15. Dezember 2025 | Logbuch |
Die Online-Reporter Michaela Senf und Erik Egler nehmen Euch mit auf einen gelungenen Ausflug:
Erik: Letzten Freitag begingen wir, die Mannschaft der Cantina vom Aderluch, unsere diesjährige Weihnachtsfeier. Sie begann mit einem zünftigen Frühstück in der Café-Bäckerei Plentz an der Breite Straße. Von dort ging es mit dem Bus zum Turm-Erlebniscenter, wo wir zunächst die Bowlingbahn unsicher machten.
Michaela: Leider lag ich nach zehn Runden ganz hinten. Aber das macht nichts, denn es geht um unser Team, das ganz viel Spaß hatte. Was die Punkte angeht kam Brigitte Schauer auf den sensationellen Platz 1, Erik auf Platz 2 und Anne auf Platz 3.
Erik: Ich habe, im Gegensatz zu Dir, meine Platzierung vergessen, aber ich weiß noch, dass ich zumindest einen Strike mit doppelter Punktzahl erreichte. Zwei Stunden waren wir auf der Bahn, dann gingen wir Mittagessen, gleich nebenan im Restaurant „Türmchen“. Hier genehmigte ich mir einen Texas-Burger mit BBQ-Sauce und Pommes.
Michaela: Ich wählte knusprige Ente mit Klößchen und Rotkohl in Bratensoße. Die Ente duftete so, als wäre schon jetzt Weihnachten, lecker! Unseren Weihnachtsausflug jedenfalls fand ich sehr gelungen.
Erik: Ja, das haben alle Kolleginnen auch so bestätigt.
11. Dezember 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn berichtet von den Weihnachtsvorbereitungen bei B‑Plus:
Bereits zu Halloween hatten wir Kürbisse und andere Figuren zum Thema aus Gips gefertigt. Leider war ich nicht dabei, dafür aber jetzt, genauer gesagt: letzte Woche Mittwoch!
Die Figuren passten zum gerade aktuellen Thema, und so waren es diesmal unter anderem Weihnachtsbäume und Gnome, die wir nach Lust und Laune anmalten.
Sabrina hatte sie zuvor gebaut, nachdem ich den Gips angerührt und in die Form reingekippt hatte. Zusammen mit einer Überraschung kommen die von uns gestalteten Werke in unsere Weihnachtstüten, die wir mit nach Hause nehmen dürfen. Was das für eine Überraschung ist, verriet uns Sabrina nicht. Mit anderen Worten: Die Spannung bleibt und steigt.
10. Dezember 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Vanessa Verderber berichtet von ihrer Tätigkeit als Frauenbeauftragte:
Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Aus diesem Anlass fuhren die Frauenbeauftragten Andrea Seipelt, Katrin Dewitz und ich mit unseren Unterstützerinnen zum Oranienburger Schloss.
Es waren Teilnehmer der Stadt, der Polizei und von anderen Institutionen dabei. Frau Bonk, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oranienburg, berichtete über aktuelle, erschreckende Fallzahlen der Gewalt an Frauen und Mädchen.
Auf dem Platz vor dem Schloss hissten wir eine Fahne als sichtbares Zeichen gegen diese Gewalt. Dazu erhielten alle ein Blatt Papier mit der Hilfe-Rufnummer 08 000 116 016 in die Hand.
Auch über Gewalt gegen Männer wurde berichtet, im Vergleich zu den Übergriffen an Frauen gibt es hier allerdings nicht so viele Fälle.
Auch wenn das Ganze schwer zu verdauen ist, fühlte mich hier richtig, ansonsten wäre ich als Frauenbeauftragte fehl am Platz. Das Gehörte zu verarbeiten, dauert bei mir etwas länger.
8. Dezember 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Monika Fiedler erinnert sich zurück und hat eine Frage an Dich:
Vor über vierzehn Jahren war ich in Lübben in der Trauma-Klinik. In der Ergo-Therapie fertigte ich ein Brettchen aus Holz mit einem Text an. Neulich beim Aufräumen fiel es mir wieder in die Hände, und ich beschloss: Das kommt nicht auf den Sperrmüll!
Weil es mir etwas bedeutet, arbeitete ich das Brettchen ein wenig auf – und vielleicht spricht es ja auch Dich an. Findest Du Dich in meinen Zeilen wieder? Vielleicht können sie Dir Mut geben.
4. Dezember 2025 | Logbuch |
Die Online-Reporter der Hauptwerkstatt erlebten eine Überraschung
Als wir uns am Mittwoch zur Redaktionssitzung in der Lerninsel einfanden, empfing uns diese in stark veränderter Optik. Unsere augenblicklich einsetzende Recherche ergab: Seit Montag verströmen ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum und der ebenso angetane Ficus Benjamina weihnachtliches Flair der behaglichsten Art.
Auch die „Schuldigen“ waren schnell gefunden. Florian (siehe Foto von Vanessa) wars, zusammen mit vielen weiteren Beschäftigten aus dem Grünteam sowie der Abteilung Rad und Tat des Campus Q. Wie uns Gärtner Philipp verriet, nennt man unseren „Benjamin“ auch Birkenfeige.
Allen Schmückerinnen und Schmückern unser herzlicher Dank für diese nun so weihnachtliche Lerninsel, in der das Arbeiten an unseren Texten gleich noch mehr Spaß macht.
3. Dezember 2025 | Logbuch |
Die Online-Reporter Michael Benter und Frank Nussbücker lauschen den „Vätern des Heiderings (Fortsetzung)
Marcel Teichmann: Zu Baubeginn standen nur das Haus und das Hallenschiff da. Obendrein wurde gerade das gesamte Gebäude nach Bomben abgebohrt. Da blieb kein Stein auf dem anderen, und auch so manche Versorgungsleitung wurde getroffen.
André Kerkow: Wir mussten eine Menge Um- und Ausbauen. Die Kalthalle besaß keine Dämmung, dazu mussten dort auch eine Heizung und neue Fenster eingebaut werden. Wir brauchen einen Fahrstuhl! Sollte er im oder außerhalb des Gebäudes sein? Viele Fragen, auf die wir schnell Antworten finden mussten. Ohne die tatkräftige Hilfe der Beschäftigte und Kollegen, die malerten, Regale aufbauten und weitere Bautätigkeiten übernahmen, wäre der Fertigstellungstermin nicht zu halten gewesen.
Durch gute Kontakte zu unserem Nachbarn Autohaus Lambeck nahmen wir noch während der Bauphase einen Grundstückstausch vor. Wir gaben dem Autohaus etwas von unserem Gelände ab und bekamen im Gegenzug die für uns so wichtige breite Zufahrt zu Firma Friesen. Wie schnell verging die Zeit! All die Visionen umzusetzen, die wir im Kopf hatten, gelang am Ende nur dadurch, weil viele Mitarbeiter und Beschäftigte so fleißig mithalfen.
Marcel Teichmann: Die Woche über unsere Gruppen betreuen, daneben und am Wochenende den Heidering an den Start bringen, das war ein Kraftakt. Wir waren ein Team aus verschiedensten Mitarbeitenden, die nicht immer alle einer Meinung waren, aber ein Ziel verfolgten! Die neue Außenstelle lebte von Anfang an durch eine gewisse Eigenständigkeit, einen ganz eigenen Patriotismus.
André Kerkow: In der Bauphase erfragten wir in mehreren Sitzungen Wünsche der Beschäftigten für das neue Objekt. Ein Zigaretten- und Kaugummiautomat standen ebenso auf der Liste wie ein Angelteich.
Auch was den Namen des neuen Standorts anging, gab es Vorschläge. Viele seelisch beeinträchtigte Beschäftigte wollten nicht mit der Caritas-Werkstatt in Verbindung gebracht werden. Herr Zimmermann, ein ehemaliger Mitarbeiter, fiel schließlich der Name „Faktor C“ ein. Factor steht im lateinischen für Schöpfer oder Gott, das C für die Caritas, OR für Oranienburg.
Es war eine wilde Zeit, und das Ganze ging erstaunlich schnell über die Bühne. Vom Herbst 2007 bis zur Fertigstellung Ende 2009 verstrichen nur gut zwei Jahre. Für den Umbau hatten wir 850.000 Euro eingeplant. Aus diesen wurden 1,1 Millionen, worauf uns unser Geschäftsführer Herr Vollmer die Leviten las. Diese Summe amortisierte sich längst mehrfach.
Marcel Teichmann: Parallel zum Aufbau des Heiderings kündigen wir rechtzeitig die anderen Objekte, eine finanzielle Doppelbelastung durch ungenutzte Mietobjekte und den Heidering galt es zu vermeiden. Am Ende war es eine ziemliche Punktlandung. Die Eröffnungsfeier mit 120 Gästen kam vergleichsweise pompös daher. Der Domprobst von Berlin war ebenso zugegen wie die komplette Leitung der Caritas Berlin.
André Kerkow: Somit hatten wir ein Haus für unsere seelisch beeinträchtigten Beschäftigten, und in der ehemaligen Kalthalle die nun vereinte Demontage mit allem, was dazugehört. Auch Herr Kobers Garten-Gruppe, die zuvor wie die Werkstoff-Trennung im Quelle-Lager saßen, zogen nun an den Heidering.
Auch weiterhin entstand hier eine Menge, schließlich platzte auch der Heidering aus allen Nähten. So mieteten wir 2015 am Aderluch eine weitere Außenstelle an. Diese leitet heute Marcel, und ich ging zurück in die Hauptwerkstatt.
Michael Benter: Vermisst Ihr den Heidering?
André Kerkow: Wenn du sowas mit aufbaust, und wirst nach ein paar Jahren zurückgeholt – Herr Lau musste mich schon stark überzeugen. Loslassen hieß es da für mich, und ich musste akzeptieren, dass jemand anderes es fortan anders macht. Mittlerweile bin ich schon wieder zehn Jahre in der Hauptwerkstatt – und kann die Bedürfnisse und Befindlichkeiten unserer Außenstellen viel besser verstehen als zuvor.
Marcel Teichmann: Wie Väter, die ihre Kinder großwerden sehen, so geht’s uns mit dem Heidering. Du beobachtest ihn weiter, verfolgst sein Geschick, wie Väter nun mal sind!
2. Dezember 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter ließ sich schulen
Sören fragte uns: „Habt Ihr Interesse, am Lehrgang für Arbeitssicherheit teilzunehmen?“ Der fand am 13. und 14. November im Heidering statt, und ich hatte Interesse, genau wie meine Reporter-Kollegin Martina.
Wir erfuhren viele interessante Dinge, zum Beispiel, dass Martina als Shuttle-Fahrerin über unseren Arbeitgeber versichert ist. Fährt sie aber mit ihrem Privatauto zur Arbeit und macht einen Zwischenstopp beim Bäcker, ist das nicht der Fall. Dass wir während der Pause in der Raucherecke nicht versichert sind, wusste ich schon. Dasselbe gilt aber auch für den Gang auf die Toilette – außer, wenn ich die Tür auflasse, aber wer macht das?
Arbeits- und Schutzkleidung darf nicht kaputt, Fluchtwege müssen stets frei, Feuerlöscher gut sichtbar angebracht sein. In Arbeitsräumen darf nicht gegessen werden und keine Mikrowelle oder ähnliches stehen. Wenn ich in Urlaub gehe, soll ich meiner Vertretung zeigen, was sie bei den von mir ausgeführten Tätigkeiten beachten muss. Wir konnten auch Fragen stellen und Ideen einbringen. So schlug ich vor, dass Beschäftigte Warnwesten tragen, wenn sie einen Hubwagen fahren.
Abschließend gingen wir durchs Haus, um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Dazu gehören auch scheinbare Nebensächlichkeiten wie die Ablauf-Daten der Hygienemittel in den Toiletten. Es gab sehr viel Input, am Ende der beiden Tage war ich ganz schön geschafft – und um einiges schlauer als vorher.
26. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporterinnen der Hauptwerkstatt erlebten die Wahl zu unseren Werkstatt-Gremien.
Michaela Senf: Ich fand es einfach toll, mit meiner Kollegin Simone jemanden wählen zu können, den ich ins Herz geschlossen habe. Simone ist immer für uns da, wenn es einem nicht gut geht. Gleich am nächsten Morgen gratulierte ich ihr. Überhaupt finde ich es große Klasse, dass wir die beiden wichtigen Werkstatt-Gremien gewählt haben.
Jule Bußler: Erst wurden die Stimmen zur Wahl des Werkstatt-Rats ausgezählt, dann die für die Frauenbeauftragten. Bei letzterer wurde ich Fünfte. Am Morgen hatte ich noch gedacht, mich wählt gar keiner. Man muss wissen, auf was man sich einlässt, stellt man sich zur Wahl. Auf die Mitglieder beider Gremien warten eine große Verantwortung und jede Menge Arbeit.
Vanessa Verderber: Da hat Jule Recht! Man muss wirklich dabei sein und kann nicht einfach sagen: Ich mach das, weil ich Spaß dran hab – aber lass ich mit deinen Problemen in Ruhe. Ich bin sehr glücklich, dass ich gewählt wurde und nehme mir fest vor, mir bei jedem an mich herangetragenen Problem alle beteiligten Seiten anzuhören. Nur zusammen finden wir die beste Lösung.
Wir danken allen Kandidatinnen und Kandidaten, allen, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten und ganz besonders dem Wahlvorstand, ohne den das alles niemals über die Bühne gegangen wäre.
25. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter und Frank Nussbücker lauschten den „Vätern des Heiderings“ André Kerkow und Marcel Teichmann:
André Kerkow: Ich bin seit 2003 in der Werkstatt. In den Jahren 2003 bis 2006 als Gruppenleiter der Metallverarbeitung zusammen mit meinem Kollegen Rainer Schulz. 2006 wurde ich Bereichsleiter der Wäscherei und der Metallverarbeitung. Ende 2007 bekam ich den Bereich seelisch beeinträchtigter Menschen hinzu, die in der Berliner Straße 60 A ihr Domizil hatten. Diese beiden Gruppen wurde schnell größer, sodass wir 2008 eine weitere Außenstelle hinzumieten mussten. Zusammen mit Herrn Hohberg und weiteren Kollegen bauten wir diese in den hinteren Räumen der Bernauer Straße 100 auf. Nunmehr hatten wir zwei Außenstellen, die aber auch sehr zeitnah aus „allen Nähten platzten“.
Zum zweiten wuchs auch der Metallbereich enorm. Die Demontage, welche für die Firma Friesen im Gewerbepark Nord Lichtmaschinen und Anlasser für PKW zerlegte, arbeitete mittlerweile an drei Standorten.
Marcel Teichmann: Es stellte eine Herausforderung für Leitung und Fachdienste dar, ständig von Standort zu Standort zu springen. Sämtliche Außenstellen mussten mit Mittagessen versorgt werden, dazu transportierten wir täglich tonnenweise Material von Friesen an unsere Standorte und zurück. „Macht dieser logistische Aufwand noch Sinn?“, fragten wir uns. „Besser, wir hätten eine Außenstelle in der Nähe des Gewerbeparks!“
André Kerkow: Aus förderrechtlichen Gründen war es notwendig, das Grundstück nicht zu kaufen, sondern zu mieten. Als erstes fiel uns unser heutiger Standort am Aderluch ins Auge. Aldi zog dort gerade aus, die anderen Mietparteien verblieben vor Ort. Das Gebäude verfügte über eine LKW-Zufahrt, war ebenerdig, die Bushaltestelle vor der Haustür, Friesen wie Quelle-Außenlager in der Nähe. Am Ende sahen wir von der Anmietung aufgrund der vielen anderen Mietparteien ab.
Als zweiter möglicher Standort kam eine ehemalige Netto-Filiale in Eden ins Spiel. Auch dieses Objekt verwarfen wir. Da fiel mir eines Sonntags im Annoncen-Teil des Märkers die in Kürze anstehende Zwangsversteigerung des Grundstücks Heidering 20 ins Auge. Ich kannte es aus meiner vorherigen Berufstätigkeit und dachte sofort: „Das wäre der ganz große Wurf!“
Anderntags erzählte ich Herrn Hohberg und Herrn Lau von meiner Entdeckung. „Herr Kerkow, da fahren wir jetzt hin!“, entschied der Werkstattleiter.
Unterwegs brachte ich den beiden meine Visionen nahe, alles andere sahen sie mit eigenen Augen. Die Versteigerung war in 2 Wochen, das Mindestgebot betrug 390.000 Euro. „Wir müssen mit Caritas-Geschäftsführer Herrn Vollmar sprechen!“, befand Herr Lau und rief diesen umgehend an. Anschließend ließ er mich wissen: „Kommen Sie mit, wir fahren zu Herrn Vollmar nach Berlin! Er ist krank, wir sollen zu ihm nach Hause kommen.“
Helmut Vollmar war seinerzeit unter anderem Geschäftsführer der Caritas-Krankenhilfe, vom Malteserwerk, unser Geschäftsführer der Caritas- Familien- und Jugendhilfe und insgesamt eine Größe in der bundesdeutschen Caritas – ein charismatischer Mann der Tat. Alle erstarrten ehrfurchtsvoll, wenn er den Raum betrat.
Es war ein verregneter Tag, als wir ihn zu Hause besuchten. Krankheitsbedingt im Morgenmantel, lud uns Herr Vollmar zu einer Tasse Tee in sein Erkerzimmer. „Erzählen Sie mal!“, eröffnete er das Gespräch. Herr Lau und Herr Hohberg deuteten auf mich, und ich legte los. Ich zeigte ihm den Artikel im Märker und versuchte ihm die Vision der neuen Außenstelle mit Worten so zu beschreiben, dass er eine Vorstellung bekam. 25 Minuten später erhob sich Herr Vollmar und sagte: „Jungs, das machen wir! Die Caritas-Krankenhilfe kauft das Objekt, und wir vermieten es an euch!“
Später erfuhren wir, ein Mitbewerber wollte ein Autohaus draus machen. Die Caritas behielt aber dank Helmut Vollmars Engagement die Oberhand – und wir kamen zu unserem Wunsch-Objekt Heidering 20. Hier nun sollten sowohl die vereinigte Demontage, als auch der spätere Faktor C ihre Heimat finden. Die Arbeiten konnten beginnen …
25. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn interviewt seine Kollegin Michaela Senf:
Warum hast Du in der Caritas-Werkstatt Oranienburg angefangen?
Weil ich mich in Oranienburg sicher fühle und weil ich hier viele Freunde habe. In der Werkstatt und auch in meiner Wohngruppe gibt es Menschen, die für mich da sind. Hier ist mein Rückzugsraum, in dem es mir gutgeht.
Hast du das schonmal anders erlebt?
Leider ja. Vorher war ich in einem Heim in Bernau, in dem es mir nicht gut ging. Dort wollte ich nur noch raus. Hier kann ich mich auf alle verlassen. Hier ist mein Leben, hier fühle ich mich wohl.
Wie hast Du in der Küche angefangen?
Zuerst arbeitete ich in der Kerzen-Abteilung. Dann machte ich ein Praktikum in der Küche, einen Monat und vier Wochen. Ich blieb, denn in der Küche habe ich viele Freunde und die Arbeit macht mir großen Spaß. Für mich ist der Aderluch das Schönste, was es gibt. Mein Lieblingskollege ist Eric, weil er uns oft zum Lachen bringt.
19. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter auf Tour:
Letzten Freitag fuhr ich mit der RB 12, Niederbarnimer Eisenbahn Richtung Hohenschönhausen, zu meiner Mutter nach Berlin. „Was steht‘n da auf deiner Mütze drauf?“, fragte mich ein Mann, „meinst du das ernst?“
„Ich arbeite bei der Caritas, und das ist unser Slogan!“, erwiderte ich, „Habt ihr sowas auch?“
„Nein, aber der Spruch ist cool!“
Zurück fuhr ich ab Gesundbrunnen mit dem RE6 Richtung Perleberg um 20.15. „Ist hier ein Platz frei?“, fragte ich. Eine Dame mit großer Topfpflanze und viel Gepäck sagte: „Nein!“
Am Karower Kreuz wurde mir schummrig. Ich kam ins Schwitzen und griff zur Wasserflasche. Drei Frauen erkannten meine Lage und sagten: „Hier ist ein Platz frei, du kannst dich hersetzen.“
Wir kamen ins Gespräch, und schließlich fragten sie, auf meine Mütze zeigend: „Ist das ernst gemeint, oder lustig?
„Ich arbeite in der Caritas-Werkstatt am Heidering in der Werbetechnik, und das ist unser Slogan!“, lautete meine Antwort.
„Toll, das finden wir gut!“
Meine Mutti findet das auch gut, ich ließ für sie eine Tasse mit unserem Slogan und einem Foto von mir bedrucken.
17. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Vanessa Verderber berichtet über ein besonderes begleitendes Angebot: In der Hauptwerkstatt gibt es das begleitende Angebot namens Klimaschutzagenten unter der Leitung von Eva-Maria Göbel. Die Klimaschutzagenten setzen sich einmal im Monat zusammen und besprechen Themen zum Klimaschutz. Mal geht es darum, was in den Nachrichten berichtet wird, mal unternehmen wir Ausflüge wie z.B. zum Schlosspark Oranienburg. Auch sprechen wir oft über andere Themen wie die aktuelle Lage in den USA oder die Bürgermeisterwahl in Oranienburg.
Ich bin übrigens eine der Klimaschutzagentinnen und finde das Angebot sehr spannend. Eva leitet die Truppe richtig gut, finde ich. Sie bringt alles spannend und verständlich rüber und regt uns an, aktiv zu werden. Ich bin zumindest ein bisschen dabei, mehr fürs Klima zu tun, indem ich zum Beispiel den Müll richtig sortiere, dass die Pappe in den Pappcontainer und das ganze Plastik in den gelben Sack kommt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön und Lob an Eva, dass sie dieses Angebot ermöglicht.