„Feu­er und Flam­me“ aus ei­ge­ner Produktion

Feu­er und Flam­me“ aus ei­ge­ner Produktion

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn be­rich­tet live von sei­nem Stand beim Osterbasar

Auf un­se­rem Os­ter­ba­sar am Tag der of­fe­nen Tür un­se­rer Ca­ri­tas-Werk­statt habe ich heu­te flei­ßig Ka­mi­n­an­zün­der, Ker­zen und Be­ton-Ker­zen aus un­se­rer Pro­duk­ti­on ver­kauft. Jetzt gibt es noch et­was Mu­sik – ein tol­ler Tag!

Wir hel­fen dem Früh­ling – Ran an die Blumen-Eier!

Wir hel­fen dem Früh­ling – Ran an die Blumen-Eier!

On­line-Re­por­ter Kon­stan­tin Rein­hardt und Ghost­wri­te­rin Chris­ti­na stel­len DAS Früh­lings-Pro­dukt un­se­res För­der­be­reichs vor

Was habt ihr denn da, ist das ein Stein?“, frag­te mich neu­lich Re­por­ter-Kol­le­gin Jule.

Nein, das ist eine Sa­men­bom­be!“, er­wi­der­te mei­ne Ein­zel­fall­hel­fe­rin Christina.

Was issn das?“

Ein Ton-Erde-Ge­misch mit Sa­men drin. Wenn Du das in die Erde legst, sprießt es los, hof­fen wir zumindest.“

Mohn, Korn­blu­me, Son­nen­blu­me, Wi­cke und vie­le An­de­re sind da­bei – al­les In­sek­ten-freund­li­che Pflan­zen. Die meis­ten sind Licht-Kei­mer, die kein Ein­pflan­zen in die Erde be­nö­ti­gen. Die Idee dazu kam von Frau Ro­chow und Frau Witt.

Ich wuss­te gar nicht, dass es so­was gibt!“, ließ uns Re­por­ter-Kol­le­gin Manu wis­sen, „aber am Na­men müs­sen wir noch fei­len, Bom­ben sind nicht gut!“

Ich nahm die Ideen aus un­se­rer „Denk­fa­brik On­line-Re­por­ter“ in mei­ne Grup­pe im FBB mit. Frau Ro­chow und Frau Witt freu­ten sich dar­über, und so liest Du jetzt die­sen Ar­ti­kel über un­se­re Blu­men-Eier. Du siehst, am Na­men ha­ben wir gefeilt.

Und so geht’s: Wir mi­schen ge­sieb­te Erde, Ton­pul­ver und Was­ser, ge­ben die Sa­men hin­ein und for­men Eier dar­aus. Nach dem Trock­nen ma­chen wir die Blu­men-Eier bunt, nach ei­nem Geheimrezept!

Wir bie­ten sie in Herz­form oder als Blu­men-Eier im 6er Pack an. Die Ei­er­kar­tons mal­ten wir in der Grup­pe bunt an. Jede Tüte für die Her­zen ver­schö­ner­te Re­por­ter-Kol­le­gin Va­nes­sa von Hand mit ei­nem sü­ßen Os­ter­ha­sen. Für den Ver­kauf be­kleb­te ich ei­nen Os­ter­korb bunt.

Apro­pos: Wir ver­kau­fen un­se­re Blu­men-Eier auf dem Os­ter­ba­sar der Ca­ri­tas-Werk­statt am 26. März.

Wir auf der INTERTRAFFIC

Wir auf der INTERTRAFFIC

Un­se­re Werk­statt auf der in­ter­na­tio­na­len Bühne

Vom 1. bis 13. März fand in Ams­ter­dam mit der In­tertraf­fic die Fach­mes­se für Mo­bi­li­tät und Ver­kehrs­tech­nik statt. Zu den Aus­stel­lern ge­hör­te un­ser Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner ORAFOL. Mit da­bei auch de­ren in un­se­rem Hau­se ge­fer­tig­te Farb­fä­cher – so­mit war auch die Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg in Ams­ter­dam dabei.

Ich lie­be Rezepte

Ich lie­be Rezepte

On­line-Re­por­te­rin Mi­chae­la Senf in­ter­viewt Erik Egler

Mein Can­ti­na- und Re­por­ter-Kol­le­ge Erik hat schon so man­ches In­ter­view ge­führt. Heu­te dre­he ich den Spieß mal um und in­ter­viewe ihn:

Lie­ber Erik, wo hast Du vor der Ca­ri­tas gearbeitet?

Un­ter an­de­rem ar­bei­te­te ich auf dem Gna­den­hof für Wild­tie­re in Wen­si­cken­dorf oder im Be­rufs­bil­dungs­werk Ober­lin in Pots­dam. Ich weiß noch, dass wir dort zu­sam­men koch­ten, al­ler­dings nicht zum Ver­kauf, son­dern nur für uns.

Was habt ihr denn da so gekocht?

Wir hol­ten uns Re­zep­te aus dem In­ter­net und koch­ten sie nach, zum Bei­spiel Sup­pen oder Nudelgerichte.

Wie hast Du von der Ca­ri­tas-Werk­statt erfahren?

Bei Ober­lin in Pots­dam emp­fah­len sie mir die Werk­statt, und so pro­bier­te ich es aus. Seit­dem bin ich hier.

Und wo ge­fällt es Dir besser?

In der Werk­statt, am Aderluch.

Was macht Dir beim Ko­chen am meis­ten Spaß?

Ich mag es, neue Re­zep­te aus­zu­pro­bie­ren. Hät­te ich ge­nug Zeit, wür­de ich so vie­le Re­zep­te aus dem In­ter­net zie­hen, dass der Rech­ner lang­sam wird. Re­zep­te ge­brau­che ich dazu, mich zu ori­en­tie­ren. Ich füh­le mich dann si­che­rer. Wenn es im Raum ver­brannt riecht, soll­te man das Re­zept je­doch nicht wei­ter be­fol­gen. Und steht da et­was von der Ver­wen­dung gan­zer To­ma­ten, las­se ich die weg. Ich mag To­ma­ten nur in ver­ar­bei­te­ter Form, zum Bei­spiel als Ketchup.

Was ist Dein Lieblingsgericht?

Ich habe ei­gent­lich zwei, La­sa­gne und Schmor­kohl. Letz­te­ren be­rei­te ich zu­hau­se in ei­ner ho­hen Wok-Pfan­ne zu. Den Schmand gebe ich al­ler­dings be­reits beim Ko­chen in die Soße, Vie­le ma­chen den erst hin­ter­her drauf.

Wel­che Ar­beit ge­fällt Dir am Ader­luch am besten?

Am liebs­ten ar­bei­te ich an der Kas­se. Ich mag die Ver­ant­wor­tung und ar­bei­te so prä­zi­se wie mög­lich. Un­se­re Pau­sen sind kurz, und die an­de­ren in der Schlan­ge wol­len auch Zeit ha­ben, zu es­sen. Trotz­dem fra­ge ich auch mal nach, ob‘s noch was sein darf. Wenn ich weiß, dass eine Per­son zum Ku­chen gern ei­nen Ka­kao nimmt, fra­ge ich: „Und dazu ei­nen Kakao?“

Frei­tags ist es meist am stres­sigs­ten, da tre­ten uns die Kun­den qua­si die Tür ein. Vie­le wol­len dann Wie­ner, Spie­gel- oder Rühr­ei. Aber auch das ge­hört dazu.

Win­ter­schlaf ist vorbei

Win­ter­schlaf ist vorbei

On­line-Re­por­te­rin Ma­nue­la Wro­blew­ski be­ob­ach­tet das ak­tu­el­le Trei­ben auf dem Werkstattgelände:

Was ist denn hier los?“, sag­te ich mir vor ein paar Ta­gen beim Blick übers Werk­statt-Ge­län­de. Nach dem Früh­stück ging der För­der­be­reich spa­zie­ren, so­wohl der „Klei­ne“ von Do­reen, als auch der „Gro­ße“ von To­bi­as. Ab 10.15 Uhr herrsch­te auf al­len We­gen re­ges Trei­ben. Das ging die gan­zen Tage so. Zwi­schen 13.00 und 14.00 lief die gro­ße För­der­be­reichs­grup­pe noch­mal los, am Mitt­woch ka­men die Wal­ker dazu. Kla­re Sa­che: Der Win­ter­schlaf ist vor­bei, so­wohl bei den Men­schen, als auch bei den Vögeln.

Die sind näm­lich schon mäch­tig beim Nest­bau­en. Be­son­ders in dem gro­ßen Baum ge­gen­über der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung ist eine Men­ge los. Blau­mei­sen flie­gen hin und her, of­fen­bar woh­nen sie nicht nur un­term Dach, son­dern auch in ei­nem Loch im Baum. Die Krä­hen in­des er­bau­en ihre Ei­gen­hei­me wohl auf des­sen Ast­ga­be­lun­gen. Ab und zu fiel ei­ner ein Stöck­chen aus dem Schna­bel. Wel­ches sind ei­gent­lich die männ­li­chen, wel­ches die weib­li­chen Krä­hen? Kann je­mand hel­fen? Bit­te schreib es in die Kommentare.

Ich weiß nur eins: Auf dem Ge­län­de un­se­rer Ca­ri­tas-Werk­statt ist ge­ra­de jede Men­ge los!

Wie ich mei­ne Fach­kraft ärgere

Wie ich mei­ne Fach­kraft ärgere

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn be­rich­tet live von sei­nem ak­tu­el­len Lieblingsjob

Um un­se­re Ka­mi­n­an­zün­der her­zu­stel­len, be­fül­len wir Tee­beu­tel mit klei­nen Holz­stück­chen und sam­meln die­se in ei­ner Box. An­schlie­ßend tau­chen wir die be­füll­ten Tee­beu­tel in Wachs.

Am gest­ri­gen Don­ners­tag habe ich neun Bo­xen be­füllt und auch die an­ge­fan­ge­ne Box wie­der mit nicht fer­ti­gen Ka­mi­n­an­zün­dern aufgefüllt.

Die habe ich dann al­le­samt ge­taucht, wo­mit ich mei­ne Fach­kraft Frau Bahn so rich­tig „är­ger­te“. Sie kommt näm­lich kaum noch hin­ter­her. So­mit ha­ben wir heu­te zwei Kis­ten Ka­mi­n­an­zün­der fer­tig zum Ver­kauf. Die zäh­len wir jetzt – wol­len wir wet­ten, wie vie­le es dies­mal sind?

Schreib es gern in die Kommentare!

Du bist nicht allein

Du bist nicht allein

Frau­en­be­auf­trag­te Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ei­ner Ver­an­stal­tung am Schlossplatz:

Am 9 März 2026 fand eine be­son­de­re Demo am Ora­ni­en­bur­ger Schloss­platz statt. „Wut trifft Fe­mi­nis­mus“, lau­te­te ihr Mot­to, und sie wand­te sich ge­gen Ge­walt an Frau­en, für Gleich­be­rech­ti­gung und Chancengleichheit.

Um 14:00 Uhr tra­fen wir uns mit Sa­bi­ne Schr­a­der am In­fo­point, von dort aus mar­schier­ten wir los. Am Schloss­platz an­ge­kom­men, las uns Frau Schr­a­der ein paar In­fos vor, die auf ei­ni­gen dort auf­ge­stell­ten Schil­dern stan­den. Frau­en aus Ora­ni­en­burg hat­ten ihre ganz per­sön­li­chen Ge­dan­ken auf­ge­schrie­ben. Es er­schreck­te mich, dass es 2024 in Bran­den­burg 12 do­ku­men­tier­te Fe­mi­zi­de gab.

Um 15:00 Uhr gings los. Zu­erst tanz­ten wir alle zu­sam­men, dann hiel­ten zwei jun­ge Frau­en eine Rede zur Demo. Es ging dar­um, dass wir Frau­en den Mut fin­den, uns zu äu­ßern, wenn wir uns un­ge­recht be­han­delt füh­len oder Ge­walt er­le­ben. Auch die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Frau Bonk brach­te ei­nen Bei­trag. Für mich war es ein wich­ti­ges klei­nes Er­eig­nis, das ich hier mit­er­le­ben durf­te. Wir mach­ten auch ein Grup­pen­bild, wel­ches mei­ner Mei­nung nach ge­lang, aber sieh selbst!

Erst die Ar­beit, dann das Vergnügen

Erst die Ar­beit, dann das Vergnügen

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn war un­ter­wegs am Aderluch

Vor­letz­ten Frei­tag ver­teil­ten wir den Ge­mein­de­brief der Evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de. Rund um den Ader­luch gin­gen wir von Haus zu Haus und war­fen ihn in die Briefkästen.

Pau­se mach­ten wir auf dem gro­ßen Spiel­platz, wo ich ein biss­chen chill­te. Dann gin­gen wir wei­ter zum Al­ters­heim, un­se­rer letz­ten Ver­teil-Sta­ti­on. Un­ter­wegs tra­fen wir den ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ter Ora­ni­en­burgs, mit dem wir ein paar Wor­te wechselten.

Schließ­lich mar­schier­ten wir Rich­tung Ku­chen, sprich zu „Sigi“ Schwarz‘ und Elke Ge­r­eckes Ab­schluss­fei­er in un­se­rer Can­ti­na. Ich aß mei­nen Ku­chen auf der Bank in un­se­rer ro­ten Lounge, wo neu­lich Erik saß, um Sig­rid zu in­ter­view­en. Der Ku­chen war lecker.

Bis Mon­tag!“, ver­ab­schie­de­te ich mich von mei­ner ehe­ma­li­gen Kol­le­gin. Da näm­lich kommt Sig­rid zu uns Mit­tag­essen. Wir freu­en uns darauf.

Die Schrau­ben­zäh­ler und Kis­ten­pa­cker sa­gen danke

Die Schrau­ben­zäh­ler und Kis­ten­pa­cker sa­gen danke

Ein rich­tig coo­ler Typ! Auf­ge­schrie­ben von Mo­ni­ka Fied­ler und den On­line-Re­por­te­rin­nen und Re­por­tern vom Heidering

Bis letz­ten Frei­tag ar­bei­te­te Ru­pert La­ving­ton ei­ni­ge Wo­chen ver­tre­tungs­wei­se als Fach­kraft bei uns in der Zweig­werk­statt Fak­tor C im Ar­beits­be­reich Mon­ta­ge. Ru­pert lebt seit An­fang der sieb­zi­ger Jah­re in Deutsch­land, wird dem­nächst 71 Jah­re jung und kam über eine Zeit­ar­beits­fir­ma zu uns.

An sei­nem letz­ten Tag über­reich­ten wir ihm eine Zim­mer­pflan­ze und auch ei­nen selbst­ge­ba­cke­nen Ku­chen. So­gar an eine Scho­ko­la­de dach­ten wir, da er so ger­ne nascht. Den Ku­chen aßen wir zum Ab­schied ge­mein­sam. Dazu gabs ein selbst ge­stal­te­tes Bild mit ei­ner Brü­cke als Zei­chen für sei­nen wei­te­ren Weg und das fol­gen­de Gedicht:

Mit­te Ja­nu­ar hast Du bei uns begonnen.

Du warst uns al­len wohl­ge­son­nen,

hast uns ge­er­det mit Dei­ner Art,

stan­dest uns täg­lich zur Ver­fü­gung mit Rat und Tat.

Hast Dich nicht ge­scheut, auch mal zu fragen,

wir ha­ben es zu­sam­men getragen.

Du hast mit uns ge­scherzt und gelacht,

selbst das Al­ter hat vor Dir Halt gemacht.

Dan­ke für die schö­ne Zeit!

Du warst im­mer bereit.

Wei­ter­hin viel Er­folg auf Dei­nen Wegen.

Für uns warst Du ein Segen!

Ein Hoch auf un­se­ren „Haus­meis­ter“

Ein Hoch auf un­se­ren „Haus­meis­ter“

Die On­line-Re­por­te­rin­nen und Re­por­ter vom Hei­de­ring wür­di­gen ih­ren Kol­le­gen Ricardo

Kommt er mor­gens in der Werk­statt an, lau­tet sei­ne ers­te Fra­ge: „Was gibt’s zu tun?“ Gut sor­tiert und al­les Er­for­der­li­che am Mann, be­gibt sich Ri­car­do mit hand­werk­li­chem Ge­schick ans Werk.

Je­den Tag prüft er, ob die Sei­fen­spen­der voll sind und im Bad al­les sei­ne Ord­nung hat. Mit of­fe­nen Au­gen geht er durchs Haus und un­se­re Au­ßen­be­rei­che. Bei Wind und Wet­ter sorgt er dort für freie Wege und ein sau­be­res, or­dent­li­ches Um­feld. Ra­sen­mä­her oder Schnee­frä­se, Ri­car­do ver­mag je­des Ge­rät zu be­die­nen und ar­bei­tet äu­ßerst ak­ku­rat. Auch im Ge­bäu­de sorgt er für Si­cher­heit. So dü­bel­te er un­se­re La­ger-Re­ga­le an die Wand, fer­tig­te ein Re­gal in der Wer­be­tech­nik und vie­les mehr.

Akri­bisch küm­mert er sich um Haus und Hof. Fehlt et­was, weiß er so­fort, was ge­braucht wird, dann wird ge­mes­sen, ge­bohrt und ge­dü­belt. Ein be­son­de­rer Hin­gu­cker war sein mo­bi­ler Werk­zeug­schrank. Be­fand sich Ri­car­do im Haus, stand er ne­ben dem Me­di­en­raum be­reit. Da­bei bau­te er be­sag­ten Rol­li-Schrank nur, weil er noch kei­nen Raum hat­te. Mitt­ler­wei­le ist dem nicht mehr so und der Rol­li-Schrank zu­rück-ge­baut. Seit Ri­car­do bei uns ist, ist es viel sau­be­rer hier. Für all das dan­ken wir ihm herzlich.

Bus­ge­spräch über die Caritas-Werkstatt

Bus­ge­spräch über die Caritas-Werkstatt

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter macht Wer­bung in ei­ge­ner Sache:

Ich wohn­te 14 Jah­re lang in der Spren­ger-Ju­gend­hil­fe-Ein­rich­tung Ora­ni­en­burg. Eine Be­treue­rin dort heißt Hei­ke und er­zählt noch im­mer von mir. Manch­mal tref­fe ich die heu­ti­gen Be­woh­ner mei­ner al­ten Wohn­grup­pe „Wir5 plus“ zu­sam­men mit Hei­ke um sie­ben Uhr in der Frü­he im Bus 804. Sie fah­ren zur För­der­schu­le in Sach­sen­hau­sen, ich zur Ar­beit. Als ich da­bei ein­mal mei­ne Ja­cke mit dem Spren­ger-Logo trug, die mir ein Mit­ar­bei­ter ge­schenkt hat­te, sprach mich ei­nes der Kin­der an: „Hast Du auch mal bei uns gewohnt?“

Das habe ich!“, sag­te ich, und wir ka­men ins Ge­spräch. Da­bei er­zähl­te ich dem Jun­gen, dass ich jetzt in der Ca­ri­tas Werk­statt ar­bei­te, in der Ab­tei­lung Werbetechnik.

Was macht ihr denn da so?“, frag­te ein an­de­rer Jun­ge aus der Gruppe.

Ich er­klär­te ihm, dass wir zum Bei­spiel Hal­te­stel­len-Schil­der sau­ber­ma­chen oder neu be­kle­ben, dass wir Au­tos mit Lo­gos und Text be­schrif­ten, Stem­pel her­stel­len oder Kle­be­fo­li­en ver­ar­bei­ten. Das fand der Jun­ge so in­ter­es­sant, dass er in zwei Jah­ren ein Schü­ler-Prak­ti­kum bei uns in der Wer­be­tech­nik ma­chen möchte.

„Ar­bei­tet wei­ter hier!“

Ar­bei­tet wei­ter hier!“

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler im Ge­spräch mit sei­ner lang­jäh­ri­gen Kol­le­gin Sig­rid Schwarz

Schön, dass Du da bist, lie­be Sig­rid. Und vie­len Dank, dass ich Dir hier ein paar Fra­gen stel­len darf. Da fan­ge ich doch gleich mal an: Darf ich fra­gen, wie jung Du bist und was Du vor Dei­ner Zeit in der Werk­statt ge­macht hast?

Ich bin 66 Jah­re jung und be­vor ich her­kam, ar­bei­te­te ich im An­na­gar­ten in der Küche.

Wie lan­ge warst Du ei­gent­lich bei uns in der Caritas-Werkstatt?

Vor 29 Jah­ren fing ich in der Kü­che der Haupt­werk­statt an. Hier am Ader­luch ar­bei­te­te ich in der Haus­wirt­schaft. Ich säu­ber­te die Räu­me und be­rei­te­te das Früh­stück vor, bei­des mach­te mir gro­ßen Spaß.

Mit wem hast Du be­son­ders gern zusammengearbeitet?

Mit al­len aus der Kü­chen- und Haus­wirt­schafts­trup­pe vom Ader­luch. Die Zeit mit mei­nen Kol­le­gen hier mach­te mir viel Freude.

Gibt es et­was, wor­auf Du be­son­ders stolz bist?

Na, dass ich mich mit al­len so gut ver­stan­den habe!

Hast Du in der Werk­statt et­was für Dein Le­ben gelernt?

Das habe ich! So lern­te ich hier, dass ich Pro­ble­me lie­ber mit An­de­ren be­spre­che, statt al­les für mich zu be­hal­ten, in mich rein zu „fres­sen“.

Du gehst nun in den Ru­he­stand. Wie fühlt sich der Ab­schied an und gibt es et­was, dass Du ver­mis­sen wirst?

Auf der ei­nen Sei­te freue ich mich, auf der an­de­ren bin ich trau­rig. Ver­mis­sen wer­de ich Euch und mei­ne Ar­beit hier.

Blei­ben wir beim Po­si­ti­ven – wor­auf freust Du Dich jetzt?

Be­son­ders freue ich mich, nun viel Frei­zeit zu ha­ben. Ich lau­fe sehr gern durch den Stadt­park und lie­be es, im Gar­ten zu ar­bei­ten. Au­ßer­dem bast­le ich gern. Ach ja, ich freue mich auch schon dar­auf, Euch zu besuchen!

Oh, dar­auf freue ich mich auch schon! Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Na, dass ich zu den Fes­ten der Ca­ri­tas-Werk­statt ein­ge­la­den werde!

Möch­test Du uns noch et­was sa­gen oder hast gar ei­nen Rat für uns, die wir wei­ter hier arbeiten?

Ich be­dan­ke mich für die schö­ne Zeit mit euch – und mein Rat ist: Ar­bei­tet wei­ter hier!