Koch­work­shop Nume­ro uno

Koch­work­shop Nume­ro uno

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler be­rich­tet von ei­nem Koch-Event der be­son­de­ren Art:

Wir, die Kü­chen­grup­pe vom Ader­luch, be­stell­ten neu­lich das Mit­tag­essen für uns ab, weil wir die­ses selbst zu­be­rei­ten woll­ten. Die Idee: Wir ma­chen Piz­za, vom Bo­den über die Soße bis zum Be­lag. Un­se­re Fach­kraft Anna kauf­te alle nö­ti­gen Zu­ta­ten ein – und los gings!

Als Bo­den hat­ten wir am Vor­tag ei­nen He­fe­teig an­ge­setzt. Er muss­te in war­mer Um­ge­bung ru­hen, da­mit die Hefe auf­geht. Tags dar­auf schnitt mei­ne Kol­le­gin Si­mo­ne To­ma­ten, Pa­pri­ka Zwie­beln und Knob­lauch klein und ich pü­rier­te das Gan­ze, be­vor wir al­les im Topf an­brie­ten und durch­sieb­ten, dass nur die Soße üb­rig­blieb. Zum Wür­zen ver­wen­de­ten wir Kräu­ter aus dem Su­per­markt so­wie fri­schen Ba­si­li­kum und Schnitt­lauch von un­se­rem Kräu­ter­beet. Die Piz­za-Soße im La­den zu kau­fen, ist si­cher ein­fa­cher, aber wir mach­ten sie selbst! Am Ende schmeck­ten wir sie mit Salz, Pfef­fer und et­was Ket­chup ab – sie mundete.

Zum Be­le­gen ver­wen­de­ten wir To­ma­ten, Schin­ken, Sa­la­mi, Pa­pri­ka und von mir in Schei­ben ge­schnit­te­ne Cham­pi­gnons, oben­drauf kam Rei­be­kä­se. Je­der wähl­te aus, was auf sei­nen Teil drauf soll. Si­mo­ne und ich be­leg­ten un­se­re drei Piz­zen so, dass alle Wün­sche er­füllt wur­den. Wer woll­te, streu­te sich am Ende fri­schen Ru­co­la, eben­falls vom Kräu­ter­beet, dar­über. Das Menü ab­zu­run­den, kre­ierten wir zum Nach­tisch Mas­car­po­ne mit Jo­ghurt, cre­mig ge­schla­gen mit ro­tem Ge­lee. Zur Mit­tags­zeit deck­ten wir zwei Vie­rer­ti­sche ein, an de­nen wir un­ser Mahl ver­zehr­ten. Das sorg­te für et­was Ver­wir­rung im Saal. Dach­ten doch ei­ni­ge, un­se­re Piz­za wäre ei­nes der drei Mit­tags­an­ge­bo­te für alle. Ein klein we­nig war es auch so. Die Stü­cke, die wir nicht schaff­ten, konn­ten an­schlie­ßend Fach­kräf­te wie Be­schäf­tig­te zum klei­nen Preis kau­fen und so eben­falls in den Ge­nuss un­se­res Work­shops kom­men. Der war üb­ri­gens nicht der letz­te sei­ner Art. Nächs­tes Mal über­rascht uns mei­ne Kü­chen- und Re­por­ter-Kol­le­gin Mi­chae­la mit ei­nem Re­zept ih­rer Oma.

Die Hän­de im Spiel haben

Die Hän­de im Spiel haben

Die Ca­ri­tas-Werk­statt möch­te ein Ar­beits­platz und zu­gleich Teil des Ge­mein­we­sens in un­se­rer Re­gi­on sein. Auch für die Be­schäf­tig­ten und Fach­kräf­te des För­der­be­reichs, die im Rah­men ei­ner Ko­ope­ra­ti­on mit der Ora­ni­en­bur­ger Stadt­bi­blio­thek wö­chent­lich vor Ort den Be­stand an Brett­spie­len auf Voll­stän­dig­keit prüfen. 

Das Job­coa­ching wirkt. Und wie!

Das Job­coa­ching wirkt. Und wie!

Die Ca­ri­tas-Werk­statt ist weit mehr als ein Ar­beits­platz. Sie ist ein Le­bens­mit­tel­punkt vie­ler Be­schäf­tig­ter und manch­mal auch das Sprung­brett für wei­ter­ge­hen­de be­ruf­li­che Plä­ne: Mit dem Aus­bil­dungs­jahr be­ginnt heu­te auch für ei­ni­ge ehe­ma­li­ge Be­schäf­tig­te von uns ein neu­er Le­bens­ab­schnitt. Fe­lix Schmidt etwa star­tet mit Un­ter­stüt­zung des Job­coa­chings der Ca­ri­tas-Werk­statt in sei­ne drei­ein­halb­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zum Kfz-Me­cha­tro­ni­ker für Nutz­fahr­zeu­ge bei der Bus­ver­kehrs­ge­sell­schaft Ober­ha­vel mbH, ei­ner Toch­ter­ge­sell­schaft der OVG. Die fi­nan­zi­el­len Mit­tel und zu­sätz­li­che un­ter­stüt­zen­de Leis­tun­gen wer­den im Bud­get für Aus­bil­dung zur Ver­fü­gung ge­stellt. Herz­li­chen Glück­wunsch, Fe­lix! Und al­les Gute für die­sen Schritt. 

Noch mehr Freu­de auf Montag

Noch mehr Freu­de auf Montag

Im Be­rufs­bil­dungs­be­reich von Cam­pus Q freu­en sich un­ver­kenn­bar so­gar die Kar­tof­feln auf die neue Wo­che. Vom Grün­team frisch ge­ern­tet und im Lehr­gang Gas­tro­no­mie & Ser­vice ver­edelt, lan­den sie dem­nächst auf den Tel­lern der Beschäftigten.

Hö­her, schnel­ler, heiter

Hö­her, schnel­ler, heiter

Die Spie­le in Pa­ris sind Ge­schich­te, hier kom­men die Ader­lym­pics: Mit olym­pi­schen Ehr­geiz und rich­tig viel Spaß ver­such­ten sich die Be­schäf­tig­ten der Zweig­werk­statt am Ader­luch die­ser Tage in ei­ner Rei­he von sport­li­chen Dis­zi­pli­nen und Wett­be­wer­ben. Und das mit ei­nem stan­des­ge­mä­ßen Rah­men­pro­gramm samt Fa­ckel­lauf, Eh­ren­run­de und Siegertreppchen. 

State­ment der Caritas-Werkstatt

State­ment der Caritas-Werkstatt

Un­ter dem Ti­tel “Aus­beu­tung in Be­hin­der­ten­werk­stät­ten” be­rich­te­te das ZDF in der Sen­dung fron­tal am 23.07.2024 über eine Werk­statt in Hes­sen. Im Film wer­den Ur­tei­le über die Zu­stän­de in Werk­stät­ten für be­hin­der­te Men­schen ge­trof­fen, die als all­ge­mein­gül­tig be­schrie­ben wer­den. Im Na­men der Ca­ri­tas-Werk­statt ant­wor­tet Chris­toph Lau, Werk­statt­lei­ter und Vor­stand der LAG WfbM Bran­den­burg, den bei­den Re­dak­teu­rin­nen die­ses Filmbeitrags:

Lie­be Frau Oden­thal, lie­be Frau Randerath,

ich schrei­be Ih­nen als Lei­ter ei­ner Werk­statt für be­hin­der­te Men­schen der Ca­ri­tas im Ber­li­ner Umland.

In Ih­rem Bei­trag für die Sen­dung “Fron­tal” am 23.07.2024 stel­len Sie ein­zel­ne Werk­statt­be­schäf­tig­te und ih­ren Un­mut vor. Aber al­lein schon der Ti­tel “Aus­beu­tung in Be­hin­der­ten­werk­stät­ten” soll dem Pu­bli­kum die sys­te­ma­ti­schen Miss­stän­de ei­ner gan­zen Bran­che vermitteln. 

Sie er­we­cken den Ein­druck, als wäre es die vor­der­grün­di­ge Auf­ga­be von Werk­stät­ten, die Ver­mitt­lung auf den all­ge­mei­nen Ar­beits­markt zu or­ga­ni­sie­ren. Dies ist schon des­halb falsch, weil die vol­le Er­werbs­min­de­rung eine we­sent­li­che Zu­gangs­vor­aus­set­zung zur Auf­nah­me in eine Werk­statt ist. Men­schen sind in ei­ner Werk­statt be­schäf­tigt, ge­ra­de weil sie den Wett­be­werbs­be­din­gun­gen des Ar­beits­mark­tes auf­grund ih­rer Be­hin­de­rung nicht ge­nü­gen kön­nen. Aus die­sen Zu­gangs­be­din­gun­gen er­klärt sich, dass ein Groß­teil der Werk­statt­be­schäf­tig­ten dau­er­haft auf Un­ter­stüt­zung an­ge­wie­sen ist.

In Deutsch­land le­ben etwa drei Mil­lio­nen Men­schen im er­werbs­fä­hi­gen Al­ter mit ei­ner Schwer­be­hin­de­rung, 270.000 von Ih­nen sind in ei­ner Werk­statt be­schäf­tigt. Es lässt sich also nicht von den Men­schen mit Be­hin­de­rung spre­chen, son­dern von ei­nem klei­nen Teil, näm­lich we­ni­ger als zehn Pro­zent von ih­nen, die in ei­ner Werk­statt be­schäf­tigt sind. Die­je­ni­gen also, die es selbst im Ver­gleich zu den rest­li­chen 90% der schwer­be­hin­der­ten Men­schen auf dem Ar­beits­markt be­son­ders schwer haben.

Von der Schu­le in die Be­hin­der­ten­werk­statt. So läuft es nor­ma­ler­wei­se für Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gun­gen.” Wie un­zu­tref­fend Ihre Ein­schät­zung ist, ver­deut­licht schon die­ses Zah­len­ver­hält­nis zwi­schen schwer­be­hin­der­ten Men­schen und Werkstattbeschäftigten.

Ei­nen Alex­an­der Schä­fer, wie er in Ih­rem Film zu se­hen ist, wer­den Sie in den meis­ten Werk­stät­ten für be­hin­der­te Men­schen gar nicht an­tref­fen. Wohl aber Men­schen mit schwe­ren, zu­meist geis­ti­gen Be­ein­träch­ti­gun­gen und mit ei­nem ho­hen Be­darf an Be­treu­ung, Un­ter­stüt­zung und nicht sel­ten auch Pfle­ge. Gleich­wohl ha­ben sie An­spruch auf be­ruf­li­che Teil­ha­be, un­ab­hän­gig vom ma­te­ri­el­len Mehr­wert ih­rer Ar­beits­kraft – selbst wenn die­ser, wie in ih­rem Bei­trag, nur bei 2,24 Euro pro Stun­de liegt. Dies ist nicht zu kri­ti­sie­ren, son­dern be­schreibt die Ziel­grup­pe von Werk­stät­ten für be­hin­der­te Men­schen. Die Teil­ha­be­leis­tun­gen, die um­fas­sen­de As­sis­tenz, die in­di­vi­du­el­le Auf­be­rei­tung von Ar­beits­schrit­ten, die per­sön­li­che Wert­schät­zung und das wech­sel­sei­ti­ge Ver­trau­en ma­chen den All­tag in ei­ner Werk­statt aus und sind ein wich­ti­ger Teil der Le­bens­qua­li­tät der hier be­schäf­tig­ten Menschen.

Als So­zi­al­ar­bei­ter und Werk­statt­lei­ter bin ich über­zeugt, dass auch Men­schen mit ei­ner Er­werbs­min­de­rung An­spruch ha­ben auf be­ruf­li­che Teil­ha­be – und zwar un­ab­hän­gig vom ma­te­ri­el­len Mehr­wert ih­rer Ar­beits­kraft. Werk­stät­ten ste­hen au­ßer­halb der Wett­be­werbs­be­din­gun­gen des Ar­beits­mark­tes. Ge­nau das ist ihre Le­gi­ti­ma­ti­on. Des­halb kann die Ei­gen­lo­gik von Werk­stät­ten kei­ne rein be­triebs­wirt­schaft­li­che sein, die den Prin­zi­pi­en von Ef­fi­zi­enz­stei­ge­rung und Ar­beits­kraft­ver­wer­tung ver­pflich­tet wäre. Der ge­setz­li­che Min­dest­lohn ist ein Pro­dukt der Leis­tungs­be­din­gun­gen des Ar­beits­mark­tes, die in ei­ner Werk­statt aus gu­ten Grün­den nicht gel­ten können.

Werk­stät­ten re­du­zie­ren nicht ihre “Be­leg­schaft”, weil es die Auf­trags­la­ge na­he­legt, wir tren­nen uns nicht von sinn­vol­len aber we­ni­ger er­trag­rei­chen Auf­trä­gen und auch nicht von Be­schäf­tig­ten, die zum ge­werb­li­chen Ge­samt­ergeb­nis viel­leicht nur ei­nen klei­nen Bei­trag leis­ten kön­nen. All das wäre mit Blick auf die ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be von Werk­stät­ten ab­surd – für eine wirt­schaft­li­che Er­trags­stei­ge­rung aber notwendig.

Des­halb wird eine Werk­statt­be­schäf­ti­gung nie un­ab­hän­gig von wei­ter­ge­hen­den So­zi­al­leis­tun­gen zu se­hen sein. Denn auch dass das Ar­beits­ent­gelt aus der Werk­statt­be­schäf­ti­gung mit ei­ner Viel­zahl wei­te­rer An­sprü­che auf So­zi­al­leis­tun­gen ver­bun­den ist, hät­te zur Wahr­heit dazugehört.

Zählt man die­se hin­zu, sieht die Ein­kom­mens­si­tua­ti­on von Werk­statt­be­schäf­tig­ten schon et­was an­ders aus. Man könn­te im­mer noch sa­gen, dass dies zu we­nig ist, so wie es für an­de­re Be­zie­her von So­zi­al­leis­tun­gen auch zu we­nig ist. Werk­stät­ten sind nur als So­zi­al­leis­tung zu ver­ste­hen, als Er­gän­zung zum Ar­beits­markt – nicht aber als Teil des Ar­beits­mark­tes mit Ta­rif­par­tei­en und Mindestlohn.

Die Werk­stät­ten sind nicht per­fekt, sie sind Teil der rea­len Welt. Si­cher­lich las­sen sich in den Werk­stät­ten Men­schen mit frus­trie­ren­de Er­fah­run­gen fin­den. Die­se sol­len und müs­sen zu Wort kom­men, ge­ra­de auch in reich­wei­ten­star­ken Sen­dun­gen wie “Fron­tal”. Aber wie ab­sichts­voll Sie alle Ge­gen­mei­nun­gen und ‑ar­gu­men­te un­ter­schla­gen, wirkt an der öf­fent­li­chen Ge­ring­schät­zung von Werk­stät­ten mit, die nicht nur die In­sti­tu­ti­on trifft, son­dern auch die Men­schen mit Be­hin­de­rung, die in ih­nen be­schäf­tigt sind.

Mit freund­li­chen Grü­ßen von
Chris­toph Lau.

Ich kau­fe ein “e”

Ich kau­fe ein “e”

Die­ser de­ko­ra­ti­ve Blick­fang steht neu­er­dings im Foy­er der Fa. en­re­tec GmbH, ein Ent­sor­gungs­fach­be­trieb für me­di­zi­ni­sche Ab­fäl­le in Vel­ten. Das groß­for­ma­ti­ge Fir­men­lo­go wur­de in un­se­rem Ar­beits­be­reich Holz­ver­ar­bei­tung kon­zi­piert und ge­fer­tigt – und von den be­tei­lig­ten Be­schäf­tig­ten per­sön­lich ausgeliert.

Von Flie­gen und Spinnen

Von Flie­gen und Spinnen

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler be­rich­tet von sei­nem nicht ganz all­täg­li­chen Hobby:

Seit 8 Jah­ren in­ter­es­sie­re ich mich für In­sek­ten und Spin­nen. In der Werk­statt ar­bei­te ich am Ader­luch in der Kü­che. Be­son­ders zahl­reich zei­gen sich hier je­den Som­mer die Flie­gen. Ge­ra­de sind sie da­bei, un­se­re Kü­che zu „über­neh­men“. Mich selbst stö­ren sie nur, wenn sie auf mei­nem Kopf lan­den. Auf­grund ih­rer Fa­cet­ten­au­gen guckt dich eine Flie­ge im­mer an. Das ist in­ter­es­sant, aber zu­gleich sehr seltsam.

Ein­mal hör­te ich eine Kol­le­gin laut schrei­en. Ich ging zu ihr und sah: Ganz in ih­rer Nähe krab­bel­te eine Spin­ne auf dem De­ckel des Plas­tik-Müll­ei­mers her­um. Sie hat­te die per­fek­te Grö­ße, dass ich sie mit ei­nem Glas so­wie ei­nem Blatt Pa­pier ein­fan­gen konn­te. An­schlie­ßend schaff­te ich sie hin­aus und ließ sie an der He­cke wie­der frei. Ich las schon vie­le Bü­cher zum The­ma – den Trick mit dem Glas ken­ne ich aber von mei­nen Eltern.

Was ich ab­so­lut nicht emp­feh­len kann, ist es, auf eine Spin­ne drauf­zu­hau­en. Da­mit tö­tet man zwar die­se eine, hat aber mit­un­ter statt ih­rer vie­le klei­ne Spin­nen auf dem Bo­den her­um­zu­krab­beln. Spring­spin­nen zum Bei­spiel tra­gen ihre Kin­der auf dem Rücken.

Eine Kol­le­gin sag­te beim An­blick ei­ner Spin­ne ganz ru­hig: „Die ken­ne ich schon.“ Be­sag­tes Tier hat­te glau­be ich be­reits ei­nen Namen.

Ich weiß nicht ge­nau, was mich an die­sen Tie­ren so in­ter­es­siert. Ent­de­cke ich eine, gu­cke ich, ob ich die­se Art schon ken­ne, neh­me Hand­fe­ger be­zie­hungs­wei­se Glas und Pa­pier – und ge­lei­te sie hin­aus. Sehr gro­ße Ex­em­pla­re wer­den von Lai­en gern für eine Vo­gel­spin­ne ge­hal­ten. Als eine sol­che mal bei uns auf­tauch­te, han­del­te es sich je­doch um eine hei­mi­sche Art, die ihre Kör­per­grö­ße wohl auf­grund der vie­len Nah­rung er­langt hat­te. Apro­pos, was es­sen Spin­nen am liebs­ten? Ihre Leib­spei­se sind die uns be­son­ders im Som­mer so stö­ren­den Fliegen.

Der Neue ist da!

Der Neue ist da!

Mar­ti­na Har­nisch­ma­cher und Kris­tin Jung ha­ben ei­nen neu­en Be­glei­ter im Arbeitsalltag:

Wir sind seit ei­ni­gen Wo­chen mit ei­nem neu­en Shut­tle für die Ca­ri­tas-Werk­statt un­ter­wegs. Ganz lei­se und um­welt­freund­lich ist er. Er ist nun mal ein E–Auto.

Auf je­der Sei­te gibt es eine Schie­be­tür zum aus- und ein­stei­gen. Das Öff­nen und Schlie­ßen der Tü­ren wird über das Cock­pit mit ei­nem Knopf­druck ak­ti­viert. Weil un­ser Neu­er so lei­se ist, schal­ten wir das Ra­dio ein, um zu wis­sen, ob er über­haupt an ist. Durch das Pan­ora­ma­dach kann man den Him­mel se­hen und es ist heller.

Es ste­hen noch klei­ne­re Ver­bes­se­run­gen für un­se­re Fahr­gäs­te an. So wer­den Hand­läu­fe vorn und hin­ten an­ge­baut so­wie eine elek­tro­ni­sche Einstiegshilfe.

Als un­ser neu­er Shut­tle noch nicht mit den blau­en Wol­ken der Ca­ri­tas-Werk­statt be­klebt war, sa­hen wir aus wie ei­nes von vie­len Au­tos. Wir trau­ten uns nicht mal so am Stra­ßen­rand an­zu­hal­ten, um mo­to­risch ein­ge­schränk­te Fahr­gäs­te rein- oder rauszulassen.

Als Ca­ri­tas-Werk­statt er­kenn­bar ließ uns vor­her der eine oder an­de­re auch ger­ne mal vor, wir wa­ren ja die Ca­ri­tas. Das un­be­kleb­te Fahr­zeug wur­de von den an­de­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern nicht beachtet.

Nun steht uns der Neue mit sei­ner gan­zen blau­en Auf­schrift be­reit und al­les ist wie vor­her. Un­se­re Wer­be­tech­nik und die Be­rufs­bil­dung ha­ben hier gan­ze Ar­beit ge­leis­tet. Auf der Stra­ße füh­len wir uns wie­der wohl, so wie wir es ge­wohnt wa­ren. Er­kannt und ge­grüßt von den an­de­ren Fahr­diens­ten und von je­dem, der uns kennt.

Un­se­re Mit­be­woh­ne­rin mit vier Pfoten

Un­se­re Mit­be­woh­ne­rin mit vier Pfoten

On­line-Re­por­te­rin Mi­chae­la Senf emp­fängt Besuch:

Je­den Tag be­sucht uns in der Wohn­grup­pe am St. Jo­han­nes­berg ein Eich­hörn­chen, um sich et­was Gu­tes zum Fres­sen zu be­sor­gen. Aus die­sem Grund ha­ben wir im­mer Wal­nüs­se da. Das Eich­hörn­chen schnappt sich eine, haut ab und kommt wieder.

Ab und zu be­ob­ach­tet uns das Tier­chen beim Früh­stü­cken, oder es schaut zum Abend­essen vor­bei. Will sie viel­leicht in Ge­mein­schaft essen?

Sie hat auch ei­nen Na­men, wir nen­nen sie Lilli.

Ein­mal knack­te Lil­li eine Nuss vor un­se­ren Au­gen. Wir kau­fen ex­tra Nüs­se für sie, ge­nau wie das Fut­ter für die Vö­gel. Auf un­se­rem Bal­kon steht ein Vo­gel­haus mit Kör­nern. Tie­re sind mir wich­tig, und Lil­li das Eich­hörn­chen ge­hört ein­fach zu uns. Ich fin­de, man soll­te Tie­re ach­ten und gut mit ih­nen umgehen.

Guck doch mal!“, sag ich dann zu mei­nen Mit­be­woh­nern, „Lil­li ist wie­der da.“

Stroh­män­ner (und ‑frau­en)

Stroh­män­ner (und ‑frau­en)

Nur Stroh im Kopf ha­ben die­ser Tage aus gu­tem Grund die Be­schäf­tig­ten und Fach­kräf­te im Ar­beits­be­reich Holz­ver­ar­bei­tung: Das Stroh näm­lich, das in der Ca­ri­tas-Werk­statt für Mel­li­fera e.V. zu Trenn­schie­den in den Ein­raum­beu­ten ver­ar­bei­tet wird, um dort für eine an­ge­neh­me Be­hau­sung der Bie­nen­völ­ker zu sor­gen. Und das al­les auch noch selbst ge­ern­tet, wie hier auf den Fel­dern von Grüneberg.

Un­ser klei­ner ro­ter Buchladen!

Un­ser klei­ner ro­ter Buchladen!

Die On­line-Re­por­te­rin Ma­nue­la Wro­blew­ski ist Stamm­kun­din in der neu­en Bü­cher­zel­le im St. Johannesberg: 

Eine aus­ran­gier­te Te­le­fon­zel­le ver­wan­del­te sich in ei­nen klei­nen Buch­la­den. Sie ist jetzt nicht mehr gelb, son­dern mit Rot an­ge­sprüht, na­tür­lich außergewöhnlich!

Weil ich über­all sol­che ehe­ma­li­gen Te­le­fon­zel­len sah, die zu Se­cond-Hand-Buch­lä­den um­ge­stal­tet wur­den, sprach ich vor ei­ni­ger Zeit die Werk­statt­lei­tung an, ob wir so et­was nicht auch bei uns ein­rich­ten könnten?

Sie­he da, … nun steht sie auf un­se­rem Cam­pus. Tag­täg­lich kann man dort sei­ne Ro­ma­ne, DVDs und CDs hin­brin­gen und sich zu­gleich als Bü­cher­wurm durch­schmö­kern. Auf dem Weg zum Haus Lui­se, zwi­schen Jo­sef­haus und Wohn­heim steht un­ser klei­nes ro­tes Bü­cher­stüb­chen. Also Ihr Lie­ben, habt Spaß beim Her­um­stö­bern und Entdecken!