21. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Sarah Stoll befragt Kai Hämmerling
Ich finde, Kai ist eine tolle Fachkraft! Es macht mir Spaß, im Bereich Werbemittelfertigung in seiner Gruppe zu arbeiten. So kam ich auf die Idee, ihn zu interviewen. Los geht’s!
Was hast Du vor der Werkstatt gemacht?
Bevor ich hierherkam, arbeitete ich acht Jahre bei unserem Auftraggeber Orafol.
Wann fingst Du hier an?
Das war 2022, also vor mittlerweile vier Jahren.
Wie wurdest Du auf die Werkstatt aufmerksam?
Zwanzig Jahre zuvor hatte ich sie durch meinen Zivildienst kennengelernt. Als ich mich nun beruflich verändern wollte, bewarb ich mich auf eine Stellenanzeige der Werkstatt – und landete in der Werbemittelfertigung.
Was gefällt Dir bei Deiner Arbeit am meisten und welche Aufgabe ist für Dich die Schwierigste?
Am meisten gefällt mir die Arbeit mit den Menschen. Das beinhaltet zugleich eine riesengroße Herausforderung: Es ist schwer, alle gerecht zu behandeln, aber genau darauf kommt es an!
Was sind Deine Hobbys?
Ich war zehn Jahre Handballtrainer einer Jugendmannschaft und beschäftigte mich nebenbei mit dem Fußballverein meiner beiden Söhne, wo ich das eine oder andere Mal als Trainer aushalf. In letzter Zeit bin ich in meinem Handballverein nur noch als Schiri unterwegs. Außerdem gehe ich gern Angeln. Zu unserer Familie gehört außerdem ein Vierbeiner, Boxer-Hündin Elli. Das ist sozusagen auch eines meiner Hobbys, mindestens das!
Stimmt, deshalb wolltest Du ja auch, dass wir hier ein Foto von Elli veröffentlichen. Meine letzte Frage lautet: Gibt es etwas, das Du Dir für die Zukunft wünschst?
Ich wünsche mir, dass wir alle immer ehrlich miteinander umgehen und überhaupt, dass alles gut wird.
21. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Sarah Stoll freut sich auf einen neuen Werkstatt-Kollegen
Till ist neunzehn Jahre alt und mein Kumpel. Er hat Trisomie 21 und kommt ursprünglich aus Berlin. Dort ging er auch zur Schule. Jetzt verändert sich für ihn vieles, denn seine Eltern bauten in Wensickendorf ein Haus, und die ganze Familie zieht gerade dorthin.
Till machte bereits ein Praktikum bei Philipp Focking im Grünteam unseres Berufsbildungsbereichs. Nun freue ich mich darauf, dass er schon bald zu uns in die Caritas-Werkstatt kommt. Für ihn ist dann vieles neu: neue Umgebung, neue Menschen, ein neuer Alltag. Deshalb möchte ich ihm helfen, dass er sich bei uns schnell wohlfühlt.
Ich mag Till so, wie er ist: freundlich und ein guter Mensch. Für mich ist es wichtig, Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Freundschaft bedeutet für mich auch, füreinander da zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen.
Ich freue mich darauf, Till weiter kennenzulernen und mit ihm gemeinsam viele schöne Momente in der Werkstatt zu erleben.
21. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporterinnen aus Hauptwerkstatt und Aderluch erinnern sich an das Johannesfest
Manuela Wroblewski: Aufgrund der Witterung hielt ich mich meistens im Schatten auf. An einem der Versorgungs-Stände mahnte mich ein Kollege: „Esst mehr Obst“!
Vanessa Verderber: Nachdem ich den Leuten am Obstbecher-Stand eine Weile zusah, fragte ich: „Darf ich auch eine Runde schmeißen?“ Also schnappte ich mir eine Kiste, belud sie mit Ananas und Melone und drehte eine Runde. Bis ganz nach hinten zu den Flohmarkt-Leuten verteilte ich die Becher. „Hier ist frisches Obst!“, rief ich, bis ich heiser wurde. Die Leute waren sehr nett und nahmen mir die Bescher gern ab. Anschließend ließ ich mir die Nachos bei Frau Schrader schmecken.
Sarah Stoll: Ich machte dieses Mal beim Flohmarkt mit. Das war sehr schön, viele kauften bei mir und an den anderen Ständen ein.
Michaela Senf: Es war toll, zusammen mit dem Pfarrer und allen anderen Menschen hier zu feiern. Wieder konnten wir beim Karaoke unser Bestes geben, und auch bei der Ehrung unserer Drachenboot-Mannschaften stand ich mit auf der Bühne. Allen Organisatoren und Mitstreitern ein großes Dankeschön.
20. Juli 2026 | Logbuch |
Die Online-Reporterinnen und Reporter des Heiderings befragen ihren Standortleiter Sören Neubert
Lieber Sören, wie wurdest Du auf die Caritas-Werkstatt aufmerksam?
2012 nahm ich eine Auszeit von meinem damaligen Berufsleben. Für ein Jahr ging ich ehrenamtlich an das Caritas-Hospiz in Pankow. Deren Sozialarbeiterin sagte zu mir: „Ich kenne den Leiter der Caritas-Werkstatt in Oranienburg. Wenn Du gern im sozialen Bereich arbeiten möchtest, solltest du mal mit ihm sprechen.“
Daraufhin traf ich mich mit Herrn Lau und absolvierte Januar 2013 ein Praktikum in der Verwaltung der Hauptwerkstatt. Ich fand es so toll, in einem sozialen Unternehmen zu arbeiten, dass ich mich bei der BWB in Berlin als stellvertretender Betriebsleiter bewarb. Ein Jahr arbeitete ich dort und dazu weiterhin ehrenamtlich im Hospiz, als mir Herr Lau eine Stelle in der Caritas-Werkstatt anbot. Seit dem 1. April 2014 bin ich hier.
Du fingst in der Hauptwerkstatt an, was waren dort Deine Aufgaben?
Als Fachkraft im Gruppendienst arbeitete ich in der Werbemittelfertigung. Zugleich versuchte ich, dort verschiedene Arbeitsprozesse anzupassen. Nach einem Jahr übernahm ich als Produktionsleiter den Heidering.
Wolltest Du das so, oder musstest Du dazu überredet werden?
Das wollte ich so. Ich hab es mir abgewohnt, Jobs zu machen, die ich nicht möchte.
Du bist ständig im Haus wie auf dem Gelände und nur selten in Deinem Büro anzutreffen – mischt Du lieber in der Produktion mit, statt zurückgezogen am PC zu arbeiten?
Meine Aufgaben sind sehr vielfältig: in der Produktion mitwirken, Prozesse anpassen, Neues entwickeln und vieles mehr. Mich treiben stets die zu erfüllenden Aufgaben. Das Büro ist mir dazu lediglich Mittel zum Zweck, genau wie Hubwagen und PSA in der Produktion.
Bist Du auch mal in den anderen Zweigwerkstätten tätig?
Ich vertrete Marcel Teichmann am Aderluch, dazu gibt es viele Schnittstellen zu allen Betriebsteilen, sei es durch Gremienarbeit oder Gedankenaustausch.
Welche Deiner Arbeitsaufgaben erfüllt Dich am meisten?
Spaß macht mir all das, was ich sofort oder zügig erledige. Themen, die mir nicht so behagen, bleiben manchmal liegen und hängen dann wie ein Damoklesschwert über mir. Am reizvollsten ist es für mich, zu sehen, wie sich Mitarbeiter, Beschäftigte und das Haus entwickeln. Ich genieße die große Gestaltungsfreiheit, die ich hier habe. Wenn mir etwas gelingt, was dann meine Handschrift trägt, erfüllt mich das natürlich mit Freude, aber am Ende haben es die Beschäftigten und Fachkräfte umgesetzt. Stolz macht mich also auch, wenn andere ebenfalls gern herkommen
Wie kommen die Aufträge für die Zweigewerkstatt Faktor C zustande?
Netzwerkarbeit, Telefonate, Mails – viele Akquise-Wege führen zu neuen Aufträgen. Oft hilft ein Blick ins Branchenbuch: Welche Firmen machen etwas, wobei wir ihnen helfen können. Dort rufe ich dann an und frage: „Wir könnten euch Arbeit abnehmen, habt ihr Interesse?“
Die Firma Friesen beschäftigte seinerzeit fünf Arbeitsgruppen unseres Hauses. Als sie weggingen, musste sich die gesamte Demontage völlig neu aufstellen. Friesen bot zwar jede Menge Arbeit, aber ohne Entwicklungspotential für die Beschäftigten und den Standort. Erst, als sie wegzogen, hatten wir die Möglichkeit, Neues zu etablieren, die Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Beschäftigten und Fachkräfte auszubauen.
Generell höre ich mich überall um und erzähle auch im Freundeskreis von uns, getreu dem Motto: „Wir können alles! Was davon braucht ihr?“ Auf keinen Fall sitze ich passiv im Büro und warte, dass jemand mit einem Auftrag daherkommt.
Gibt es bei Deiner Arbeit Ideen, die Du besonders gern umsetzen möchtest?
In der Produktion besteht ein stetiger Bedarf an Neuem. Oft sitzen wir im erweiterten Leitungskreis zusammen, jeder bringt seine Expertise mit ein. Daraus entstehen Ideen, die dann zu einer gemeinsamen Idee heranwachsen. Es ist toll, ein Teil davon zu sein, das Ganze voranzubringen, andere von dieser Idee zu begeistern. Ich bin kein Eigenbrötler, sondern Teamspieler. Dass ich dabei mitunter vorn im Schussfeld stehe, gehört zu mir als Sören – aber am Ende ist es schön, wenn‘s eine gemeinsame Idee ist und der Erfolg allen zugeschrieben wird, am Ende vor allem unseren Mitarbeitern und Beschäftigten.
Wie stellst Du Dir die Zukunft des Heiderings vor?
Wir leben ja schon in der Zukunft! Möge unser Haus ein strahlendes Vorbild sein, was die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und Beschäftigten betrifft! Andere dürfen gern ein bisschen mit Bewunderung auf uns schauen, wie viel Spaß es allen hier macht! Der Heidering – ein begehrter Standort, an dem man gerne ist und (in unserer Cantina) isst! Die Leute sollen einfach Bock haben, hier im Berufsbildungsbereich zu lernen und dann in einen unserer Arbeitsbereiche zu gehen.
Du lebst den Heidering, bist Familienvater, arbeitest dazu noch immer ehrenamtlich. im Hospiz, wie bekommst Du das alles unter einen Hut?
Da ist schon einiges Aushalten und Zerrissen-Sein dabei. Manchmal hab ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Familie. Das ist ja hier kein Job, bei dem ich um eine bestimmte Uhrzeit sage: „Jetzt ist Feierabend, und morgen nehme ich frei!“ Meine Familie steckt da oft zurück, und mitunter höre ich daheim: „Du bist so viel auf Arbeit, was ist mit uns?“
Andererseits bietet mir mein Job viele Freiheiten. Ich arbeite nicht nach Zeiterfassungsbogen, sondern auf Zielerfüllung. Gut strukturiert, schaffe ich mir an dieser oder jener Stelle Freiräume. Entscheidend ist, dass ich das Ziel erreiche. Welchen Weg ich dazu wähle, kann ich weitgehend selbst gestalten. Ich sage übrigens ganz bewusst „meine Mitarbeiter, meine Beschäftigten“. Damit meine ich nicht, dass ich euch „besitze“, sondern dass ich mich mit allen hier sehr verbunden fühle, genau wie mit diesem unserem Haus.
17. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter erweiterte seinen Radius
Manche von uns fahren aus Schmachtenhagen, Hennigsdorf, Kremmen, Fürstenberg oder Berlin zur Werkstatt. „Das möchte ich auch mal ausprobieren!“, sagte ich mir. Ich besprach mich mit anderen, so mit meiner Reporter-Kollegin Martina. „Probiere es aus, Micha!“, sagte sie, und mein Fachdienst stimmte mir ebenfalls zu.
Ich möchte mich weiterentwickeln und wollte Erfahrungen sammeln, wie es ist, selbständig von meiner Mutti aus Berlin zur Arbeit zu fahren. Nun sah mein Weg in die Caritas Werkstatt so aus: Um 04:31 Uhr mit der Straßenbahn M6 bis S‑Bahnhof Marzahn, von dort 04:49 Uhr mit dem Bus X54 bis S+U Pankow/Granitzstr. Nach 10 Minuten Umsteigezeit nahm ich die S8 bis Birkenwerder, von dort die S1 nach Oranienburg, wo ich um 06:35 ankam. Um 07:00 Uhr fährt der Bus 804, gegen 07:20 Uhr war ich an meinem Arbeitsplatz in der Werbetechnik. Ab Mittwoch probierte ich einen anderen Weg aus.
Obwohl das frühe Aufstehen anstrengend war, zog ich die Woche durch. Ob das eine Dauerlösung wäre, weiß ich nicht. Aber ich habe es geschafft! Nicht nur innerhalb der Werkstatt möchte ich selbständiger werden, sondern auch auf meinem Weg dorthin.
16. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter im Gespräch mit Birgit Kiel
Hallo Michael, vielen Dank, dass du mich heute zu einem Interview eingeladen hast. Ich bin eine begeisterte Leserin eurer Beiträge, die ich sehr interessant, humorvoll und oft auch sehr berührend finde.
Danke zurück, liebe Birgit! Seit wann bist Du in der Caritas-Werkstatt mit dem Angebot Schule tätig?
Tatsächlich bin ich schon seit 2015 mit meinem Bildungsangebot hier tätig, in den ersten vier Jahren nebenberuflich, jeweils freitags.
Hatte die Caritas Dich als Lehrerin gesucht?
Den Kurs „Lesen, Schreiben, Rechnen“ gab es schon vor meiner Zeit hier. Herr Kuhnert, ein engagierter Rentner, bot ihn gemeinsam mit Frau Geißler für interessierte Beschäftigte an. Als er aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, suchte die Caritas-Werkstatt in verschiedenen Bildungseinrichtungen nach Ersatz. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich an der „Regenbogenschule“ in Hennigsdorf, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Die Schulleitung trat eines Tages mit der Frage an mich heran, ob ich mir eine Nebentätigkeit als Lehrkraft in der Caritas–Werkstatt vorstellen könnte. Da ich nun schon seit über 25 Jahren im Schulbereich arbeitete, sah ich das als Herausforderung an. Das Schulamt stimmte unter der Bedingung zu, dass meine Wochenarbeitszeit nicht verändert werden darf, was bedeutete, dass ich meine Freitagsstunden auf die verbleibenden vier Tage verteilen musste. Das war schon hart. Mir gefiel es jedoch von Anfang an in der Werkstatt sehr. Das Betriebsklima und die Arbeit mit Erwachsenen taten mir gut. Mein eigener Slogan lautete: „Ich freue mich auf Freitag“.
Ein Arbeitsunfall, der eine schwere Sprunggelenksfraktur zur Folge hatte, gab 2019 den Anstoß, mich beruflich zu verändern. Noch während der Reha gab ich eine Initiativbewerbung bei der Werkstattleitung ab. Im Nachhinein betrachtet, muss es ein recht bizarres Bild gewesen sein, wie ich mit einem Vacoped–Stiefel am Bein und zwei Gehhilfen geradewegs von der Reha zum Bewerbungsgespräch „humpelte“. Verständlicherweise gab es auch den einen oder anderen Zweifler, der sich erst von meiner Eignung überzeugen musste. Ich bin sehr dankbar, dass man mir das Vertrauen schenkte und ich den Job bekam, den ich bis heute sehr liebe.
Deine Angebote laufen am Dienstag (am Heidering), Mittwoch (Campus Q), Donnerstag (am Heidering) und Freitag (Keramik in der Hauptwerkstatt). Bereitest Du die Aufgaben für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag vor?
Mittlerweile besuchen 96 Beschäftigte meine Kurse und Angebote, davon sind ca. 70 in „Lesen, Schreiben, Rechnen“. Das erfordert schon einiges an Vorbereitung. Da ich in Teilzeit arbeite, beträgt meine Arbeitszeit am Montag nur 2,5 Stunden, die ich im Home Office leiste. Die Wochenvorbereitung findet also bei mir immer montags statt.
Stellst Du dienstags bis donnerstags immer die gleichen Aufgaben, oder hast Du viele verschiedene Aufgaben von leicht bis schwer?
Wie du ja weißt, haben wir Unterricht in Deutsch, Mathematik und Sachkunde. Wir versuchen, die Kurse so zu belegen, dass ein Großteil der Beschäftigten am gleichen Thema arbeiten kann. Das klappt aber nicht immer, denn jeder ist auch als Person anders, das gilt es zu berücksichtigen. Wir haben Schüler, die erst die Buchstaben kennenlernen und andere, die bereits ein Fachabitur in der Tasche haben. Dazwischen ist alles vertreten.
Wenn Du für die Schule Materialien besorgst, bekommst Du da ein Budget von der Werkstatt, oder musst Du das von Deinem Lohn bezahlen?
Ich habe ein festgelegtes Jahresbudget für die Kurse „Lesen, Schreiben, Rechnen“ und „Kreatives Gestalten mit Ton“. Davon werden vorwiegend Verbrauchsmaterialien wie Ton und Glasuren bezahlt. Auch das eine oder andere Arbeitsheft zu verschiedenen Unterrichtsthemen ist dabei. Wie in anderen Bereichen üblich, stelle ich einen Antrag, der von der Werkstattleitung genehmigt werden muss. Ist das der Fall, kann bestellt werden. Ich persönlich bin ein großer Fan von guten Anschauungsmaterialien und Modellen für den Unterricht, die ich gern über den Betzold–Schulverlag bestelle. Diese Materialien bezahle ich natürlich selbst.
Was macht Dir bei der Arbeit hier am meisten Spaß? Und was ist für Dich dabei die größte Herausforderung?
An meiner Arbeit liebe ich besonders die große Vielfalt. Mir ist grundsätzlich jeder willkommen, der etwas lernen will. Das ist gleichzeitig auch die größte Herausforderung. Herauszufinden, wo jemand „steht“, ihn dort „abholen“ und darauf aufzubauen, darin besteht meine Aufgabe. Das macht mir Spaß und fordert mich enorm.
Wie schaffst Du es, dass Du alles allein hinbekommst?
Ich glaube, wenn man etwas gern tut, denkt man nicht so sehr darüber nach, ob alles zu schaffen ist. Ich bin ein sehr organisierter Mensch und baue mir stets mein eigenes System auf. Das ist bei meiner Tätigkeit hilfreich. Ich muss aber auch nicht alles allein hinbekommen. Es ist ein Geben und Nehmen zwischen meinen Schülern und mir. Ich sehe uns als Team, als Lernende auf beiden Seiten. Für viele unserer Beschäftigten hat das Thema „Schule“ eine negative Seite und wird mit zahlreichen Misserfolgen in Verbindung gebracht. Hier den Druck zu nehmen, immer alles können zu müssen, wieder das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Freude am Lernen zu fördern, darin sehe ich meine größte Aufgabe. Wenn das gelingt, hat es sich gelohnt.
Ich finde es schade, dass es für Dich keine Vertretung gibt. Das würde ich mir wünschen. Ich lerne bei Dir jede Woche etwas Neues!
Das freut mich.
15. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Monika Fiedler über die Kniffligkeit des täglichen Miteinanders
Manchmal würde ich gern beißen, meinem Gegenüber direkt ins Bein!
Aber ich bin ja nett.
Manchmal würde ich gern Papiere zerreißen!
Aber ich bin ja nett.
Manchmal würde ich meinem Gegenüber einen Blumentopf an den Kopf schmeißen!
Aber ich bin ja nett.
Stattdessen sind die Tränen mein Ventil.
Ich vergieße davon sehr viel.
Von letzter Nacht ist morgens mein Kopfkissen immer noch nass.
Mein Problem gab mir den Anlass.
Wem geht es manchmal auch so wie mir?
14. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Konstantin Reinhardt besucht ein besonderes Fortbildungs-Angebot
Vorletzten Montag waren wir im Eva Göbel in der Natur. Ihr Angebot aus unserem Fortbildungsprogramm heißt „Wir erkunden die Natur“. Auf dem Gelände der Hauptwerkstatt suchten, fanden und bestimmten wir verschiedene Pflanzen.
Zum Einstieg gab es eine Obstpause. Außerdem standen verschiedene Gläser mit Kräutern auf dem Tisch. Eva wollte von uns wissen, wie sie heißen. Ich erkannte zum Beispiel Minze, Zitronenmelisse und Thymian.
Unterwegs trafen wir viele Bekannte, guckten uns die hier wachsenden Blumen an und genossen ihre Düfte. Unter anderem fanden wir Butterblume, Löwenzahn (Pusteblume) oder Bibernell-Rose. Die nannte ich Mondklecks, weil ihre Blüten so aussehen.
Es war sehr schön! Als nächstes besuchen wir den Tierpark Germendorf und gucken mal, was dort so alles wächst. Ich bin dabei und freue mich schon drauf.
13. Juli 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Ina Krause befragt Fachkraft Ralf Dräger
Ich finde Ralf nett und klug. Er kann sehr gut mit Menschen umgehen und ist sehr erfahren darin. Als ich in der Werkstatt anfing, half er mir sehr. Ralf hatte viel Geduld mit mir. Generell behandelt er uns so, dass es uns gut geht, denn er ist sehr achtsam, ein cooler Gruppenleiter, sanft und mutig! Und nun stelle ich ihm ein paar Fragen:
Wie lange bist Du in der Caritas-Werkstatt?
Ich bin seit 20 Jahren hier.
Was hast Du vorher gearbeitet?
Vorher war ich unter anderem als Ergotherapeut tätig.
Wie hast du von der Werkstatt gehört
Ich arbeitete in Hameln in Niedersachsen im Weserbergland und erfuhr aus der Zeitung, dass in der Caritas-Werkstatt Mitarbeiter gesucht werden. Das sprach mich an. Ich bewarb mich – und wurde genommen.
Was sind deine Hobbys, was machst Du in Deiner Freizeit?
Sehr gern genieße ich die Kultur, gehe ins Theater oder ins Museum und höre Musik. Außerdem habe ich einen Hund, mit dem gehe ich täglich raus. Weil ich auch sonst viel in der Natur bin, habe ich einen großen Garten.
Möchtest du noch lange in der Caritas bleiben?
Bis zu meiner Rente möchte ich hier arbeiten.
Das finde ich gut. Ich freue mich, dass Du hier bist!
8. Juli 2026 | Logbuch |
Die Online-Reporterinnen vom Heidering lassen das Johannesfest Revue passieren
Zum großen Festprogramm gehörten auch die Ehrungen unserer Fußballmannschaft und unserer Drachenbootfahrer. Zu letzteren zähl unser Kollege Steve, der uns wissen ließ: „Es war für mich das erste Mal, dass ich da oben, vor so vielen Leuten stand. Ich hatte ordentlich Lampenfieber, aber dann fand ich es gut.“
Nicht nur Steve fielen die neuen Essen-Stände auf, vor allem Chinapfanne und Currywurst kamen in jedem Fall gut an. Vor allem war es sehr warm. Viele von uns suchten und fanden etwas Schatten unter Baumkronen und Pavillon-Dächern.
Und noch etwas fiel Steve auf: „Ich freute mich über den Dank von der Bühne an uns vom Shuttle-Team. Aber auch und gerade den Cantina-Teams gebührt großer Dank, dass sie uns jeden Tag mit Essen und Trinken versorgen.“ Die Caritas-Werkstatt, das sind eben wir alle.
26. Mai 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Sarah Stoll stellt sich vor
Ich bin 33 Jahre und arbeite seit dem 1. September 2019 in der Caritas-Werkstatt Oranienburg. Zuerst war ich bei Ferdinand Simon im Metallbereich. Dann wollte ich etwas anderes ausprobieren und machte ein Praktikum in der Cantina der Hauptwerkstatt. Dort stellte ich aber fest, dass das nicht so meins ist. Danach ging ich zu B.PLUS, in die Gruppe von Silke Trojan. Mit ihr verstand ich mich sehr gut, ich hatte dort viele Freunde und die Arbeit machte mir Spaß.
Von dort wechselte ich mit B.PLUS in den Aderluch, weil es in der Hauptwerkstatt so unruhig war. Am Aderluch packten wir Zuckerwattestäbchen und Päckchen. Das gefiel mir auch gut, aber leider hatten wir zu wenig Arbeit und mir wurde dann schnell langweilig. Deshalb wechselte ich nun wieder in die Hauptwerkstatt. Zurzeit arbeite ich in der Werbemittelfertigung bei Kai Hämmeling. Der ist voll cool, ich fand auch hier Freunde und weiß mit Andrea Bloch eine sehr liebe Fachkraft in meiner Nähe. Wenn ich Probleme habe, kann ich mit ihr darüber reden. Hier möchte ich bleiben.
22. Mai 2026 | Logbuch |
Die Online-Reporterinnen und Reporter von Hauptwerkstatt und Aderluch erlebten den Zauber der Handpan
Zu unserem vorletzten Redaktionstreffen brachte uns Reporter-Kollege Konstantin seine Fachkraft Doreen Witt mit. Vor drei Jahren hatte es Doreen erwischt. Sie erlag dem Zauber eines besonderen Musikinstruments, der Handpan: „Meine Begeisterung schwappte in meine Arbeit im Förderbereich rüber und ich brachte mein Instrument zunächst in unserer Entspannungsrunde zum Einsatz.“ Ihre Beschäftigten waren begeistert, das sprach sich herum. Zusammen mit ihrer Kollegin Carmen Preuß entspannte sie bei den letztjährigen Gesundheitstagen Beschäftigte aller drei Werkstatt-Standorte. Nun besuchte sie uns – und so erlebten wir das Ganze:
Erik: Ich fand dieses Instrument sehr schön beruhigend. Die Klänge der Handpan wirkten angenehm entspannend.
Lara: Beim Zuhören baut man Stress ab. Ich konnte dabei herrlich runterfahren und war anschließend nicht mehr so müde wie vorher.
Michaela: Wenn man sich schlapp fühlt, kann man hier neue Energie tanken. Ein tolles Gefühl, es auszuprobieren! Dieses Erlebnis sollte auch anderen Beschäftigten und Fachkräften ermöglicht werden.
Marco: Die Handpan ist nicht nur zum Spielen da, sondern auch zum Stressabbau für Körper, Geist und Seele.
Sarah: Toll fand ich, dass wir das Instrument ausprobieren durften!
Vanessa: Ich bin sprachlos, so schön war es!
Nun wünschen wir allen ein frohes Pfingstfest.