Phil­ipp und sein Grünteam 😉

Phil­ipp und sein Grünteam 😉

Mi­cha­el Ben­ter be­fragt Phil­ipp Fo­cking: Wo und was hast Du ge­ar­bei­tet, be­vor Du in die Werk­statt kamst?

Ich war Pla­ner und Bau­lei­ter im Be­reich Gar­ten- und Land­schafts­bau, zu­erst in ei­nem Land­schafts­bau-Un­ter­neh­men, dann in ei­nem Handwerksbetrieb.

Wie lan­ge bist Du schon in un­se­rem Grün­team?:

Ich star­te­te 2010 im Ar­beits­be­reich Gar­ten- und Land­schafts­pfle­ge. Mein Vor­gän­ger fiel län­ge­re Zeit krank­heits­be­dingt aus. „Drin­gend Ur­laubs­ver­tre­tung ge­sucht!“, hieß es da. Das war span­nend für mich. Ich bin Gärt­ner aus Leidenschaft.

Warst Du der ers­te, der das Grün-Team im BBB im Jo­sef­haus leitete?

Vor­her gab es den Lehr­gang Gar­ten- und Land­schafts­pfle­ge, üb­ri­gens auch hier im Jo­sef­haus. Bald, nach­dem ich kam, be­fand sich der BBB im Um­bruch. Rai­ner Schulz sprach mich an, ob ich mir vor­stel­len kön­ne, da­bei mit­zu­wir­ken. Im Früh­ling 2014 wech­sel­te ich in den Be­rufs­bil­dungs­be­reich und star­te­te im Herbst mit der son­der­päd­ago­gi­schen Zu­satz­aus­bil­dung. Die Er­fah­run­gen aus dem Ar­beits­be­reich hal­fen mir, die rich­ti­gen Schwer­punk­te in der be­ruf­li­chen Bil­dung zu set­zen. Un­se­re Be­schäf­ti­gen ler­nen hier die Ma­schi­nen ken­nen, die im Ar­beits­be­reich und auch auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt ver­wen­det werden.

Machst du mor­gens ei­nen Rund­gang und guckst, was ge­macht wer­den muss – und sagst dann Dei­nen Be­schäf­tig­ten, wel­che Ar­bei­ten an die­sem Tag anliegen?

Meis­tens sehe ich am zu Ende ge­hen­den Ar­beits­tag, was am Fol­ge­tag zu tun ist. Hat­te ich Ur­laub, ma­che ich an­schlie­ßend erst mal ei­nen Rund­gang, um zu se­hen: Wo be­steht am nö­tigs­ten Handlungsbedarf?

Was ist, wenn Be­schäf­tig­te zu dir kom­men und sa­gen: Ich will das und das machen!

Se­hen Be­schäf­tig­te, was zu tun ist, las­se ich sie das gern ma­chen. Zu­meist aber sind sie im BBB zu­nächst noch nicht so er­fah­ren. Da ist es eher sel­ten, dass sie Vor­schlä­ge ma­chen. Hat aber je­mand den gärt­ne­ri­schen Blick, brem­se ich sie oder ihn nicht.

War­um er­stellst Du je­weils ei­nen Ta­ges­plan, den die Be­schäf­tig­ten je­den Nach­mit­tag aus­fül­len müs­sen? Das ist im Hei­de­ring anders.

Bei uns liegt der Schwer­punkt dar­auf, dass Be­schäf­tig­te am Ende des Ta­ges re­flek­tie­ren: Was habe ich heu­te ge­tan? Die ent­spre­chen­den Zei­len mit den Uhr­zei­ten hel­fen beim Er­in­nern. Dazu hängt ein Wo­chen­plan im Raum, an dem sie sich ori­en­tie­ren kön­nen. Re­flek­tie­ren, Schrei­ben, auf den Ka­len­der schau­en – Din­ge fürs Leben!

            Ich moch­te das nie.

Wir ge­stal­ten un­se­re be­ruf­li­che Bil­dung in An­leh­nung an jene auf dem 1. Ar­beits­markt. Auch dort hat­te ich je­den Tag auf­zu­schrei­ben, mit wel­chen Ma­schi­nen ich was be­ar­bei­te­te, wie das Wet­ter war und der­glei­chen mehr. Apro­pos, un­se­ren Re­gen­stands-An­zei­ger in­stal­lier­ten wir um 2014/15.

Wie kamst Du auf die Idee, die „Pflan­ze der Wo­che“ zu präsentieren?

Als Gärt­ner ar­bei­ten wir mit Pflan­zen, also sind Pflan­zen­kennt­nis­se sehr wich­tig für uns. In der Be­rufs­aus­bil­dung zum Gärt­ner musst Du über 300 ver­schie­de­ne Pflan­zen ken­nen. Das wäre bei uns in der Werk­statt eine Über­for­de­rung, des­halb jede Wo­che nur eine neue Pflan­ze. Die er­ge­ben ein Re­per­toire von etwa 50 Pflan­zen – im­mer jene, wel­che von der Jah­res­zeit her in­ter­es­sant sind. Als Grund­la­ge die­nen mir die Fach­bü­cher, mit de­ren Hil­fe ich der­einst mein Gärt­ner­hand­werk erlernte.

Wie lan­ge machst Du das schon?

Seit­dem ich im BBB bin, und ich fin­de es nach wie vor fas­zi­nie­rend. Ich hole Pflan­zen­tei­le rein, so gu­cken wir uns zum Bei­spiel ein Blatt an: Wel­che Form hat es, wie sieht sein Rand aus und der­glei­chen mehr. Dazu schau­en wir uns Bil­der oder ein klei­nes Vi­deo an, dann wird das Gan­ze auf­ge­schrie­ben und eine Skiz­ze an­ge­fer­tigt. Manch­mal kön­nen sich die Be­schäf­tig­ten wün­schen, wel­che Pflan­ze je­weils für eine Wo­che drankommt.

Kol­le­gin­nen von mir wün­schen sich, dass die „Pflan­ze der Wo­che“ auch an­ders­wo zu se­hen ist, am Hei­de­ring oder Ader­luch. Kannst Du Dir das vorstellen?

Klar kann ich mir das vor­stel­len. Das könn­te man am Hei­de­ring auf die Pflan­zen an­pas­sen, die dort wach­sen und ge­dei­hen. Ich könn­te vor Ort zei­gen, wie ich das ma­che – und je­mand über­nimmt es dann!

Ich hör­te von Frank, dass Du un­se­re Bei­trä­ge im Log­buch liest, kannst Du mit ih­nen et­was anfangen?

Ich freue mich im­mer, wenn im Log­buch was Neu­es er­scheint. Es ist toll, mit­zu­krie­gen, was in und um die Werk­statt her­um pas­siert. Eure Bei­trä­ge le­sen sich zu­meist gut, man­che lese ich in mei­ner Grup­pe vor.

Ein­fach mal machen!

Ein­fach mal machen!

On­line-Re­por­te­rin Kris­tin Jung und das Re­por­te­rin­nen-Team vom Hei­de­ring le­gen wie­der los: Der ers­te Ar­beits­tag des neu­en Jahrs … längst nicht alle Stra­ßen wa­ren frei – und das Shut­tle-Auto to­tal ein­ge­schneit! Ich muss los, die Be­schäf­tig­ten war­ten doch! Frü­her wäre ich jetzt ver­zwei­felt oder hät­te über das zu­ge­schnei­te Auto ge­me­ckert. Und heute?

„Jetzt aber ran!“, sag­te ich mir und rück­te dem Schnee zu Lei­be. Am Ende ka­men alle Be­schäf­tig­ten, die ich auf mei­ner Tour ein­sam­mel­te, ge­nau wie die vom Ader­luch bei der Can­ti­na Hei­de­ring be­stell­ten ge­schmier­ten Bröt­chen, si­cher ans Ziel.

Klappt was nicht, scheint es oft ein­fa­cher, auf­zu­ge­ben oder an­de­ren die Schuld in die Schu­he zu schie­ben. Blei­ben wir lie­ber bei uns selbst! Pa­cken wir es an!

Fürs neue Jahr wün­schen wir uns ei­nen Tick mehr Ge­las­sen­heit – für uns selbst wie für un­se­re Mit­men­schen! Ach­ten wir das, was wir ha­ben – zum Bei­spiel un­se­re Werk­statt, die uns täg­lich die Chan­ce gibt, von­ein­an­der zu ler­nen, mit­ein­an­der zu wachsen.

Schmack­haf­tes Dan­ke­schön zum Jahresende

Schmack­haf­tes Dan­ke­schön zum Jahresende

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter nimmt Euch mit zum Stand­ort­gril­len am Heidering:

Vor­letz­ten Frei­tag, dem 19. De­zem­ber gab sag­te die Stand­ort­lei­tung ein schmack­haf­tes Dan­ke­schön für die im letz­ten Quar­tal des Jah­res ge­leis­te­te Arbeit.

Die Be­schäf­tig­ten un­se­rer Can­ti­na ar­bei­te­ten für uns am Grill, es gab Steak und Brat­wurst so­wie Nu­del­sa­lat und Kar­tof­fel­sa­lat. So wur­de es ein schö­nes ge­müt­li­ches Bei­sam­men­sein, herz­li­chen Dank an alle, die es mög­lich machten.

Weih­nachts­fei­er in ei­ge­ner Sache

Weih­nachts­fei­er in ei­ge­ner Sache

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ei­ner Ver­an­stal­tung in der Lerninsel:

Am 17. De­zem­ber 2025 be­gin­gen wir On­line-Re­por­ter un­se­re klei­ne Weih­nachts­fei­er. Frank teil­te uns die An­zahl der ver­öf­fent­lich­ten Ar­ti­kel mit, die wir die­ses Jahr ge­schrie­ben ha­ben. Ins­ge­samt sind es über 100 ver­öf­fent­lich­te Beiträge.

Wir durf­ten uns auch über eine tol­le Song­per­for­mance un­se­res Kol­le­gen Mi­cha­el Ben­ter freu­en, die un­se­ren As­sis­ten­ten Frank zu Trä­nen rühr­te. Ein klei­nes Buf­fet mit le­cke­ren be­leg­ten Bröt­chen, köst­li­chen Kek­sen & Co stand für uns be­reit. Vie­len Dank noch­mal an das groß­ar­ti­ge Can­ti­na-Team der Haupt­werk­statt und die­je­ni­gen, die die an­de­ren Le­cke­rei­en or­ga­ni­sier­ten. Ich per­sön­lich fühl­te mich sehr wohl und fand das Gan­ze ein­fach Mega su­per Klas­se. Vie­len Dank!

Weih­nachts-Strike und jede Men­ge Spaß

Weih­nachts-Strike und jede Men­ge Spaß

Die On­line-Re­por­ter Mi­chae­la Senf und Erik Eg­ler neh­men Euch mit auf ei­nen ge­lun­ge­nen Ausflug:

Erik: Letz­ten Frei­tag be­gin­gen wir, die Mann­schaft der Can­ti­na vom Ader­luch, un­se­re dies­jäh­ri­ge Weih­nachts­fei­er. Sie be­gann mit ei­nem zünf­ti­gen Früh­stück in der Café-Bä­cke­rei Pl­e­ntz an der Brei­te Stra­ße. Von dort ging es mit dem Bus zum Turm-Er­leb­nis­cen­ter, wo wir zu­nächst die Bow­ling­bahn un­si­cher machten.

Mi­chae­la: Lei­der lag ich nach zehn Run­den ganz hin­ten. Aber das macht nichts, denn es geht um un­ser Team, das ganz viel Spaß hat­te. Was die Punk­te an­geht kam Bri­git­te Schau­er auf den sen­sa­tio­nel­len Platz 1, Erik auf Platz 2 und Anne auf Platz 3.

Erik: Ich habe, im Ge­gen­satz zu Dir, mei­ne Plat­zie­rung ver­ges­sen, aber ich weiß noch, dass ich zu­min­dest ei­nen Strike mit dop­pel­ter Punkt­zahl er­reich­te. Zwei Stun­den wa­ren wir auf der Bahn, dann gin­gen wir Mit­tag­essen, gleich ne­ben­an im Re­stau­rant „Türm­chen“. Hier ge­neh­mig­te ich mir ei­nen Te­xas-Bur­ger mit BBQ-Sau­ce und Pommes.

Mi­chae­la: Ich wähl­te knusp­ri­ge Ente mit Klöß­chen und Rot­kohl in Bra­ten­so­ße. Die Ente duf­te­te so, als wäre schon jetzt Weih­nach­ten, le­cker! Un­se­ren Weih­nachts­aus­flug je­den­falls fand ich sehr gelungen.

Erik: Ja, das ha­ben alle Kol­le­gin­nen auch so bestätigt.

Ge­schen­ke von und für uns

Ge­schen­ke von und für uns

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn be­rich­tet von den Weih­nachts­vor­be­rei­tun­gen bei B‑Plus:

Be­reits zu Hal­lo­ween hat­ten wir Kür­bis­se und an­de­re Fi­gu­ren zum The­ma aus Gips ge­fer­tigt. Lei­der war ich nicht da­bei, da­für aber jetzt, ge­nau­er ge­sagt: letz­te Wo­che Mittwoch!

Die Fi­gu­ren pass­ten zum ge­ra­de ak­tu­el­len The­ma, und so wa­ren es dies­mal un­ter an­de­rem Weih­nachts­bäu­me und Gno­me, die wir nach Lust und Lau­ne anmalten.

Sa­bri­na hat­te sie zu­vor ge­baut, nach­dem ich den Gips an­ge­rührt und in die Form rein­ge­kippt hat­te. Zu­sam­men mit ei­ner Über­ra­schung kom­men die von uns ge­stal­te­ten Wer­ke in un­se­re Weih­nachts­tü­ten, die wir mit nach Hau­se neh­men dür­fen. Was das für eine Über­ra­schung ist, ver­riet uns Sa­bri­na nicht. Mit an­de­ren Wor­ten: Die Span­nung bleibt und steigt.

Nein zur Ge­walt ge­gen Frauen

Nein zur Ge­walt ge­gen Frauen

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ih­rer Tä­tig­keit als Frauenbeauftragte:

Der 25. No­vem­ber ist der In­ter­na­tio­na­le Tag ge­gen Ge­walt an Frau­en und Mäd­chen. Aus die­sem An­lass fuh­ren die Frau­en­be­auf­trag­ten An­drea Sei­pelt, Kat­rin De­witz und ich mit un­se­ren Un­ter­stüt­ze­rin­nen zum Ora­ni­en­bur­ger Schloss.

Es wa­ren Teil­neh­mer der Stadt, der Po­li­zei und von an­de­ren In­sti­tu­tio­nen da­bei. Frau Bonk, die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te der Stadt Ora­ni­en­burg, be­rich­te­te über ak­tu­el­le, er­schre­cken­de Fall­zah­len der Ge­walt an Frau­en und Mädchen.

Auf dem Platz vor dem Schloss hiss­ten wir eine Fah­ne als sicht­ba­res Zei­chen ge­gen die­se Ge­walt. Dazu er­hiel­ten alle ein Blatt Pa­pier mit der Hil­fe-Ruf­num­mer 08 000 116 016 in die Hand.

Auch über Ge­walt ge­gen Män­ner wur­de be­rich­tet, im Ver­gleich zu den Über­grif­fen an Frau­en gibt es hier al­ler­dings nicht so vie­le Fälle.

Auch wenn das Gan­ze schwer zu ver­dau­en ist, fühl­te mich hier rich­tig, an­sons­ten wäre ich als Frau­en­be­auf­trag­te fehl am Platz. Das Ge­hör­te zu ver­ar­bei­ten, dau­ert bei mir et­was länger.

Das war mir wich­tig, et­was fürs Leben

Das war mir wich­tig, et­was fürs Leben

On­line-Re­por­te­rin Mo­ni­ka Fied­ler er­in­nert sich zu­rück und hat eine Fra­ge an Dich:

Vor über vier­zehn Jah­ren war ich in Lüb­ben in der Trau­ma-Kli­nik. In der Ergo-The­ra­pie fer­tig­te ich ein Brett­chen aus Holz mit ei­nem Text an. Neu­lich beim Auf­räu­men fiel es mir wie­der in die Hän­de, und ich be­schloss: Das kommt nicht auf den Sperrmüll!

Weil es mir et­was be­deu­tet, ar­bei­te­te ich das Brett­chen ein we­nig auf – und viel­leicht spricht es ja auch Dich an. Fin­dest Du Dich in mei­nen Zei­len wie­der? Viel­leicht kön­nen sie Dir Mut geben.

Weih­nacht­li­che Lerninsel

Weih­nacht­li­che Lerninsel

Die On­line-Re­por­ter der Haupt­werk­statt er­leb­ten eine Überraschung

Als wir uns am Mitt­woch zur Re­dak­ti­ons­sit­zung in der Lern­in­sel ein­fan­den, emp­fing uns die­se in stark ver­än­der­ter Op­tik. Un­se­re au­gen­blick­lich ein­set­zen­de Re­cher­che er­gab: Seit Mon­tag ver­strö­men ein fest­lich ge­schmück­ter Weih­nachts­baum und der eben­so an­ge­ta­ne Fi­cus Ben­ja­mi­na weih­nacht­li­ches Flair der be­hag­lichs­ten Art.

Auch die „Schul­di­gen“ wa­ren schnell ge­fun­den. Flo­ri­an (sie­he Foto von Va­nes­sa) wars, zu­sam­men mit vie­len wei­te­ren Be­schäf­tig­ten aus dem Grün­team so­wie der Ab­tei­lung Rad und Tat des Cam­pus Q. Wie uns Gärt­ner Phil­ipp ver­riet, nennt man un­se­ren „Ben­ja­min“ auch Birkenfeige.

Al­len Schmü­cke­rin­nen und Schmü­ckern un­ser herz­li­cher Dank für die­se nun so weih­nacht­li­che Lern­in­sel, in der das Ar­bei­ten an un­se­ren Tex­ten gleich noch mehr Spaß macht.

Am Ende eine Punkt­lan­dung – Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 4

Am Ende eine Punkt­lan­dung – Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 4

Die On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter und Frank Nuss­bü­cker lau­schen den „Vä­tern des Hei­de­rings (Fort­set­zung)

Mar­cel Teich­mann: Zu Bau­be­ginn stan­den nur das Haus und das Hal­len­schiff da. Oben­drein wur­de ge­ra­de das ge­sam­te Ge­bäu­de nach Bom­ben ab­ge­bohrt. Da blieb kein Stein auf dem an­de­ren, und auch so man­che Ver­sor­gungs­lei­tung wur­de getroffen.

An­dré Ker­kow: Wir muss­ten eine Men­ge Um- und Aus­bau­en. Die Kalt­hal­le be­saß kei­ne Däm­mung, dazu muss­ten dort auch eine Hei­zung und neue Fens­ter ein­ge­baut wer­den. Wir brau­chen ei­nen Fahr­stuhl! Soll­te er im oder au­ßer­halb des Ge­bäu­des sein? Vie­le Fra­gen, auf die wir schnell Ant­wor­ten fin­den muss­ten. Ohne die tat­kräf­ti­ge Hil­fe der Be­schäf­tig­te und Kol­le­gen, die ma­ler­ten, Re­ga­le auf­bau­ten und wei­te­re Bau­tä­tig­kei­ten über­nah­men, wäre der Fer­tig­stel­lungs­ter­min nicht zu hal­ten gewesen.

Durch gute Kon­tak­te zu un­se­rem Nach­barn Au­to­haus Lam­beck nah­men wir noch wäh­rend der Bau­pha­se ei­nen Grund­stücks­tausch vor. Wir ga­ben dem Au­to­haus et­was von un­se­rem Ge­län­de ab und be­ka­men im Ge­gen­zug die für uns so wich­ti­ge brei­te Zu­fahrt zu Fir­ma Frie­sen. Wie schnell ver­ging die Zeit! All die Vi­sio­nen um­zu­set­zen, die wir im Kopf hat­ten, ge­lang am Ende nur da­durch, weil vie­le Mit­ar­bei­ter und Be­schäf­tig­te so flei­ßig mithalfen.

Mar­cel Teich­mann: Die Wo­che über un­se­re Grup­pen be­treu­en, da­ne­ben und am Wo­chen­en­de den Hei­de­ring an den Start brin­gen, das war ein Kraft­akt. Wir wa­ren ein Team aus ver­schie­dens­ten Mit­ar­bei­ten­den, die nicht im­mer alle ei­ner Mei­nung wa­ren, aber ein Ziel ver­folg­ten! Die neue Au­ßen­stel­le leb­te von An­fang an durch eine ge­wis­se Ei­gen­stän­dig­keit, ei­nen ganz ei­ge­nen Patriotismus.

An­dré Ker­kow: In der Bau­pha­se er­frag­ten wir in meh­re­ren Sit­zun­gen Wün­sche der Be­schäf­tig­ten für das neue Ob­jekt. Ein Zi­ga­ret­ten- und Kau­gum­mi­au­to­mat stan­den eben­so auf der Lis­te wie ein Angelteich.

Auch was den Na­men des neu­en Stand­orts an­ging, gab es Vor­schlä­ge. Vie­le see­lisch be­ein­träch­tig­te Be­schäf­tig­te woll­ten nicht mit der Ca­ri­tas-Werk­statt in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den. Herr Zim­mer­mann, ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter, fiel schließ­lich der Name „Fak­tor C“ ein. Fac­tor steht im la­tei­ni­schen für Schöp­fer oder Gott, das C für die Ca­ri­tas, OR für Oranienburg.

Es war eine wil­de Zeit, und das Gan­ze ging er­staun­lich schnell über die Büh­ne. Vom Herbst 2007 bis zur Fer­tig­stel­lung Ende 2009 ver­stri­chen nur gut zwei Jah­re. Für den Um­bau hat­ten wir 850.000 Euro ein­ge­plant. Aus die­sen wur­den 1,1 Mil­lio­nen, wor­auf uns un­ser Ge­schäfts­füh­rer Herr Voll­mer die Le­vi­ten las. Die­se Sum­me amor­ti­sier­te sich längst mehrfach.

Mar­cel Teich­mann: Par­al­lel zum Auf­bau des Hei­de­rings kün­di­gen wir recht­zei­tig die an­de­ren Ob­jek­te, eine fi­nan­zi­el­le Dop­pel­be­las­tung durch un­ge­nutz­te Miet­ob­jek­te und den Hei­de­ring galt es zu ver­mei­den. Am Ende war es eine ziem­li­che Punkt­lan­dung. Die Er­öff­nungs­fei­er mit 120 Gäs­ten kam ver­gleichs­wei­se pom­pös da­her. Der Dom­probst von Ber­lin war eben­so zu­ge­gen wie die kom­plet­te Lei­tung der Ca­ri­tas Berlin.

An­dré Ker­kow: So­mit hat­ten wir ein Haus für un­se­re see­lisch be­ein­träch­tig­ten Be­schäf­tig­ten, und in der ehe­ma­li­gen Kalt­hal­le die nun ver­ein­te De­mon­ta­ge mit al­lem, was da­zu­ge­hört. Auch Herr Ko­bers Gar­ten-Grup­pe, die zu­vor wie die Werk­stoff-Tren­nung im Quel­le-La­ger sa­ßen, zo­gen nun an den Heidering.

Auch wei­ter­hin ent­stand hier eine Men­ge, schließ­lich platz­te auch der Hei­de­ring aus al­len Näh­ten. So mie­te­ten wir 2015 am Ader­luch eine wei­te­re Au­ßen­stel­le an. Die­se lei­tet heu­te Mar­cel, und ich ging zu­rück in die Hauptwerkstatt.

Mi­cha­el Ben­ter: Ver­misst Ihr den Heidering?

An­dré Ker­kow: Wenn du so­was mit auf­baust, und wirst nach ein paar Jah­ren zu­rück­ge­holt – Herr Lau muss­te mich schon stark über­zeu­gen. Los­las­sen hieß es da für mich, und ich muss­te ak­zep­tie­ren, dass je­mand an­de­res es fort­an an­ders macht. Mitt­ler­wei­le bin ich schon wie­der zehn Jah­re in der Haupt­werk­statt – und kann die Be­dürf­nis­se und Be­find­lich­kei­ten un­se­rer Au­ßen­stel­len viel bes­ser ver­ste­hen als zuvor.

Mar­cel Teich­mann: Wie Vä­ter, die ihre Kin­der groß­wer­den se­hen, so geht’s uns mit dem Hei­de­ring. Du be­ob­ach­test ihn wei­ter, ver­folgst sein Ge­schick, wie Vä­ter nun mal sind!

Si­cher am Arbeitsplatz

Si­cher am Arbeitsplatz

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter ließ sich schulen

Sö­ren frag­te uns: „Habt Ihr In­ter­es­se, am Lehr­gang für Ar­beits­si­cher­heit teil­zu­neh­men?“ Der fand am 13. und 14. No­vem­ber im Hei­de­ring statt, und ich hat­te In­ter­es­se, ge­nau wie mei­ne Re­por­ter-Kol­le­gin Martina.

Wir er­fuh­ren vie­le in­ter­es­san­te Din­ge, zum Bei­spiel, dass Mar­ti­na als Shut­tle-Fah­re­rin über un­se­ren Ar­beit­ge­ber ver­si­chert ist. Fährt sie aber mit ih­rem Pri­vat­au­to zur Ar­beit und macht ei­nen Zwi­schen­stopp beim Bä­cker, ist das nicht der Fall. Dass wir wäh­rend der Pau­se in der Rau­cher­ecke nicht ver­si­chert sind, wuss­te ich schon. Das­sel­be gilt aber auch für den Gang auf die Toi­let­te – au­ßer, wenn ich die Tür auf­las­se, aber wer macht das?

Ar­beits- und Schutz­klei­dung darf nicht ka­putt, Flucht­we­ge müs­sen stets frei, Feu­er­lö­scher gut sicht­bar an­ge­bracht sein. In Ar­beits­räu­men darf nicht ge­ges­sen wer­den und kei­ne Mi­kro­wel­le oder ähn­li­ches ste­hen. Wenn ich in Ur­laub gehe, soll ich mei­ner Ver­tre­tung zei­gen, was sie bei den von mir aus­ge­führ­ten Tä­tig­kei­ten be­ach­ten muss. Wir konn­ten auch Fra­gen stel­len und Ideen ein­brin­gen. So schlug ich vor, dass Be­schäf­tig­te Warn­wes­ten tra­gen, wenn sie ei­nen Hub­wa­gen fahren.

Ab­schlie­ßend gin­gen wir durchs Haus, um zu prü­fen, ob al­les in Ord­nung ist. Dazu ge­hö­ren auch schein­ba­re Ne­ben­säch­lich­kei­ten wie die Ab­lauf-Da­ten der Hy­gie­nemit­tel in den Toi­let­ten. Es gab sehr viel In­put, am Ende der bei­den Tage war ich ganz schön ge­schafft – und um ei­ni­ges schlau­er als vorher.

Un­se­re bes­te Wahl

Un­se­re bes­te Wahl

On­line-Re­por­te­rin­nen der Haupt­werk­statt er­leb­ten die Wahl zu un­se­ren Werkstatt-Gremien.

Mi­chae­la Senf: Ich fand es ein­fach toll, mit mei­ner Kol­le­gin Si­mo­ne je­man­den wäh­len zu kön­nen, den ich ins Herz ge­schlos­sen habe. Si­mo­ne ist im­mer für uns da, wenn es ei­nem nicht gut geht. Gleich am nächs­ten Mor­gen gra­tu­lier­te ich ihr. Über­haupt fin­de ich es gro­ße Klas­se, dass wir die bei­den wich­ti­gen Werk­statt-Gre­mi­en ge­wählt haben.

Jule Buß­ler: Erst wur­den die Stim­men zur Wahl des Werk­statt-Rats aus­ge­zählt, dann die für die Frau­en­be­auf­trag­ten. Bei letz­te­rer wur­de ich Fünf­te. Am Mor­gen hat­te ich noch ge­dacht, mich wählt gar kei­ner. Man muss wis­sen, auf was man sich ein­lässt, stellt man sich zur Wahl. Auf die Mit­glie­der bei­der Gre­mi­en war­ten eine gro­ße Ver­ant­wor­tung und jede Men­ge Arbeit.

Va­nes­sa Ver­der­ber: Da hat Jule Recht! Man muss wirk­lich da­bei sein und kann nicht ein­fach sa­gen: Ich mach das, weil ich Spaß dran hab – aber lass ich mit dei­nen Pro­ble­men in Ruhe. Ich bin sehr glück­lich, dass ich ge­wählt wur­de und neh­me mir fest vor, mir bei je­dem an mich her­an­ge­tra­ge­nen Pro­blem alle be­tei­lig­ten Sei­ten an­zu­hö­ren. Nur zu­sam­men fin­den wir die bes­te Lösung.

Wir dan­ken al­len Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten, al­len, die von ih­rem Wahl­recht Ge­brauch mach­ten und ganz be­son­ders dem Wahl­vor­stand, ohne den das al­les nie­mals über die Büh­ne ge­gan­gen wäre.