„Da fah­ren wir mal hin!“ Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring, Teil 3

„Da fah­ren wir mal hin!“ Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring, Teil 3

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter und Frank Nuss­bü­cker lausch­ten den „Vä­tern des Hei­de­rings“ An­dré Ker­kow und Mar­cel Teichmann:

An­dré Ker­kow: Ich bin seit 2003 in der Werk­statt. In den Jah­ren 2003 bis 2006 als Grup­pen­lei­ter der Me­tall­ver­ar­bei­tung zu­sam­men mit mei­nem Kol­le­gen Rai­ner Schulz. 2006 wur­de ich Be­reichs­lei­ter der Wä­sche­rei und der Me­tall­ver­ar­bei­tung. Ende 2007 be­kam ich den Be­reich see­lisch be­ein­träch­tig­ter Men­schen hin­zu, die in der Ber­li­ner Stra­ße 60 A ihr Do­mi­zil hat­ten. Die­se bei­den Grup­pen wur­de schnell grö­ßer, so­dass wir 2008 eine wei­te­re Au­ßen­stel­le hin­zu­mie­ten muss­ten. Zu­sam­men mit Herrn Hoh­berg und wei­te­ren Kol­le­gen bau­ten wir die­se in den hin­te­ren Räu­men der Ber­nau­er Stra­ße 100 auf. Nun­mehr hat­ten wir zwei Au­ßen­stel­len, die aber auch sehr zeit­nah aus „al­len Näh­ten platzten“.

Zum zwei­ten wuchs auch der Me­tall­be­reich enorm. Die De­mon­ta­ge, wel­che für die Fir­ma Frie­sen im Ge­wer­be­park Nord Licht­ma­schi­nen und An­las­ser für PKW zer­leg­te, ar­bei­te­te mitt­ler­wei­le an drei Standorten.

Mar­cel Teich­mann: Es stell­te eine Her­aus­for­de­rung für Lei­tung und Fach­diens­te dar, stän­dig von Stand­ort zu Stand­ort zu sprin­gen. Sämt­li­che Au­ßen­stel­len muss­ten mit Mit­tag­essen ver­sorgt wer­den, dazu trans­por­tier­ten wir täg­lich ton­nen­wei­se Ma­te­ri­al von Frie­sen an un­se­re Stand­or­te und zu­rück. „Macht die­ser lo­gis­ti­sche Auf­wand noch Sinn?“, frag­ten wir uns. „Bes­ser, wir hät­ten eine Au­ßen­stel­le in der Nähe des Gewerbeparks!“

An­dré Ker­kow: Aus för­der­recht­li­chen Grün­den war es not­wen­dig, das Grund­stück nicht zu kau­fen, son­dern zu mie­ten. Als ers­tes fiel uns un­ser heu­ti­ger Stand­ort am Ader­luch ins Auge. Aldi zog dort ge­ra­de aus, die an­de­ren Miet­par­tei­en ver­blie­ben vor Ort. Das Ge­bäu­de ver­füg­te über eine LKW-Zu­fahrt, war eben­erdig, die Bus­hal­te­stel­le vor der Haus­tür, Frie­sen wie Quel­le-Au­ßen­la­ger in der Nähe. Am Ende sa­hen wir von der An­mie­tung auf­grund der vie­len an­de­ren Miet­par­tei­en ab.

Als zwei­ter mög­li­cher Stand­ort kam eine ehe­ma­li­ge Net­to-Fi­lia­le in Eden ins Spiel. Auch die­ses Ob­jekt ver­war­fen wir. Da fiel mir ei­nes Sonn­tags im An­non­cen-Teil des Mär­kers die in Kür­ze an­ste­hen­de Zwangs­ver­stei­ge­rung des Grund­stücks Hei­de­ring 20 ins Auge. Ich kann­te es aus mei­ner vor­he­ri­gen Be­rufs­tä­tig­keit und dach­te so­fort: „Das wäre der ganz gro­ße Wurf!“

An­dern­tags er­zähl­te ich Herrn Hoh­berg und Herrn Lau von mei­ner Ent­de­ckung. „Herr Ker­kow, da fah­ren wir jetzt hin!“, ent­schied der Werkstattleiter.

Un­ter­wegs brach­te ich den bei­den mei­ne Vi­sio­nen nahe, al­les an­de­re sa­hen sie mit ei­ge­nen Au­gen. Die Ver­stei­ge­rung war in 2 Wo­chen, das Min­dest­ge­bot be­trug 390.000 Euro. „Wir müs­sen mit Ca­ri­tas-Ge­schäfts­füh­rer Herrn Voll­mar spre­chen!“, be­fand Herr Lau und rief die­sen um­ge­hend an. An­schlie­ßend ließ er mich wis­sen: „Kom­men Sie mit, wir fah­ren zu Herrn Voll­mar nach Ber­lin! Er ist krank, wir sol­len zu ihm nach Hau­se kommen.“

Hel­mut Voll­mar war sei­ner­zeit un­ter an­de­rem Ge­schäfts­füh­rer der Ca­ri­tas-Kran­ken­hil­fe, vom Mal­te­ser­werk, un­ser Ge­schäfts­füh­rer der Ca­ri­tas- Fa­mi­li­en- und Ju­gend­hil­fe und ins­ge­samt eine Grö­ße in der bun­des­deut­schen Ca­ri­tas – ein cha­ris­ma­ti­scher Mann der Tat. Alle er­starr­ten ehr­furchts­voll, wenn er den Raum betrat.

Es war ein ver­reg­ne­ter Tag, als wir ihn zu Hau­se be­such­ten. Krank­heits­be­dingt im Mor­gen­man­tel, lud uns Herr Voll­mar zu ei­ner Tas­se Tee in sein Er­ker­zim­mer. „Er­zäh­len Sie mal!“, er­öff­ne­te er das Ge­spräch. Herr Lau und Herr Hoh­berg deu­te­ten auf mich, und ich leg­te los. Ich zeig­te ihm den Ar­ti­kel im Mär­ker und ver­such­te ihm die Vi­si­on der neu­en Au­ßen­stel­le mit Wor­ten so zu be­schrei­ben, dass er eine Vor­stel­lung be­kam. 25 Mi­nu­ten spä­ter er­hob sich Herr Voll­mar und sag­te: „Jungs, das ma­chen wir! Die Ca­ri­tas-Kran­ken­hil­fe kauft das Ob­jekt, und wir ver­mie­ten es an euch!“

Spä­ter er­fuh­ren wir, ein Mit­be­wer­ber woll­te ein Au­to­haus draus ma­chen. Die Ca­ri­tas be­hielt aber dank Hel­mut Voll­mars En­ga­ge­ment die Ober­hand – und wir ka­men zu un­se­rem Wunsch-Ob­jekt Hei­de­ring 20. Hier nun soll­ten so­wohl die ver­ei­nig­te De­mon­ta­ge, als auch der spä­te­re Fak­tor C ihre Hei­mat fin­den. Die Ar­bei­ten konn­ten beginnen …

Hier füh­le ich mich sicher

Hier füh­le ich mich sicher

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn in­ter­viewt sei­ne Kol­le­gin Mi­chae­la Senf:

War­um hast Du in der Ca­ri­tas-Werk­statt Ora­ni­en­burg angefangen?

Weil ich mich in Ora­ni­en­burg si­cher füh­le und weil ich hier vie­le Freun­de habe. In der Werk­statt und auch in mei­ner Wohn­grup­pe gibt es Men­schen, die für mich da sind. Hier ist mein Rück­zugs­raum, in dem es mir gutgeht.

Hast du das schon­mal an­ders erlebt?

Lei­der ja. Vor­her war ich in ei­nem Heim in Ber­nau, in dem es mir nicht gut ging. Dort woll­te ich nur noch raus. Hier kann ich mich auf alle ver­las­sen. Hier ist mein Le­ben, hier füh­le ich mich wohl.

Wie hast Du in der Kü­che angefangen?

Zu­erst ar­bei­te­te ich in der Ker­zen-Ab­tei­lung. Dann mach­te ich ein Prak­ti­kum in der Kü­che, ei­nen Mo­nat und vier Wo­chen. Ich blieb, denn in der Kü­che habe ich vie­le Freun­de und die Ar­beit macht mir gro­ßen Spaß. Für mich ist der Ader­luch das Schöns­te, was es gibt. Mein Lieb­lings­kol­le­ge ist Eric, weil er uns oft zum La­chen bringt.

Ich freu mich auf Mon­tag – Eine Müt­ze kommt durch die Welt

Ich freu mich auf Mon­tag – Eine Müt­ze kommt durch die Welt

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter auf Tour:

Letz­ten Frei­tag fuhr ich mit der RB 12, Nie­der­bar­ni­mer Ei­sen­bahn Rich­tung Ho­hen­schön­hau­sen, zu mei­ner Mut­ter nach Ber­lin. „Was steht‘n da auf dei­ner Müt­ze drauf?“, frag­te mich ein Mann, „meinst du das ernst?“

„Ich ar­bei­te bei der Ca­ri­tas, und das ist un­ser Slo­gan!“, er­wi­der­te ich, „Habt ihr so­was auch?“

„Nein, aber der Spruch ist cool!“

Zu­rück fuhr ich ab Ge­sund­brun­nen mit dem RE6 Rich­tung Per­le­berg um 20.15. „Ist hier ein Platz frei?“, frag­te ich. Eine Dame mit gro­ßer Topf­pflan­ze und viel Ge­päck sag­te: „Nein!“

Am Ka­rower Kreuz wur­de mir schumm­rig. Ich kam ins Schwit­zen und griff zur Was­ser­fla­sche. Drei Frau­en er­kann­ten mei­ne Lage und sag­ten: „Hier ist ein Platz frei, du kannst dich hersetzen.“

Wir ka­men ins Ge­spräch, und schließ­lich frag­ten sie, auf mei­ne Müt­ze zei­gend: „Ist das ernst ge­meint, oder lustig?

„Ich ar­bei­te in der Ca­ri­tas-Werk­statt am Hei­de­ring in der Wer­be­tech­nik, und das ist un­ser Slo­gan!“, lau­te­te mei­ne Antwort.

„Toll, das fin­den wir gut!“

Mei­ne Mut­ti fin­det das auch gut, ich ließ für sie eine Tas­se mit un­se­rem Slo­gan und ei­nem Foto von mir bedrucken.

Das Kli­ma zu schüt­zen ist wichtig!

Das Kli­ma zu schüt­zen ist wichtig!

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet über ein be­son­de­res be­glei­ten­des An­ge­bot: In der Haupt­werk­statt gibt es das be­glei­ten­de An­ge­bot na­mens Kli­ma­schutz­agen­ten un­ter der Lei­tung von Eva-Ma­ria Gö­bel. Die Kli­ma­schutz­agen­ten set­zen sich ein­mal im Mo­nat zu­sam­men und be­spre­chen The­men zum Kli­ma­schutz. Mal geht es dar­um, was in den Nach­rich­ten be­rich­tet wird, mal un­ter­neh­men wir Aus­flü­ge wie z.B. zum Schloss­park Ora­ni­en­burg. Auch spre­chen wir oft über an­de­re The­men wie die ak­tu­el­le Lage in den USA oder die Bür­ger­meis­ter­wahl in Oranienburg.

Ich bin üb­ri­gens eine der Kli­ma­schutz­agen­tin­nen und fin­de das An­ge­bot sehr span­nend. Eva lei­tet die Trup­pe rich­tig gut, fin­de ich. Sie bringt al­les span­nend und ver­ständ­lich rü­ber und regt uns an, ak­tiv zu wer­den. Ich bin zu­min­dest ein biss­chen da­bei, mehr fürs Kli­ma zu tun, in­dem ich zum Bei­spiel den Müll rich­tig sor­tie­re, dass die Pap­pe in den Papp­con­tai­ner und das gan­ze Plas­tik in den gel­ben Sack kommt. An die­ser Stel­le ein gro­ßes Dan­ke­schön und Lob an Eva, dass sie die­ses An­ge­bot ermöglicht.

Wir wol­len Frieden!

Wir wol­len Frieden!

On­line-Re­por­te­rin Mi­chae­la Senf be­rich­tet vom Werk­statt-Aus­flug zum Deut­schen Bun­des­tag: Letz­ten Diens­tag 8.30 Uhr hol­te uns der Fahr­dienst in der Haupt­werk­statt ab. Wir fuh­ren nach Ber­lin. Dort sa­hen wir das Bran­den­bur­ger Tor, die Sie­ges­säu­le und be­such­ten den Bun­des­tag, in dem das Par­la­ment tagt und Ent­schei­dun­gen trifft.

An der Ein­gangs-Schleu­se nah­men uns Se­cu­ri­ty-Mit­ar­bei­ter die Ja­cken ab und kon­trol­lier­ten un­se­re Ruck­sä­cke, dann gings hin­ein. Wir be­sich­tig­ten die Räum­lich­kei­ten, in de­nen Fried­rich Merz re­giert. Ei­nen Raum nutz­te ein Künst­ler, um aus Steck­na­deln Fi­gu­ren herzustellen.

„Mi­chi, war­um bist du hier?“, frag­te ich mich. Ich fühl­te mich ko­misch, weil ich mir plötz­lich vor­stell­te, ich sei Bun­des­kanz­le­rin. Schon sah ich es vor mir, wie ich im Bun­des­tag mei­ne Mei­nung sage. In mei­ner Rede ging es vor al­lem um eins: All die Krie­ge müs­sen auf­hö­ren! Die Po­li­tik soll die Au­gen öff­nen und se­hen, wie es den Men­schen und be­son­ders den Kin­dern im Krieg geht. Sie ha­ben nichts zu es­sen, vie­le ver­lie­ren ihre El­tern, die Häu­ser sind ka­putt! Stän­dig Si­re­nen, stän­dig un­ter Angst – wenn der Krieg nicht auf­hört, ha­ben wir ihn auch bald hier.

Wir alle ha­ben ein schö­nes Zu­hau­se, gu­tes Es­sen – dann schlägt eine Bom­be ein, und al­les ist vor­bei, das ist doch krank! Des­halb mein Ap­pell: Je­des Kind soll zu Es­sen, zu trin­ken und ei­nen Schlaf­platz ha­ben – ei­nen Ort, an dem es sich ge­schützt weiß, wo es Lie­be und el­ter­li­che Für­sor­ge be­kommt. Für was ist die Po­li­tik denn da? Ich wün­sche mir Frie­den auf Erden!

In die Kup­pel vom Reichs­tags­ge­bäu­de konn­te ich nicht mit hin­auf­stei­gen, weil ich schreck­li­che Hö­hen­angst habe. Ich war klatsch­nass ge­schwitzt, mir wur­de übel. Mike Dess­om­bes brach­te mich run­ter und blieb bei mir. Ich war heil­froh, als ich wie­der an die fri­sche Luft kam. Gott sei Dank ging es mir bald wie­der bes­ser. War­um war ich ei­gent­lich mit­ge­fah­ren? Weil ich selbst ein­mal re­gie­ren woll­te. Das Gan­ze war mir dann ein biss­chen pein­lich, es kam ein­fach über mich. Aber habe ich Unrecht?

Ge­sun­de Süße aus dem Bildungs-Garten

Ge­sun­de Süße aus dem Bildungs-Garten

Die On­line-Re­por­ter des Hei­de­rings be­such­ten Fach­kraft Ant­je Jar­nack, denn die hat­te uns was Tol­les zu vermelden:

Un­ser dies­jäh­ri­ges Jo­han­nis­beer­ge­lee ist groß­ar­tig ge­lun­gen! In die­sem Jahr hat­ten wir zir­ka zwei Ki­lo­gramm Jo­han­nis­bee­ren ge­ern­tet. Daya rühr­te die Früch­te und halb beim Ab­fül­len. Au­ßer­dem hat­te sie zu­vor die Zu­ta­ten zu­sam­men­ge­sucht und die nö­ti­gen Ar­beits­ma­te­ria­li­en bereitgestellt.

Im De­zem­ber wer­den wir un­ser Ge­lee wei­ter­ver­ar­bei­ten. Wir wol­len Do­mi­no­stei­ne her­stel­len und sie da­mit ver­edeln. Schon jetzt freu­en wir uns auf die nächs­te Ern­te – aber erst­mal gibt’s zur dies­jäh­ri­gen Ad­vents­zeit was Süßes!

Herbst­zeit im FBB-Garten

Herbst­zeit im FBB-Garten

Kon­stan­tin Rein­hardt be­rich­tet live aus dem För­der­be­reich: In un­se­rer Gar­ten-Grup­pe ar­bei­ten der­zeit sechs Be­schäf­tig­te: Duc, Leo­nie, Ke­vin, Ste­fan, Eric und ich. Den FBB-Gar­ten gibt es seit die­sem Jahr, er wird von un­se­ren Grup­pen­lei­te­rin­nen Frau Ro­chow und Frau Witt auf­ge­baut. Un­se­re Auf­ga­be ist, vor dem Grup­pen­raum ei­nen klei­nen Gar­ten­be­reich an­zu­le­gen, wo wir Ge­mü­se und Obst an­bau­en. Au­ßer­dem be­su­chen wir re­gel­mä­ßig das „Grü­ne Klas­sen­zim­mers“ im Schloss­park Ora­ni­en­burg, um noch mehr über Pflan­zen, Na­tur und Um­welt zu lernen.

Die Herbst­stür­me fe­gen übers Land und kün­di­gen den Win­ter an. Die­se Zeit nut­zen wir nicht, um uns zu ver­krie­chen. Nein, wir sind vol­ler Vor­freu­de auf den Ad­vents­ba­sar! Für ihn bas­teln und ge­stal­ten wir im FBB-Gar­ten vie­le Nettigkeiten.

In den letz­ten Wo­chen ge­stal­te­ten wir mit Ton Herbst- und Weih­nachts­de­ko­ra­tio­nen, wie auf dem Foto zu se­hen ist. Au­ßer­dem be­kle­ben wir Über­töp­fe mit bun­ten Fo­li­en­res­ten. Die Ma­te­ria­li­en sam­meln wir auf dem Ge­län­de und ver­wer­ten an­fal­len­de Res­te. So ent­ste­hen lau­ter ein­zig­ar­ti­ge Stü­cke, ech­te Uni­ka­te. Am Ende pflan­zen wir un­se­re selbst­ge­zo­ge­nen Pflan­zen hin­ein. Zu­sätz­lich bas­teln wir Weih­nachts­bau­m­an­hän­ger aus Holz.

Am Don­ners­tag un­ter­bre­chen wir die Bas­te­lei, um das Pfer­de­an­ge­bot von Frau Ro­chow zu nut­zen. Ge­mein­sam fah­ren wir zu den Pfer­den, strie­geln sie und säu­bern die Kop­peln mit Schub­kar­re und Besen.

Be­vor die be­sinn­li­che Zeit los­geht, wünscht das FBB-Gar­ten­team al­len Be­schäf­tig­ten und Mit­ar­bei­ten­den ei­nen schö­nen Herbst!

Im­mer an­sprech­bar und fair

Im­mer an­sprech­bar und fair

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler stellt Si­mo­ne Fi­scher vor: Si­mo­ne ist seit 2007 in der Werk­statt und ge­hört dem Can­ti­na-Team vom Ader­luch an. Sie ar­bei­tet ger­ne mit den Men­schen hier zu­sam­men und kennt vie­le Be­schäf­tig­te. Gern möch­te sie sich für un­se­re In­ter­es­sen ein­set­zen, da­mit alle zu­frie­den am Ar­beits­platz ar­bei­ten kön­nen. Des­halb be­warb sie sich für den Werkstattrat.

Si­mo­ne ist im­mer an­sprech­bar und hört gut zu. Da­bei ist sie freund­lich und be­han­delt alle fair. In der Werk­statt lern­te sie ih­ren Ehe­mann ken­nen. Sie hat drei Kin­der, ihre Hob­bys sind Dart, Fe­der­ball so­wie Tisch­ten­nis, au­ßer­dem bas­telt sie gern.

Si­mo­ne hat be­reits Er­fah­rung im Be­reich der Frau­en­be­auf­trag­ten, weiß um die Ein­hal­tung der Schwei­ge­pflicht und wür­de sich freu­en, wenn sie in den Werk­statt­rat ge­wählt wird.

„Es war schön mit dir!“

„Es war schön mit dir!“

On­line-Re­por­te­rin Ina Krau­se in­ter­viewt Si­mo­ne Fischer

Si­mo­ne ar­bei­tet bei uns am Ader­luch in der Kü­che. Wie ich nahm sie am dies­jäh­ri­gen Schicht­wech­sel teil. Ich be­frag­te sie darüber: 

Wie war dein Tagesplan?

Zu­erst wur­den wir vom Ca­ri­tas-Shut­tle nach Ho­hen Neu­en­dorf ins Rat­haus ge­fah­ren. Dort war die Er­öff­nung. Dann brach­ten sie uns an un­se­re Ein­satz­or­te. Ich mach­te mei­ne Schicht im Ora­ni­en­bur­ger Arbeitsamt.

Was hast Du dort gemacht?

Sie zeig­ten mir sämt­li­che Be­rei­che, und ich durf­te über­all reinschnuppern.

Hat­test du net­te Kol­le­gen, und hat Dir Dei­ne Schicht Spaß gemacht?

Ja, es hat mir Spaß ge­macht. Am Ende ver­ab­schie­de­ten mich die Mit­ar­bei­ter mit den Wor­ten: „Viel­leicht bis zum nächs­ten Schicht­wech­sel, es war schön mit Dir.“

Vor der Wahl ein Kaf­fee­schnack un­ter Mädels

Vor der Wahl ein Kaf­fee­schnack un­ter Mädels

Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet vom dies­jäh­ri­gen Frauencafé

Das dies­jäh­ri­ge Frau­en­ca­fé lief recht ent­spannt ab. Zu­sätz­lich zu Kaf­fee und Ku­chen gab es auch le­cke­re Kek­se und Säf­te, da­für vie­len Dank!

The­ma wa­ren die an­ste­hen­den Wah­len der Frau­en­be­auf­trag­ten und des Werk­statt­rats. Un­se­re am­tie­ren­den Frau­en­be­auf­trag­ten wa­ren per­sön­lich vor Ort, ge­nau wie die Mit­glie­der des Wahl­vor­stands, wel­cher aus zwei Be­schäf­tig­ten und zwei Mit­ar­bei­tern besteht.

Sie er­klär­ten uns, wie die Wahl ab­läuft und auch, wie man sich selbst be­wer­ben kann. Dazu musst Du ein For­mu­lar aus­fül­len und brauchst drei Un­ter­stüt­ze­rin­nen oder Un­ter­stüt­zer – für eine Kan­di­da­tur als Frau­en­be­auf­trag­te na­tür­lich aus­schließ­lich Unterstützerinnen.

Man­che stri­chen auf der Wahl­lis­te auf­grund der dort ver­öf­fent­lich­ten Da­ten ih­ren Na­men durch. Viel­leicht könn­te man hier zu­künf­tig zu­min­dest das ge­naue Ge­burts­da­tum weglassen?

Ich fin­de es sehr gut, dass wir Be­schäf­tig­ten die­se bei­den Gre­mi­en wäh­len. Schließ­lich ver­tre­ten sie un­se­re In­ter­es­sen. Mir ist es wich­tig, zu wis­sen: An wen kann ich mich wen­den, zu wem habe ich das größ­te Vertrauen?

Auch ich wag­te den Ver­such, mich für ei­nes der bei­den Gre­mi­en zu be­wer­ben. Viel­leicht klappt es. Wenn nicht, ists auch nicht so schlimm. In je­dem Fall bin ich sehr ge­spannt, wer die neu­en Frau­en­be­auf­trag­ten sind und wer in den Werk­statt­rat ge­wählt wird.

Werk­statt­le­ben am Stand­ort Hei­de­ring (Teil 2)

Werk­statt­le­ben am Stand­ort Hei­de­ring (Teil 2)

All­roun­der im Einsatz

Er­in­ne­run­gen von Jef­frey Fehst, auf­ge­schrie­ben von den On­line-Re­por­tern vom Heidering

Im Au­gust 2008 kam ich als Zivi an den Stand­ort Ber­li­ner Stra­ße 60A (heu­te Emil Po­les­ky-Stra­ße 60). Zwei Mo­na­te ar­bei­te­te ich hier in der ers­ten Werk­statt-Ab­tei­lung für psy­chisch be­ein­träch­ti­ge Menschen.

An­schlie­ßend über­nahm ich von Mar­cel Teich­mann die aus­ge­la­ger­te Grup­pe bei der Fir­ma Frie­sen. Die sa­ßen im Ge­wer­be­park Nord am Hei­de­ring. Ei­ni­ge ih­rer Be­schäf­tig­ten sind noch heu­te bei uns, zum Bei­spiel Frank Schmidt, Chris­to­pher Ber­ger oder Da­ni­el Bo­the. Frie­sen re­ge­ne­rier­te un­ter an­de­rem An­las­ser und Licht­ma­schi­nen. So be­treu­te ich be­reits als Zivi eine Gruppe.

Ende Juni 2009 frag­te mich Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau: „Kannst du dir vor­stel­len, bei uns zu bleiben?“

„Mit dem coo­len Hau­fen hier, das macht mir schon Spaß, sehr gern blei­be ich!“, lau­te­te mei­ne Ant­wort. Seit­dem bin ich haupt­be­ruf­lich im Team.

Durch eine glück­li­che Fü­gung konn­te die Werk­statt im glei­chen Jahr am Hei­de­ring ein Grund­stück be­zie­hen. Es gab eine Ver­stei­ge­rung, in letz­ter Se­kun­de er­hielt die Ca­ri­tas den Zu­schlag. Der Stand­ort war für uns ide­al. Gleich ne­ben­an saß nicht nur Frie­sen, son­dern auch Ora­fol, seit Jahr­zehn­ten un­ser wich­tigs­ter Part­ner. Das Haupt­haus so­wie die heu­ti­ge De­mon­ta­ge­hal­le stan­den schon, letz­te­re be­her­berg­te zu­vor eine Au­to­werk­statt. Als ich dar­in mein ers­tes Auto fo­lier­te, stan­den dort noch die al­ten Hebebühnen.

Erst­mal aber hieß es: Re­no­vie­ren! Auch am Sams­tag er­schei­nen wir, um zu ma­lern. Wir frag­ten die Be­schäf­tig­ten: „Wer kann sich vor­stel­len, uns zu unterstützen?“

Das Gan­ze war frei­wil­lig, und als klei­nes Dan­ke­schön be­stell­ten wir zum Mit­tag Piz­za. Wir stell­ten ein paar Ti­sche und Stüh­le in den noch völ­lig lee­ren Con­tai­ner, der mal un­se­re Can­ti­na wer­den soll­te und ze­le­brier­ten da­selbst un­se­re Mit­tags­pau­se. Or­dent­lich ge­stärkt kehr­ten wir an die Ma­ler­ar­bei­ten zurück.

No­vem­ber 2009 stieg die Er­öff­nungs­fei­er des neu­en Stand­orts. In der De­mon­ta­ge, rechts an der Wand zur heu­ti­gen Wer­be­tech­nik, bau­ten wir eine gro­ße Büh­ne auf. Es gab ein schö­nes Buf­fet und drau­ßen glüh­te der Grill.

Seit­her pas­sier­te vor Ort eine Men­ge. So wur­den un­ter an­de­rem das Fahr­stuhl­sys­tem nebst sich auf dem Dach dre­hen­den C, die Ver­bin­dung zwi­schen Haupt­ge­bäu­de und Hal­len­trakt an- oder die Zwi­schen­eta­ge für die Wer­be­gra­fik ein­ge­baut. Be­sag­tes C dreht sich seit No­vem­ber 2009 qua­si un­un­ter­bro­chen. Ich nen­ne es gern „Ca­si­no Roy­al“. Für mich ist der Hei­de­ring der Stand­ort mit dem meis­ten Herzblut.

Werk­statt­le­ben am Stand­ort Hei­de­ring (Teil 1)

Werk­statt­le­ben am Stand­ort Hei­de­ring (Teil 1)

Das Team der On­line-Re­por­ter schreibt Ge­schich­te! Und zwar die Ge­schich­te der Zweig­werk­statt am Heidering.

Hier blieb nichts beim Alten

Die­ses Mot­to be­schreibt nicht nur un­ser Werk­statt­le­ben, son­dern zu­dem die Ver­wand­lun­gen un­se­res Stand­orts am Hei­de­ring. Mon­ta­ge – heu­te Kon­fek­tio­nie­rung, Wer­be­tech­nik – frü­her Wer­be­gra­fik, Gar­ten- und Land­schafts­pfle­ge – bis auf Can­ti­na und De­mon­ta­ge wan­der­ten sämt­li­che Ab­tei­lun­gen mehr­fach quer durchs Haus.

In den kom­men­den Wo­chen prä­sen­tie­ren wir Euch meh­re­re Ar­ti­kel über un­se­re Zweig­werk­statt. Freut Euch auf Ge­schich­ten von Men­schen, die an de­ren His­to­rie mitschrieben!