Vom 1. Ar­beits­markt in die Caritas-Werkstatt

Vom 1. Ar­beits­markt in die Caritas-Werkstatt

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter be­fragt Ste­phan Schnei­der, Fach­kraft im Be­rufs­bil­dungs­be­reich Fak­tor C

Du hat­test frü­her ei­nen ei­ge­nen Be­trieb in der Wer­be­tech­nik-Bran­che. Was lief dort an­ders als bei uns in der Werkstatt?

Ich war zum Bei­spiel viel mehr un­ter­wegs, bei Kun­den, auf ver­schie­de­nen Bau­stel­len, oft je­den Tag an ei­nem an­de­ren Arbeitsort.

In mei­nem Prak­ti­kum in der Wer­be­tech­nik ent­schrif­te­ten wir in Ber­lin ei­nen Trans­por­ter. Ich zer­kratz­te da­bei mit dem Glas­scha­ber ein we­nig den Lack. Wäre mir das in Dei­ner al­ten Fir­ma pas­siert, hät­te ich da­für die Kün­di­gung bekommen?

Nein, Mi­cha, das hät­test du nicht. Mit dem Wis­sen, dass du es zum ers­ten Mal machst, hät­te ich es dir viel­leicht bes­ser er­klä­ren müs­sen. Wärst du dar­in er­fah­ren ge­we­sen, hät­test du si­cher eine Ab­mah­nung bekommen.

Was ist das?

Eine Auf­for­de­rung, es nächs­tes Mal bes­ser zu machen.

Von wann bis wann gab es Dei­nen Be­trieb und wie vie­le Mit­ar­bei­ter hat­test Du?

Mei­ne Fir­ma exis­tier­te von 1996 bis 2020. Ich be­trieb sie zu­sam­men mit ei­nem Part­ner, dazu kam ein Lehrling.

Wie vie­le Auf­trä­ge hat­tet Ihr, mehr als in der Werkstatt?

Das kannst du nicht gut mit­ein­an­der ver­glei­chen. In der Wer­be­tech­nik un­se­rer Werk­statt ar­bei­ten viel mehr Men­schen. Ich hat­te da­mals we­ni­ger Auf­trä­ge, und sie wa­ren an­de­rer Art.

Wel­ches war der an­spruchs­volls­te Auf­trag, den Du je erfülltest?

Ein­mal be­schrif­te­ten und mon­tier­ten wir ein Wer­be­py­lon vor ei­nem Ein­kaufs­zen­trum in Neu­kölln. Der beid­sei­tig be­leuch­te­te Auf­stel­ler war sechs Me­ter hoch, wir stell­ten ihn mit ei­nem Kran auf. Da muss­te ich vie­le Ge­wer­ke ko­or­di­nie­ren, von den Mau­rern für das Fun­da­ment über Elek­tri­ker bis zum Kranfahrer.

Hast Du auch an Wo­chen­en­den und Fei­er­ta­gen ge­ar­bei­tet? Wie viel Ur­laub hat­test Du?

Die Wo­chen­en­den hielt ich mir gern frei, um bei mei­ner Fa­mi­lie zu sein. Werk­tags ar­bei­te­te ich da­für oft sehr lan­ge. Meist wur­den es etwa zwei Wo­chen Ur­laub mit der Familie.

Ar­bei­te­ten bei dir auch be­ein­träch­tig­te Men­schen, oder nur die fittesten?

Ich hat­te da­mals noch nichts mit be­ein­träch­tig­ten Men­schen zu tun, das kam erst in der Werkstatt.

Wie hät­test Du re­agiert, wenn un­ser Job­coach Herr Pläp bei Dir an­ge­ru­fen hätte?

Ich hät­te ihm zu­ge­hört und dann si­cher dar­über nach­ge­dacht. Wir wa­ren aber nur ein klei­ner Be­trieb und sehr auf den je­wei­li­gen Auf­trag konzentriert.

Wie kamst du auf die Idee, Fach­kraft in der Werk­statt zu werden?

Als ich mei­ne Selb­stän­dig­keit auf­ge­ben woll­te, re­cher­chier­te ich und sah: In der Ca­ri­tas-Werk­statt gibts eine Ab­tei­lung Wer­be­tech­nik, da kann ich mei­ne Er­fah­rung einbringen!

War­um gingst Du weg von der Wer­be­tech­nik? Ich war dar­über sehr traurig.

Die Werk­statt­lei­tung such­te je­man­den für den Be­rufs­bil­dungs-Be­reich, frag­te mich und ich merk­te: Das fin­de ich in­ter­es­sant! So nahm al­les sei­nen Lauf.

War­um musst Du SPZ-Schu­lun­gen bei der GIBB machen?

Weil ich noch kei­ne Er­fah­run­gen im Um­gang mit be­hin­der­ten Men­schen hat­te, woll­te ich mich mit den ent­spre­chen­den Me­tho­den aus­ein­an­der­set­zen und das nö­ti­ge Wis­sen er­wer­ben. Das tue ich bis heu­te und freue mich nach wie vor, dass ich hier ar­bei­ten kann.

Eine für uns

Eine für uns

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber ist mit Sa­bi­ne Söh­ring in der Wä­sche­rei verabredet

Ich er­le­be Sa­bi­ne als ei­nen sehr ein­fühl­sa­men Men­schen. Geht es je­man­dem mal nicht gut, trös­tet sie auf sehr lie­be­vol­le Wei­se und ist für den­je­ni­gen da. Manch­mal wechs­le ich mit ihr auf dem Gang ein paar Wor­te – und jetzt be­fra­ge ich sie im Interview:

Was hat dich zur Ca­ri­tas-Werk­statt ge­führt? 

Ich be­gann hier 1986, weil sie in der Näh­stu­be des St. Jo­han­nes­bergs eine Schnei­de­rin such­ten. 2005 wech­sel­te ich vom Wohn­heim in die Werk­statt. Hier über­nahm ich die Haus­wirt­schafts­grup­pe, weil die Kol­le­gin in Ren­te ging. Nach dem Um­bau der Wä­sche­rei ging ich dorthin.

Für wel­che Tä­tig­keit in der Wä­sche­rei bist du spe­zi­ell zuständig?

Wir Kol­le­gin­nen aus der Wä­sche­rei sind für die Be­lan­ge der Be­schäf­tig­ten in un­se­rem Be­reich zu­stän­dig. Des Wei­te­ren über­wa­chen wir die Auf­trags­be­ar­bei­tung und die War­tung der Maschinen.

Bist du mit der Ar­beit in der Wä­sche­rei zufrieden?

Ja, ich bin zu­frie­den, und die Ar­beit hier macht mir nach wie vor gro­ßen Spaß.

Soll sich et­was dei­ner Mei­nung nach in­ner­halb der Werk­statt än­dern? Falls ja, was kön­nen wir än­dern? 

Ich den­ke, es wird sich et­was ver­än­dern. Bei uns im Ar­beits­be­reich wird es mehr um För­de­rung und Wis­sens­ver­mitt­lung ge­hen. Wir er­ar­bei­ten QEs, an­hand de­rer wir die Be­schäf­tig­ten der Wä­sche­rei schu­len, um im wei­te­ren Ar­beits­pro­zess ge­mein­sam da­nach zu arbeiten.

Was ist dein zu­künf­ti­ges Ziel hier in der Werkstatt?

Eine gute Ar­beit zu leisten.

Bio-To­ma­ten Mar­ke Caritas-Werkstatt

Bio-To­ma­ten Mar­ke Caritas-Werkstatt

Frank Nuss­bü­cker und das Team der On­line-Re­por­ter tref­fen im Ar­beits­be­reich Holz- und Me­tall­fer­ti­gung eine Gärtnerin

Hin­ter dem Be­reich Holz- und Me­tall­ver­ar­bei­tung in der Haupt­werk­statt ste­hen meh­re­re Käs­ten mit To­ma­ten­pflan­zen. Be­reits letz­tes Jahr kam Ni­co­le die Idee, hier To­ma­ten anzubauen.

Was als Grup­pen­pro­jekt be­gann, ist heu­te haupt­säch­lich die Sa­che von Ni­co­le und ih­rem Kol­le­gen Ma­rio. Das tol­le dar­an: Die Ver­sor­gung ih­rer durs­ti­gen Pflan­zen er­folgt aus­ge­spro­chen was­ser­spa­rend. Glück im Un­glück, denn in der Dach­rin­ne be­fin­det sich ein Loch. Dar­un­ter steht ein Ei­mer, in dem sie das Re­gen­was­ser auf­fan­gen, wel­ches wie­der­um her­vor­ra­gen­de Nah­rung für die To­ma­ten ist.

Wenn du sie nur mit Lei­tungs­was­ser gießt, be­kom­men sie brau­ne Fle­cken, weil das zu kalk­hal­tig ist!“, ver­rät uns Nicole.

Ver­spei­sen Ma­rio und du die To­ma­ten dann al­lei­ne?“, wol­len wir wissen.

Nein, die tei­len wir ge­recht un­ter uns und un­se­ren Leu­ten auf!“, kommt es von bei­den. Ein tol­les Pro­jekt, dazu um­welt­be­wusst und mit schmack­haf­tem Er­geb­nis, wie Ni­co­le zu er­zäh­len weiß: „Un­se­re To­ma­ten schme­cken ein­fach bes­ser als die aus der Kaufhalle.“

Wie wir im Schloss­park die Na­tur erkundeten

Wie wir im Schloss­park die Na­tur erkundeten

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler ist un­ter­wegs im Grü­nen Klas­sen­zim­mer im Ora­ni­en­bur­ger Schlosspark

Im Rah­men des Be­glei­ten­den An­ge­bots „Er­kun­de die Na­tur“ mit Eva-Ma­ria Gö­bel be­such­ten wir den Ora­ni­en­bur­ger Schloss­park. Im Grü­nen Klas­sen­zim­mer be­ob­ach­te­ten wir die In­sek­ten, die dort her­um­wu­sel­ten: Auf dem Was­ser tum­mel­ten sich Was­ser­läu­fer, und wir sa­hen et­li­che Li­bel­len. Auch die lee­re Hül­le ei­ner Li­bel­len­lar­ve ent­deck­ten wir. Un­ter­wegs be­geg­ne­ten uns dann vie­le Heu­schre­cken. Wo­hin wir tra­ten, sprang eine weg.

Et­li­che Schil­der zeig­ten bei uns le­ben­de Vo­gel­ar­ten. Dazu wa­ren die ver­schie­de­nen Nist­käs­ten aus­ge­stellt, die ih­nen als Woh­nung die­nen kön­nen. Ein Schau­kas­ten prä­sen­tier­te Fe­dern ver­schie­de­ner Vö­gel so­wie Ab­bil­dun­gen von de­ren Nestern.

Ein Feld mit Blu­men fan­den wir vol­ler Schmet­ter­lin­ge: Kohl­weiß­lin­ge, Schach­brett- und Zi­tro­nen­fal­ter, um hier nur ei­ni­ge zu nen­nen. Ein Schach­brett­fal­ter be­nahm sich selt­sam, wie ich fand. Er saß auf ei­ner Blü­te und flog nicht weg, als wir uns ihm näherten.

Wir durch­streif­ten ei­ni­ge der im neu­en Schloss­park an­ge­leg­ten Gar­ten­zim­mer, dar­un­ter das mit dem Bett. Üb­ri­gens leg­te sich nie­mand von uns dar­auf, denn die Ma­trat­ze war vol­ler Was­ser. Im La­by­rinth war ich der Ein­zi­ge, der bis zur Mit­te mit dem Stein ging. Bei den Was­ser­spie­len öff­ne­ten wir die klei­nen Schleu­sen­to­re und stell­ten uns mit den Fü­ßen ins Was­ser, das war schön kühl. Wer noch eine wei­te­re Er­fri­schung brauch­te, hol­te sich eine Eis­creme. Es war ein schö­ner Aus­flug in die Natur.

Schön, dass sie bei uns ist

Schön, dass sie bei uns ist

On­line-Re­por­te­rin Ina Krau­se in­ter­viewt ihre Kol­le­gin Ire­na Saenger

Wie kamst Du in die Werkstatt?

Durch mei­ne Be­treue­rin. Wir guck­ten uns zu­sam­men die Werk­statt an. Kurz dar­auf be­gann ich, hier zu arbeiten.

Wie ge­fällt es Dir hier?

Mir ge­fällt es sehr gut.

Wie lan­ge bist Du schon in der Werkstatt.

Nächs­tes Jahr wer­den es 15 Jahre.

Wel­che Ar­bei­ten machst Du bei uns am Aderluch?

Ich doch­te Ker­zen, schnei­de die Zwi­schen­wän­de für Bie­nen­wa­ben und gie­ße drau­ßen un­se­re Blumen.

Was machst Du in Dei­ner Freizeit?

Schrei­ben, le­sen und bas­teln, ich webe zum Bei­spiel Stepp­de­cken. Oft bin ich auch drau­ßen. Sehr gern ar­bei­te ich im Gar­ten. Ich fin­de mei­ne Kol­le­gin Ire­na sehr in­ter­es­sant, und sie wirkt auf mich im­mer glück­lich. Sie ist ku­sche­lig und ver­schmust. Ich fin­de Ire­na auch sehr cle­ver. Sie ar­bei­tet sehr lan­ge und ist je­den Tag da. Ich bin froh, dass Ire­na bei uns am Ader­luch bei B.Plus ist.

Fri­sche Kräu­ter für die Küche

Fri­sche Kräu­ter für die Küche

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler be­weist Geschmack

Wir woll­ten in der Kü­che nicht im­mer nur ge­trock­ne­te Kräu­ter ver­wen­den. Aus die­sem Grund sag­ten wir uns: „Lie­ber mal was frisches!“

Ge­sagt, ge­tan, leg­ten wir zwei Blu­men­käs­ten mit Kräu­tern an. In ih­nen wach­sen nun Schnitt­lauch, Pe­ter­si­lie und Basilikum.

Beim Schnitt­lauch müs­sen wir ein biss­chen auf­pas­sen und recht­zei­tig die Blü­ten ab­schnei­den. An­sons­ten wird der Lauch bit­ter, und wir kön­nen ihn nicht mehr ver­wen­den. Bei der Pe­ter­si­lie schnei­den wir lan­ge Stän­gel ab. Auch dort wür­den sich sonst Blü­ten bilden.

Ein­mal ver­such­ten wir, Min­ze an­zu­bau­en, aber die über­nahm über­ra­schend schnell das Kom­man­do und ent­schied: „Die­ser Kas­ten ge­hört jetzt mir!“ Des­halb muss­ten wir sie entfernen.

Un­se­re fri­schen Kräu­ter nut­zen wir zum Bei­spiel für den To­ma­ten­sa­lat mit Moz­za­rel­la-Bäll­chen, den wir in der Can­ti­na verkaufen.

Nächs­tes Mal sind wir am Start!

Nächs­tes Mal sind wir am Start!

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter und an­de­re Be­schäf­tig­te der Ca­ri­tas-Werk­statt be­su­chen die Spe­cial Olym­pics in Berlin

Letz­ten Frei­tag fuh­ren wir zu­sam­men mit Mar­cel Teich­mann zu den Spe­cial Olym­pics Lan­des­spie­len Ber­lin ins Sport­fo­rum Ho­hen­schön­hau­sen. Hier tra­ten Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten mit geis­ti­ger Be­ein­träch­ti­gung in den Sport­ar­ten Fuß­ball, Judo und Bas­ket­ball an. Zu­nächst guck­ten wir beim Fuß­ball zu, dann ging ich zu­sam­men mit Mar­cel und ei­ni­gen an­de­ren in die Judohalle.

Hier zeig­ten Ju­do­kas mit ver­schie­den­far­bi­gen Gür­teln gute Kämp­fe. Ma­teo, BuF­Di aus dem Ader­luch, ver­voll­stän­dig­te un­se­re Rei­se­grup­pe. Vie­le Jah­re war er im Judo ak­tiv, ge­hör­te Aus­wahl­ka­dern an, trai­nier­te fünf- bis sechs­mal pro Wo­che. Er er­klär­te uns die un­ter­schied­li­chen Gür­tel­far­ben und die Hin­wei­se der Trai­ner, was sehr in­ter­es­sant war!

Wie­der drau­ßen, sah ich beim 400 Me­ter-Lauf zu. Wir kauf­ten uns was zu es­sen und schos­sen un­ser Grup­pen­fo­to. Au­ßer­dem gab es vie­le Mit­mach-An­ge­bo­te wie Fris­bee, Golf, Fuß­ball Dart, Wurf- und Fangspiele.

Zum Ab­schluss gin­gen wir noch­mal zum Fuß­ball­platz und un­ter­stütz­ten das Team der Gro­nen­fel­der-Werk­statt aus Frankfurt/Oder, dem ak­tu­el­len Lan­des­meis­ter. Die Spie­ler un­se­rer Werk­statt-Mann­schaft kick­ten ein biss­chen auf dem Ra­sen ne­ben­an. Ich selbst spiel­te nicht mit, denn ich habe Angst vorm Ball. Au­ßer­dem woll­te ich Euch dar­über be­rich­ten. Wer weiß, ob ich dazu noch in der Lage ge­we­sen wäre, hät­te ich ei­nen Ball vorn Kopf bekommen.

Beim nächs­ten Mal sind wir als Ak­ti­ve da­bei!“, sag­te Mar­cel. Es war ein ge­lun­ge­ner Aus­flug. Mar­cel hat recht, wenn er sagt: „Je­der, der nicht da­bei war, hat was verpasst.“

Die Ader­lym­pics trot­zen je­dem Wetter

Die Ader­lym­pics trot­zen je­dem Wetter

Die On­line-Re­por­te­rin­nen und Re­por­ter Ina Krau­se, Mi­chae­la Senf und Alon­zo Münn be­rich­ten von den Aderlympics 

Ina Krau­se

Weil so schlech­tes Wet­ter war, ver­leg­ten wir un­ser Sport­fest nach drin­nen Es be­gann mit dem olym­pi­schen Feu­er und ei­ner An­spra­che von Mike Dess­om­bes. Dann fin­gen die ver­schie­de­nen Sport­an­ge­bo­te an Sla­lom- Park­our, Ke­geln, Ge­schick­lich­keits­spie­le, Fit­ness- Ecke, Tisch-Ki­cker, Tisch­ten­nis und Mu­sik hören.

Spä­ter wur­de ge­grillt und es gab Ge­trän­ke. Alle be­ka­men eine Me­dail­le und auf ei­nem Tisch la­gen klei­ne Prei­se. Pe­tra ge­fiel, dass alle viel lach­ten und sich ge­gen­sei­tig an­feu­er­ten. Tho­mas moch­te be­son­ders, dass alle viel Spaß hatten.

Alon­zo Münn

Die­ses Jahr trug ich un­se­re Fake-Fa­ckel, je­des Jahr ist je­mand an­de­res ihr Fa­ckel­trä­ger. Das ech­te Olym­pi­sche Feu­er vom Ader­luch ent­zün­de­ten Ste­phan La­totz­ke und Mike Dess­om­bes. Es brann­te un­term Vor­dach, aber wir räum­ten es spä­ter zur Sei­te, weil sich dort un­ser Par­cour mit auf­ge­stell­ten Py­lo­nen be­fand. Ihn galt es zu Fuß, Rol­ler, Roll­stuhl, Drei­rad oder per Fahr­rad zu be­wäl­ti­gen. Ich selbst nutz­te un­ser Drei­rad. Kris­tin lief ne­ben­her, weil sie we­gen ei­ner Ver­let­zung nicht Fahr­rad fah­ren konnte.

In der Fit­ness-Ecke wür­fel­ten wir eine Zahl, um an­schlie­ßend der Au­gen­zahl ent­spre­chend Lie­ge­stüt­ze, Knie­beu­ge und an­de­re Übun­gen zu ma­chen. Je­der so, wie er kann, des­halb fand ich gut, dass am Ende alle eine Me­dail­le und dazu Li­ne­al, Was­ser- oder Knautsch­ball, Ku­lis, Blö­cke mit Kle­be-Merk­zet­teln, Schlüs­sel­bän­der, Chips, Ta­schen­tü­cher oder eine Sü­ßig­keit bekam.

Zum Mit­tag gab es Brat­wurst vom Grill und als Nach­tisch Was­ser­me­lo­ne. Wir grill­ten un­ter un­se­rem Vor­dach, wo sonst die Ta­xis par­ken. Zu­vor hat­ten wir Schil­der ge­bas­telt, dass dort heu­te nie­mand parkt.

Mi­chae­la Senf

Ich wäre gern zum In­te­gra­ti­on-Sport­fest nach Hen­nigs­dorf mit­ge­fah­ren. Umso schö­ner, dass wir uns das Sport­fest wie­der ein­mal zu uns an den Ader­luch hol­ten. Ich half mit, vor Be­ginn al­les auf­zu­bau­en und küm­mer­te mich dann ein biss­chen um un­se­re Rol­li­fah­rer. Ich fin­de es sehr schön, dass wir alle zu­sam­men sol­che Hö­he­punk­te erleben.

Dass alle eine Me­dail­le be­ka­men, ist rich­tig. Denn Sie­ger wa­ren wir alle, weil wir uns den Spaß vom Dau­er­re­gen nicht neh­men ließen.

Mus­kel­kraft, Weih­nachts­gans und Bus­se: Ein In­ter­view mit dem Bür­ger­meis­ter un­se­rer Stadt

Mus­kel­kraft, Weih­nachts­gans und Bus­se: Ein In­ter­view mit dem Bür­ger­meis­ter un­se­rer Stadt

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter be­fragt Alex­an­der Lae­si­cke, den Bür­ger­meis­ter von Oranienburg

Wann be­ginnt Dein Ar­beits­tag und wann en­det er?

Im Prin­zip ist je­der Ar­beits­tag an­ders, aber zu­meist brin­ge ich zu­erst un­se­re bei­den Kin­der zur Schu­le. Dort klin­gelt um 7.20 Uhr die Glo­cke, da­nach gehe ich ins Büro. Abends kann es spät wer­den. Ges­tern gings bis 21.00 Uhr, wo­bei die Stadt­ver­ord­ne­ten zu­meist bis 22.00 Uhr ta­gen. Es gibt auch ru­hi­ge­re Zei­ten, dann habe ich mehr Zeit für Familie.

Was sind Stadtverordnete?

Als Bür­ger­meis­ter bin ich Chef der Ver­wal­tung und Die­ner des Stadt­par­la­ments. Des­sen Par­tei­en tref­fen wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen. Strei­ten wir mit­ein­an­der, geht es dar­um, am Ende eine gute Lö­sung zu finden.

Wie vie­le Ur­laubs­ta­ge hast Du im Jahr und hast Du eine Vertretung?

Wie alle un­se­re Mit­ar­bei­ter habe ich 30 Ur­laubs­ta­ge – und nicht nur eine Ver­tre­tung, son­dern eine gan­ze Rei­hen­fol­ge von Ver­tre­tern. Alle ha­ben ihre ei­ge­nen Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che – in je­dem Fall gibt es im­mer ei­nen Bür­ger­meis­ter, selbst wenn mein Stell­ver­tre­ter und ich nicht da sind!

Ru­fen Dich oft Men­schen an: „Komm mal vor­bei, ich möch­te ein Ge­spräch mit Dir.“?

Na klar, Du zum Bei­spiel! Vie­le Men­schen wol­len mich per­sön­lich spre­chen. Man­che ha­ben Hem­mun­gen, zu mir ins Schloss zu kom­men, auch ich habe Ehr­furcht vor die­sem tol­len Haus. Des­halb ma­che ich Bür­ger­sprech­stun­den an ver­schie­de­nen Or­ten in der Stadt.

Stimmt! Ich habe Dich am Bahn­hof an dei­nem In­fo­stand ge­se­hen. Was machst Du da?

Dort wie an­ders­wo kom­me ich mit den Men­schen in Kon­takt. Es ist mir wich­tig, mit ih­nen über ihre kon­kre­ten Wün­sche und Sor­gen zu sprechen.

Zum Bei­spiel gibt’s auf dem Bahn­hofs­vor­platz kei­nen Baum.

Bäu­me sind ge­ne­rell ein gro­ßes The­ma! Zum ei­nen ste­hen dort ei­ni­ge his­to­ri­sche Häu­ser, die du aus Denk­mal­schutz-Grün­den nicht ver­de­cken darfst. Vor al­lem aber ver­lau­fen dort un­ter der Erde jede Men­ge Wasser‑, Ab­was­ser und Strom­lei­tun­gen. Der Bahn­hofs­platz ist der Kno­ten­punkt un­se­rer Stadt, da ist es aus Platz­grün­den sehr schwer, ei­nen Baum zu pflan­zen. Auf dem Schloss­platz muss­ten lei­der auch Bäu­me ge­fällt wer­den. Hier kön­nen wir aber bald neue pflanzen.

Hast Du ein Dienst-Fahr­rad? Wie kommst Du zur Arbeit?

Meist fah­re ich mit mei­nem ei­ge­nen Fahr­rad oder mit dem Auto. Wir ha­ben Dienst­au­tos, Fahr­rä­der, so­gar E‑Lastenfahrräder. Auf kür­ze­ren Stre­cken kom­me ich in Ora­ni­en­burg mit dem Fahr­rad schnel­ler zum Ziel als mit dem Auto. E‑Fahrräder be­nut­ze ich al­ler­dings un­gern. Ich sit­ze viel im Büro, da ge­nie­ße ich es, mit ei­ge­ner Mus­kel­kraft ans Ziel zu kommen.

Bist Du oft in der Stadt un­ter­wegs und kommst mit Leu­ten ins Gespräch?

In der Stadt bin ich je­den Tag un­ter­wegs, aber Ora­ni­en­burg ist sehr groß. Sehr oft spre­chen mich auf der Stra­ße Men­schen an, häu­fig auch Kin­der. Klar musst du in mei­nem Job da­mit rech­nen, dass du mal hart kri­ti­siert wirst, aber die al­ler­meis­ten Ora­ni­en­bur­ger sind wirk­lich to­tal nett. Zu­min­dest von An­ge­sicht zu An­ge­sicht, in den so­zia­len Me­di­en sieht das manch­mal an­ders aus.

Ich weiß! Wie schaffst Du es, mit gu­ter und schlech­ter Kri­tik klar­zu­kom­men, die auf Dich einstürmt?

Mit gu­ter Kri­tik kommt wohl je­der von uns pri­ma klar. Sagt mir je­mand: „Ora­ni­en­burg ist so schön ge­wor­den!“, macht das auch mei­nen Tag schön. Oft gilt je­doch: Schwei­gen be­deu­tet Zu­stim­mung. Kri­tik kann hart, manch­mal auch ge­mein und un­fair sein, aber da­mit musst du klar­kom­men, wenn Du in der Öf­fent­lich­keit stehst. Ich neh­me Kri­tik ernst, wenn sie sach­lich ist.

Wie be­rei­test Du Dich auf Ver­an­stal­tun­gen vor, auf die Du ein­ge­la­den wirst? Bist Du oft selbst der Veranstalter?

Vie­le Ver­an­stal­tun­gen wie Stadt­fest, Stadt­emp­fang und an­de­re ver­an­stal­ten wir selbst und la­den die Ora­ni­en­bur­ger zur Ge­sel­lig­keit ein. Wie wich­tig das ist, wis­sen wir spä­tes­tens seit der Co­ro­na-Zeit. Die mach­te et­was mit den Men­schen. Des­halb fin­de ich es sehr wich­tig, Men­schen zusammenzuführen.

Oft wer­de ich auch ein­ge­la­den und um ein Gruß­wort ge­be­ten, zum Bei­spiel vom Land­rat, wenn Ora­fol oder an­de­re Un­ter­neh­men eine neue Hal­le er­öff­nen – oder wie neu­lich bei Euch in der Ca­ri­tas-Werk­statt zum Johannesfest.

Hast Du nur im Schloss ein Büro? Kann ich Dein Büro mal kennenlernen?

Du kannst sehr gern vor­bei­kom­men! Ich be­kom­me ganz viel Be­such, oft von Schul­klas­sen oder Kita-Grup­pen. Al­ler­dings habe ich vie­le Ter­mi­ne. Spon­tan kanns also schwie­rig wer­den. Bes­ser ist es, wir ver­ab­re­den uns.

Apro­pos Büro: Zur Weih­nachts­zeit ist oben auf dem Schloss-Bal­kon eine Weih­nachts­gans Au­gus­te zu se­hen. Ist dort Dein Büro und die Weih­nachts­gans Dein Maskottchen?

Mein Büro liegt gleich da­ne­ben, die zwei Fens­ter di­rekt ne­ben dem Bal­kon mit der Weih­nachts­gans. Als Fried­rich Wolf die­se Ge­schich­te schrieb, wohn­te er üb­ri­gens in Lehnitz. Er be­schreibt dar­in ei­nen La­den in der Brei­ten Stra­ße, und ich glau­be, dass er da­mit un­se­re Brei­te Stra­ße meint. Des­halb sehe ich die Weih­nachts­gans als das Ora­ni­en­bur­ger Mas­kott­chen, be­son­ders in der Weihnachtszeit.

Wie hast Du die Ca­ri­tas-Werk­statt ken­nen­ge­lernt? Was ver­bin­det Dich mit uns?

Der Jo­han­nes­berg ken­ne ich seit mei­ner Kind­heit. Mit Freun­den aus der ka­tho­li­schen Ge­mein­de und auch aus dem Jo­han­nes­berg spiel­te ich bei Euch oft Fuß­ball – hin­ten, wo jetzt die Ca­ri­tas-Schu­le ist. Den Platz gibt es heu­te noch. Die Werk­statt habe ich durch Euch ken­nen­ge­lernt. Ihr habt mich schon oft ein­ge­la­den, und ich bin sehr gern bei Euch.

Kannst Du Dir vor­stel­len, in der Ca­ri­tas-Werk­statt zu ar­bei­ten, statt als Bürgermeister?

In ein paar Wo­chen muss ich mich zur Wahl stel­len. Ich lie­be mei­nen Job, wer­de kan­di­die­ren und hof­fe, dass mich die Ora­ni­en­bur­ger wie­der­wäh­len. Das aber kannst du in ei­ner De­mo­kra­tie nicht vor­her­se­hen, und das ist auch gut so! Wäre da ei­ner für im­mer in so ei­ner Po­si­ti­on, steht die Ge­fahr, dass er ein Dik­ta­tor wird. Wer­de ich ab­ge­wählt, muss ich mir also ei­nen neu­en Job su­chen – traust du mir denn zu, dass ich bei euch ar­bei­ten kann?

Na­tür­lich!

Bei mei­nen Be­su­chen hier habe ich im­mer eine tol­le At­mo­sphä­re er­lebt. Wie ge­sagt, ich lie­be mei­nen Job, aber bei Euch wür­de ich gern arbeiten.

Was be­deu­tet Ar­beit für Dich?

Ein gro­ßer Teil mei­ner Ar­beit be­steht aus Wert­schät­zung. Eine Kita oder Schu­le ein­zu­wei­hen oder zu be­su­chen, fühlt sich gar nicht wie Ar­beit an. Ar­beit be­deu­tet in mei­nem Ver­ständ­nis nicht nur, et­was zu pro­du­zie­ren, son­dern vor al­lem: Im­mer wie­der mei­ne Kraft da­für zu ge­ben, Ora­ni­en­burg ein klei­nes Stück­chen bes­ser zu machen.

Auch bei euch geht es ja nicht nur dar­um, et­was in ei­ner be­stimm­ten Stück­zahl zu pro­du­zie­ren. Un­se­re Stadt wäre är­mer ohne die Ar­beit, die Ihr leis­tet. Es geht eben nicht nur um das greif­ba­re Pro­dukt, das am Ende des Ar­beits­pro­zes­ses raus­kommt, son­dern auch im­mer ein Stück weit um die da­bei ge­leb­te Kultur.

Hast Du schon mal ge­se­hen, wie voll der Bus zur Ge­denk­stät­te Sach­sen­hau­sen be­son­ders am Wo­chen­en­de ist? Ich wür­de mir wün­schen, dass er zu­min­dest da öf­ter fährt. Kannst Du da was machen?

Per­spek­ti­visch be­kom­men wir im­mer mehr Bus­se, den­noch pas­siert im­mer wie­der das, was Du ge­ra­de ge­schil­dert hast. Die­ses The­ma ob­liegt dem Land­rat, aber ich ver­ste­he sei­ne Pro­ble­me. Der Bus ist nicht im­mer voll, aber Du hast Spit­zen­zei­ten, in de­nen fah­ren ge­fühlt alle. Ide­al wäre ein klei­ner Bus, der sich bei Be­darf auf­fal­tet und fünf­mal so groß wird. Die ers­te Auf­ga­be des Bus­ver­kehrs lau­tet: Die Kin­der müs­sen zur Schu­le kom­men, und am Wo­chen­en­de ist kei­ne Schu­le. Dazu kommt, dass wir nicht ge­nü­gend Bus­fah­rer haben.

Land­rä­te und Bür­ger­meis­tern set­zen sich da­für ein, dass wir mehr Bus­se be­kom­men. Ich bin sehr stolz auf den Plus-Bus nach Ber­nau. Hier ta­ten wir uns alle zu­sam­men und ga­ben Geld, dass der Land­kreis die­sen Bus zum Lau­fen brin­gen konnte.

Warst Du bei der Er­öff­nung des Plus-Bus 825 nach Ber­nau mit an Bord?

Na­tür­lich, und ich war sehr glück­lich dar­über! Schließ­lich war das Gan­ze die Idee von uns Bür­ger­meis­tern. Ich bin da­von über­zeugt, dass er bleibt, weil das Gan­ze funktioniert.

Hast Du als Bür­ger­meis­ter mit WOBA, OWG und an­de­ren Ver­mie­tern zu tun? Die Mie­ten sind auch in Ora­ni­en­burg ganz schön teu­er. Kannst Du da et­was ändern?

Ich set­ze mich da­für ein, denn das soll­te ein Bür­ger­meis­ter im­mer tun. Die WOBA ist un­ser Un­ter­neh­men, und ihre Mie­ten sind ver­hält­nis­mä­ßig güns­tig. Nun wächst un­se­re Stadt seit et­li­chen Jah­ren ste­tig, im­mer mehr Ber­li­ner zie­hen zu uns raus. Auf der War­te­lis­te der WOBA ste­hen 1.300 Men­schen, aber nur 400 Woh­nun­gen wer­den jähr­lich frei. Wir müs­sen mehr Woh­nun­gen bau­en. Das tun wir auch, aber es reicht lei­der nicht aus. Oben­drein brau­chen wir mehr Plät­ze in Ki­tas, Grund­schu­len, mehr Strom, Bus­se, auch un­ser Klär­werk kommt an sei­ne Gren­zen. Wachs­tums­schmer­zen nennt man das, und wir ar­bei­ten dar­an, sie zu lindern.

Nimmst Du den Bür­ger­meis­ter mit nach Hau­se, oder kannst Du da­heim von Dei­ner Tä­tig­keit abschalten?

Kom­me ich nach Hau­se, ist das mein „Ru­he­raum“, in dem ich un­se­ren Kin­dern und mei­ner Frau „ge­hö­re“. Ich ver­su­che, den Stress an der Haus­tür ab­zu­strei­fen, was mir nicht im­mer ge­lingt. Man­che Sor­ge er­scheint so schwer, da grü­belst du auch zu Hau­se weiter.

Das glau­be ich Dir gern. Lie­ber Alex, ich dan­ke Dir, dass Du Dir die Zeit ge­nom­men hast, mei­ne Fra­gen zu beantworten.

Das hat mir gro­ßen Spaß ge­macht, und ich kom­me ger­ne wieder.

Hil­fe für un­se­re Bienen

Hil­fe für un­se­re Bienen

Ora­ni­en­burg summt – auch dank On­line-Re­por­te­rin Ina Krause 

Wir pro­du­zie­ren am Ader­luch un­ter an­de­rem Zwi­schen­wän­de für Bie­nen­wa­ben. In ih­nen zie­hen die Bie­nen ihre Ba­bys groß und la­gern den Nek­tar, der spä­ter Ho­nig wird. Die Wän­de be­stehen aus Bie­nen­wachs und wer­den ent­spre­chend des je­wei­li­gen Auf­trags ein­ge­mes­sen. Wir fer­ti­gen sie mit ei­nem Ge­rät, das wie ein Waf­fel­ei­sen aus­sieht. Es prägt das Bie­nen­wa­ben-Mus­ter in die Wachs-Plat­ten und kühlt, da­mit das hei­ße Wachs fest wird.

Wir pro­du­zie­ren die­se Zwi­schen­wän­de für die Im­ker des Krei­ses Ora­ni­en­burg. Die Im­ker brau­chen eine Be­schei­ni­gung, dass ihre Bie­nen ge­sund sind. Dann dür­fen wir für sie tä­tig werden.

Eine Wei­le hat­ten wir kei­nen Auf­trag da­für. Des­halb ver­pack­te eine Grup­pe Zu­cker­wat­te-Stäb­chen, die an­de­re stellt Ker­zen her. Da­bei wech­sel­ten sich bei­de Grup­pen ab. Das ist auch gut, aber wie schön, dass wir ge­ra­de ei­nen schö­nen neu­en Auf­trag mit 12 kg Wachs rein­be­ka­men, um den lie­ben Bie­nen zu helfen.

Herz­lich will­kom­men, klei­nes Mädchen!

Herz­lich will­kom­men, klei­nes Mädchen!

Die On­line-Re­por­te­rin­nen Ju­lia Buß­ler und Ma­nue­la Wro­blew­ski gratulieren

Bei uns in der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung gibt es ein freu­di­ges Ereignis!

Un­se­re Kol­le­gin Jes­si­ca Wag­ner brach­te in den ganz frü­hen Mor­gen­stun­den des 8. Juli 2025 ein ge­sun­des klei­nes Mäd­chen zur Welt. Eme­ly-Zoe und ihre Mama sind wohl­auf – und wir to­tal happy!

Die gan­ze Ab­tei­lung sam­mel­te für sie. Im Rah­men des be­glei­ten­den An­ge­bots Ge­stal­tung mit Eva-Ma­ria Gö­bel fer­tig­ten wir eine rie­si­ge Win­del­tor­te – man mun­kelt von 192 Win­deln, in je­dem Fall wa­ren es sehr vie­le. Dazu gabs vie­le klei­ne Ex­tras wie Ras­sel, Sab­ber­latz, Schnul­ler­ket­te zum An­klip­sen, Ba­by­tü­cher, Trink­fla­sche, Gut­schei­ne und, ganz oben drauf, ein Kuscheltier.

Das al­les brach­ten wir am 9. Juli per Hand­wa­gen in die Ober­ha­vel-Kli­nik in Ora­ni­en­burg. Jes­si­ca freu­te sich sehr und er­laub­te uns, hier von dem für uns alle so freu­di­gen Er­eig­nis zu erzählen.

Die Klei­ne sieht ja auch to­tal nied­lich aus!“, so un­se­re Kol­le­gin Dja­mi­la, „janz je­nau wie ihre Mudder!“

Ein­mal Ta­ges­kli­nik und zurück

Ein­mal Ta­ges­kli­nik und zurück

On­line-Re­por­te­rin Mo­ni­ka Fied­ler zeigt Mut mit ei­nem Be­richt in ei­ge­ner Sache

Vor ei­ni­gen Wo­chen war es so­weit: Nach 9 Jah­ren stand wie­der ein­mal die Ta­ges­kli­nik auf mei­nem Pro­gramm. Es ging mir schon seit län­ge­rer Zeit nicht so gut, was na­tür­lich auch die Werk­statt be­merk­te. Nur ich woll­te es wohl noch nicht in dem Aus­maß wahrhaben.

Ver­geb­lich hat­te ich ein Jahr lang nach ei­nem am­bu­lan­ten The­ra­pie­platz ge­sucht. Ich hat­te re­gel­mä­ßig Ge­sprä­che bei un­se­rem Fach­dienst und So­zi­al­ar­bei­ter Kle­mens so­wie mit mei­ner Grup­pen­lei­te­rin Me­lis­sa, aber das reich­te nun nicht mehr aus.

Kle­mens plä­dier­te für ei­nen sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt, was für mich je­doch nicht in Be­tracht kam. Ich „ret­te­te“ mich in die Tagesklinik.

Am ers­ten Tag bei der Mor­gen­run­de, wir sa­ßen im Kreis auf Ho­cker oder Ball, war mir klar: „Oh Gott, ich bin wie­der in der Ta­ges­kli­nik an­ge­kom­men!“ Ich muss­te wei­nen und raus­ge­hen, so nie­der­ge­schla­gen war ich.

Aber ich schaff­te es. Ich hat­te be­grif­fen, dass es sein muss­te. Kle­mens und die Werk­statt hat­ten mich in die rich­ti­ge Rich­tung „ge­schubst“. Im Nach­hin­ein bin ich ihm und al­len an­de­ren Be­tei­lig­ten dank­bar da­für. Nun bin ich froh, dass ich wie­der in die Werk­statt kom­men kann.