.

Mar­cel Teich­mann: Wie Vä­ter, die ihre Kin­der groß­wer­den se­hen, so geht’s uns mit dem Hei­de­ring. Du be­ob­ach­test ihn wei­ter, ver­folgst sein Ge­schick, wie Vä­ter nun mal sind!

Si­cher am Arbeitsplatz

Si­cher am Arbeitsplatz

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter ließ sich schulen

Sö­ren frag­te uns: „Habt Ihr In­ter­es­se, am Lehr­gang für Ar­beits­si­cher­heit teil­zu­neh­men?“ Der fand am 13. und 14. No­vem­ber im Hei­de­ring statt, und ich hat­te In­ter­es­se, ge­nau wie mei­ne Re­por­ter-Kol­le­gin Martina.

Wir er­fuh­ren vie­le in­ter­es­san­te Din­ge, zum Bei­spiel, dass Mar­ti­na als Shut­tle-Fah­re­rin über un­se­ren Ar­beit­ge­ber ver­si­chert ist. Fährt sie aber mit ih­rem Pri­vat­au­to zur Ar­beit und macht ei­nen Zwi­schen­stopp beim Bä­cker, ist das nicht der Fall. Dass wir wäh­rend der Pau­se in der Rau­cher­ecke nicht ver­si­chert sind, wuss­te ich schon. Das­sel­be gilt aber auch für den Gang auf die Toi­let­te – au­ßer, wenn ich die Tür auf­las­se, aber wer macht das?

Ar­beits- und Schutz­klei­dung darf nicht ka­putt, Flucht­we­ge müs­sen stets frei, Feu­er­lö­scher gut sicht­bar an­ge­bracht sein. In Ar­beits­räu­men darf nicht ge­ges­sen wer­den und kei­ne Mi­kro­wel­le oder ähn­li­ches ste­hen. Wenn ich in Ur­laub gehe, soll ich mei­ner Ver­tre­tung zei­gen, was sie bei den von mir aus­ge­führ­ten Tä­tig­kei­ten be­ach­ten muss. Wir konn­ten auch Fra­gen stel­len und Ideen ein­brin­gen. So schlug ich vor, dass Be­schäf­tig­te Warn­wes­ten tra­gen, wenn sie ei­nen Hub­wa­gen fahren.

Ab­schlie­ßend gin­gen wir durchs Haus, um zu prü­fen, ob al­les in Ord­nung ist. Dazu ge­hö­ren auch schein­ba­re Ne­ben­säch­lich­kei­ten wie die Ab­lauf-Da­ten der Hy­gie­nemit­tel in den Toi­let­ten. Es gab sehr viel In­put, am Ende der bei­den Tage war ich ganz schön ge­schafft – und um ei­ni­ges schlau­er als vorher.

Un­se­re bes­te Wahl

Un­se­re bes­te Wahl

On­line-Re­por­te­rin­nen der Haupt­werk­statt er­leb­ten die Wahl zu un­se­ren Werkstatt-Gremien.

Mi­chae­la Senf: Ich fand es ein­fach toll, mit mei­ner Kol­le­gin Si­mo­ne je­man­den wäh­len zu kön­nen, den ich ins Herz ge­schlos­sen habe. Si­mo­ne ist im­mer für uns da, wenn es ei­nem nicht gut geht. Gleich am nächs­ten Mor­gen gra­tu­lier­te ich ihr. Über­haupt fin­de ich es gro­ße Klas­se, dass wir die bei­den wich­ti­gen Werk­statt-Gre­mi­en ge­wählt haben.

Jule Buß­ler: Erst wur­den die Stim­men zur Wahl des Werk­statt-Rats aus­ge­zählt, dann die für die Frau­en­be­auf­trag­ten. Bei letz­te­rer wur­de ich Fünf­te. Am Mor­gen hat­te ich noch ge­dacht, mich wählt gar kei­ner. Man muss wis­sen, auf was man sich ein­lässt, stellt man sich zur Wahl. Auf die Mit­glie­der bei­der Gre­mi­en war­ten eine gro­ße Ver­ant­wor­tung und jede Men­ge Arbeit.

Va­nes­sa Ver­der­ber: Da hat Jule Recht! Man muss wirk­lich da­bei sein und kann nicht ein­fach sa­gen: Ich mach das, weil ich Spaß dran hab – aber lass ich mit dei­nen Pro­ble­men in Ruhe. Ich bin sehr glück­lich, dass ich ge­wählt wur­de und neh­me mir fest vor, mir bei je­dem an mich her­an­ge­tra­ge­nen Pro­blem alle be­tei­lig­ten Sei­ten an­zu­hö­ren. Nur zu­sam­men fin­den wir die bes­te Lösung.

Wir dan­ken al­len Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten, al­len, die von ih­rem Wahl­recht Ge­brauch mach­ten und ganz be­son­ders dem Wahl­vor­stand, ohne den das al­les nie­mals über die Büh­ne ge­gan­gen wäre.

„Da fah­ren wir mal hin!“ Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring, Teil 3

Da fah­ren wir mal hin!“ Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring, Teil 3

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter und Frank Nuss­bü­cker lausch­ten den „Vä­tern des Hei­de­rings“ An­dré Ker­kow und Mar­cel Teichmann:

An­dré Ker­kow: Ich bin seit 2003 in der Werk­statt. In den Jah­ren 2003 bis 2006 als Grup­pen­lei­ter der Me­tall­ver­ar­bei­tung zu­sam­men mit mei­nem Kol­le­gen Rai­ner Schulz. 2006 wur­de ich Be­reichs­lei­ter der Wä­sche­rei und der Me­tall­ver­ar­bei­tung. Ende 2007 be­kam ich den Be­reich see­lisch be­ein­träch­tig­ter Men­schen hin­zu, die in der Ber­li­ner Stra­ße 60 A ihr Do­mi­zil hat­ten. Die­se bei­den Grup­pen wur­de schnell grö­ßer, so­dass wir 2008 eine wei­te­re Au­ßen­stel­le hin­zu­mie­ten muss­ten. Zu­sam­men mit Herrn Hoh­berg und wei­te­ren Kol­le­gen bau­ten wir die­se in den hin­te­ren Räu­men der Ber­nau­er Stra­ße 100 auf. Nun­mehr hat­ten wir zwei Au­ßen­stel­len, die aber auch sehr zeit­nah aus „al­len Näh­ten platzten“.

Zum zwei­ten wuchs auch der Me­tall­be­reich enorm. Die De­mon­ta­ge, wel­che für die Fir­ma Frie­sen im Ge­wer­be­park Nord Licht­ma­schi­nen und An­las­ser für PKW zer­leg­te, ar­bei­te­te mitt­ler­wei­le an drei Standorten.

Mar­cel Teich­mann: Es stell­te eine Her­aus­for­de­rung für Lei­tung und Fach­diens­te dar, stän­dig von Stand­ort zu Stand­ort zu sprin­gen. Sämt­li­che Au­ßen­stel­len muss­ten mit Mit­tag­essen ver­sorgt wer­den, dazu trans­por­tier­ten wir täg­lich ton­nen­wei­se Ma­te­ri­al von Frie­sen an un­se­re Stand­or­te und zu­rück. „Macht die­ser lo­gis­ti­sche Auf­wand noch Sinn?“, frag­ten wir uns. „Bes­ser, wir hät­ten eine Au­ßen­stel­le in der Nähe des Gewerbeparks!“

An­dré Ker­kow: Aus för­der­recht­li­chen Grün­den war es not­wen­dig, das Grund­stück nicht zu kau­fen, son­dern zu mie­ten. Als ers­tes fiel uns un­ser heu­ti­ger Stand­ort am Ader­luch ins Auge. Aldi zog dort ge­ra­de aus, die an­de­ren Miet­par­tei­en ver­blie­ben vor Ort. Das Ge­bäu­de ver­füg­te über eine LKW-Zu­fahrt, war eben­erdig, die Bus­hal­te­stel­le vor der Haus­tür, Frie­sen wie Quel­le-Au­ßen­la­ger in der Nähe. Am Ende sa­hen wir von der An­mie­tung auf­grund der vie­len an­de­ren Miet­par­tei­en ab.

Als zwei­ter mög­li­cher Stand­ort kam eine ehe­ma­li­ge Net­to-Fi­lia­le in Eden ins Spiel. Auch die­ses Ob­jekt ver­war­fen wir. Da fiel mir ei­nes Sonn­tags im An­non­cen-Teil des Mär­kers die in Kür­ze an­ste­hen­de Zwangs­ver­stei­ge­rung des Grund­stücks Hei­de­ring 20 ins Auge. Ich kann­te es aus mei­ner vor­he­ri­gen Be­rufs­tä­tig­keit und dach­te so­fort: „Das wäre der ganz gro­ße Wurf!“

An­dern­tags er­zähl­te ich Herrn Hoh­berg und Herrn Lau von mei­ner Ent­de­ckung. „Herr Ker­kow, da fah­ren wir jetzt hin!“, ent­schied der Werkstattleiter.

Un­ter­wegs brach­te ich den bei­den mei­ne Vi­sio­nen nahe, al­les an­de­re sa­hen sie mit ei­ge­nen Au­gen. Die Ver­stei­ge­rung war in 2 Wo­chen, das Min­dest­ge­bot be­trug 390.000 Euro. „Wir müs­sen mit Ca­ri­tas-Ge­schäfts­füh­rer Herrn Voll­mar spre­chen!“, be­fand Herr Lau und rief die­sen um­ge­hend an. An­schlie­ßend ließ er mich wis­sen: „Kom­men Sie mit, wir fah­ren zu Herrn Voll­mar nach Ber­lin! Er ist krank, wir sol­len zu ihm nach Hau­se kommen.“

Hel­mut Voll­mar war sei­ner­zeit un­ter an­de­rem Ge­schäfts­füh­rer der Ca­ri­tas-Kran­ken­hil­fe, vom Mal­te­ser­werk, un­ser Ge­schäfts­füh­rer der Ca­ri­tas- Fa­mi­li­en- und Ju­gend­hil­fe und ins­ge­samt eine Grö­ße in der bun­des­deut­schen Ca­ri­tas – ein cha­ris­ma­ti­scher Mann der Tat. Alle er­starr­ten ehr­furchts­voll, wenn er den Raum betrat.

Es war ein ver­reg­ne­ter Tag, als wir ihn zu Hau­se be­such­ten. Krank­heits­be­dingt im Mor­gen­man­tel, lud uns Herr Voll­mar zu ei­ner Tas­se Tee in sein Er­ker­zim­mer. „Er­zäh­len Sie mal!“, er­öff­ne­te er das Ge­spräch. Herr Lau und Herr Hoh­berg deu­te­ten auf mich, und ich leg­te los. Ich zeig­te ihm den Ar­ti­kel im Mär­ker und ver­such­te ihm die Vi­si­on der neu­en Au­ßen­stel­le mit Wor­ten so zu be­schrei­ben, dass er eine Vor­stel­lung be­kam. 25 Mi­nu­ten spä­ter er­hob sich Herr Voll­mar und sag­te: „Jungs, das ma­chen wir! Die Ca­ri­tas-Kran­ken­hil­fe kauft das Ob­jekt, und wir ver­mie­ten es an euch!“

Spä­ter er­fuh­ren wir, ein Mit­be­wer­ber woll­te ein Au­to­haus draus ma­chen. Die Ca­ri­tas be­hielt aber dank Hel­mut Voll­mars En­ga­ge­ment die Ober­hand – und wir ka­men zu un­se­rem Wunsch-Ob­jekt Hei­de­ring 20. Hier nun soll­ten so­wohl die ver­ei­nig­te De­mon­ta­ge, als auch der spä­te­re Fak­tor C ihre Hei­mat fin­den. Die Ar­bei­ten konn­ten beginnen …

Hier füh­le ich mich sicher

Hier füh­le ich mich sicher

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn in­ter­viewt sei­ne Kol­le­gin Mi­chae­la Senf:

War­um hast Du in der Ca­ri­tas-Werk­statt Ora­ni­en­burg angefangen?

Weil ich mich in Ora­ni­en­burg si­cher füh­le und weil ich hier vie­le Freun­de habe. In der Werk­statt und auch in mei­ner Wohn­grup­pe gibt es Men­schen, die für mich da sind. Hier ist mein Rück­zugs­raum, in dem es mir gutgeht.

Hast du das schon­mal an­ders erlebt?

Lei­der ja. Vor­her war ich in ei­nem Heim in Ber­nau, in dem es mir nicht gut ging. Dort woll­te ich nur noch raus. Hier kann ich mich auf alle ver­las­sen. Hier ist mein Le­ben, hier füh­le ich mich wohl.

Wie hast Du in der Kü­che angefangen?

Zu­erst ar­bei­te­te ich in der Ker­zen-Ab­tei­lung. Dann mach­te ich ein Prak­ti­kum in der Kü­che, ei­nen Mo­nat und vier Wo­chen. Ich blieb, denn in der Kü­che habe ich vie­le Freun­de und die Ar­beit macht mir gro­ßen Spaß. Für mich ist der Ader­luch das Schöns­te, was es gibt. Mein Lieb­lings­kol­le­ge ist Eric, weil er uns oft zum La­chen bringt.

Ich freu mich auf Mon­tag – Eine Müt­ze kommt durch die Welt

Ich freu mich auf Mon­tag – Eine Müt­ze kommt durch die Welt

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter auf Tour:

Letz­ten Frei­tag fuhr ich mit der RB 12, Nie­der­bar­ni­mer Ei­sen­bahn Rich­tung Ho­hen­schön­hau­sen, zu mei­ner Mut­ter nach Ber­lin. „Was steht‘n da auf dei­ner Müt­ze drauf?“, frag­te mich ein Mann, „meinst du das ernst?“

Ich ar­bei­te bei der Ca­ri­tas, und das ist un­ser Slo­gan!“, er­wi­der­te ich, „Habt ihr so­was auch?“

Nein, aber der Spruch ist cool!“

Zu­rück fuhr ich ab Ge­sund­brun­nen mit dem RE6 Rich­tung Per­le­berg um 20.15. „Ist hier ein Platz frei?“, frag­te ich. Eine Dame mit gro­ßer Topf­pflan­ze und viel Ge­päck sag­te: „Nein!“

Am Ka­rower Kreuz wur­de mir schumm­rig. Ich kam ins Schwit­zen und griff zur Was­ser­fla­sche. Drei Frau­en er­kann­ten mei­ne Lage und sag­ten: „Hier ist ein Platz frei, du kannst dich hersetzen.“

Wir ka­men ins Ge­spräch, und schließ­lich frag­ten sie, auf mei­ne Müt­ze zei­gend: „Ist das ernst ge­meint, oder lustig?

Ich ar­bei­te in der Ca­ri­tas-Werk­statt am Hei­de­ring in der Wer­be­tech­nik, und das ist un­ser Slo­gan!“, lau­te­te mei­ne Antwort.

Toll, das fin­den wir gut!“

Mei­ne Mut­ti fin­det das auch gut, ich ließ für sie eine Tas­se mit un­se­rem Slo­gan und ei­nem Foto von mir bedrucken.

Das Kli­ma zu schüt­zen ist wichtig!

Das Kli­ma zu schüt­zen ist wichtig!

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet über ein be­son­de­res be­glei­ten­des An­ge­bot: In der Haupt­werk­statt gibt es das be­glei­ten­de An­ge­bot na­mens Kli­ma­schutz­agen­ten un­ter der Lei­tung von Eva-Ma­ria Gö­bel. Die Kli­ma­schutz­agen­ten set­zen sich ein­mal im Mo­nat zu­sam­men und be­spre­chen The­men zum Kli­ma­schutz. Mal geht es dar­um, was in den Nach­rich­ten be­rich­tet wird, mal un­ter­neh­men wir Aus­flü­ge wie z.B. zum Schloss­park Ora­ni­en­burg. Auch spre­chen wir oft über an­de­re The­men wie die ak­tu­el­le Lage in den USA oder die Bür­ger­meis­ter­wahl in Oranienburg.

Ich bin üb­ri­gens eine der Kli­ma­schutz­agen­tin­nen und fin­de das An­ge­bot sehr span­nend. Eva lei­tet die Trup­pe rich­tig gut, fin­de ich. Sie bringt al­les span­nend und ver­ständ­lich rü­ber und regt uns an, ak­tiv zu wer­den. Ich bin zu­min­dest ein biss­chen da­bei, mehr fürs Kli­ma zu tun, in­dem ich zum Bei­spiel den Müll rich­tig sor­tie­re, dass die Pap­pe in den Papp­con­tai­ner und das gan­ze Plas­tik in den gel­ben Sack kommt. An die­ser Stel­le ein gro­ßes Dan­ke­schön und Lob an Eva, dass sie die­ses An­ge­bot ermöglicht.