17. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Vanessa Verderber berichtet über ein besonderes begleitendes Angebot: In der Hauptwerkstatt gibt es das begleitende Angebot namens Klimaschutzagenten unter der Leitung von Eva-Maria Göbel. Die Klimaschutzagenten setzen sich einmal im Monat zusammen und besprechen Themen zum Klimaschutz. Mal geht es darum, was in den Nachrichten berichtet wird, mal unternehmen wir Ausflüge wie z.B. zum Schlosspark Oranienburg. Auch sprechen wir oft über andere Themen wie die aktuelle Lage in den USA oder die Bürgermeisterwahl in Oranienburg.
Ich bin übrigens eine der Klimaschutzagentinnen und finde das Angebot sehr spannend. Eva leitet die Truppe richtig gut, finde ich. Sie bringt alles spannend und verständlich rüber und regt uns an, aktiv zu werden. Ich bin zumindest ein bisschen dabei, mehr fürs Klima zu tun, indem ich zum Beispiel den Müll richtig sortiere, dass die Pappe in den Pappcontainer und das ganze Plastik in den gelben Sack kommt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön und Lob an Eva, dass sie dieses Angebot ermöglicht.
13. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Michaela Senf berichtet vom Werkstatt-Ausflug zum Deutschen Bundestag: Letzten Dienstag 8.30 Uhr holte uns der Fahrdienst in der Hauptwerkstatt ab. Wir fuhren nach Berlin. Dort sahen wir das Brandenburger Tor, die Siegessäule und besuchten den Bundestag, in dem das Parlament tagt und Entscheidungen trifft.
An der Eingangs-Schleuse nahmen uns Security-Mitarbeiter die Jacken ab und kontrollierten unsere Rucksäcke, dann gings hinein. Wir besichtigten die Räumlichkeiten, in denen Friedrich Merz regiert. Einen Raum nutzte ein Künstler, um aus Stecknadeln Figuren herzustellen.
„Michi, warum bist du hier?“, fragte ich mich. Ich fühlte mich komisch, weil ich mir plötzlich vorstellte, ich sei Bundeskanzlerin. Schon sah ich es vor mir, wie ich im Bundestag meine Meinung sage. In meiner Rede ging es vor allem um eins: All die Kriege müssen aufhören! Die Politik soll die Augen öffnen und sehen, wie es den Menschen und besonders den Kindern im Krieg geht. Sie haben nichts zu essen, viele verlieren ihre Eltern, die Häuser sind kaputt! Ständig Sirenen, ständig unter Angst – wenn der Krieg nicht aufhört, haben wir ihn auch bald hier.
Wir alle haben ein schönes Zuhause, gutes Essen – dann schlägt eine Bombe ein, und alles ist vorbei, das ist doch krank! Deshalb mein Appell: Jedes Kind soll zu Essen, zu trinken und einen Schlafplatz haben – einen Ort, an dem es sich geschützt weiß, wo es Liebe und elterliche Fürsorge bekommt. Für was ist die Politik denn da? Ich wünsche mir Frieden auf Erden!
In die Kuppel vom Reichstagsgebäude konnte ich nicht mit hinaufsteigen, weil ich schreckliche Höhenangst habe. Ich war klatschnass geschwitzt, mir wurde übel. Mike Dessombes brachte mich runter und blieb bei mir. Ich war heilfroh, als ich wieder an die frische Luft kam. Gott sei Dank ging es mir bald wieder besser. Warum war ich eigentlich mitgefahren? Weil ich selbst einmal regieren wollte. Das Ganze war mir dann ein bisschen peinlich, es kam einfach über mich. Aber habe ich Unrecht?
12. November 2025 | Logbuch |
Die Online-Reporter des Heiderings besuchten Fachkraft Antje Jarnack, denn die hatte uns was Tolles zu vermelden:
Unser diesjähriges Johannisbeergelee ist großartig gelungen! In diesem Jahr hatten wir zirka zwei Kilogramm Johannisbeeren geerntet. Daya rührte die Früchte und halb beim Abfüllen. Außerdem hatte sie zuvor die Zutaten zusammengesucht und die nötigen Arbeitsmaterialien bereitgestellt.
Im Dezember werden wir unser Gelee weiterverarbeiten. Wir wollen Dominosteine herstellen und sie damit veredeln. Schon jetzt freuen wir uns auf die nächste Ernte – aber erstmal gibt’s zur diesjährigen Adventszeit was Süßes!
11. November 2025 | Logbuch |
Konstantin Reinhardt berichtet live aus dem Förderbereich: In unserer Garten-Gruppe arbeiten derzeit sechs Beschäftigte: Duc, Leonie, Kevin, Stefan, Eric und ich. Den FBB-Garten gibt es seit diesem Jahr, er wird von unseren Gruppenleiterinnen Frau Rochow und Frau Witt aufgebaut. Unsere Aufgabe ist, vor dem Gruppenraum einen kleinen Gartenbereich anzulegen, wo wir Gemüse und Obst anbauen. Außerdem besuchen wir regelmäßig das „Grüne Klassenzimmers“ im Schlosspark Oranienburg, um noch mehr über Pflanzen, Natur und Umwelt zu lernen.
Die Herbststürme fegen übers Land und kündigen den Winter an. Diese Zeit nutzen wir nicht, um uns zu verkriechen. Nein, wir sind voller Vorfreude auf den Adventsbasar! Für ihn basteln und gestalten wir im FBB-Garten viele Nettigkeiten.
In den letzten Wochen gestalteten wir mit Ton Herbst- und Weihnachtsdekorationen, wie auf dem Foto zu sehen ist. Außerdem bekleben wir Übertöpfe mit bunten Folienresten. Die Materialien sammeln wir auf dem Gelände und verwerten anfallende Reste. So entstehen lauter einzigartige Stücke, echte Unikate. Am Ende pflanzen wir unsere selbstgezogenen Pflanzen hinein. Zusätzlich basteln wir Weihnachtsbaumanhänger aus Holz.
Am Donnerstag unterbrechen wir die Bastelei, um das Pferdeangebot von Frau Rochow zu nutzen. Gemeinsam fahren wir zu den Pferden, striegeln sie und säubern die Koppeln mit Schubkarre und Besen.
Bevor die besinnliche Zeit losgeht, wünscht das FBB-Gartenteam allen Beschäftigten und Mitarbeitenden einen schönen Herbst!
7. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Erik Egler stellt Simone Fischer vor: Simone ist seit 2007 in der Werkstatt und gehört dem Cantina-Team vom Aderluch an. Sie arbeitet gerne mit den Menschen hier zusammen und kennt viele Beschäftigte. Gern möchte sie sich für unsere Interessen einsetzen, damit alle zufrieden am Arbeitsplatz arbeiten können. Deshalb bewarb sie sich für den Werkstattrat.
Simone ist immer ansprechbar und hört gut zu. Dabei ist sie freundlich und behandelt alle fair. In der Werkstatt lernte sie ihren Ehemann kennen. Sie hat drei Kinder, ihre Hobbys sind Dart, Federball sowie Tischtennis, außerdem bastelt sie gern.
Simone hat bereits Erfahrung im Bereich der Frauenbeauftragten, weiß um die Einhaltung der Schweigepflicht und würde sich freuen, wenn sie in den Werkstattrat gewählt wird.
5. November 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Ina Krause interviewt Simone Fischer
Simone arbeitet bei uns am Aderluch in der Küche. Wie ich nahm sie am diesjährigen Schichtwechsel teil. Ich befragte sie darüber:
Wie war dein Tagesplan?
Zuerst wurden wir vom Caritas-Shuttle nach Hohen Neuendorf ins Rathaus gefahren. Dort war die Eröffnung. Dann brachten sie uns an unsere Einsatzorte. Ich machte meine Schicht im Oranienburger Arbeitsamt.
Was hast Du dort gemacht?
Sie zeigten mir sämtliche Bereiche, und ich durfte überall reinschnuppern.
Hattest du nette Kollegen, und hat Dir Deine Schicht Spaß gemacht?
Ja, es hat mir Spaß gemacht. Am Ende verabschiedeten mich die Mitarbeiter mit den Worten: „Vielleicht bis zum nächsten Schichtwechsel, es war schön mit Dir.“
29. Oktober 2025 | Logbuch |
Vanessa Verderber berichtet vom diesjährigen Frauencafé
Das diesjährige Frauencafé lief recht entspannt ab. Zusätzlich zu Kaffee und Kuchen gab es auch leckere Kekse und Säfte, dafür vielen Dank!
Thema waren die anstehenden Wahlen der Frauenbeauftragten und des Werkstattrats. Unsere amtierenden Frauenbeauftragten waren persönlich vor Ort, genau wie die Mitglieder des Wahlvorstands, welcher aus zwei Beschäftigten und zwei Mitarbeitern besteht.
Sie erklärten uns, wie die Wahl abläuft und auch, wie man sich selbst bewerben kann. Dazu musst Du ein Formular ausfüllen und brauchst drei Unterstützerinnen oder Unterstützer – für eine Kandidatur als Frauenbeauftragte natürlich ausschließlich Unterstützerinnen.
Manche strichen auf der Wahlliste aufgrund der dort veröffentlichten Daten ihren Namen durch. Vielleicht könnte man hier zukünftig zumindest das genaue Geburtsdatum weglassen?
Ich finde es sehr gut, dass wir Beschäftigten diese beiden Gremien wählen. Schließlich vertreten sie unsere Interessen. Mir ist es wichtig, zu wissen: An wen kann ich mich wenden, zu wem habe ich das größte Vertrauen?
Auch ich wagte den Versuch, mich für eines der beiden Gremien zu bewerben. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, ists auch nicht so schlimm. In jedem Fall bin ich sehr gespannt, wer die neuen Frauenbeauftragten sind und wer in den Werkstattrat gewählt wird.
29. Oktober 2025 | Logbuch |
Allrounder im Einsatz
Erinnerungen von Jeffrey Fehst, aufgeschrieben von den Online-Reportern vom Heidering
Im August 2008 kam ich als Zivi an den Standort Berliner Straße 60A (heute Emil Polesky-Straße 60). Zwei Monate arbeitete ich hier in der ersten Werkstatt-Abteilung für psychisch beeinträchtige Menschen.
Anschließend übernahm ich von Marcel Teichmann die ausgelagerte Gruppe bei der Firma Friesen. Die saßen im Gewerbepark Nord am Heidering. Einige ihrer Beschäftigten sind noch heute bei uns, zum Beispiel Frank Schmidt, Christopher Berger oder Daniel Bothe. Friesen regenerierte unter anderem Anlasser und Lichtmaschinen. So betreute ich bereits als Zivi eine Gruppe.
Ende Juni 2009 fragte mich Werkstattleiter Christoph Lau: „Kannst du dir vorstellen, bei uns zu bleiben?“
„Mit dem coolen Haufen hier, das macht mir schon Spaß, sehr gern bleibe ich!“, lautete meine Antwort. Seitdem bin ich hauptberuflich im Team.
Durch eine glückliche Fügung konnte die Werkstatt im gleichen Jahr am Heidering ein Grundstück beziehen. Es gab eine Versteigerung, in letzter Sekunde erhielt die Caritas den Zuschlag. Der Standort war für uns ideal. Gleich nebenan saß nicht nur Friesen, sondern auch Orafol, seit Jahrzehnten unser wichtigster Partner. Das Haupthaus sowie die heutige Demontagehalle standen schon, letztere beherbergte zuvor eine Autowerkstatt. Als ich darin mein erstes Auto folierte, standen dort noch die alten Hebebühnen.
Erstmal aber hieß es: Renovieren! Auch am Samstag erscheinen wir, um zu malern. Wir fragten die Beschäftigten: „Wer kann sich vorstellen, uns zu unterstützen?“
Das Ganze war freiwillig, und als kleines Dankeschön bestellten wir zum Mittag Pizza. Wir stellten ein paar Tische und Stühle in den noch völlig leeren Container, der mal unsere Cantina werden sollte und zelebrierten daselbst unsere Mittagspause. Ordentlich gestärkt kehrten wir an die Malerarbeiten zurück.
November 2009 stieg die Eröffnungsfeier des neuen Standorts. In der Demontage, rechts an der Wand zur heutigen Werbetechnik, bauten wir eine große Bühne auf. Es gab ein schönes Buffet und draußen glühte der Grill.
Seither passierte vor Ort eine Menge. So wurden unter anderem das Fahrstuhlsystem nebst sich auf dem Dach drehenden C, die Verbindung zwischen Hauptgebäude und Hallentrakt an- oder die Zwischenetage für die Werbegrafik eingebaut. Besagtes C dreht sich seit November 2009 quasi ununterbrochen. Ich nenne es gern „Casino Royal“. Für mich ist der Heidering der Standort mit dem meisten Herzblut.
27. Oktober 2025 | Logbuch |
Das Team der Online-Reporter schreibt Geschichte! Und zwar die Geschichte der Zweigwerkstatt am Heidering.
Hier blieb nichts beim Alten
Dieses Motto beschreibt nicht nur unser Werkstattleben, sondern zudem die Verwandlungen unseres Standorts am Heidering. Montage – heute Konfektionierung, Werbetechnik – früher Werbegrafik, Garten- und Landschaftspflege – bis auf Cantina und Demontage wanderten sämtliche Abteilungen mehrfach quer durchs Haus.
In den kommenden Wochen präsentieren wir Euch mehrere Artikel über unsere Zweigwerkstatt. Freut Euch auf Geschichten von Menschen, die an deren Historie mitschrieben!
21. Oktober 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Michaela Senf erinnert sich am Ort des Geschehens an einen Wegeunfall
Bei uns am Aderluch verunglückte neulich ein Kollege. Genau wie ich wollte er mit dem Fahrdienst losfahren. Bevor wir einsteigen konnten, stolperte er, stürzte und knallte mit dem Kopf voll gegen einen Pfeiler. Dabei erlitt er eine Platzwunde.
Petra Otto setzte ihn auf und versuchte, die Blutung zu stoppen. Sabrina Bahn holte ein Tuch für die Wunde und Nancy Berg rief den Rettungsdienst. Gute Teamarbeit also! Der Rettungsdienst erschien und versorgte meinen Kollegen. Zum Glück konnte er schnell wieder in die Werkstatt kommen. Wie gut, dass wir hier Fachkräfte haben, die Erste Hilfe leisten können!
20. Oktober 2025 | Logbuch |
Von Online-Reporter Alonzo Münn
Von Dienstag bis Donnerstag 14.–16. Oktober, fanden in unserer Werkstatt an allen drei Standorten die Gesundheitstage statt. So auch bei uns Aderluch, wo ich mich am Dienstag zunächst von unserer Physiotherapeutin Silvia den Rücken massieren ließ.
Melanie Freitag leitete die Entspannungsrunde, zu ihr ging ich als nächstes. Während des Ganzen landete ich – mitten in einer Atemübung – im Tiefschlaf. Mit anderen Worten: Es hat funktioniert! Ich konnte mich sehr gut entspannen, und der anschließend gereichte Streuselkuchen mit Zuckerguss, auch Clowns- oder Papageien-Kuchen genannt, war einfach lecker!
18. Oktober 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn blättert für uns in seinem Tagebuch
Montag
Ich entfernte an Bambusstöcken die Blätter, weil wir die Stöcke verkaufen wollen. Man kann sie gut als Stützen für Tomatenpflanzen benutzen.
Dann packte ich 30 Boxen mit jeweils 50 Zuckerwattestäbchen. Isabels Box sortierte ich um, weil sie die hintere Reihe nicht sah. Jetzt ist alles gleich hoch, dass es nicht umkippt. Ich besorgte eine Ausschuss-Kiste. Da kommen die Zuckerwattestäbchen rein, die zerbrachen oder auf den Boden fielen. Wir wollen sie mit einem Schredder so klein bekommen, dass sie in unsere Kaminanzünder passen. So könnten wir auch sie sinnvoll nutzen, Thema Nachhaltigkeit.
Manuela stellte ich im Nebenraum Bügelperlen hin. Mit dieser Arbeit kommt sie besser zurecht, als mit den Bambusstöcken. Georg half ich beim Müll und bestückte die Mülleimer mit Tüten. Dann trieb ich Sport mit Justin und Carola.
Dienstag
Ich schrieb Sachen aus Büchern ab und spitzte meine Bleistifte mit einem automatischen Anspitzer. Isabel fragte ich, ob sie mit Play-Doh spielen möchte. Ich stellte ihr die Knete hin, und jetzt spielt sie damit. (…)
Ich stellte coole Servietten auf die Geburtstagstische von Wolfgang und Vladi, und wir feierten den Abschied von Frank Wolf vom Aderluch. Bei uns war er nur zu Besuch, er arbeitet in der Hauptwerkstatt in der Werbemittelfertigung.
Außerdem malte ich ein Bild für die Verabschiedung unseres BuFDis Matteo, auf dem wir anschließend Unterschriften aus dem gesamten Aderluch sammelten. Ich schrieb Matteo: „Es hat extrem viel Spaß mit dir gemacht, komm gern wieder.“