Um­zug in die neue Werkstatt

27. Mai 2016 | Pres­se, Pres­se 2016 | 0 Kom­men­ta­re

Von An­drea Ka­thert | Mär­ki­sche All­ge­mei­ne Zeitung

Die Ca­ri­tas-Ein­rich­tung er­wei­tert sich um ei­nen Stand­ort arn Ader­luch und fei­ert gleich­zei­tig ihr 25-jäh­ri­ges Bestehen

Ora­ni­en­burg | “Die Mit­ar­bei­ter sind schon rich­tig heiß drauf, hier zu ar­bei­ten”, sagt Ca­ri­tas-Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau. Ge­mein­sam mit Mar­cel Teich­mann spricht er die letz­ten Punk­te durch, da­mit im Ader­luch 54 bald der Werk­statt­be­trieb be­gin­nen kann. “Der Chef ist schon da”, lacht Lau und zeigt das noch spär­lich ein­ge­rich­te­te Büro von Mar­cel Teich­mann. Doch was viel wich­ti­ger ist, in der Ecke steht be­reits der ers­te neue Auf­trag. Er kommt von den Ober­ha­vel Ver­kehrs­be­trie­ben. “Wir be­schrif­ten 200 Hal­te­stel­len­schil­der für die OVG”, sagt Teich­mann, der Pro­duk­ti­ons­lei­ter im Ader­luch sein wird. Es ist der drit­te Stand­ort, den die Ca­ri­tas-Ein­rich­tung St. Jo­han­nes­berg in Ora­ni­en­burg be­trei­ben will. Ne­ben dem Haupt­sitz in der Ber­li­ner Stra­ße und dem Un­ter­neh­mens­teil “Fac­tor C” im Hei­de­ring ist nun im Ader­luch 54 eine neue Werk­statt entstanden.

Im Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res be­gann der Um­bau des ehe­ma­li­gen Aldi-Mark­tes, der vie­le Jah­re leer stand. Von der tris­ten dunk­len Hal­le mit den kah­len Be­ton­wän­den ist nicht mehr viel üb­rig ge­blie­ben. Nur ganz be­wusst wur­de an ei­ni­gen Wän­den der Sicht­be­ton er­hal­ten – we­gen des in­dus­tri­el­len Charmes. An­sons­ten strahlt das ty­pi­sche, war­me Ca­ri­tas-Rot von den Wän­den, un­ter­bro­chen von den mar­kan­ten Pik­to­gram­men des Unternehmens.

In der Mit­te der Hal­le wur­de ein wür­fel­ar­ti­ger Kom­plex für Um­klei­de­räu­me, Sa­ni­tär­an­la­gen, Du­schen, The­ra­pie- und Ru­he­räu­me er­rich­tet. Von dem Flur aus, der sich um den Kom­plex rund­her­um schlän­gelt, sind die hel­len Ar­beits­räu­me der Grup­pen zu er­rei­chen. Noch ste­hen sie leer. Aber im Ein­gangs­be­reich ist der groß­zü­gi­ge Spei­se- und Pau­sen­raum schon mö­bliert. Nur die Lam­pen über den Ti­schen feh­len noch. Eine der sechs Ar­beits­grup­pen, die bald ein­zie­hen, küm­mert sich um die Kü­che, de­ren Tre­sen in den Spei­se­raum reicht. “Wir wer­den ein rich­ti­ges Früh­stücks­me­nü an­bie­ten”, sagt Mar­cel Teich­mann. Das Mit­tag­essen kommt aus der Haupt­werk­statt und wird in der Kü­che im Ader­luch ausgegeben.

Im Lau­fe der Um­bau­ar­bei­ten muss­te die Werk­statt­lei­tung noch mal um­dis­po­nie­ren. Ur­sprüng­lich soll­te im Ader­luch ein Groß­auf­trag für die Fir­ma G‑Elit aus Ber­lin-Rei­ni­cken­dorf, die Prä­zi­si­ons­werk­zeu­ge her­stellt, aus­ge­führt wer­den. “Aber die Fir­ma schließt ih­ren Sitz”, er­zählt Chris­toph Lau. Des­halb wer­den nun in der neu­en Werk­statt Be­schäf­tig­te ih­ren Ar­beits­platz fin­den, die weit­aus ein­fa­che­re Auf­trä­ge er­le­di­gen und mehr Pa­pier- und Wer­be­ar­ti­kel her­stel­len. “Das ist für uns ein wach­sen­der Ar­beits­be­reich”, meint Chris­toph Lau. Das be­deu­tet aber auch, dass die Be­schäf­tig­ten mehr Be­treu­ung brau­chen und die Grup­pen klei­ner sind. Des­halb wur­de auch für die So­zi­al­ar­bei­te­rin­nen Iris Arndt und Ve­ro­ni­ka Pri­wit­zer ein Raum ein­ge­rich­tet. “Die bei­den wer­den tem­po­rär hier ar­bei­ten” er­klärt Lau. “Trotz der neu­en Werk­statt sind wir ja ins­ge­samt nicht mehr Mit­ar­bei­ter ge­wor­den.” Nächs­te Wo­che zieht die ers­te Grup­pe ein. Am 20. Juni ist dann die Werk­statt voll be­legt. Die 60 Ca­ri­tas-Be­schäf­tig­ten freu­en sich auf ih­ren Ar­beits­ort. “Wäh­rend der Bau­pha­sen wa­ren sie im­mer mal hier”, er­zählt Teichmann.

Die Er­öff­nung der neu­en Werk­statt fällt fast ge­nau auf das 25-jäh­ri­ge Be­stehen, das Ca­ri­tas-Mit­ar­bei­ter und Be­schäf­tig­te heu­te mit ei­nem klei­nen Fest­akt fei­ern. In der druck­fri­schen Fest­bro­schü­re, die da­bei ver­teilt wird, kom­men vie­le Men­schen zu Wort, die die­se 25 Jah­re mit­er­lebt haben.

Von An­fang an dabei

Vor 25 Jah­ren wur­de die Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg in der Ber­li­ner Stra­ße er­öff­net. Die­se Be­schäf­tig­ten wa­ren von An­fang an dabei:
And­re Naleppa ist noch ge­nau­so be­geis­tert von sei­ner Ar­beit, wie vor 25 Jahren.
An­drea Voll­mer er­in­nert sich gern an ihre Zeit mit And­re Pe­try­ka, mit dem sie oft zu­sam­men ge­lacht hat.
An­ge­li­ka Kopitz­kes Ar­beits­platz ist die Kü­che, bis heu­te be­kocht sie den ge­sam­ten Jo­han­nes­berg mit.
Ra­mo­na Sau­bahn möch­te im­mer bei Sil­ke Dar­gel in der Grup­pe bleiben.
Jür­gen Gat­zek wünscht sich, dass al­les so bleibt.
Det­lef Gru­be fin­det, am An­fang war die Werk­statt noch schön klein.
Britt Ka­min­ski macht heu­te leich­te­re Ar­bei­ten und hat mehr Freu­de daran.
Bri­git­te Schau­er wür­de gern noch 25 Jah­re wei­ter so arbeiten.
Bernd Hoff­mann freut sich, bald im Ader­luch ar­bei­ten zu können.
Pe­ter ja­ku­mow­sky mag am liebs­ten Trak­tor­fah­ren mit Roland.
lngo Hen­ning wünscht sich mehr Lohn für die Ar­bei­ten, die anfallen.
Kat­rin Rie­bow hofft, dass die Werk­statt wei­ter­hin lan­ge be­stehen bleibt.
Mi­cha­el Brock spielt je­den Frei­tag in der Thea­ter­grup­pe mit.
Die­ter Zehli­cke moch­te am liebs­ten die Ar­beit mit den Hausmeistern.
Sa­bi­ne Blaszc­zyk ist bei Can­ti­na im Hei­de­ring und möch­te dort bleiben.
Pe­tra Pip­pig er­in­nert sich gut an die Räu­me in der Ber­li­ner Stra­ße 60a.
Rai­ner Leschke mag am liebs­ten schö­nes Es­sen kochen.
Sven Sei­fert wünscht sich, dass die Werk­statt im­mer Auf­trä­ge bekommt.
Ste­fan Mietz fin­det, an der Ar­beit ist al­les gut.
Roy Schmidt mag Aus­flü­ge, Fes­te und Feiern.
Ste­fan Gei­se­ler denkt, die EM 2016 ge­winnt na­tür­lich Deutschland.
Cars­ten Krau­se freut sich im­mer, sei­ne Ar­beits­kol­le­gen zu sehen.
An­nett Ni­klas ers­ter Grup­pen­lei­ter war To­bi­as Ottlewski.