7. Februar 2025 | Logbuch |
Ein Reisebericht von Online-Reporterin Michaela Senf, zugleich ein Ausflugstipp für alle interessierten Tierfreunde
Freitags nach Feierabend fahren wir mit unserer Wohngruppe oft hinaus. Wir können uns aussuchen, wohin es gehen soll und besprechen das Ganze im Vorfeld mit unserer Betreuerin Dajana. Neulich entschieden wir: Lasst uns in den Wildtierpark Hohenbruch fahren!
Vom Caritas-Wohnen buchten wir uns ein Dienstfahrzeug und machten uns auf den Weg. Es war das zweite Mal, dass wir den Wildtierpark besuchten. Dort kostet es keinen Eintritt, und wir schauten uns die ganzen Tiere an. Am meisten mag ich die Huskys. Sie erwarteten uns schon am Zaun und begrüßten uns mit freudigem Gebell. Huskys arbeiten als Schlittenhunde, dahinter steckt eine ungeheure Kraft.
Sie haben dort auch ein Gehege mit den kleinen Linderödschweinen, eine Mutter mit ihren Kindern. Ich finde es süß, wenn die frisch geborenen Ferkel anfangen, die Welt zu entdecken. Scheint nachts der Mond, fangen die Polarwölfe an zu heulen. Ich mag ihr Heulen, auf diese Weise verständigen sie sich miteinander. Überhaupt sind mir Tiere wichtig, sehr gern hätte ich ein Haustier. Natürlich keinen Wolf! Ich freue mich sehr darauf, wenn wir wieder einmal nach Hohenbruch fahren.
3. Februar 2025 | Logbuch |
Genau fünf Jahre ist es her, dass auch die Caritas-Werkstatt vorübergehend ihren Regelbetrieb einstellen musste. Online-Reporter Michael Benter erinnert sich an diese Zeit.
Ich möchte hier auf die Coronazeit zurückblicken. Zuerst durften wir gar nicht in die Werkstatt. Von Januar bis Juli 2021 arbeiteten wir Bewohner des Valentinenhofs am Aderluch, im Raum von Stefan Latotzke und Ralf Dräger.
Die Gruppenleiter Clemens Bengsch, Thomas Kober und Matthias Dahlke von der Garten- und Landschaftspflege holten uns in Schmachtenhagen ab und brachten uns nachmittags wieder heim. Sie durften, genau wie wir, nur zum Aderluch.
Dort sortierten und verpackten wir FFP-2-Masken in Dreier- und Sechser-Packs. Dabei trugen wir aus hygienischen Gründen weiße Stoffhandschuhe. Drei von uns arbeiteten an einer Maschine aus Berlin. Michael Brock bestückte sie mit Masken, welche die anderen entsprechend vorsortiert hatten. Axel Lange entnahm ihr die in Folie verschweißten Packungen und legte sie in Postkartons. Ich stand zwischen den beiden und passte auf, dass sich die Masken in der Maschine nicht stauten.
„Darf ich die Verantwortung übernehmen?“, hatte ich Stefan gefragt. Er sagte ja und erklärte: „Gibt es einen Stau, drückst du auf den Knopf zum Stoppen der Maschine, kümmerst dich um das Problem oder holst einen Gruppenleiter.“
Das erfüllte mich mit Stolz. Die Maschine hatte ihre Macken und spielte öfters verrückt. Wie ich hörte, waren wir die einzige Gruppe, die an ihr arbeiten durfte. Später fertigten wir für Herlitz Notizbücher und weitere Artikel. Enrico Sachse und Stefan Latotzke fragten mich, ob ich Lust habe, Haltestellenschilder zu bekleben. Ich sagte: „Ja!“
Ich bin froh, dass Coronazeit und Lockdowns lange vorbei sind, dass wir wieder frei arbeiten und uns nicht mehr täglich testen müssen. Dennoch war es toll bei Stefan und Ralf! Viele von uns wären gern in ihrer Gruppe geblieben. Blicke ich auf diese an sich schreckliche Zeit zurück, sage ich: Auch das zeichnet eben unsere Werkstatt aus: Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.
29. Januar 2025 | Logbuch |
Am Freitag, 14. Februar 2025 wird getanzt – in Oranienburg und auf der ganzen Welt. Und die Caritas-Werkstatt ist nicht nur mittendrin, sondern vorneweg. Kommt zum Schlossplatz und tanzt mit für die gute Sache! Weitere Informationen findet Ihr hier.
23. Januar 2025 | Logbuch |
Das Online-Reporter-Team am Aderluch ist unterwegs im öffentlichen Nahverkehr
Die alte Bushaltestelle Aderluch (Richtung Rewestraße, Birkenallee) existierte bereits, als direkt hinter ihr noch kein Einfamilienhaus stand. Dann wurde die Wohnanlage gebaut – und sich über besagte Haltestelle vor der eigenen Nase beschwert. Nunmehr wurde jene Haltestelle um etwa 100 Meter versetzt.
Seither haben die Wartenden ein Dach überm Kopf und genießen obendrein dank dreier Plexiglas-Wände einen gewissen Windschutz. Statt einer Holzbank gibt es vier Metallsitze. Am alten Standort kündete lediglich das Haltestellenschild davon, dass man daselbst in Busse einsteigen konnte. Obendrein ist der Weg von und zur neuen Haltestelle sicherer, denn nebendran befindet sich eine Fußgänger-Ampel.
So also bewirkte jene Beschwerde eines Hauseigentümers am Ende sogar was Positives, zumindest vorerst. Denn wer weiß, ob sich der nun neue „Haltestellen-Nachbar“, ein anderes Häuschen jener Wohnanlage, über kurz oder lang nicht ebenfalls beschwert?
Eines indes blieb und bleibt gleich: Unseres Wissens fertigte sowohl das alte, wie das neue Haltestellen-Schild niemand anderes als die Werbetechnik unserer Caritas-Werkstatt.
21. Januar 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter macht sich in der Wäscherei nützlich.
Immer mal wieder helfe ich nach Feiertagen in der Wäscherei aus, das letzte Mal am 2. und 3. Januar 2025. Die Fachkräfte Sabine Söhring, Silke Dargel und Sylvia Gojdár hatten vorab angefragt. Ich hatte Interesse, mal was anderes zu machen. Außerdem wohne ich gleich um die Ecke. Um 7.20 Uhr ging ich rüber, 14,50 Uhr hatte ich Feierabend.
Zu tun gabs genug. Von der JVA Neuruppin-Wulkow erreichte uns jede Menge Gefängnis-Wäsche, dazu Arbeitskleidung von AWU Oberhavel, REWE, der Praxis von Frau Dr. Boehr etc., die Bettwäsche mehrerer Kitas und nicht zu vergessen jene unserer Wohnheime Valentinenhof und der Wohngruppen des St. Johannesbergs. Die Arbeitskleidung unserer Werkstatt-Bereiche, mit Namen und dem jeweiligen Logo versehen, kommt in markierten Tonnen rein. Diese werden ebenfalls gereinigt.
Im Schwarzbereich wandert alles, gut sortiert, in die Waschmaschinen. Die saubere Wäsche packen wir auf Wagen und fahren sie zum Trockner. Ich durfte ihn einschalten. Bettwäsche verbleibt nur 10 Minuten darin, anschließend wird sie gemangelt. Alles andere trocknen wir 30 Minuten. Dann packen wir sämtliche Stücke auf riesige Tische, um sie zusammenzulegen. Was noch nicht ganz trocken ist, kommt in einen roten Korb und geht nochmal in den Trockner.
Am Ende wird die gereinigte Wäsche abgewogen und ins Lager gebracht. Ein Caritas-LKW fährt sie an ihre Zielorte. Unsere Wohnheim-Wäsche rollen wir zu zweit im Gitterwagen zu den einzelnen Wohngruppen. Die Wäsche, die nicht gepatcht ist, kommt ins Haus Luise. In der Wäscherei ist es warm und stickig. Eine harte Arbeit, doch unterstütze ich das dortige Team gern. Dabei treffe ich Martina und Kristin vom Shuttle und erhalte außerdem viel Lob. Ich glaube, Sabine, Silke und Sylvia freuen sich, wenn ich wiederkomme.
14. Januar 2025 | Logbuch |
Das Jahr beginnt und auch die Online-Reporterinnen und Reporter sind wieder am Start. Wer sich fragt, wozu es Werkstätten eigentlich geben muss, der findet die Antwort in diesem Gedicht von Monika Fiedler.
Das sind wir. Ein Faktor-C-Gedicht
Bei uns in der Caritas-Werkstatt hört man nicht nur die Lauten und Mutigen, sondern auch die Stillen und Leisen!
Die brauchen sich hier nicht beweisen!
Geht es uns schlecht, und die Tränen fließen –
Die dürfen wir hier auch vergießen.
Dann eilt uns das Fachteam zu Hilfe mit der Taschentücher-Box.
Ein Blick durch das Fenster – und draußen blüht der Phlox.
Es folgt ein beruhigendes Gespräch in der Ecke.
Das fühlt sich an wie eine Kuscheldecke!
Wir sind hier unter unseresgleichen.
Hier brauchen wir niemandem auszuweichen.
Wir fassen wieder neuen Mut!
Und unsere Arbeit machen wir gut!
Sogar einen internen Fahrdienst gibt es hier.
Wer den wohl fährt? Natürlich wir!
Der Erlös ist unser Lohn.
Darauf freuen wir uns schon!
Manche von uns hätten gerne mehr.
Aber die Kassen sind wohl leer.
Nicht nur die Arbeit ist hier Fakt.
Wir singen und tanzen auch im Takt.
Und powern uns voll aus beim Sport!
Die Werkstatt ist ein schöner Ort!
Der Zusammenhalt hier ist klasse.
Darauf heben wir unsere Tasse!
Wir sind nicht dumm, sondern nur gezeichnet von unserem Leben.
Die Werkstatt ist für uns ein Segen!
Für viele von uns ist das hier besser als ein Klinikaufenthalt!
Wir brauchen die Werkstatt – Und keine Nervenanstalt!
10. Januar 2025 | Logbuch |
Der Segen für ein gutes Jahr 2025 soll uns durch die Zeit tragen. Nun steht er auch über den Türen, wie hier in der Zweigwerkstatt am Aderluch, wo der Job der Sternsinger kurzerhand in Eigenleistung erledigt wurde.
7. Januar 2025 | Logbuch |
Erik Egler berichtet aus seinem Arbeitsalltag in der Cantina am Aderluch
Manchmal staune ich, was ich als Kassenbeauftragter der Küche am Aderluch alles zu tun habe. Da ich in unserer Gruppe der Größte bin, muss ich manchmal etwas oben vom Schrank herunterholen. Dort liegen unsere Servietten in einer Kiste. Woher ich das weiß? Ich selbst hob jene Kiste dort hinauf, weil sie mir im Weg stand. Seither „freue“ ich mich immer, wenn ich sie runterholen darf, weil sie mir dabei regelmäßig auf die Schulter knallt.
Aber zurück zu meiner Funktion an der Kasse. Will gerade niemand etwas kaufen, stehe ich erstmal herum. Dann helfe ich dort, wo ich gebraucht werde. Manchmal säubere ich die Tische im Speisesaal – erst die sichtbar dreckigen, dann alle, denn manchen Dreck sieht man nicht, zum Beispiel Keime.
Ein anderes Mal fege und wische ich den Saal oder fahre unsere neue Reinigungsmaschine. Ich lernte inzwischen ganz gut, wie man sie einsetzt und anschließend wartet. Dann übernehmen Gruppenleiterin Anna oder meine Kollegin Simone die Kasse, sofern letztere nicht gerade Salate, Pudding oder Kakao macht. Ich arbeite auch öfter am Abwasch, wo ich Geschirr abtrockne. Als wir beim Tag der offenen Tür jemanden brauchten, der die bei uns gefertigten Kerzen verkauft, sagte ich mir: Das mache ich – und tat es. Dass ich dabei nicht auf „meine“ Kasse mit eingebautem Taschenrechner zurückgreifen konnte, war kein Problem. Ich kann halt Mathe, mein Kopf macht das offenbar automatisch. Als Kassenwart bin ich glaube ich ganz gut aufgehoben.
30. Dezember 2024 | Logbuch |
Online-Reporterin Eileen Mannich verabschiedet das Jahr 2024
Das Jahr 2024 neigt sich seinem Ende zu. Ganz vorbei ist es zwar noch nicht, doch lohnt es sich, ein wenig zurückzublicken.
Wir feierten unter anderem das Johannesfest, dieses Jahr als 125. Jubiläum des St. Johannesbergs oder das Erntedankfest.
Es wurde gelacht, vielleicht auch geweint, gestritten und sich wieder versöhnt. So vergeht das Jahr mit sehr vielen individuellen Erinnerungen und Eindrücken. Ich erinnere mich z.B. an den Ausflug nach Berlin, der für mich sehr spannend und lehrreich war. Das Foto entstand übrigens auf dem Dach des Reichstags. Nach einer Führung durch den Bundestag konnten wir das Stasi-Unterlagen-Archiv besichtigen. So manche zur Wendezeit geschredderte Lebensgeschichte wartet hier noch heute darauf, wieder zusammengesetzt zu werden.
Bald beginnt das neue Jahr mit Chancen auf viele neue schöne Momente. Begrüßen wir es, holen das Beste raus und bleiben positiv.
Mach’s gut, 2024!
23. Dezember 2024 | Logbuch |
Es gibt Beschäftigte, ohne die man sich die Caritas-Werkstatt nicht vorstellen möchte. Und irgendwie wird die Werkstatt danach ein wenig anders aussehen. Aber die Zeit bleibt nicht stehen und macht aus Beschäftigten Rentner – und wie bei Dir Freunde des Hauses. Danke Rainer, für über 33 Dienstjahre. Die Caritas-Werkstatt und Du, das war ein wirklich starkes Team!
20. Dezember 2024 | Logbuch |
Die Online-Reporter Julia Bußler, Moritz Siegert und Maik Poerschke verabschieden das Jahr 2024
Unser letztes Treffen in diesem Jahr war ein besonderes. Zusammen mit Frau Riedel und Herrn Lau kamen alle Online-Reporter der beiden Gruppen aus Aderluch/Heidering sowie der Hauptwerkstatt zusammen.
Die Idee dazu stammte aus der Heidering-Gruppe und gefiel allen Beteiligten. Unser Assistent Frank fasste zusammen, was wir innerhalb unserer ersten zehn Monate erreichten und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Mittlerweile brachten wir 56 Artikel ins Logbuch! Anschließend meldeten sich mehrere von uns zu Wort, um ihren Spaß an der Sache auszudrücken.
Tische decken, den Raum festlich herrichten – alle machten mit! Es gab von Online-Reporterin Anett selbstgebackene Kuchen, dazu belegte Brötchen, Kaffee und Kekse aus der Cantina. Unsere Gastgeber vom Heidering hatten für jeden ein kleines weihnachtliches Überraschungstütchen inklusive Pinguin-Schneekugel gepackt.
Frank hob zwei Artikel hervor, die jeweils im Team entstanden waren: Eine Erinnerung an Angelika Kopitzke und ein von Online-Reporterin Monika Fiedler geschriebenes Faktor C‑Gedicht. Dessen Inhalt hatte die Heidering-Gruppe zuvor gemeinsam zusammengetragen.
Auch wenn jeweils ein Name über jedem Artikel steht, wir Reporterinnen und Reporter arbeiten als Mannschaft zusammen. Und nächstes Jahr geht’s weiter! Wir bleiben am Ball – und der rollt, rollt und rollt …
17. Dezember 2024 | Logbuch |
Eine Werkstatt ist genau so gut, wie es den Beschäftigten gut geht. Der Werkstattrat und die Frauenbeauftragten haben wichtige Ämter inne, in denen sie die Interessen der Beschäftigten aufgreifen. Für die Werkstattleitung sind die regelmäßigen Termine eine unerlässliche Informationsquelle und eine wichtige Möglichkeit, die Entwicklung und Wirkungen von Leitungsentscheidungen nachzuverfolgen und Anregungen und Wünsche der Beschäftigten aufzunehmen. Dieser Tage sind die Beschäftigten aus den gewählten Gremien, die Vertrauenspersonen und die Werkstattleitung zusammengekommen, um gemeinsam auf das Jahr zu schauen und einen Blick auf die Pläne im nächsten Jahren zu wagen. Dies war auch eine passende Gelegenheit, für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit zu danken.