26. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn berichtet live von seinem Stand beim Osterbasar
Auf unserem Osterbasar am Tag der offenen Tür unserer Caritas-Werkstatt habe ich heute fleißig Kaminanzünder, Kerzen und Beton-Kerzen aus unserer Produktion verkauft. Jetzt gibt es noch etwas Musik – ein toller Tag!
25. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Konstantin Reinhardt und Ghostwriterin Christina stellen DAS Frühlings-Produkt unseres Förderbereichs vor
„Was habt ihr denn da, ist das ein Stein?“, fragte mich neulich Reporter-Kollegin Jule.
„Nein, das ist eine Samenbombe!“, erwiderte meine Einzelfallhelferin Christina.
„Was issn das?“
„Ein Ton-Erde-Gemisch mit Samen drin. Wenn Du das in die Erde legst, sprießt es los, hoffen wir zumindest.“
Mohn, Kornblume, Sonnenblume, Wicke und viele Andere sind dabei – alles Insekten-freundliche Pflanzen. Die meisten sind Licht-Keimer, die kein Einpflanzen in die Erde benötigen. Die Idee dazu kam von Frau Rochow und Frau Witt.
„Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt!“, ließ uns Reporter-Kollegin Manu wissen, „aber am Namen müssen wir noch feilen, Bomben sind nicht gut!“
Ich nahm die Ideen aus unserer „Denkfabrik Online-Reporter“ in meine Gruppe im FBB mit. Frau Rochow und Frau Witt freuten sich darüber, und so liest Du jetzt diesen Artikel über unsere Blumen-Eier. Du siehst, am Namen haben wir gefeilt.
Und so geht’s: Wir mischen gesiebte Erde, Tonpulver und Wasser, geben die Samen hinein und formen Eier daraus. Nach dem Trocknen machen wir die Blumen-Eier bunt, nach einem Geheimrezept!
Wir bieten sie in Herzform oder als Blumen-Eier im 6er Pack an. Die Eierkartons malten wir in der Gruppe bunt an. Jede Tüte für die Herzen verschönerte Reporter-Kollegin Vanessa von Hand mit einem süßen Osterhasen. Für den Verkauf beklebte ich einen Osterkorb bunt.
Apropos: Wir verkaufen unsere Blumen-Eier auf dem Osterbasar der Caritas-Werkstatt am 26. März.
23. März 2026 | Logbuch |
Unsere Werkstatt auf der internationalen Bühne
Vom 1. bis 13. März fand in Amsterdam mit der Intertraffic die Fachmesse für Mobilität und Verkehrstechnik statt. Zu den Ausstellern gehörte unser Kooperationspartner ORAFOL. Mit dabei auch deren in unserem Hause gefertigte Farbfächer – somit war auch die Caritas-Werkstatt St. Johannesberg in Amsterdam dabei.
19. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Michaela Senf interviewt Erik Egler
Mein Cantina- und Reporter-Kollege Erik hat schon so manches Interview geführt. Heute drehe ich den Spieß mal um und interviewe ihn:
Lieber Erik, wo hast Du vor der Caritas gearbeitet?
Unter anderem arbeitete ich auf dem Gnadenhof für Wildtiere in Wensickendorf oder im Berufsbildungswerk Oberlin in Potsdam. Ich weiß noch, dass wir dort zusammen kochten, allerdings nicht zum Verkauf, sondern nur für uns.
Was habt ihr denn da so gekocht?
Wir holten uns Rezepte aus dem Internet und kochten sie nach, zum Beispiel Suppen oder Nudelgerichte.
Wie hast Du von der Caritas-Werkstatt erfahren?
Bei Oberlin in Potsdam empfahlen sie mir die Werkstatt, und so probierte ich es aus. Seitdem bin ich hier.
Und wo gefällt es Dir besser?
In der Werkstatt, am Aderluch.
Was macht Dir beim Kochen am meisten Spaß?
Ich mag es, neue Rezepte auszuprobieren. Hätte ich genug Zeit, würde ich so viele Rezepte aus dem Internet ziehen, dass der Rechner langsam wird. Rezepte gebrauche ich dazu, mich zu orientieren. Ich fühle mich dann sicherer. Wenn es im Raum verbrannt riecht, sollte man das Rezept jedoch nicht weiter befolgen. Und steht da etwas von der Verwendung ganzer Tomaten, lasse ich die weg. Ich mag Tomaten nur in verarbeiteter Form, zum Beispiel als Ketchup.
Was ist Dein Lieblingsgericht?
Ich habe eigentlich zwei, Lasagne und Schmorkohl. Letzteren bereite ich zuhause in einer hohen Wok-Pfanne zu. Den Schmand gebe ich allerdings bereits beim Kochen in die Soße, Viele machen den erst hinterher drauf.
Welche Arbeit gefällt Dir am Aderluch am besten?
Am liebsten arbeite ich an der Kasse. Ich mag die Verantwortung und arbeite so präzise wie möglich. Unsere Pausen sind kurz, und die anderen in der Schlange wollen auch Zeit haben, zu essen. Trotzdem frage ich auch mal nach, ob‘s noch was sein darf. Wenn ich weiß, dass eine Person zum Kuchen gern einen Kakao nimmt, frage ich: „Und dazu einen Kakao?“
Freitags ist es meist am stressigsten, da treten uns die Kunden quasi die Tür ein. Viele wollen dann Wiener, Spiegel- oder Rührei. Aber auch das gehört dazu.
16. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporterin Manuela Wroblewski beobachtet das aktuelle Treiben auf dem Werkstattgelände:
„Was ist denn hier los?“, sagte ich mir vor ein paar Tagen beim Blick übers Werkstatt-Gelände. Nach dem Frühstück ging der Förderbereich spazieren, sowohl der „Kleine“ von Doreen, als auch der „Große“ von Tobias. Ab 10.15 Uhr herrschte auf allen Wegen reges Treiben. Das ging die ganzen Tage so. Zwischen 13.00 und 14.00 lief die große Förderbereichsgruppe nochmal los, am Mittwoch kamen die Walker dazu. Klare Sache: Der Winterschlaf ist vorbei, sowohl bei den Menschen, als auch bei den Vögeln.
Die sind nämlich schon mächtig beim Nestbauen. Besonders in dem großen Baum gegenüber der Werbemittelfertigung ist eine Menge los. Blaumeisen fliegen hin und her, offenbar wohnen sie nicht nur unterm Dach, sondern auch in einem Loch im Baum. Die Krähen indes erbauen ihre Eigenheime wohl auf dessen Astgabelungen. Ab und zu fiel einer ein Stöckchen aus dem Schnabel. Welches sind eigentlich die männlichen, welches die weiblichen Krähen? Kann jemand helfen? Bitte schreib es in die Kommentare.
Ich weiß nur eins: Auf dem Gelände unserer Caritas-Werkstatt ist gerade jede Menge los!
13. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn berichtet live von seinem aktuellen Lieblingsjob
Um unsere Kaminanzünder herzustellen, befüllen wir Teebeutel mit kleinen Holzstückchen und sammeln diese in einer Box. Anschließend tauchen wir die befüllten Teebeutel in Wachs.
Am gestrigen Donnerstag habe ich neun Boxen befüllt und auch die angefangene Box wieder mit nicht fertigen Kaminanzündern aufgefüllt.
Die habe ich dann allesamt getaucht, womit ich meine Fachkraft Frau Bahn so richtig „ärgerte“. Sie kommt nämlich kaum noch hinterher. Somit haben wir heute zwei Kisten Kaminanzünder fertig zum Verkauf. Die zählen wir jetzt – wollen wir wetten, wie viele es diesmal sind?
Schreib es gern in die Kommentare!
11. März 2026 | Logbuch |
Frauenbeauftragte Vanessa Verderber berichtet von einer Veranstaltung am Schlossplatz:
Am 9 März 2026 fand eine besondere Demo am Oranienburger Schlossplatz statt. „Wut trifft Feminismus“, lautete ihr Motto, und sie wandte sich gegen Gewalt an Frauen, für Gleichberechtigung und Chancengleichheit.
Um 14:00 Uhr trafen wir uns mit Sabine Schrader am Infopoint, von dort aus marschierten wir los. Am Schlossplatz angekommen, las uns Frau Schrader ein paar Infos vor, die auf einigen dort aufgestellten Schildern standen. Frauen aus Oranienburg hatten ihre ganz persönlichen Gedanken aufgeschrieben. Es erschreckte mich, dass es 2024 in Brandenburg 12 dokumentierte Femizide gab.
Um 15:00 Uhr gings los. Zuerst tanzten wir alle zusammen, dann hielten zwei junge Frauen eine Rede zur Demo. Es ging darum, dass wir Frauen den Mut finden, uns zu äußern, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen oder Gewalt erleben. Auch die Gleichstellungsbeauftragte Frau Bonk brachte einen Beitrag. Für mich war es ein wichtiges kleines Ereignis, das ich hier miterleben durfte. Wir machten auch ein Gruppenbild, welches meiner Meinung nach gelang, aber sieh selbst!
9. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn war unterwegs am Aderluch
Vorletzten Freitag verteilten wir den Gemeindebrief der Evangelischen Kirchgemeinde. Rund um den Aderluch gingen wir von Haus zu Haus und warfen ihn in die Briefkästen.
Pause machten wir auf dem großen Spielplatz, wo ich ein bisschen chillte. Dann gingen wir weiter zum Altersheim, unserer letzten Verteil-Station. Unterwegs trafen wir den ehemaligen Bürgermeister Oranienburgs, mit dem wir ein paar Worte wechselten.
Schließlich marschierten wir Richtung Kuchen, sprich zu „Sigi“ Schwarz‘ und Elke Gereckes Abschlussfeier in unserer Cantina. Ich aß meinen Kuchen auf der Bank in unserer roten Lounge, wo neulich Erik saß, um Sigrid zu interviewen. Der Kuchen war lecker.
„Bis Montag!“, verabschiedete ich mich von meiner ehemaligen Kollegin. Da nämlich kommt Sigrid zu uns Mittagessen. Wir freuen uns darauf.
5. März 2026 | Logbuch |
Ein richtig cooler Typ! Aufgeschrieben von Monika Fiedler und den Online-Reporterinnen und Reportern vom Heidering
Bis letzten Freitag arbeitete Rupert Lavington einige Wochen vertretungsweise als Fachkraft bei uns in der Zweigwerkstatt Faktor C im Arbeitsbereich Montage. Rupert lebt seit Anfang der siebziger Jahre in Deutschland, wird demnächst 71 Jahre jung und kam über eine Zeitarbeitsfirma zu uns.
An seinem letzten Tag überreichten wir ihm eine Zimmerpflanze und auch einen selbstgebackenen Kuchen. Sogar an eine Schokolade dachten wir, da er so gerne nascht. Den Kuchen aßen wir zum Abschied gemeinsam. Dazu gabs ein selbst gestaltetes Bild mit einer Brücke als Zeichen für seinen weiteren Weg und das folgende Gedicht:
Mitte Januar hast Du bei uns begonnen.
Du warst uns allen wohlgesonnen,
hast uns geerdet mit Deiner Art,
standest uns täglich zur Verfügung mit Rat und Tat.
Hast Dich nicht gescheut, auch mal zu fragen,
wir haben es zusammen getragen.
Du hast mit uns gescherzt und gelacht,
selbst das Alter hat vor Dir Halt gemacht.
Danke für die schöne Zeit!
Du warst immer bereit.
Weiterhin viel Erfolg auf Deinen Wegen.
Für uns warst Du ein Segen!
3. März 2026 | Logbuch |
Die Online-Reporterinnen und Reporter vom Heidering würdigen ihren Kollegen Ricardo
Kommt er morgens in der Werkstatt an, lautet seine erste Frage: „Was gibt’s zu tun?“ Gut sortiert und alles Erforderliche am Mann, begibt sich Ricardo mit handwerklichem Geschick ans Werk.
Jeden Tag prüft er, ob die Seifenspender voll sind und im Bad alles seine Ordnung hat. Mit offenen Augen geht er durchs Haus und unsere Außenbereiche. Bei Wind und Wetter sorgt er dort für freie Wege und ein sauberes, ordentliches Umfeld. Rasenmäher oder Schneefräse, Ricardo vermag jedes Gerät zu bedienen und arbeitet äußerst akkurat. Auch im Gebäude sorgt er für Sicherheit. So dübelte er unsere Lager-Regale an die Wand, fertigte ein Regal in der Werbetechnik und vieles mehr.
Akribisch kümmert er sich um Haus und Hof. Fehlt etwas, weiß er sofort, was gebraucht wird, dann wird gemessen, gebohrt und gedübelt. Ein besonderer Hingucker war sein mobiler Werkzeugschrank. Befand sich Ricardo im Haus, stand er neben dem Medienraum bereit. Dabei baute er besagten Rolli-Schrank nur, weil er noch keinen Raum hatte. Mittlerweile ist dem nicht mehr so und der Rolli-Schrank zurück-gebaut. Seit Ricardo bei uns ist, ist es viel sauberer hier. Für all das danken wir ihm herzlich.
2. März 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter macht Werbung in eigener Sache:
Ich wohnte 14 Jahre lang in der Sprenger-Jugendhilfe-Einrichtung Oranienburg. Eine Betreuerin dort heißt Heike und erzählt noch immer von mir. Manchmal treffe ich die heutigen Bewohner meiner alten Wohngruppe „Wir5 plus“ zusammen mit Heike um sieben Uhr in der Frühe im Bus 804. Sie fahren zur Förderschule in Sachsenhausen, ich zur Arbeit. Als ich dabei einmal meine Jacke mit dem Sprenger-Logo trug, die mir ein Mitarbeiter geschenkt hatte, sprach mich eines der Kinder an: „Hast Du auch mal bei uns gewohnt?“
„Das habe ich!“, sagte ich, und wir kamen ins Gespräch. Dabei erzählte ich dem Jungen, dass ich jetzt in der Caritas Werkstatt arbeite, in der Abteilung Werbetechnik.
„Was macht ihr denn da so?“, fragte ein anderer Junge aus der Gruppe.
Ich erklärte ihm, dass wir zum Beispiel Haltestellen-Schilder saubermachen oder neu bekleben, dass wir Autos mit Logos und Text beschriften, Stempel herstellen oder Klebefolien verarbeiten. Das fand der Junge so interessant, dass er in zwei Jahren ein Schüler-Praktikum bei uns in der Werbetechnik machen möchte.
26. Februar 2026 | Logbuch |
Online-Reporter Erik Egler im Gespräch mit seiner langjährigen Kollegin Sigrid Schwarz
Schön, dass Du da bist, liebe Sigrid. Und vielen Dank, dass ich Dir hier ein paar Fragen stellen darf. Da fange ich doch gleich mal an: Darf ich fragen, wie jung Du bist und was Du vor Deiner Zeit in der Werkstatt gemacht hast?
Ich bin 66 Jahre jung und bevor ich herkam, arbeitete ich im Annagarten in der Küche.
Wie lange warst Du eigentlich bei uns in der Caritas-Werkstatt?
Vor 29 Jahren fing ich in der Küche der Hauptwerkstatt an. Hier am Aderluch arbeitete ich in der Hauswirtschaft. Ich säuberte die Räume und bereitete das Frühstück vor, beides machte mir großen Spaß.
Mit wem hast Du besonders gern zusammengearbeitet?
Mit allen aus der Küchen- und Hauswirtschaftstruppe vom Aderluch. Die Zeit mit meinen Kollegen hier machte mir viel Freude.
Gibt es etwas, worauf Du besonders stolz bist?
Na, dass ich mich mit allen so gut verstanden habe!
Hast Du in der Werkstatt etwas für Dein Leben gelernt?
Das habe ich! So lernte ich hier, dass ich Probleme lieber mit Anderen bespreche, statt alles für mich zu behalten, in mich rein zu „fressen“.
Du gehst nun in den Ruhestand. Wie fühlt sich der Abschied an und gibt es etwas, dass Du vermissen wirst?
Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen bin ich traurig. Vermissen werde ich Euch und meine Arbeit hier.
Bleiben wir beim Positiven – worauf freust Du Dich jetzt?
Besonders freue ich mich, nun viel Freizeit zu haben. Ich laufe sehr gern durch den Stadtpark und liebe es, im Garten zu arbeiten. Außerdem bastle ich gern. Ach ja, ich freue mich auch schon darauf, Euch zu besuchen!
Oh, darauf freue ich mich auch schon! Was wünscht Du Dir für die Zukunft?
Na, dass ich zu den Festen der Caritas-Werkstatt eingeladen werde!
Möchtest Du uns noch etwas sagen oder hast gar einen Rat für uns, die wir weiter hier arbeiten?
Ich bedanke mich für die schöne Zeit mit euch – und mein Rat ist: Arbeitet weiter hier!