Er­schwer­te Bedingungen

Er­schwer­te Bedingungen

Er­schwer­te Bedingungen

Von Klaus D. Gro­te | Ora­ni­en­bur­ger Generalanzeiger

Ca­ri­tas Nach 14 In­fek­ti­ons­fäl­len wur­den die Ab­läu­fe um- und der Fahr­dienst in der Ora­ni­en­bur­ger Werk­statt ein­ge­stellt. 100 Be­schäf­tig­te ar­bei­ten zu Hause.

Die Pan­de­mie hat die Ab­läufe in der Ca­ri­tas-Werk­statt St. Johan­nesberg auf den Kopf ge­stellt. Die Ar­beits­plät­ze wur­den mit Ple­xi­glas­wän­den aus­ge­stat­tet, Des­in­fek­ti­ons­spray steht an al­len Ein­gän­gen, so­gar eine Teststati­on für An­ti­gen-Schnell­tests wur­de ein­ge­rich­tet. Das Gesundheits­amt hat Ca­ri­tas-Mit­ar­bei­ter qua­lifiziert, die Tests durch­zu­füh­ren. „Wir sind dem Ge­sund­heits­amt sehr dank­bar für die Unterstüt­zung und die gute Ko­ope­ra­ti­on. Das Amt war im­mer für uns er­reichbar”, sagt Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau.

Schutz­maß­nah­men aus­ge­baut
14 Co­ro­na-In­fek­tio­nen gab es trotz vie­ler Schutz­maß­nah­men in die­sem Jahr in der Werk­statt un­ter Haupt­amt­li­chen und Beschäf­tigten der Werk­statt. Die Nach­verfolgung hat­te er­ge­ben, dass es beim Fahr­dienst zu den meis­ten In­fek­tio­nen kam. Wäh­rend die Be­schäf­tig­ten bei der Ar­beit Ab­stand hal­ten und die Grup­pen von­ein­an­der iso­liert sind, ka­men sie in den Klein­bus­sen auf engs­tem Raum zu­sam­men. Der Fahr­dienst wur­de dar­auf­hin ein­ge­stellt. Die Be­schäf­tig­ten kom­men nun in­di­vi­du­ell in die Werk­statt, wer­den von El­tern ge­bracht oder wer­den ein­zeln per Shut­tle gefah­ren. 100 Be­schäf­tig­te ma­chen Heim­ar­beit, 250 sind wei­ter­hin in der Werk­statt tä­tig. Seit der Be­endigung des Fahr­diens­tes am 30. No­vem­ber sei es zu kei­nen neu­en Co­ro­na­fäl­len ge­kom­men, sagt Lau.

Die Werk­statt hofft nun, dass sie auch im neu­en Jahr mit dem be­stehen­den Kon­zept weiterar­beiten kann. Das So­zi­al­amt des Krei­ses ent­schei­det als Auftrag­geber dar­über. Für vie­le Beschäf­tigte sei die Ar­beit sehr wich­tig, auch weil sie zu Hau­se kei­ne Be­treuungspersonen ha­ben, so Lau. Wer in Heim­ar­beit be­schäf­tigt wer­den kann, wird auch von Werk­statt-Mit­ar­bei­tern be­treut. Das sei vor al­lem in den Wohn­gruppen der Fall, sagt Lau. Es sei aber auch ver­ständ­lich, dass Heim­be­trei­ber nicht noch an­de­re Per­so­nen, also Werk­statt­mit­ar­bei­ter, in die Häu­ser las­sen wollten.

Die Auf­trags­la­ge für die Werk­statt ist nicht ge­rin­ger ge­wor­den. Un­ter an­de­rem wer­den Ar­bei­ten für Ora­fol er­le­digt. Ei­ni­ge die­ser Ar­bei­ten lie­ßen sich zu Hau­se umsetzen.

Krip­pen­bau in Heim­ar­beit
Wer kei­ne Heim­ar­beit leis­ten kann, be­kommt Bil­dungs­auf­ga­ben oder so­ge­nann­te Teil­ha­be­pa­ke­te zur Be­schäf­ti­gung. Zu Hau­se sol­len dann Weih­nachts­krip­pen mit Holz­fi­gu­ren und Be­leuch­tung zu­sammengebaut wer­den. Die fer­tigen Krip­pen wer­den fo­to­gra­fiert und on­line ge­stellt. Der Wettbe­werb soll die Be­schäf­tig­ten motivieren.

Gu­tes tun und Schö­nes aus der Ca­ri­tas-Werk­statt schenken

Gu­tes tun und Schö­nes aus der Ca­ri­tas-Werk­statt schenken

Gu­tes tun und Schö­nes aus der Ca­ri­­tas-Wer­k­statt schenken

Von dad | Ora­ni­en­bur­ger Generalanzeiger

Ge­schenk­ideen aus Oberhavel

Die Werk­statt Fak­tor C am Hei­de­ring in Ora­ni­en­burg be­schäf­tigt vor al­lem psy­chisch Er­krank­te, die oft lan­ge Jah­re im ers­ten Ar­beits­markt tä­tig wa­ren, bis sie dem Druck nicht mehr stand­hiel­ten. Hier ar­bei­ten sie in ei­nem ge­schütz­ten Raum, von Be­treu­ern be­glei­tet und unterstützt.

Eine brei­te Pa­let­te von Ei­gen­pro­duk­ten, zum Bei­spiel aus der Werk­statt St. Jo­han­nes­berg, wer­den be­wor­ben und ver­kauft. Da­bei ent­ste­hen um­welt­freund­li­che Kreis­läu­fe, die er­stau­nen. Wachs­res­te wer­den ein­ge­schmol­zen und ge­färbt, be­vor dar­aus neue Ker­zen ge­zo­gen wer­den. Die Ker­zen­stum­mel kann man vor Ort in ei­nen Con­tai­ner wer­fen. Sie wer­den ge­sam­melt und dar­aus wer­den wie­der wun­der­schö­ne Ker­zen. Manch­mal hel­fen die Ker­zen­res­te aber auch, die in Pa­pier­tüt­chen ge­sam­mel­ten Schnitt­ab­fäl­le der Holz­werk­statt in um­welt­freund­li­chen Grill- oder Ka­mi­n­an­zün­der zu ver­wan­deln. Sol­che Pro­duk­te ge­ben vie­len Hän­den, die sonst nur auf Un­ter­stüt­zung an­ge­wie­sen wä­ren, eine sinn­vol­le Ar­beit, ei­nen Ar­beits­platz, wo oft ge­nug auch ihr Freun­des­kreis ist.

Ne­ben den Re­cy­cling-Pro­jek­ten gibt es im Wa­ren­ka­ta­log der Werk­statt auch an­de­re prak­ti­sche Din­ge zu ent­de­cken. Zur Pro­dukt­pa­let­te ge­hö­ren in die­sem Jahr auch hand­ge­näh­te Mas­ken für 6,50 Euro. Da­ne­ben aus der Holz­werk­statt so­ge­nann­te Rub­beln für Obst, Kar­tof­feln oder als „Prä­sent­korb“. Die kleins­te ist 25 Zen­ti­me­ter breit, die größ­te 45, sie kos­ten zwi­schen 12 und 18 Euro. Die Ker­zen (vier bis neun Euro) kann man auf Un­ter­set­zer aus Sicht­be­ton (sie­ben Euro) stel­len, die eben­falls in rei­ner Hand­ar­beit her­ge­stellt und mit Filz be­klebt wer­den. Ein Wim­mel­bild mit Deutsch­land­mo­ti­ven gibt es auf Ge­schenk­pa­pier, Kar­ten, Tü­ten und Tassen.

Wir sind im Klei­nen nach­hal­tig. Ein schö­nes Ge­schenk kauft man bei uns aus Über­zeu­gung oder um Gu­tes zu tun“, sagt Pro­duk­ti­ons­lei­ter Sö­ren Neu­bert. Die Pro­duk­te sind un­ter shop.caritas-werkstatt.com zu finden.

Ad­vents­ge­ste­cke made in Oranienburg

Ad­vents­ge­ste­cke made in Oranienburg

Ad­vents­ge­ste­cke made in Oranienburg

Von Til­man Trebs | Ora­ni­en­bur­ger Generalanzeiger

Ora­ni­en­burg (OGA) | Der ei­gent­lich ge­plan­te Tag der of­fe­nen Tür der Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg in Ora­ni­en­burg mit Rund­gän­gen und Be­sich­ti­gun­gen muss­te am Frei­tag we­gen Co­ro­na aus­fal­len. Die Ad­vents­krän­ze, Ge­ste­cke, Ker­zen und die aus aus­ge­dien­ten Jeans ge­näh­ten Wale,die Mit­ar­bei­ter und Be­schäf­tig­te der Be­hin­der­ten­werk­statt ge­mein­sam ge­stal­tet ha­ben, wur­den am Frei­tag aber vor der Werk­statt am Ad­vents­stand ver­kauft. “Wir hat­ten ei­ni­ge Kund­schaft hier”, freu­ten sich die Ca­ri­tas-Mit­ar­bei­te­rin­nen Anna Kre­cie­jew­ski und Ka­tha­ri­na Fiedler.

Ca­ri­tas lädt zum Tag der of­fe­nen Tür

Ca­ri­tas lädt zum Tag der of­fe­nen Tür

Ca­ri­tas lädt zum Tag der of­fe­nen Tür

Mär­ki­sche All­ge­mei­ne Zeitung

We­gen Co­ro­na nur auf dem Parkplatz

Ora­ni­en­burg | Eine liebgeworde­ne Tra­di­ti­on ist der Tag der offe­nen Tür am Frei­tag, 27. Novem­ber, vor dem ers­ten Ad­vent in der Ca­ri­tas-Werk­statt in Oranien­burg. “Die Tür kön­nen wir in die­sem Jahr lei­der nicht öff­nen, aber un­se­re Her­zen und un­ser Außen­gelände”, heißt es dazu in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung der Ca­ri­tas­-Werk­stät­ten. Am Frei­tag, 27. No­vember, zwi­schen 9 und 13 Ulrr ha­ben alle Be­su­cher, die Gele­genheit, auf dem Besucherpark­platz der Haupt­werk­statt, Berli­ner Stra­ße 93 in Ora­ni­en­burg, Ad­vents­ge­ste­cke und vie­le wei­tere Pro­duk­te aus dem Hau­se zu er­wer­ben. Für Ge­trän­ke und ei­nen Im­biss aus der Ca­ri­tas eige­nen Kan­ti­ne ist ge­sorgt. Und was wäre die Ad­vents­zeit ohne das Licht von Ker­zen in der Wohnstu­be? Im gro­ßen Ker­zen­sor­ti­ment der Ca­ri­tas-Werk­stät­ten wer­den Sie ganz si­cher et­was Pas­sen­des fin­den. “Gern kön­nen Sie un­ser Pro­jekt mit ei­ner Wachs­spen­de un­ter­stüt­zen – bei Ih­rem Be­such am Frei­tag und auch sonst. Im Ein­gangs­be­reich der Haupt­werkstatt steht ab so­fort ein Be­hältnis für Wachs- und Kerzen­reste, die wir auf­be­rei­ten und in Form neu­er Ker­zen wie­der zum Leuch­ten brin­gen”, heißt es wei­ter in der Pres­se­mit­tei­lung der Ca­ri­tas-Werk­stät­ten zum Tag der of­fe­nen Tür. 

Ca­ri­tas-Werk­statt öff­net Türen

Ca­ri­tas-Werk­statt öff­net Türen

Ca­ri­­tas-Wer­k­statt öff­net Türen

Von red | Ora­ni­en­bur­ger Generalanzeiger

Ora­ni­en­burg | Eine lieb­ge­wor­de­ne Tra­di­ti­on ist der Tag der of­fe­nen Tür am Frei­tag vor dem 1. Ad­vent in der Ca­ri­tas-Werk­statt in Ora­nienburg. “Die Tür kön­nen, wir in die­sem Jahr nicht öff­nen, aber un­sere Her­zen und un­ser Außenge­lände”, sagt Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau. Am Frei­tag, 27. Novem­ber, zwi­schen 9 und 13 Uhr beste­he die Ge­le­gen­heit, auf dem Be­su­cher­park­platz der Haupt­werkstatt, Ber­li­ner Stra­ße 93, Ad­ventsgestecke und vie­le wei­te­re Pro­duk­te aus der Werk­statt zu er­wer­ben. Für wär­men­de Ge­trän­ke und ei­nen Im­biss aus der Canti­na wer­de eben­falls gesorgt.

Stroh – ein wert­vol­les Na­tur­ma­te­ri­al nicht nur für Imker

Stroh – ein wert­vol­les Na­tur­ma­te­ri­al nicht nur für Imker

Stroh – ein wert­vol­les Na­tur­ma­te­ri­al nicht nur für Imker

Von Ly­dia Wa­nia-Dre­her | Bie­ne-Mensch-Na­tur Nr. 39

Jahr­hun­der­te­lang war Stroh für die Men­schen ein wich­ti­ger Roh­stoff. Er mach­te das Le­ben hei­me­lig. Man bet­te­te sich und sein Vieh dar­auf, dämm­te das Haus da­mit. Ab Mit­te des 20. Jahr­hun­derts ging die­se Wert­schät­zung der gel­ben Hal­me wei­test­ge­hend ver­lo­ren. Statt­des­sen hiel­ten Sty­ro­por und Schaum­stoff Ein­zug in den All­tag. Stroh wur­de im­mer mehr zum we­nig nütz­li­chen Ne­ben­pro­dukt der Nah­rungs­ge­win­nung. Die Fol­ge: Man züch­te­te es so weit wie mög­lich zurück.

Erst seit ein paar Jah­ren er­fährt der Na­tur­stoff eine Re­nais­sance. Man be­sinnt sich auf die gu­ten Ei­gen­schaf­ten des Ma­te­ri­als zu­rück – ver­sucht weg zu kom­men von erd­öl­ba­sie­ren­den und da­mit end­li­chen Rohstoffen.

Stroh als Bienenwohnung
In der Im­ke­rei hat Stroh eine jahr­hun­der­te­lan­ge Tra­di­ti­on. Die ty­pi­sche Form des run­den Stroh­bi­e­nen­korbs aus der Hei­de­im­ke­rei gilt bis heu­te als Sym­bol für Qua­li­täts­ho­nig schlecht­hin und fin­det sich auf vie­len Eti­ket­ten wie­der. Und das, ob­wohl die al­ler­meis­ten Bie­nen heu­te in vier­ecki­gen Käs­ten ge­hal­ten wer­den. Die Kom­bi­na­ti­on aus dem war­men Na­tur­ma­te­ri­al und der run­den Form – die an die na­tür­li­che Bie­nen­trau­be am Ast er­in­nert – scheint mar­ke­ting­tech­nisch gut an­zu­kom­men. Bei Mel­li­fera e. V. set­zen wir schon im­mer auf Stroh. So wa­ren die ers­ten Bie­nen­be­hau­sun­gen, die vor rund 35 Jah­ren an die Fi­scher­müh­le ka­men, Schwä­bi­sche La­ger­beu­ten. Sie sind wie ein klei­nes Fach­werk­haus mit Lehm und Stroh ge­dämmt und bie­ten noch heu­te ei­nem Teil der Bie­nen an un­se­rem Bie­nen­schau­gar­ten Lagd ein Zu­hau­se. Aber auch bei an­de­ren Völ­kern von uns ist Stroh in Form von Schie­den zur Raum­an­pas­sung und da­mit zur Re­ge­lung des Klein­kli­mas im Ein­satz. Im Ge­gen­satz zu vie­len kon­ven­tio­nel­len Im­ke­rei­en ver­wen­den wir dazu nur na­tür­li­che Ma­te­ria­li­en wie Stroh und Holz. Un­se­re Bie­nen müs­sen nicht mit Sty­ro­por­wand und Alu-Re­fle­xi­ons­fo­lie leben.

Ein be­son­de­rer Roggen
Doch nicht je­des Stroh eig­net sich für den Ein­satz in der Bie­nen­beu­te. Es soll­te be­son­ders lang­stie­lig und frei von Schad­stof­fen sein. Mel­li­fera e. V. ar­bei­tet da­her mit aus­ge­wähl­ten Her­stel­lern zu­sam­men. So etwa mit der Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg aus Ora­ni­en­burg. De­ren Grup­pen­lei­ter für die Holz­ver­ar­bei­tung, An­dre­as Pac­zoch, weiß ge­nau, wo­her „sein“ Stroh kommt. Seit zwei Jah­ren ern­ten die Mit­ar­bei­ter der Ein­rich­tung und er den Rog­gen selbst.

Das ge­schieht zum ei­nen in Ab­spra­che mit dem Ge­denk­stät­ten­ver­ein auf ei­nem Feld an der Ka­pel­le der Ver­söh­nung in der Ber­nau­er Stra­ße – auf dem eins­ti­gen To­des­strei­fen der Ber­li­ner Mau­er. Dort wo frü­her ge­schos­sen wur­de, wächst nun Jahr für Jahr neu­es Le­ben. In die­sem Jahr fand dort die Rog­gen­ern­te am 23. Juli bei son­ni­gem, aber nicht zu hei­ßen Wet­ter statt. Zwei Män­ner mäh­ten den Rog­gen auf tra­di­tio­nel­le Art und Wei­se mit der Sen­se ab, die an­de­ren Mit­ar­bei­ter hal­fen beim Sor­tie­ren und Ver­la­den. Die Ern­te war eine gro­ße Freu­de für alle Be­tei­lig­ten. „Das ist wie ein klei­ner Aus­flug für uns“, er­zählt An­dre­as Paczoch.

Die Wei­ter­ver­ar­bei­tung
Zur Her­stel­lung des Schieds braucht man na­tür­lich nur das Stroh, die Äh­ren wer­den sorg­fäl­tig ab­ge­trennt. „Die Mit­ar­bei­ter der Ge­denk­stät­te ver­kau­fen das Korn oder ba­cken Brot dar­aus“, weiß An­dre­as Pac­zoch. Der Er­lös geht an die Or­ga­ni­sa­ti­on „Brot für die Welt“. Ein Teil des Korns kommt in das so­ge­nann­te Frie­dens­brot, das sich aus Mehl aus zwölf Län­dern zu­sam­men­setzt, und so schö­nes Sym­bol für den eu­ro­päi­schen Frie­den ist.

Zum an­de­ren ern­ten die Mit­ar­bei­ter der Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg den Rog­gen bei ei­nem Bio Bau­ern im Lö­wen­ber­ger Land, der sol­che spe­zi­el­len Ge­trei­de­sor­ten an­baut. „Dort stand der Rog­gen in die­sem Jahr sehr dicht. Er war 1,60 bis 1,80 Me­ter hoch“, er­zählt An­dre­as Paczoch.

Mit den Hal­men müs­sen die Mit­ar­bei­ter sehr vor­sich­tig um­ge­hen, denn sie dür­fen nicht bre­chen. Klei­ne­re Stü­cke als 80 Zen­ti­me­ter kön­nen nicht ver­ar­bei­tet wer­den. Ins­ge­samt ka­men so drei gro­ße An­hän­ger vol­ler Rog­gen­stroh zu­sam­men. Zur­zeit wird das Stroh Halm für Halm von Hand ge­putzt und ge­bün­delt, um es wei­ter ver­ar­bei­ten zu kön­nen. „Das ist auch eine the­ra­peu­ti­sche Ar­beit – gleich­mä­ßig, ru­hig und mit gut rie­chen­dem, war­mem Stroh“, er­klärt An­dre­as Paczoch.

Start­klar gemacht

Start­klar gemacht

Start­klar gemacht

Von Klaus D. Gro­te | Ora­ni­en­bur­ger Generalanzeiger

In der Ca­ri­tas-Werk­statt in Ora­ni­en­burg hilft Mi­cha­el „Pau­le” Ben­ter mit, dass alte Fahr­rä­der wie­der start­klar ge­macht wer­den. Der 20-Jäh­ri­ge ab­sol­viert sei­ne Be­rufs­bil­dung in der Fahr­rad­werk­statt „Rad und Tat”. Acht Wo­chen lang konn­ten die 400 Be­schäf­tig­ten der Ca­ri­tas pan­de­mie­be­dingt ih­rer Ar­beit nicht nach­ge­hen. In­zwi­schen läuft am Jo­han­nes­berg vie­les wie­der im Nor­mal­be­trieb.
Sei­te 4

Fast wie­der Normalbetrieb

Fast wie­der Normalbetrieb

Fast wie­der Normalbetrieb

Von Klaus D. Gro­te | Ora­ni­en­bur­ger Generalanzeiger

Die Heim­ar­beit wur­de be­en­det, der Jo­han­nes­berg wird von den Gärt­nern um­ge­stal­tet und die Fahr­rad­werk­statt baut eine Fahr­rad­flot­te auf. 

Am Jo­han­nes­berg hat sich ei­ni­ges ge­än­dert. Wer die Ber­li­ner Stra­ße ent­lang fährt, be­merkt so­fort den nun frei­en Blick auf die Jo­han­nes-Ka­pel­le. Ei­ni­ge Tan­nen und Sträu­cher sind ver­schwun­den, da­für ist der Back­stein­bau nun gut zu se­hen. “Da­vor ent­steht eine Wild­blu­men­wie­se”, sagt Phil­ipp Fo­cking, Lei­ter des Grün­be­reichs der Ca­ri­tas-Werk­statt. Mit der Neu­ge­stal­tung sol­le das Ge­län­de nä­her an die Stadt her­an­rü­cken, er­klärt Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau.

Die Gärt­ne­rin­nen und Gärt­ner hat­ten in den ver­gan­ge­nen Wo­chen viel zu tun. Da­bei gab es auch für alle Ar­beits­be­rei­che der Ca­ri­tas-Werk­statt eine mehr als acht­wö­chi­ge Zwangs­pau­se. Die pan­de­mie­be­ding­te Schlie­ßung der Be­rei­che hat für noch mehr Ver­än­de­run­gen ge­sorgt. Vie­le Be­schäf­tig­te er­le­dig­ten ihre Tä­tig­keit in Heim­ar­beit. “Mir wur­de die Ar­beit nach Hau­se ge­bracht”, sagt Kat­rin Tö­pel, die in der Wer­be­mit­tel­fer­ti­gung Farb­kar­ten für Ora­fol klebt. Kun­den kön­nen auf sol­chen Kar­ten die ge­wünsch­te Far­be für Fo­li­en wäh­len. Die Ar­beit ließ sich auch im Wohn­zim­mer er­le­di­gen, doch sie habe ihre Kol­le­gen in der Zeit sehr ver­misst, sagt Kat­rin Tö­pel. Viel schlim­mer sei für sie je­doch ge­we­sen, dass sie ihre Mut­ter nicht se­hen konn­te. In­zwi­schen sei aber “al­les wie­der gut”.

Ins­ge­samt 400 Be­schäf­tig­te zählt die Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg. Weil die meis­ten Be­schäf­tig­ten wo­chen­lang zu Hau­se oder in ih­ren Wohn­grup­pen blie­ben muss­ten, wur­den die haupt­amt­lich Be­schäf­tig­ten als Be­treu­er ein­ge­setzt, sagt Werk­statt­lei­ter Chris­toph Lau. Das sei weit­ge­hend gut ge­lun­gen. Den Be­tei­lig­ten ist an­zu­mer­ken, dass sie stolz auf den rei­bungs­lo­sen Ver­lauf sind.

Für die 40 jun­gen Leu­te im Be­rufs­bil­dungs­werk wur­den wäh­rend der Werk­statt­schlie­ßung Bil­dungs­pa­ke­te ge­schnürt. Sie be­ka­men theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Übun­gen für zu Hau­se. “Wir ha­ben au­ßer­dem ein E‑Learning auf­ge­baut”, sagt Be­reichs­lei­ter Mike Dess­om­bes. Au­ßer­dem wur­den Mund-Nase-Schutz­mas­ken für das Kran­ken­haus und die Stadt­ver­wal­tung genäht.

Klaus D. Grote
Um­ge­stal­tung am Johannesberg
An­ge­li­na Wer­ner muss­te zu Hau­se zum Bei­spiel Kräu­ter be­stim­men und zeich­nen, Re­gen­wür­mer züch­ten und Fra­ge­bö­gen aus­fül­len. Ihr habe das Spaß ge­macht. Doch viel lie­ber ist die Aus­zu­bil­den­de mit ih­ren Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen drau­ßen tä­tig. Das Ge­län­de vor der Ka­pel­le wur­de neu ge­stal­tet. Der Grün­be­reich ist aber nicht nur am Jo­han­nes­berg im Ein­satz, son­dern be­kommt auch vie­le Auf­trä­ge, pflegt un­ter an­de­rem die Grün­an­la­gen bei Ta­ke­da und Grä­ber auf dem Friedhof.

Auch Mi­cha­el “Pau­le” Ben­ter muss­te sich wäh­rend der Zwangs­schlie­ßung der Werk­statt um­stel­len und das Werk­zeug der Fahr­rad­werk­statt “Rad und Tat” aus der Hand le­gen. Statt­des­sen hat er zu Hau­se Eti­ket­ten auf Blei­stift­an­spit­zer ge­klebt. Zu­sam­men mit an­de­ren Be­woh­nern sei­ner Wohn­grup­pe muss­ten ins­ge­samt 50.000 An­spit­zer be­klebt wer­den. Der 20-Jäh­ri­ge ist froh, nun wie­der mit sei­nen Kol­le­gen alte Fahr­rä­der wie­der flott zu ma­chen. Da­bei wer­den auch ge­brauch­te Rah­men ver­wen­det, um schi­cke rote Ca­ri­tas-Fahr­rä­der mit wei­ßen Schutz­ble­chen zu­sam­men zu bau­en. Dar­aus ent­steht eine Dienst­flot­te. Und viel­leicht auch eine Mietradflotte.

Miet­rä­der für Oranienburg
“Wir könn­ten uns vor­stel­len, Leih­rä­der in Ora­ni­en­burg an­zu­bie­ten”, sagt Chris­toph Lau. Bis­her gibt es dazu kei­ne An­ge­bo­te in der Stadt. Der Bür­ger­meis­ter habe die Idee je­doch be­grüßt. Schon mit der Pla­nung des Fahr­rad­park­hau­ses am Bahn­hof war dort eine klei­ne Werk­statt als Ser­vice für Rad­fah­ren­de so­wie eine Fahr­rad­ver­mie­tung an­ge­dacht. Um­ge­setzt wur­de der Plan nicht. Le­dig­lich eine aus dem Bür­ger­haus­halt fi­nan­zier­te Hand­pum­pe für Fahr­rad­rei­fen wur­de aufgestellt.

Zu­nächst aber ist Chris­toph Lau froh, dass fast alle Be­schäf­tig­ten wie­der zu­rück an ih­ren Ar­beits­plät­zen der Werk­stät­ten sind. Die ge­wohn­ten Ab­läu­fe sind et­was ein­ge­schränkt, “aber das neh­men wir ger­ne in Kauf, um uns vor grö­ße­ren Ein­schrän­kun­gen zu schüt­zen”, sagt Lau.

Le­bens­freu­de pur

Le­bens­freu­de pur

Le­bens­freu­de pur

Von Chris­ti­na Köl­pin | Sozialcourage

Seit 120 Jah­ren steht der St. Jo­han­nes­berg in Ora­ni­en­burg für Nächs­ten­lie­be. Hier ist die Ca­ri­tas Le­bens­mit­tel­punkt für meh­re­re hun­dert Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung je­den Al­ters. Zum Ju­bi­lä­um fei­er­ten rund 600 Gäs­te ne­ben der jahr­hun­der­te­lan­gen Tra­di­ti­on vor al­lem eins: Le­bens­freu­de. Denn trotz 120 Jah­ren ist hier nichts ein­ge­staubt, im Ge­gen­teil, der St. Jo­han­nes­berg ist ein ech­ter Zukunftsmotor.

Mir macht al­les an mei­ner Ar­beit Spaß”, sagt Ste­phan am Tag der Ju­bi­lä­ums­fei­er vol­ler Über­zeu­gung – und man glaubt es dem 38-Jäh­ri­gen mit ver­schmitz­tem Lä­cheln und blau­er Son­nen­bril­le so­fort. Seit 2001 ar­bei­tet Ste­phan in der Wä­sche­rei hier am St. Jo­han­nes­berg. Die Wä­sche­rei ist nur ei­ner der vie­len klei­nen und gro­ßen “Ca­ri­tas-Kos­men” an die­sem ge­schichts­träch­ti­gen Ort. Die drei größ­ten sind das Ca­ri­tas-Woh­nen, die Ca­ri­tas-Schu­le und die Ca­ri­tas-Werk­statt. “Wir im Ca­ri­tas-Woh­nen wol­len ein ech­tes Zu­hau­se ge­stal­ten für un­se­re Be­woh­ner mit geis­ti­ger Be­ein­träch­ti­gung. Wenn sie sich das wün­schen, auch für das gan­ze Le­ben”, er­zählt Ben­no Ott­lew­ski, der be­reits seit 1986 zum Haus ge­hört und zwei Jah­re spä­ter zum Lei­ter wur­de. “Das Tol­le ist, dass man sich in sein ei­ge­nes Reich zu­rück­zie­hen kann, aber auch Ge­mein­schaft er­le­ben kann – al­les un­ter ei­nem Dach.” Ge­mein­schaft ist auch das Zau­ber­wort für die Be­woh­ne­rin und Werk­statt-Mit­ar­bei­te­rin Brit Ka­min­ski: “Am meis­ten ma­chen mir Grup­pen­rei­sen Spaß oder die Dis­co für alle Be­woh­ner, die gibt es zwei Mal im Jahr.”

In der Ca­ri­tas-Werk­statt sind über 400 Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung in den un­ter­schied­lichs­ten Fach­ge­bie­ten im Ein­satz – von der Holz- und Me­tall­ver­ar­bei­tung über Wer­be­mit­tel­pro­duk­ti­on bis hin zum Gas­tro­no­mie­ser­vice “Can­ti­na” bie­ten sich hier ech­te Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten. Denn es han­delt sich hier nicht etwa um Be­schäf­ti­gungs­maß­nah­men – hier wer­den je­den Tag hun­dert­fach Dienst­leis­tun­gen für Pri­vat­per­so­nen, Hand­werks­be­trie­be und In­dus­trie er­bracht. Chris­toph Lau ge­hört seit 22 Jah­ren zur Werk­statt und lei­tet sie seit 13 Jah­ren. Er sieht den ei­gent­li­chenn Wert aber eben­falls im Bei­sam­men­sein. “Man darf nicht ver­ges­sen, dass eine Be­hin­de­rung die Mo­bi­li­tät in al­len Hin­sich­ten ein­schränkt und wir ein so­zia­ler Ort sind – für man­che so­gar der wich­tigs­te in ih­rem Leben.”

An­ge­la Kröll
An­ge­la Kröll

Auch An­drea Wen­ske, seit 2015 Lei­te­rin der Ca­ri­tas-Schu­le mit dem För­der­schwer­punkt Geis­ti­ge Ent­wick­lung, be­stä­tigt den ho­hen Wohl­fühl­fak­tor: “Un­se­re Schü­ler freu­en sich tat­säch­lich, wenn die Fe­ri­en zu Ende sind und sie end­lich wie­der ihre Struk­tur ha­ben und ihre Mit­schü­ler se­hen kön­nen”. An­drea Wen­ske selbst fühl­te sich als Re­fe­ren­da­rin so wohl, dass sie di­rekt nach dem Staats­examen im Jahr 2003 an der Schu­le an­fing zu un­ter­rich­ten. Nicht mehr als sie­ben bis neun Schü­ler ge­hen hier zu­sam­men in eine Klas­se, un­ter­rich­tet von zwei Lehr­kräf­ten und ei­ner Be­treue­rin oder ei­nem Be­treu­er. An Plä­nen und Her­aus­for­de­run­gen für die Zu­kunft man­gelt es am St. Jo­han­nes­berg trotz al­ler Har­mo­nie nicht. “Mein größ­tes Ziel ist es, die Schu­le zu er­hal­ten, denn von­sei­ten der Po­li­tik steht jetzt In­klu­si­on im Vor­der­grund und wir als För­der­schu­le müss­ten dann ab­ge­schafft wer­den”, sagt An­drea Wen­ske mit Be­dau­ern. “Da­bei höre ich von vie­len El­tern, dass ihre Kin­der an Schu­len mit In­klu­si­ons­an­satz scheitern.”

Ben­no Ott­lew­ski sieht für sei­ne Be­woh­ner vor al­lem das The­ma Äl­ter­wer­den auf dem Plan für die nächs­ten Jah­re. “Ak­tu­ell pla­nen wir ei­nen gan­zen Be­reich so um, dass Be­woh­ner mit hö­he­rem Pfle­ge­be­darf zu­sam­men woh­nen, da­mit wir eine gute Ver­sor­gung si­cher­stel­len können.”

Chris­toph Lau blickt eben­falls mit viel Ta­ten­drang in die Zu­kunft: “Ich habe das Ge­fühl, je­des Jahr eine neue Werk­statt zu lei­ten – so viel Ver­än­de­rung und so vie­le Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten sehe ich bei mei­nen Kol­le­gen von an­de­ren Trä­gern nicht.” In ei­nem Punkt sind sich alle drei Ca­ri­tas-Fach­leu­te ei­nig: Sie wol­len bis zur Ren­te hier am St. Jo­han­nes­berg blei­ben und ih­ren Auf­ga­ben nach­ge­hen. An­drea Wen­ske und Chris­toph Lau er­zäh­len, dass mitt­ler­wei­le so­gar die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on ih­rer An­ver­trau­ten in Schu­le und Werk­statt an­ge­kom­men ist – manch­mal ein ko­mi­sches Ge­fühl, aber auch sehr schön. Doch die klei­nen und gro­ßen “Ca­ri­tas-Kos­men” hier in Ora­ni­en­burg, so gut sie für die Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung funk­tio­nie­ren, so sehr sie ei­nen Le­bens­mit­tel­punkt und ein Zu­hau­se für un­be­grenz­te Zeit bie­ten, sie kön­nen auch ein Sprung­brett in ein neu­es Le­ben sein. “Für mich sind es die fas­zi­nie­rends­ten Er­leb­nis­se, wenn Be­schäf­tig­te mit der Zeit über sich selbst hin­aus wach­sen, vor al­lem in­ner­halb der Werk­statt, und manch­mal so­gar auf dem ers­ten Ar­beits­markt Fuß fas­sen”, sagt Chris­toph Lau. “Für mein Le­ben gut”, das ist eben nicht nur der neue Cla­im der ge­mein­nüt­zi­gen Ca­ri­tas Fa­mi­li­en­und Ju­gend­hil­fe, zu der Woh­nen, Schu­le und Werk­statt ge­hö­ren. Es ist die Es­senz von St. Johannesberg.

Die Ge­schich­te von St. Johannesberg
1899: Grün­dung, der Or­den der Do­mi­ni­ka­ne­rin­nen am Are­n­berg rich­tet ein Wai­sen­haus für 60 Kin­der ein.
1954: Auf­nah­me der ers­ten Kin­der mit geis­ti­ger Behinderung.
1980: Ers­te Ko­ope­ra­tio­nen mit re­gio­na­len Un­ter­neh­men im Rah­men der Ar­beits­the­ra­pie beginnen.
1991: Die Ca­ri­tas- Werk­statt und die Ca­ri­tas-Schu­le grün­den sich. Das Wohn­heim wird von der Ca­ri­tas Fa­mi­li­en- und Ju­gend­hil­fe gGmbH übernommen.
1998: Neu­bau von Wohn­häu­sern und der Hauptwerkstatt.
2003: Die Schu­le zieht in ei­nen Neu­bau auf dem St. Jo­han­nes­berg um.
2005 bis heu­te: Die Werk­statt wird ste­tig er­wei­tert, die Be­treu­ung von Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­nern ausgebaut.

Man soll­te sich jetzt auf das We­sent­li­che besinnen.

Man soll­te sich jetzt auf das We­sent­li­che besinnen.

Man soll­te sich jetzt auf das We­sent­li­che besinnen.

Ora­ni­en­bur­ger Stadtmagazin

Kat­rin De­witz, näht Be­helfs­mas­ken bei der Ca­ri­tas-Werk­statt St. Johannesberg

Wie vie­le Mas­ken ha­ben Sie bis­lang schon ge­näht und was ist das Schwie­ri­ge dabei?
Bis­her ha­ben wir etwa 1200 Mas­ken ge­näht. Zu Be­ginn un­se­rer Ar­beit be­stand die Schwie­rig­keit dar­in, leich­te und schnell zu fer­ti­gen­de Mas­ken zu fin­den. Das An­ge­bot an An­lei­tun­gen ist und war rie­sig. Aber auch un­ter­schied­li­che Ver­wen­dungs­zwe­cke stell­ten uns vor eine Her­aus­for­de­rung. Bis zu vier un­ter­schied­li­che Mo­del­le wer­den jetzt von uns ge­näht. Den Ar­beits­auf­wand so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten, stell­te uns eben­so vor Her­aus­for­de­run­gen. So sind zum Bei­spiel das Bü­geln und das Nä­hen von Fal­ten und Bän­dern sehr zeitaufwendig.

Wie lan­ge braucht man als An­fän­ger für eine Maske?
Für die Er­stel­lung ei­ner Mas­ke be­nö­ti­ge ich, mit Zu­schnitt cir­ca 15 bis 20 Mi­nu­ten. Aber auch das ist vom Mo­dell und von zu­sätz­li­chen Ar­bei­ten ab­hän­gig. Der Zeit­auf­wand hängt von der Er­fah­rung im Nä­hen ab und kann durch­aus auch we­sent­lich län­ger dauern.

Ha­ben Sie Tipps, wie man die Zeit zu­hau­se wäh­rend der Co­ro­na­kri­se am bes­ten ver­brin­gen kann?
Man soll­te sich auf das We­sent­li­che be­sin­nen. Was ist für mich und mei­ne Fa­mi­lie wich­tig? Wer ei­nen Gar­ten oder Grund­stück be­sitzt, kann sich für die Ge­stal­tung und Bep¯anzung Zeit neh­men. Nicht je­der kann auf ei­nen Gar­ten oder ein Grund­stück zu­rück­grei­fen. Ge­mein­sa­me Spie­le, Bas­teln mit den Kin­dern, Spa­zier­gän­ge in der Na­tur kön­nen uns die Zeit in der Kri­se ver­kür­zen. Das Größ­te, un­se­re So­li­da­ri­tät und Rück­sicht­nah­me, soll­te an ers­ter Stel­le ste­hen, so dass wir die­se Kri­se schnell und ge­sund überstehen.

Die Be­helfs­mas­ken der Ca­ri­tas-Werk­stät­te kön­nen über die Home­page www.caritas-werkstatt.de be­stellt werden.

Streich­ein­hei­ten für die Beuten

Streich­ein­hei­ten für die Beuten

Streich­ein­hei­ten für die Beuten

Von Xan­dia Stam­pe | Deut­sches Bie­nen Journal

Für ei­nen Pra­xis­test be­kam die Re­dak­ti­on Farb- und La­sur­mus­ter von zwei Fir­men zur Ver­fü­gung ge­stellt, de­ren Pro­duk­te auf Bie­nen­ver­träg­lich­keit ge­prüft wur­den. Un­se­re Re­dak­teu­rin Xan­dia Stam­pe hat die­se An­stri­che an ih­ren Beu­ten ausprobiert.

End­lich sind sie da, un­se­re na­gel­neu­en Beu­ten aus ei­ner Werk­statt in Ora­ni­en­burg. Sie sind ge­nau­so, wie wir sie ha­ben wol­len: 2/3 Lang­stroth, mit je neun Wa­ben pro Zar­ge und da­von vier Zar­gen. Da ste­hen sie also, na­tur­be­las­sen und duf­ten noch nach Holz – Wey­mouths­kie­fer. So­zu­sa­gen der Mer­ce­des un­ter dem Beu­ten­holz. Ei­gent­lich fast zu scha­de zum An­strei­chen, sie se­hen so schön aus. Aber wir wol­len schließ­lich lan­ge et­was da­von ha­ben – und un­se­re Bie­nen auch.

Von der Fir­ma Ko­ralan ste­hen uns drei Beu­ten­schutz-Far­ben und drei La­su­ren, von der Fir­ma Li­xum Pro zwei La­su­ren zur Ver­fü­gung. Ver­wen­den wol­len wir die Far­ben Blau und Gelb so­wie die La­su­ren in „Nuss­baum’ und „Tan­nen­grün’ der Fir­ma Ko­ralan so­wie eine farb­lo­se und eine gel­be Beu­ten­schutz-La­sur der Fir­ma Li­xum. Der An­strich muss im Frei­en statt­fin­den, da wir in der Woh­nung kei­ne Mög­lich­kei­ten ha­ben, so vie­le Tei­le ohne Aus­wir­kun­gen auf un­se­re Ein­rich­tung zu strei­chen. Das ers­te Pro­blem stellt die Tem­pe­ra­tur dar – un­ter 15 °C ist das Strei­chen un­güns­tig, da die Far­be nicht op­ti­mal trock­net. Also war­ten wir auf schö­nes Wetter.

Als end­lich ein schö­ner, war­mer Früh­lings­tag in Aus­sicht steht, be­rei­ten wir al­les vor: Zwei alte Plas­tik­ti­sche wer­den auf die Wie­se ge­tra­gen, eben­so Schutz­fo­lie, Pin­sel, Rühr­stä­be, Putz­lap­pen, Ab­stands­leis­ten – da­mit die frisch ge­stri­che­nen Tei­le nicht zu­sam­men­kle­ben – und Glä­ser mit Was­ser zum Aus­wa­schen der Pin­sel. Die gan­ze Fa­mi­lie wird zum Strei­chen an­ge­stellt: mein Mann (der Hol­de), mein Sohn Til­man und ich.

Zu­erst muss der von der Pro­duk­ti­on noch vor­han­de­ne fei­ne Staub mit ei­nem wei­chen Tuch vom Holz ab­ge­wischt wer­den. Dann geht es los mit den Zar­gen; wir be­gin­nen mit Ko­ralan-Gelb, dann folgt Ko­ralan-Blau. Vor dem Strei­chen müs­sen die Far­ben gründ­lich auf­ge­rührt wer­den, da­mit sie zum Strei­chen ho­mo­gen sind. Glä­ser mit Was­ser soll­ten be­reit­ste­hen, die Pin­sel trock­nen schnell ein – be­son­ders wenn es win­dig ist. Sie müs­sen vor je­dem Wech­sel der Far­be gründ­lich mit ei­nem Trop­fen Spül­mit­tel aus­ge­wa­schen werden.

Die vol­le Dose wog 986 g, nach dem Strei­chen ei­ner Zar­ge 939 g, also brauch­ten wir für den Erst­an­strich 47 g. Die Men­ge ist aber von der Zar­gen­grö­ße ab­hän­gig. Der Her­stel­ler geht da­von aus, dass man für die zwei An­stri­che etwa 160 ml je Quad­drat­me­ter Flä­che braucht. Die Far­be er­hält man in den Ge­bin­de­grö­ßen: 375 ml, 750 ml oder 2,5 l. Die La­sur in den Men­gen 750 ml oder 2,5 l.

Die Far­ben strei­chen sich gut, et­was zäh, rie­chen gar nicht, de­cken sehr gut – es sind das klas­si­sche kräf­ti­ge, leuch­ten­de Blau und Gelb, wie wir es von der Front­sei­te von Hin­ter­be­hand­lungs­beu­ten in Wan­der­wa­gen ken­nen. So eine quietsch­gel­be Beu­te könn­te man in ei­nem blü­hen­den Raps­feld kaum aus­ma­chen. Ein zwei­ter An­strich soll nach der Trock­nung erfolgen.

Da­nach er­pro­ben wir die La­sur, sie ist we­sent­lich dün­ner und lässt sich noch leich­ter strei­chen. Die von uns ver­wen­de­ten Farb­tö­ne Tan­nen­grün und Nuss­baum de­cken nicht so stark und he­ben die Holz­ma­se­rung her­vor. Ins­ge­samt ent­spricht die Farb­ge­bung eher ei­nem Tarn­an­strich: In der Na­tur dürf­ten sie kaum auf­fal­len. Auch hier sol­len zwei An­stri­che er­fol­gen, da­zwi­schen müs­sen die Beu­ten gut durch­trock­nen. Das ge­lingt uns erst nach ei­ni­gen Ta­gen, weil die Tem­pe­ra­tu­ren in­zwi­schen stark ge­fal­len sind und die Ver­ar­bei­tungs­tem­pe­ra­tu­ren für die Far­ben nicht mehr er­reicht wurden.

Der drit­te Ver­such er­folgt – noch bei schö­nem Wet­ter – mit Li­xum Pro-Beu­ten­schutz. Bei der Be­stel­lung kann man die Beu­ten­zahl an­ge­ben, die man strei­chen möch­te, und er­hält ent­spre­chen­de Men­gen. Ge­rech­net wird mit 100 ml für eine Deutsch-Nor­mal­maß-Beu­te mit drei Qua­drat­me­tern Fläche.

Die­se Far­be ver­ar­bei­tet sich sehr spar­sam, das Strei­chen geht sehr leicht, sie be­netzt das Holz sehr gut. Mit­ge­lie­fert wird ein Schwamm, der statt ei­nes Pin­sels be­nutzt wer­den kann. Wir ha­ben den­noch den Pin­sel be­vor­zugt. Die Far­ben der La­su­ren sind de­zent und wir­ken sehr na­tür­lich; ein ein­ma­li­ger An­strich soll rei­chen. Wir ha­ben die Zar­ge ge­stri­chen, zwei Tage trock­nen ge­las­sen und dann – nach An­wei­sung – die über­schüs­si­gen Pig­men­te mit ei­nem wei­chen Lap­pen ab­ge­wischt. Das hat gut funk­tio­niert, der Lap­pen war gelb, und die Ober­flä­che fühlt sich an wie ge­wachst mit sei­di­gem Glanz.

Das Strei­chen der De­ckel und Bö­den ge­stal­te­te sich we­sent­lich auf­wen­di­ger und dau­er­te län­ger – sie sind eben struk­tu­rier­ter als ein­fa­che Zargen.

Mir hat die Li­xum Pro Beu­ten­schutz-La­sur am bes­ten ge­fal­len. Die Far­be wirkt sehr an­ge­nehm, die Ver­ar­bei­tung war am ein­fachs­ten und ging am schnells­ten. Al­ler­dings kann ich heu­te bei al­len pro­bier­ten Far­ben noch nicht sa­gen, wie lan­ge das Er­geb­nis vor­hal­ten wird.

Xan­dia Stampe

1. Auch wenn die ver­wen­de­ten Far­ben und La­su­ren kaum oder kei­ne Lö­sungs­mit­tel ent­hal­ten, ist es im­mer bes­ser, die Beu­ten an der fri­schen Luft zu strei­chen und sie dort trock­nen zu lassen.

2. Da un­se­re Holz­beu­ten frisch aus der Werk­statt sind, müs­sen wir sie vor dem Strei­chen nicht an­schlei­fen. Nur den fei­nen Holz­staub soll­te man mit ei­nem Tuch abwischen.

3. An­stri­che für Holz­beu­ten gibt es in leuch­ten­den Far­ben. Nach ein bis zwei Farb­auf­trä­gen er­ge­ben sie ei­nen de­cken­den, elas­ti­schen Anstrich.

4. La­su­ren sind in der Farb­ge­bung oft de­zen­ter und be­to­nen die Ma­se­rung des Hol­zes. Bei dem Pro­dukt von Li­xum wird da­mit ge­wor­ben, dass ein ein­zi­ger An­strich ge­nügt, um das Holz zu schützen.

5. Nach­dem die Li­xum-La­sur ge­trock­net ist, soll­te man den An­wen­dungs­an­wei­sun­gen zu­fol­ge die Pig­ment­rück­stän­de, die nicht ins Holz ein­ge­zo­gen sind, mit ei­nem Lap­pen abnehmen.

6. Noch kön­nen wir nicht sa­gen, wie die neu­en An­stri­che al­tern wer­den. Vor rund zehn Jah­ren ha­ben wir selbst ge­bau­te Zar­gen ge­stri­chen, mit Osmo-Land­haus­far­be. Die wur­de da­mals als spei­chel­test und für Kin­der­spiel­zeug ge­eig­net aus­ge­lobt. Wir ha­ben die Far­ben da­mals ge­mischt. Die Zar­gen se­hen heu­te noch gut aus und wei­sen kei­ne Ver­rot­tungs­er­schei­nun­gen auf.

Mund­schutz mit ös­ter­li­chen Mo­ti­ven aus der Caritas-Werkstatt

Mund­schutz mit ös­ter­li­chen Mo­ti­ven aus der Caritas-Werkstatt

Mund­schutz mit ös­ter­li­chen Mo­ti­ven aus der Caritas-Werkstatt

Von Ste­fan Blum­berg | MA­Zon­line | Sonderthema

Die Ca­ri­tas-Werk­statt Ora­ni­en­burg hilft in der (Corona-)Not – und ist da­bei ein­mal mehr kreativ

Ora­ni­en­burg | Da sind sie fle­xi­bel: Das Co­ro­na-Vi­rus be­gann Mit­te März ge­ra­de, in Deutsch­land rich­tig zu wü­ten. Und schon stand die Ca­ri­tas-Werk­statt St. Jo­han­nes­berg be­reit, um zu hel­fen. Mit der Pro­duk­ti­on von Mund­schutz­en. Über­all wer­den sie ge­braucht. Und heu­te, Wo­chen spä­ter, gibt es im­mer noch nicht ge­nug. „Wir er­hiel­ten meh­re­re An­fra­gen – und dann ging es auch schon los“, sagt Werk­statt-Lei­ter Chris­toph Lau. Die Stadt­ver­wal­tung Ora­ni­en­burg, Kran­ken­häu­ser, Heb­am­men – aus die­sen Rich­tun­gen sei­en Wün­sche ge­kom­men. Und pas­send zum größ­ten kirch­li­chen Fest zie­ren die Na­sen- und Mund­schut­ze jetzt so­gar Os­ter­mo­ti­ve. Auf de­nen tän­zeln Os­ter­ha­sen put­zig um­her, Eier lie­gen auf ei­nem „grü­nen Teppich“.

Da­bei ist der Be­trieb der Ca­ri­tas-Werk­statt Ora­ni­en­burg we­gen der Pan­de­mie ak­tu­ell sehr weit her­un­ter­ge­fah­ren wor­den. Die meis­ten der etwa 430 Men­schen mit Be­hin­de­run­gen ste­hen we­gen der Co­ro­na-Kri­se zur­zeit nicht an ih­rem Ar­beits­platz. Nur etwa 30 Ca­ri­tas-Mit­ar­bei­ter sei­en im Ein­satz, um die kri­ti­sche In­fra­struk­tur wie Wä­sche­rei oder Kan­ti­ne auf­recht­zu­er­hal­ten. Das hoch­mo­der­ne Fer­ti­gungs- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men bün­del­te die Kräf­te und tech­ni­schen Res­sour­cen. Die Pro­duk­ti­ons­stre­cke fürs Nä­hen der Mund­schut­ze sei, so Chris­toph Lau, in ei­nem zur­zeit still­ge­leg­ten Be­reich auf­ge­baut wor­den. „Zehn Frau­en ha­ben sich be­reit­erklärt, um den Mund-Na­sen- Schutz zu nä­hen“, sagt Pro­duk­ti­ons­lei­ter Sö­ren Neu­bert. Dar­un­ter sind auch fest­an­ge­stell­te Mitarbeiterinnen.

Man habe Schnitt­mus­ter aus­ge­wählt. Sö­ren Neu­bert: „Wer bei Goog­le sucht, wird sehr vie­le Va­ri­an­ten fin­den. Wir ent­schie­den uns für zwei Mus­ter.“ Ein recht­ecki­ges und ein eher run­des. Die Mo­ti­ve sind ganz un­ter­schied­li­cher Art; ori­gi­nel­ler­wei­se ist auch ein Os­ter­mo­tiv da­bei. „Das ist eher Zu­fall, denn wir hat­ten den Stoff be­reits“, sagt Kat­rin De­witz, eine der Nä­he­rin­nen. In der Ca­ri­tas- Werk­statt fin­det in je­dem Jahr im­mer ein Os­ter­ba­sar statt, auf dem selbst­her­ge­stell­te Pro­duk­te an­ge­bo­ten wer­den. Die Vor­be­rei­tun­gen für den Ba­sar wa­ren schon längst an­ge­lau­fen, Stof­fe ge­kauft. Aber dann kam Co­ro­na… Aus dem Stoff mit den Os­ter­mo­ti­ven wä­ren sonst Tisch­sets oder Ta­schen ge­näht wor­den. Nun sind es die Mund-Nasen-Schutze.

Man habe Schnitt­mus­ter aus­ge­wählt. Sö­ren Neu­bert: „Wer bei Goog­le sucht, wird sehr vie­le Va­ri­an­ten fin­den. Wir ent­schie­den uns für zwei Mus­ter.“ Ein recht­ecki­ges und ein eher run­des. Die Mo­ti­ve sind ganz un­ter­schied­li­cher Art; ori­gi­nel­ler­wei­se ist auch ein Os­ter­mo­tiv da­bei. „Das ist eher Zu­fall, denn wir hat­ten den Stoff be­reits“, sagt Kat­rin De­witz, eine der Nä­he­rin­nen. In der Ca­ri­tas- Werk­statt fin­det in je­dem Jahr im­mer ein Os­ter­ba­sar statt, auf dem selbst­her­ge­stell­te Pro­duk­te an­ge­bo­ten wer­den. Die Vor­be­rei­tun­gen für den Ba­sar wa­ren schon längst an­ge­lau­fen, Stof­fe ge­kauft. Aber dann kam Co­ro­na … Aus dem Stoff mit den Os­ter­mo­ti­ven wä­ren sonst Tisch­sets oder Ta­schen ge­näht wor­den. Nun sind es die Mund-Nasen-Schutze.

Sö­ren Neu­bert er­läu­tert, dass die Schut­ze aus Baum­wol­le, mög­lichst fei­ner Baum­wol­le, dop­pel­la­gig ge­näht wer­den. „Sie sol­len die Ver­brei­tung des Vi­rus durch Tröpf­chen mi­ni­mie­ren, bes­ten­falls ver­hin­dern und vor al­lem die an­de­ren Men­schen schüt­zen. Aber nie­mand darf sich in fal­scher Si­cher­heit wie­gen. Der nö­ti­ge Ab­stand zu an­de­ren Men­schen ist trotz des Schut­zes ein­zu­hal­ten“, be­tont er.

Etwa vier Schut­ze, so Kat­rin De­witz, schafft jede der Frau­en in der Stun­de. Jede der Da­men hät­te et­was mit dem Nä­hen am Hut – „und au­ßer­dem viel Spaß“, so Alex­an­dra Schö­ne­berg. Wenn eine ent­spre­chen­de Men­ge der Schut­ze ge­näht wur­de, wer­den sie in der Ca­ri­tas-Werk­statt ver­packt und sind für die Aus­lie­fe­rung bereit.

Was vor ein paar Ta­gen in Be­zug auf das neue Pro­dukt noch nicht ganz klar war: die Höhe des Prei­ses für ei­nen Mund-Na­sen-Schutz. Die Re­cher­chen von Sö­ren Neu­bert er­ga­ben, dass für güns­ti­ge Ein­mal-Schut­ze 1,30 Euro das Stück ge­nom­men wer­den. Eine Fir­ma bie­tet eine wie­der­ver­wert­ba­re Schutz­mas­ke für zwölf Euro an. „Wir ha­ben es noch nicht kom­plett durch­kal­ku­liert, könn­ten aber bei etwa fünf Euro das Stück lan­den.“ Die Schut­ze „Made in Ora­ni­en­burg“ sind wasch­bar und wiederverwertbar.

Info:
Wer An­fra­gen zur Mund- und Na­sen­schutz-Pro­duk­ti­on der Ca­ri­tas-Werk­stät­ten hat, kann sich per E‑Mail (schnittstelle@caritas-werkstatt.de) an die Ora­ni­en­bur­ger Ein­rich­tung wenden.