Den Men­schen soll es hier gut gehen

Den Men­schen soll es hier gut gehen

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber im Ge­spräch mit Ka­tha­ri­na Riedel

Ich fin­de Ka­tha­ri­na sehr nett. Sie hat im­mer ein of­fe­nes Ohr für alle und ist mei­ner Mei­nung nach auch sehr stark. Stets setzt sie sich für die Men­schen ein, die Un­ter­stüt­zung brau­chen. Nun sag­te ich mir: Ich in­ter­viewe sie ein­fach mal:

Was führ­te Dich zur Caritas-Werkstatt?

Dazu muss ich et­was aus­ho­len. In Werk­stät­ten ge­ar­bei­tet habe ich schon län­ger. Ich ab­sol­vier­te mein Frei­wil­li­ges So­zia­les Jahr in ei­ner Werk­statt in Sach­sen. Da­nach stu­dier­te ich in Bay­ern So­zia­le Ar­beit und mir war klar: Ich möch­te wei­ter­hin in Werk­stät­ten tä­tig sein. Nach dem Stu­di­um zog ich nach Ber­lin und schau­te mich nach Jobs um. Zu­fäl­lig ent­deck­te ich, dass die Ca­ri­tas-Werk­statt Ora­ni­en­burg eine Stel­le im Job­coa­ching neu aus­ge­schrie­ben hat­te. Ich be­warb mich – und erst, als ich zum Be­wer­bungs­ge­spräch fuhr, merk­te ich: Ora­ni­en­burg liegt ganz schön weit draußen!

Wie kamst Du schließ­lich in die Werkstatt-Leitung?

Herr Lau und Herr Schulz mach­ten das eine kur­ze Zeit zu zweit. Da­bei merk­ten sie, dass es gut ist, wenn in der Lei­tung alle Per­spek­ti­ven der Werk­statt­lei­tung ver­tre­ten sind und es auch eine Stim­me gibt, die sich vor al­lem für die Be­lan­ge der Be­schäf­tig­ten ver­ant­wort­lich fühlt. Und grund­sätz­lich hal­te ich es im­mer für wich­tig und gut, wenn in Lei­tungs­teams Män­ner und Frau­en zusammenarbeiten.

Für wel­che Tä­tig­keit in der Lei­tung bist Du spe­zi­ell zuständig?

Bil­dung und So­zia­les“ steht an mei­ner Tür. Im Un­ter­schied zu den Ar­beits­schwer­punk­ten von Herrn Lau und Herrn Schulz dreht sich mei­ne Tä­tig­keit nicht so sehr dar­um, dass Auf­trä­ge rein­kom­men oder die Pro­zes­se und Ma­schi­nen lau­fen, son­dern dass es den Men­schen hier gut geht.

Ist Lei­tungs­ar­beit manch­mal sehr anstrengend?

Ich glau­be, jede Auf­ga­be kann an­stren­gend sein. Über­all gibt es Pha­sen, die wir als sehr her­aus­for­dernd emp­fin­den. Ich glau­be nicht, dass ein Chef oder eine Che­fin mehr Stress ha­ben als andere.

Lei­tungs­ar­beit ist in mei­nen Au­gen aber schon eine an­de­re Sache.

Das hängt viel mit der je­wei­li­gen Per­son zu­sam­men. Wie wich­tig ist mir mei­ne Auf­ga­be, wie ver­ant­wor­tungs­voll ar­bei­te ich? Wir alle er­fül­len wich­ti­ge Auf­ga­ben, auch Ihr als Be­schäf­tig­te. Ich den­ke da zum Bei­spiel an die Can­ti­na. Dort ste­hen mit­tags vie­le Men­schen hung­rig vor dir, und du wirst viel­leicht an­ge­pflaumt, wenn es mal nicht schnell ge­nug geht. Das ist ganz si­cher an­stren­gen­der als so man­che Leitungstätigkeit.

Was machst Du in Dei­ner Freizeit?

Das ver­än­der­te sich zu­letzt mit mei­ner Um­ge­bung. Bis 2023 wohn­te ich in Ber­lin mit all sei­nen kul­tu­rel­len An­ge­bo­ten. Jetzt lebe ich in Ky­ritz, qua­si mit­ten im Wald am See. Die­sen Som­mer be­leg­te ich bei­spiels­wei­se ei­nen An­fän­ger­kurs im Ru­der­ver­ein, und wir ha­ben ei­nen Hund.

Apro­pos, bist Du auch so ein gro­ßer Tier­freund wie ich? Ich lie­be Tie­re sehr und glau­be, wir kön­nen eine Men­ge von ih­nen lernen.

Das glau­be ich auch. Ich mag vor al­lem Hun­de, mehr noch als Kat­zen. Ja, ich bin ein Hun­de-Typ, weil sie dir ganz un­ge­fil­tert ihre Lie­be schen­ken. Man­che Tie­re, so zum Bei­spiel Spin­nen oder Schlan­gen, brau­che ich nicht in mei­ner un­mit­tel­ba­ren Nähe.

Ich habe Angst vor Wes­pen und ver­su­che, ih­nen ge­gen­über ru­hig zu blei­ben, so nach dem Mot­to: Ich lass dich in Ruhe – und du mich auch.

Ge­nau, nen­nen wir es fried­li­che Ko­exis­tenz. Hast Du ei­nen Hund?

Lei­der nicht. Mein Ar­beits­tag ist lang, und Hun­de mö­gen es nicht, al­lein zu sein. Was für ei­nen Hund hast Du?

Eine Mi­schung aus Bea­gle, das ist ein eher stu­rer, dick­köp­fi­ger Jagd­hund – und Mops, der eher Rich­tung Schoß­hund geht. Ge­fühlt ist er im­mer auf Nahrungssuche.

Soll sich dei­ner Mei­nung nach in­ner­halb der Werk­statt et­was än­dern? Falls ja, was?

Zu uns kom­men im­mer mehr Men­schen mit sehr ho­hem För­der­be­darf. Zum an­de­ren ha­ben wir Be­schäf­tig­te, die eine Aus­bil­dung ma­chen, auf den ers­ten Ar­beits­markt wol­len. Ich wün­sche mir, dass wir für alle Mög­lich­kei­ten finden.

Raus aus der Werk­statt? Da­vor hab‘ ich Angst.

Das musst Du nicht. Für man­che ist es ein gu­ter Schritt, für an­de­re nicht oder noch nicht.Manchmal hilft es, sich nicht so sehr zu be­las­ten mit dem, was ir­gend­wann ein­mal sein wird. Als Du zu uns kamst, wuss­test Du ja auch nicht, was Dich hier erwartet.Damals hät­test Du Dir si­cher nicht zu­ge­traut, Frau­en­be­auf­trag­te zu wer­den. Sich selbst Din­ge zu­zu­trau­en ist das eine, aber mit Dei­ner Wahl siehst du: Auch an­de­re ge­ben Dir ihr Vertrauen!

Okay, was ist Dein zu­künf­ti­ges Ziel in der Werkstatt?

Mein gro­ßes Ziel ist nach wie vor, dass die Werk­statt ein Ort bleibt, an den die Be­schäf­tig­ten gern zur Ar­beit kom­men. Ein Ort, an dem Ihr Euch si­cher fühlt, Euch ent­wi­ckeln könnt, Selbst­be­wusst­sein tankt. Je­der kann mit sei­nen Auf­ga­ben wach­sen, hat aber auch die Chan­ce, ei­ge­ne Gren­zen zu ak­zep­tie­ren. Das ist der gro­ße Vor­teil ei­ner Werkstatt.

Bist Du mit Dei­ner Ar­beit zufrieden?

Ich mag es, dass ich hier vie­le Din­ge be­we­gen und Pro­jek­te ver­fol­gen kann, die mir am Her­zen lie­gen, zum Bei­spiel die Frau­en­be­auf­trag­ten. Ich ge­nie­ße die Frei­heit, so et­was mit zu ent­wi­ckeln, und ich ge­nie­ße die vie­len Men­schen um mich herum.

Hast Du Ge­schwis­ter? Wenn ja, wie vie­le? Ich hab eine Schwes­ter und drei Brüder.

Ich habe ei­nen „klei­nen“ Bru­der, der vier Jah­re jün­ger ist als ich. Er ist Fuß­bal­ler von Be­ruf, da­für hats bei mir nicht gereicht.

Ich spie­le üb­ri­gens Rugby.

Stimmt! Ich bin ge­ra­de da­bei, das nächs­te One Bil­li­on Ri­sing mit zu or­ga­ni­sie­ren, eine Tanz­de­mons­tra­ti­on, um Frau­en stark zu ma­chen. Viel­leicht lade ich dazu Dei­nen Rug­by­club ein?

War­um nicht? Fra­gen kos­tet nichts. Gibt es et­was aus Dei­ner Kind­heit, was Dich be­son­ders prägte?

Ich wuchs qua­si in ei­nem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus auf. Mei­ne Groß­el­tern wa­ren für mich sehr wich­ti­ge Men­schen. Es präg­te mich, dass sie in mei­ner Kind­heit da wa­ren. Mir ge­fiel das ge­gen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis, dass wir uns ge­gen­sei­tig hal­fen. Viel­leicht wur­de ich auch des­halb So­zi­al­ar­bei­te­rin? Mei­ne Oma war eher still, hat­te aber al­les im Griff. Ich be­wun­de­re die­se Frau­en, die noch den Zwei­ten Welt­krieg und vie­le schlim­me Din­ge er­leb­ten. Sie konn­ten sel­ten selbst­be­stimmt le­ben. Aber sie lie­ßen sich nicht un­ter­krie­gen und muss­ten hart ar­bei­ten. Von die­sen Frau­en kön­nen wir eine Men­ge ler­nen. Ich glau­be, auch des­halb set­ze ich mich heu­te gern für die Selbst­be­stim­mung und Gleich­be­rech­ti­gung von Men­schen ein.

Lie­be Ka­tha­ri­na, ich dan­ke Dir für das Gespräch.

Auch ich dan­ke Dir für un­ser Ge­spräch, lie­be Va­nes­sa. Dein Kom­pli­ment vom An­fang kann ich nur zu­rück­ge­ben. Ich fin­de es stark, was Du Dich in­zwi­schen al­les traust.

Klei­ne Tür mit lan­ger Geschichte

Klei­ne Tür mit lan­ger Geschichte

Mi­cha­el Ben­ter und Frank Nuss­bü­cker spra­chen mit un­se­rem In­fra­struk­tur­ma­na­ger Mar­ko Möller:

Ur­sprüng­lich war sie nur als Sei­ten­aus­gang ge­dacht. Aber die Tür zwi­schen Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung und Holz-Werk­statt wur­de be­son­ders durch un­se­re Schu­le, den BBB im Jo­sef­haus so­wie dem FBB weit hö­her fre­quen­tiert als ur­sprüng­lich ge­dacht. Mar­ko Möl­ler ließ be­sag­te Holz­tür mehr­fach re­pa­rie­ren, bis im Früh­jahr 2024 nichts mehr ging.

Sei­ne Idee: Die Holz­tür wird durch eine aus Me­tall er­setzt, via An­trieb bar­rie­re­frei ge­macht und so ver­brei­tert, dass auch Rol­lis hindurchpassen.

Letz­te­res muss­ten wir lei­der auf­ge­ben. Da­für die Bau­ge­neh­mi­gung zu be­kom­men, hat­te ei­nen Ha­ken na­mens Mu­ni­ti­ons­frei­ga­be. Die da­mals er­folg­ten Boh­run­gen nach Welt­kriegs-Mu­ni­ti­on wa­ren in heu­te un­zu­läs­si­ger Tie­fe er­folgt. Dem­zu­fol­ge hät­te das ge­sam­te um­lie­gen­de Ter­rain neu ab­ge­bohrt wer­den müssen.

So bliebs bei ei­ner bar­rie­re­frei­en Me­tall­tür mit An­trieb. Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me der von uns be­auf­trag­ten Bau­fir­ma mit ei­nem ex­ter­nen Dienst­leis­ter sorg­ten da­für, dass das Gan­ze „ein lan­ger Ritt“ wur­de, wie Mar­ko zu er­zäh­len weiß: „Am Ende er­brach­ten wir ei­ni­ges in Ei­gen­leis­tung, um den Pro­zess zu be­schleu­ni­gen. Das be­traf un­ter an­de­rem die End­in­stal­la­ti­on von Säu­le und Schal­ter. Letz­te­ren bau­te un­ser Stamm-Elek­tri­ker Herr Liebald von der Fir­ma JET ein. Un­se­re Haus­tech­nik sorg­te auch da­für, dass die Säu­le am Ende fest und si­cher auf dem Fun­da­ment steht.“

Et­was Gu­tes hat­te die lan­ge Bau­zeit, wie Ma­rio hin­zu­fügt: „Drin­nen in­stal­lier­ten wir ei­nen Fin­ger-Klemm­schutz, der war im Bau­auf­trag nicht enthalten.“

Phil­ipp Fo­cking und sei­nem Team aus dem BBB ist es zu ver­dan­ken, dass wir nun drau­ßen ei­nen Schuh­ab­strei­fer ha­ben. Die­se Idee war Phil­ipp beim Wie­der-Ein­le­gen des Pflas­ters ge­kom­men. So bleibt ab jetzt ein Groß­teil des Drecks drau­ßen, ge­ra­de bei Schmud­del­wet­ter eine tol­le Sa­che. Vie­len Dank an Phil­ipp, un­se­ren Elek­tri­ker, die Haus­tech­nik und na­tür­lich an Mar­ko Möller!

Ein Hoch auf un­se­re Winterdienst-Crew!

Ein Hoch auf un­se­re Winterdienst-Crew!

On­line-Re­por­te­rin Ma­nue­la Wro­blew­ski möch­te noch was zum kürz­li­chen Win­ter­ein­bruch loswerden:

Als ich letz­ten Don­ners­tag früh­mor­gens in der Haupt­werk­statt an­kam, war dort schon or­dent­lich was los. Jede Men­ge Schnee war vom Him­mel ge­fal­len, und un­se­re Grün­teams voll da­bei, den wei­ßen Mas­sen mit­tels Schnee­schie­ber und Räum­ge­rä­ten so zu Lei­be zu rü­cken, dass der Park­platz be­fahr- und die Wege be­geh­bar blieben.

Ihr Ein­satz sorg­te da­für, dass Be­schäf­tig­te und Mit­ar­bei­ter un­se­rer Werk­statt tro­cken und si­cher an ihre Ar­beits­plät­ze kamen.

Da­mit nicht ge­nug, hack­ten sie die­sen Diens­tag un­se­re Wege eis­frei. So konn­ten wir lang­sam, aber si­che­ren Schrit­tes übers Ge­län­de lau­fen. Da­für un­ser herz­li­cher Dank an die Mann­schaf­ten von Phil­ipp Fo­cking, Cle­mens Beng­sch so­wie Mat­thi­as Dah­l­ke. Toll, dass wir Kol­le­gen ha­ben, die schnell wie be­herzt zu­pa­cken, wenn es die Si­tua­ti­on erfordert.

Vom Cam­pus Q in die Chefetage

Vom Cam­pus Q in die Chefetage

Mi­cha­el Ben­ter fragt Ka­tha­ri­na Riedel

Bei mei­nem ers­ten Ge­spräch in der Ca­ri­tas-Werk­statt be­glei­te­te mich mei­ne Be­treue­rin Frau Rath. Im Jo­sef­haus tra­fen wir uns mit Frau Rie­del, Lei­te­rin des Cam­pus Q. Ge­ra­de, als die­se zu mir sag­te: „Hier ist ab Sep­tem­ber dein neu­er Ar­beits­platz!“, schwirr­te eine Wes­pe durch den Raum. Mir brach der Schweiß aus und ich ge­riet in Pa­nik. Seit ich ein­mal in der U‑Bahn von ei­ner Bie­ne ge­sto­chen wur­de, habe ich pa­ni­sche Angst vor Hor­nis­sen, Bie­nen, Wespen …

Du brauchst kei­ne Angst zu ha­ben“, be­ru­hig­te mich Frau Rie­del. Heu­te tref­fe ich mich mit ihr, um ihr ein paar Fra­gen zu stellen.

Ka­tha­ri­na: Wenn ich an Dich den­ke, fällt mir auch im­mer zu­erst die­se Si­tua­ti­on mit der Wes­pe ein. Ich habe ei­gent­lich auch Angst vor ih­nen und wäre gern zu­sam­men mit Dir auf­ge­sprun­gen. Mir war aber wich­tig, dass dein ers­ter Ein­druck von der Werk­statt nicht mit Angst ver­bun­den ist.

Mi­cha­el: Seit wann ar­bei­test Du hier und wie ver­lief Dein Weg in die Werkstattleitung?

Ka­tha­ri­na: Als ich 2010 her­kam, war ich 24 und die Werk­statt mein ers­ter Job nach dem Stu­di­um. Sie such­ten eine Fach­kraft für be­ruf­li­che In­te­gra­ti­on. Die Stel­le war neu, denn Werk­stät­ten hat­ten sich ver­stärkt dar­um zu küm­mern, Be­schäf­tig­te in Prak­ti­ka und Be­trie­be zu vermitteln.

Mitt­ler­wei­le ar­bei­te­te ich schon in fast al­len Be­rei­chen als Fach­dienst, au­ßer am Ader­luch, Als der stell­ver­tre­ten­de Werk­statt­lei­ter Herr Ho­berg in Ren­te ging, rück­te zu­nächst Rai­ner Schulz in die Lei­tung auf. Er küm­mer­te sich um die Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se, und schließ­lich kam ich dazu als je­mand, der sich mit so­zia­len The­men be­fasst. Seit­her füh­le mich ver­ant­wort­lich für die Fach­diens­te und die Be­lan­ge der Beschäftigten.

Mi­cha­el: Beim Pro­jekt „Sei­ten­wech­sel“ ha­ben Mit­ar­bei­ten­de die Mög­lich­keit in an­de­ren Werk­statt­be­rei­chen und beim Ca­ri­tas Woh­nen mit­zu­ar­bei­ten. Hast Du so et­was auch schon­mal gemacht?

Ka­tha­ri­na: Ganz am An­fang mei­ner Zeit hier gab es ei­nen Per­so­nal­eng­pass in der Can­ti­na der Haupt­werk­statt. „Kannst du das mal ma­chen?“, frag­te man mich – und ich tats. Zur Mit­tags­zeit ging die Luke hoch: Vor mir vie­le hung­ri­ge Be­schäf­tig­te, stand ich ne­ben der Kas­se und hat­te kei­ne Ah­nung, wie sie zu be­die­nen ist. Seit­dem hab ich gro­ßer Re­spekt vor die­ser Ar­beit. Die Leu­te sind hung­rig, es muss schnell ge­hen und die Kas­se auf Stand sein. Da kam ich ganz schön ins Schwit­zen. Gern hät­te ich mehr Zeit, so et­was öf­ters zu machen.

Mi­cha­el: Was macht Dir in der Werk­statt am meis­ten Spaß?

Ka­tha­ri­na: Grund­sätz­lich ge­fällt es mir am bes­ten, hier un­ter­wegs zu sein und Pro­jek­te an­zu­schie­ben. Ich mag den Plausch aufm Flur, mei­ne schöns­ten Stun­den sind die, in de­nen ich mit Euch zu­sam­men bin. Ein biss­chen bin ich stolz dar­auf, dass ich bis heu­te alle Be­schäf­tig­ten und vie­le Ehe­ma­li­ge mit Na­men ken­ne. Ich bin in den Auf­nah­me­ge­sprä­chen da­bei, ler­ne die Fa­mi­li­en und Ge­schich­ten ken­nen. Auch Pro­ble­me und Kon­flik­te sind Teil mei­ner Auf­ga­be – und doch ist für mich der Kon­takt mit an­de­ren Men­schen das Schöns­te. Mit mei­nem Wech­sel in die Werk­statt-Lei­tung kam lei­der viel mehr Schreib­kram dazu, jede Men­ge Ar­beit am Rechner.

Mi­cha­el: Was macht un­se­re Werk­statt für Dich aus?

Ka­tha­ri­na: Ich kom­me im­mer wie­der gern her. Es ist schön, zu se­hen und zu be­glei­ten, wie sich Be­schäf­tig­te ent­wi­ckeln und et­was aus ih­rem Le­ben ma­chen. Das macht die Werk­statt zu ei­nem mei­ner Lieblingsorte

Mi­cha­el: Ar­bei­test Du an der Er­stel­lung der Fort­bil­dungs­pro­gramm-Hef­te mit?

Ka­tha­ri­na: Das ist ei­nes mei­ner Herzensthemen.

Mi­cha­el: Dann möch­te ich das nächs­te bit­te in Werbetechnik-Blau!

Ka­tha­ri­na: Mitt­ler­wei­le gibt es un­se­re Fort­bil­dungs­pro­gram­me schon so lan­ge, dass jede Be­reichs­far­be ver­tre­ten war. Bei der Farb­wahl gu­cken wir auch, wel­cher Be­reich im je­wei­li­gen Jahr ei­nen be­son­de­ren Hö­he­punkt begeht.

Zu­sam­men mit Lau­ra Krü­ger und Angi Geiß­ler ar­bei­te ich dar­an, dass die be­glei­ten­den An­ge­bo­te ab­wechs­lungs­reich sind und blei­ben. Für man­che sind sie der wich­tigs­te Grund, in die Werk­statt zu kommen.

Mi­cha­el: Fährst Du manch­mal im Shut­tle mit?

Ka­tha­ri­na: Letz­tes Jahr ver­ab­schie­de­te ich Ka­rin Bo­dag, wel­che die An­fän­ge un­se­res Shut­tles mit­mach­te, gleich nach dem Shut­tle-Pio­nier Jür­gen Wolf. Da­mals wur­de heiß dis­ku­tiert, ob Be­schäf­tig­te über­haupt fah­ren dür­fen. Ich un­ter­nahm ei­ni­ge Pro­be­fahr­ten mit Ka­rin, um mich da­von zu über­zeu­gen, dass sie auch in Stress-Si­tua­tio­nen ru­hig und si­cher fährt. Das tat sie.

Mi­cha­el: Wir Be­schäf­tig­ten ar­bei­te­ten in der Co­ro­na-Pan­de­mie teil­wei­se zu Hau­se oder am Ader­luch. Wie hast Du die­se Zeit er­lebt in und mit der Werkstatt?

Ka­tha­ri­na: Der Be­ginn der Pan­de­mie fiel ge­nau mit mei­nen ers­ten Ar­beits­ta­gen in der Werk­statt­lei­tung zu­sam­men … im Rück­blick eine su­per an­stren­gen­de Zeit. Al­les war so un­si­cher: Wie vie­le Men­schen dür­fen in ei­nem Raum sein, wel­che Be­schäf­tig­ten dür­fen wo­hin? Gal­ten für uns die Re­geln für Be­trie­be, oder jene für Wohn­stät­ten von Men­schen mit Be­hin­de­rung? Am Ende tra­fen wir die Ent­schei­dun­gen, bei de­nen wir dach­ten, so ist es am bes­ten. Viel­leicht la­gen wir nicht im­mer rich­tig, aber ich glau­be, wir ka­men ganz gut durch.

Mi­cha­el: Kannst Du nach Fei­er­abend ab­schal­ten, oder ge­hört Dein Heim­weg auch zur Firmenarbeit?

Ka­tha­ri­na: Wer sich ent­schei­det, ei­nen so­zia­len Be­ruf zu er­grei­fen, musss auch die da­mit ver­bun­de­nen Schwie­rig­kei­ten er­tra­gen. Men­schen sind kei­ne Ma­schi­nen, die man abends aus­schal­tet. Im Ur­laub kann ich ganz gut ab­schal­ten, das Wo­chen­en­de ist da­für oft zu kurz. Mein Part­ner muss da­mit le­ben, schließ­lich hat er mich so „ein­ge­kauft“.

Mi­cha­el: Gibt es ehe­ma­li­ge Be­schäf­tig­te un­se­rer Werk­statt, die Du be­son­ders vermisst?

Ka­tha­ri­na: In den letz­ten Jah­ren ver­lo­ren wir ei­ni­ge Be­schäf­tig­te, die ei­nen be­deu­ten­den Teil un­se­rer Ge­schich­te mit­schrie­ben wie zum Bei­spiel An­ge­li­ka Kopitz­ke, die so lan­ge Zeit auf dem Jo­han­nes­berg leb­te. Auch ihr helft mit, die­se Ge­schich­ten festzuhalten.

Mi­cha­el: Bist Du hier öf­ter um­ge­zo­gen, von Büro zu Büro?

Ka­tha­ri­na: Ich saß mitt­ler­wei­le in 6 oder 7 Bü­ros, zu­erst in dem jet­zi­gen von An­dré Ker­kow in der Haupt­werk­statt. Nach ei­nem Jahr wech­sel­te ich in den Hei­de­ring, ins Büro von Kle­mens Statt, wo ich auch dei­ne Re­port­er­kol­le­gin Mar­ti­na ken­nen­lern­te. Dann zog ich wie­der in die Haupt­werk­statt, ins Büro von Herrn Möl­ler. Ich sah et­li­che Bü­ros von in­nen, den schöns­ten Aus­blick auf den Jo­han­nes­berg ge­noss ich als Lei­te­rin des Cam­pus Q.

Mi­cha­el: Wie se­hen Dei­ne Zu­kunfts­plä­ne aus? Ver­rätst Du uns da­von etwas?

Ka­tha­ri­na: Ich will noch viel rei­sen in mei­nem Le­ben. Da­bei möch­te ich auch den Le­bens­stil der Men­schen ken­nen­ler­nen, die vor Ort le­ben. Das hilft, be­schei­den zu blei­ben und zu se­hen, dass es uns ganz gut geht. Rei­sen hilft mir, für vie­les ein gu­tes Ge­spür zu bekommen.

Mi­cha­el: Was wür­dest Du tun, wenn es die Werk­statt nicht mehr gäbe?

Ka­tha­ri­na: Das möch­te ich mir nicht vor­stel­len. Wir le­ben in ei­nem So­zi­al­staat, Werk­stät­ten sind ein Teil da­von. Ihre Ab­schaf­fung for­dern un­ter­schied­li­che Men­schen aus un­ter­schied­li­chen Grün­den. Wir wer­den es ih­nen nicht leicht machen.

Mi­cha­el: Hast Du eine Idee, wie die Ca­ri­tas-Werk­statt in zehn Jah­ren aus­se­hen könnte?

Ka­tha­ri­na: Ihr Auf­trag, Men­schen in die Aus­bil­dung und auf den Ar­beits­markt zu brin­gen, wird ge­wich­ti­ger sein. Also wird es mehr Be­schäf­tig­te ge­ben, die auf Au­ßen­ar­beits­plät­zen in Be­trie­ben ar­bei­ten, wel­che wir vor Ort be­glei­ten. Das ist je­doch nicht für alle Be­schäf­tig­ten der rich­ti­ge Weg. Auch für alle, die dazu nicht in der Lage sind, müs­sen wir da sein. Und wir brau­chen auch Be­trie­be, die Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung eine Chan­ce geben.

Mi­cha­el: Was ist, wenn ein Be­schäf­tig­ter in ei­nen an­de­ren Be­reich wech­seln möchte?

Ka­tha­ri­na: Es ge­hört auch zu un­se­ren Auf­ga­ben, Eu­ren Wün­schen nach Mög­lich­keit zu ent­spre­chen. Man­che mö­gen Ver­än­de­run­gen mehr als an­de­re. Dass du zu ers­te­ren ge­hörst, hat si­cher eine Men­ge mit dei­ner Per­sön­lich­keit zu tun. Es ge­hört zur Stär­ke ei­ner Werk­statt, das mög­lich zu machen.

Vor­sicht Glatt­eis! (12.01.2026)

Vor­sicht Glatt­eis! (12.01.2026)

Passt auf Euch auf, Leu­te!

Auch für mor­gen, 13.01.2026 warnt der Deut­sche Wet­ter­dienst in Ora­ni­en­burg und Um­ge­bung vor Glatt­eis auf Stra­ßen und Geh­we­gen.

Die Ca­ri­tas-Werk­statt hat wie ge­wohnt ge­öff­net. Die Fahr­diens­te sind un­ter­wegs, es kann aber zu Ver­spä­tun­gen kom­men.

Wer auf­grund der Wet­ter­la­ge mor­gen nicht zur Werk­statt kom­men kann, mel­det sich früh bit­te te­le­fo­nisch oder per E‑Mail bei uns – und so­weit zu­tref­fend auch beim Fahr­dienst. Die wet­ter­be­ding­te Ab­we­sen­heit gilt dann als entschuldigt.

Vie­le Um­zü­ge und mehr Platz – Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 5

Vie­le Um­zü­ge und mehr Platz – Werk­statt­le­ben am Hei­de­ring Teil 5

On­line-Re­por­te­rin Mar­ti­na Har­nisch­ma­cher er­in­nert sich:

Im No­vem­ber 2009 zo­gen wir von der Ber­nau­er Str. 100 mit der kom­plet­ten Mann­schaft in den neu­en Stand­ort am Hei­de­ring. Er­in­ne­re ich mich rich­tig, nah­men wir aus der Ber­nau­er Mo­bi­li­ar und Ma­schi­nen mit. Dazu ka­men Be­schäf­tig­te aus an­de­ren Ab­tei­lun­gen, so zum Bei­spiel mei­ne Re­por­ter-Kol­le­gin­nen An­nett und Mo­ni­ka von der Ber­li­ner Stra­ße 60A.

Auch die Be­schäf­tig­ten des Ar­beits­be­reichs Werk­stoff-Tren­nung aus dem da­ma­li­gen Quel­le-La­ger zo­gen nun an den Hei­de­ring!“, er­in­nert sich Re­por­ter-Kol­le­ge Mi­cha­el Ben­ter. „Zu ih­nen ge­hö­ren un­ter an­de­rem Mi­cha­el Brock, Stef­fen Geiß­ler, Diet­mar von Scha­now­ski und Grup­pen­lei­ter Cars­ten Beyer.“

Am neu­en Stand­ort hieß es: Re­no­vie­ren, Bau­en, Sau­ber­ma­chen! Der Holz-Pa­vil­lon zwi­schen der neu er­rich­te­ten Can­ti­na und dem Haupt­ge­bäu­de wur­de üb­ri­gens von dem Be­schäf­tig­ten Nor­bert Kep­pe er­rich­tet. Nor­bert über­nahm, wie auf dem Foto zu se­hen, auch wei­ter­hin et­li­che Ar­bei­ten am und im Haus. Er war hand­werk­lich top, mitt­ler­wei­le ging er lei­der in den Ruhestand.

Ich sah den Um­zug po­si­tiv, ob­gleich wir nun nicht mehr so zen­tral la­gen wie in der Ber­nau­er. Der alte Stand­ort war zu klein ge­wor­den, nun ver­füg­ten wir über eine Park­flä­che, und jede Ab­tei­lung be­zog ei­ge­ne Räume.

50 Jah­re vol­ler Leben

50 Jah­re vol­ler Leben

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ei­nem brand­ak­tu­el­len Grund zum feiern:

Am 8 Ja­nu­ar 2026 gab es an al­len 3 Stand­or­ten un­se­rer Ca­ri­tas-Werk­statt ei­nen ganz be­son­de­ren Foto-Ter­min. Auf der klei­nen Wie­se zwi­schen Can­ti­na und Ver­wal­tung der Haupt­werk­statt wur­de aus klei­nen Pap­pen eine rie­si­ge 50 zu­recht­ge­legt. Fürs da­zu­ge­hö­ri­ge Foto er­hiel­ten alle, die mit­mach­ten, ei­nen coo­len Mot­to-Schal in den Far­ben un­se­res Trä­gers, den wir so­gar be­hal­ten dürfen.

Wir ver­sam­mel­ten uns auf ei­nem gro­ßen, mit­tels Graf­fi­ti-Dose auf den Schnee ge­sprüh­ten Kreis. Nun lie­ßen die Fo­to­gra­fen ihre Droh­ne flie­gen, um das per­fek­te Foto hin­zu­be­kom­men. Dazu hiel­ten wir vol­ler Freu­de un­se­re coo­len neu­en Schals in die Höhe. Für mich per­sön­lich ist dies die größ­te 50, die ich je in mei­nem Le­ben ge­se­hen habe!

In die­sem Sin­ne: Herz­li­chen Glück­wunsch zum run­den Ge­burts­tag, lie­be CFJ – wei­ter so!

Phil­ipp und sein Grünteam 😉

Phil­ipp und sein Grünteam 😉

Mi­cha­el Ben­ter be­fragt Phil­ipp Fo­cking: Wo und was hast Du ge­ar­bei­tet, be­vor Du in die Werk­statt kamst?

Ich war Pla­ner und Bau­lei­ter im Be­reich Gar­ten- und Land­schafts­bau, zu­erst in ei­nem Land­schafts­bau-Un­ter­neh­men, dann in ei­nem Handwerksbetrieb.

Wie lan­ge bist Du schon in un­se­rem Grün­team?:

Ich star­te­te 2010 im Ar­beits­be­reich Gar­ten- und Land­schafts­pfle­ge. Mein Vor­gän­ger fiel län­ge­re Zeit krank­heits­be­dingt aus. „Drin­gend Ur­laubs­ver­tre­tung ge­sucht!“, hieß es da. Das war span­nend für mich. Ich bin Gärt­ner aus Leidenschaft.

Warst Du der ers­te, der das Grün-Team im BBB im Jo­sef­haus leitete?

Vor­her gab es den Lehr­gang Gar­ten- und Land­schafts­pfle­ge, üb­ri­gens auch hier im Jo­sef­haus. Bald, nach­dem ich kam, be­fand sich der BBB im Um­bruch. Rai­ner Schulz sprach mich an, ob ich mir vor­stel­len kön­ne, da­bei mit­zu­wir­ken. Im Früh­ling 2014 wech­sel­te ich in den Be­rufs­bil­dungs­be­reich und star­te­te im Herbst mit der son­der­päd­ago­gi­schen Zu­satz­aus­bil­dung. Die Er­fah­run­gen aus dem Ar­beits­be­reich hal­fen mir, die rich­ti­gen Schwer­punk­te in der be­ruf­li­chen Bil­dung zu set­zen. Un­se­re Be­schäf­ti­gen ler­nen hier die Ma­schi­nen ken­nen, die im Ar­beits­be­reich und auch auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt ver­wen­det werden.

Machst du mor­gens ei­nen Rund­gang und guckst, was ge­macht wer­den muss – und sagst dann Dei­nen Be­schäf­tig­ten, wel­che Ar­bei­ten an die­sem Tag anliegen?

Meis­tens sehe ich am zu Ende ge­hen­den Ar­beits­tag, was am Fol­ge­tag zu tun ist. Hat­te ich Ur­laub, ma­che ich an­schlie­ßend erst mal ei­nen Rund­gang, um zu se­hen: Wo be­steht am nö­tigs­ten Handlungsbedarf?

Was ist, wenn Be­schäf­tig­te zu dir kom­men und sa­gen: Ich will das und das machen!

Se­hen Be­schäf­tig­te, was zu tun ist, las­se ich sie das gern ma­chen. Zu­meist aber sind sie im BBB zu­nächst noch nicht so er­fah­ren. Da ist es eher sel­ten, dass sie Vor­schlä­ge ma­chen. Hat aber je­mand den gärt­ne­ri­schen Blick, brem­se ich sie oder ihn nicht.

War­um er­stellst Du je­weils ei­nen Ta­ges­plan, den die Be­schäf­tig­ten je­den Nach­mit­tag aus­fül­len müs­sen? Das ist im Hei­de­ring anders.

Bei uns liegt der Schwer­punkt dar­auf, dass Be­schäf­tig­te am Ende des Ta­ges re­flek­tie­ren: Was habe ich heu­te ge­tan? Die ent­spre­chen­den Zei­len mit den Uhr­zei­ten hel­fen beim Er­in­nern. Dazu hängt ein Wo­chen­plan im Raum, an dem sie sich ori­en­tie­ren kön­nen. Re­flek­tie­ren, Schrei­ben, auf den Ka­len­der schau­en – Din­ge fürs Leben!

            Ich moch­te das nie.

Wir ge­stal­ten un­se­re be­ruf­li­che Bil­dung in An­leh­nung an jene auf dem 1. Ar­beits­markt. Auch dort hat­te ich je­den Tag auf­zu­schrei­ben, mit wel­chen Ma­schi­nen ich was be­ar­bei­te­te, wie das Wet­ter war und der­glei­chen mehr. Apro­pos, un­se­ren Re­gen­stands-An­zei­ger in­stal­lier­ten wir um 2014/15.

Wie kamst Du auf die Idee, die „Pflan­ze der Wo­che“ zu präsentieren?

Als Gärt­ner ar­bei­ten wir mit Pflan­zen, also sind Pflan­zen­kennt­nis­se sehr wich­tig für uns. In der Be­rufs­aus­bil­dung zum Gärt­ner musst Du über 300 ver­schie­de­ne Pflan­zen ken­nen. Das wäre bei uns in der Werk­statt eine Über­for­de­rung, des­halb jede Wo­che nur eine neue Pflan­ze. Die er­ge­ben ein Re­per­toire von etwa 50 Pflan­zen – im­mer jene, wel­che von der Jah­res­zeit her in­ter­es­sant sind. Als Grund­la­ge die­nen mir die Fach­bü­cher, mit de­ren Hil­fe ich der­einst mein Gärt­ner­hand­werk erlernte.

Wie lan­ge machst Du das schon?

Seit­dem ich im BBB bin, und ich fin­de es nach wie vor fas­zi­nie­rend. Ich hole Pflan­zen­tei­le rein, so gu­cken wir uns zum Bei­spiel ein Blatt an: Wel­che Form hat es, wie sieht sein Rand aus und der­glei­chen mehr. Dazu schau­en wir uns Bil­der oder ein klei­nes Vi­deo an, dann wird das Gan­ze auf­ge­schrie­ben und eine Skiz­ze an­ge­fer­tigt. Manch­mal kön­nen sich die Be­schäf­tig­ten wün­schen, wel­che Pflan­ze je­weils für eine Wo­che drankommt.

Kol­le­gin­nen von mir wün­schen sich, dass die „Pflan­ze der Wo­che“ auch an­ders­wo zu se­hen ist, am Hei­de­ring oder Ader­luch. Kannst Du Dir das vorstellen?

Klar kann ich mir das vor­stel­len. Das könn­te man am Hei­de­ring auf die Pflan­zen an­pas­sen, die dort wach­sen und ge­dei­hen. Ich könn­te vor Ort zei­gen, wie ich das ma­che – und je­mand über­nimmt es dann!

Ich hör­te von Frank, dass Du un­se­re Bei­trä­ge im Log­buch liest, kannst Du mit ih­nen et­was anfangen?

Ich freue mich im­mer, wenn im Log­buch was Neu­es er­scheint. Es ist toll, mit­zu­krie­gen, was in und um die Werk­statt her­um pas­siert. Eure Bei­trä­ge le­sen sich zu­meist gut, man­che lese ich in mei­ner Grup­pe vor.

Ein­fach mal machen!

Ein­fach mal machen!

On­line-Re­por­te­rin Kris­tin Jung und das Re­por­te­rin­nen-Team vom Hei­de­ring le­gen wie­der los: Der ers­te Ar­beits­tag des neu­en Jahrs … längst nicht alle Stra­ßen wa­ren frei – und das Shut­tle-Auto to­tal ein­ge­schneit! Ich muss los, die Be­schäf­tig­ten war­ten doch! Frü­her wäre ich jetzt ver­zwei­felt oder hät­te über das zu­ge­schnei­te Auto ge­me­ckert. Und heute?

Jetzt aber ran!“, sag­te ich mir und rück­te dem Schnee zu Lei­be. Am Ende ka­men alle Be­schäf­tig­ten, die ich auf mei­ner Tour ein­sam­mel­te, ge­nau wie die vom Ader­luch bei der Can­ti­na Hei­de­ring be­stell­ten ge­schmier­ten Bröt­chen, si­cher ans Ziel.

Klappt was nicht, scheint es oft ein­fa­cher, auf­zu­ge­ben oder an­de­ren die Schuld in die Schu­he zu schie­ben. Blei­ben wir lie­ber bei uns selbst! Pa­cken wir es an!

Fürs neue Jahr wün­schen wir uns ei­nen Tick mehr Ge­las­sen­heit – für uns selbst wie für un­se­re Mit­men­schen! Ach­ten wir das, was wir ha­ben – zum Bei­spiel un­se­re Werk­statt, die uns täg­lich die Chan­ce gibt, von­ein­an­der zu ler­nen, mit­ein­an­der zu wachsen.

Schmack­haf­tes Dan­ke­schön zum Jahresende

Schmack­haf­tes Dan­ke­schön zum Jahresende

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter nimmt Euch mit zum Stand­ort­gril­len am Heidering:

Vor­letz­ten Frei­tag, dem 19. De­zem­ber gab sag­te die Stand­ort­lei­tung ein schmack­haf­tes Dan­ke­schön für die im letz­ten Quar­tal des Jah­res ge­leis­te­te Arbeit.

Die Be­schäf­tig­ten un­se­rer Can­ti­na ar­bei­te­ten für uns am Grill, es gab Steak und Brat­wurst so­wie Nu­del­sa­lat und Kar­tof­fel­sa­lat. So wur­de es ein schö­nes ge­müt­li­ches Bei­sam­men­sein, herz­li­chen Dank an alle, die es mög­lich machten.

Weih­nachts­fei­er in ei­ge­ner Sache

Weih­nachts­fei­er in ei­ge­ner Sache

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber be­rich­tet von ei­ner Ver­an­stal­tung in der Lerninsel:

Am 17. De­zem­ber 2025 be­gin­gen wir On­line-Re­por­ter un­se­re klei­ne Weih­nachts­fei­er. Frank teil­te uns die An­zahl der ver­öf­fent­lich­ten Ar­ti­kel mit, die wir die­ses Jahr ge­schrie­ben ha­ben. Ins­ge­samt sind es über 100 ver­öf­fent­lich­te Beiträge.

Wir durf­ten uns auch über eine tol­le Song­per­for­mance un­se­res Kol­le­gen Mi­cha­el Ben­ter freu­en, die un­se­ren As­sis­ten­ten Frank zu Trä­nen rühr­te. Ein klei­nes Buf­fet mit le­cke­ren be­leg­ten Bröt­chen, köst­li­chen Kek­sen & Co stand für uns be­reit. Vie­len Dank noch­mal an das groß­ar­ti­ge Can­ti­na-Team der Haupt­werk­statt und die­je­ni­gen, die die an­de­ren Le­cke­rei­en or­ga­ni­sier­ten. Ich per­sön­lich fühl­te mich sehr wohl und fand das Gan­ze ein­fach Mega su­per Klas­se. Vie­len Dank!