Blei­ben­de Eindrücke

Blei­ben­de Eindrücke

Ein Gast­bei­trag von Da­nie­la Beyer

Ihr Lie­ben, als ich mich an­bot, ei­nen Be­richt über un­se­ren Be­such in der Ge­denk­stät­te Sach­sen­hau­sen mit Lau­ra Krü­ger zu schrei­ben, dach­te ich, das wird doch ein­fach: Ein­drü­cke und In­for­ma­tio­nen sam­meln, auf­schrei­ben – fertig!

So ist es lei­der nicht. Mir wird übel, wenn ich dar­an den­ke, was an die­sem schreck­li­chen Ort al­les ge­schah, wozu Men­schen fä­hig sein kön­nen. Ich möch­te gern, dass Ihr selbst ent­schei­det, in wel­cher Form Ihr Euch dort über all das in­for­miert. Mir liegt je­doch am Her­zen, Euch die Be­deu­tung von Ge­denk­stät­ten nä­her zu bringen.

Sie sind Orte, die an Ge­walt, Ver­fol­gung und Mas­sen­mord er­in­nern. Sie wol­len jene Er­eig­nis­se vor dem Ver­ges­sen be­wah­ren so­wie der Op­fer ge­den­ken. Oft be­fin­den sie sich ge­nau dort, wo es einst ge­schah. Sie er­zäh­len nicht nur über Ver­gan­ge­nes, son­dern klä­ren uns auch über die Ur­sa­chen und Fol­gen die­ser schwe­ren Ver­bre­chen auf.

Auch päd­ago­gi­sche Pro­gram­me und Füh­run­gen ste­hen je­dem zur Ver­fü­gung, um sich mit un­se­rer Ge­schich­te aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die­se kön­nen sich auf be­stimm­te Op­fer­grup­pen be­zie­hen wie zum Bei­spiel Op­fer des Ho­lo­caust, po­li­tisch Ver­folg­te oder Zwangsarbeiter.

Ge­denk­stät­ten­ar­beit be­zieht sich auch auf ak­tu­el­le The­men, um ge­sell­schaft­li­che Aus­gren­zung und men­schen­feind­li­che Ten­den­zen zu the­ma­ti­sie­ren und ih­nen vor­zu­beu­gen. Die Ge­denk­stät­te Sach­sen­hau­sen ist bar­rie­re­frei, ihr Be­such kos­ten­los – Ihr Lie­ben, bleibt neugierig!

PS: Das Foto zeigt den Blick nach drau­ßen, viel­leicht ver­bun­den mit et­was Hoffnung

Mein Ar­beits­all­tag bei Rad & Tat

Mein Ar­beits­all­tag bei Rad & Tat

On­line-Re­por­te­rin Lara Bengs nimmt uns mit in ih­ren Arbeitsalltag

Ich ar­bei­te in der Fahr­rad­werk­statt, also im Be­reich Rad & Tat. Ge­ra­de ha­ben wir jede Men­ge Kun­den­auf­trä­ge, aber alle Kol­le­gen sind nett und freund­lich. Un­se­re Grup­pen­lei­ter sind sehr hilfs­be­reit, ge­ra­de in stres­si­gen Zeiten.

Un­se­re Auf­trä­ge sind ganz ver­schie­den, so zum Bei­spiel: Brem­sen oder Schal­tung ein­stel­len, neue Schläu­che, neue Män­tel auf­zie­hen, Ket­te wech­seln oder Durch­sicht. Um alte Rä­der auf Vor­der­mann zu brin­gen, müs­sen wir oft ei­ni­ge Tei­le aus­tau­schen. Man­ches ha­ben wir im La­ger, man­ches hat die Werk­statt im BB-Be­reich, wir hel­fen ein­an­der. Was wir nicht da­ha­ben, müs­sen wir be­stel­len. Al­les, was rein­kommt, wird ein­ge­scannt, das ma­che manch­mal ich. Kön­nen wir et­was nicht ein­scan­nen, tip­pen wir die Ar­ti­kel­num­mer per Hand in den Rechner.

Im La­ger ha­ben wir vie­le Fahr­rä­der, die zum Ver­kauf ste­hen. Letz­tens kauf­te ich eins für mei­ne Schwes­ter. Wir ha­ben auch Drei­rä­der oder Las­ten­rä­der, ers­te­re sind für äl­te­re Men­schen oder Han­di­caper. Zwei Las­ten­rä­der ste­hen zum Aus­lei­hen zur Ver­fü­gung. Manch­mal krie­gen wir Fahr­rä­der geschenkt.

Ha­ben wir Zeit, kön­nen wir auch un­se­re ei­ge­nen Rä­der auf Vor­der­mann brin­gen. Je nach­dem, was zu tun ist, brau­che ich ein bis zwei Tage pro Fahr­rad, manch­mal auch län­ger. An­schlie­ßend ma­chen wir eine Pro­be­fahrt. Haut al­les hin, ru­fen wir den Kun­den an, der uns das Fahr­rad brach­te: „Schö­nen gu­ten Tag, hier ist die Ca­ri­tas-Werk­statt, Bengs am Ap­pa­rat. Ich woll­te Ih­nen nur Be­scheid sa­gen, Ihr Fahr­rad ist re­pa­riert und be­reit zur Abholung.“

Ich habe ei­gent­lich Angst vor Te­le­fo­na­ten, aber seit ich auf Ar­beit ab und an wel­che füh­re, krie­ge ich das hin. Auch pri­vat kann ich das jetzt besser.

Im­mer on Air

Im­mer on Air

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter in­ter­viewt den Be­triebs­lei­ter der Zweig­werk­statt am Ader­luch, Mar­cel Teichmann

Wie kamst Du da­mals auf die Idee, dei­nen Zi­vil­dienst bei der Ca­ri­tas zu machen?

Wie mei­ne Brü­der und un­ser Va­ter ver­wei­ger­te ich aus christ­li­cher Über­zeu­gung den Kriegs­dienst. Für den Zi­vil­dienst be­warb ich mich beim Ca­ri­tas-Woh­nen, am Ende wur­de es die Werk­statt. Von 1999 bis Früh­jahr 2000 war ich Zivi im För­der­be­reich in der Ber­li­ner Stra­ße 60A, ei­ner ehe­ma­li­gen Motorradwerkstatt.

Wie wur­dest Du Be­triebs­lei­ter am Aderluch?

Das war ein lan­ger Weg. Nach dem Zi­vil­dienst kehr­te ich in mei­nen al­ten Job zu­rück, be­treu­te aber wei­ter die Fuß­ball­mann­schaft der Werk­statt. 5 Jah­re spä­ter be­warb ich mich dort und un­ter­stütz­te ei­nen Grup­pen­lei­ter. Dann wur­de ich in der De­mon­ta­ge selbst ein sol­cher. Zu­sam­men mit Herrn Ker­kow bau­te ich un­se­ren Stand­ort am Hei­de­ring mit auf. Dort fun­gier­te ich als Ar­beits­vor­be­rei­ter, schließ­lich als Be­triebs­lei­ter. Das bin ich mitt­ler­wei­le am Aderluch.

Du holst im­mer wie­der Son­der-Auf­trä­ge ran. Wie fin­dest Du die, bist Du im­mer auf der Suche?

Das bin ich, lie­ber Mi­cha! Oft aber fin­den die Auf­trä­ge eher mich. Vie­les läuft über Mund­pro­pa­gan­da. Kun­den emp­feh­len uns wei­ter, dar­aus ent­ste­hen neue Kon­tak­te. An­de­re Auf­trä­ge kom­men aus mei­nem pri­va­ten Um­feld. Ich er­zäh­le gern, was wir al­les kön­nen. Mein An­satz ge­gen­über je­dem po­ten­ti­el­len Kun­den lau­tet: Wie kön­nen wir die Lö­sung für Ihr Pro­blem fin­den? Ge­ra­de bei euch in der Wer­be­tech­nik pro­du­zie­ren wir nichts auf Hal­de, son­dern stets ge­nau das, was sich der Kun­de ge­ra­de wünscht. Die gro­ße Fra­ge lau­tet: Was ge­nau braucht er?

Wie be­kommst Du es hin, zu schwie­ri­ge Auf­trä­ge auch mal abzugeben?

Was zu kom­pli­ziert ist, gebe ich manch­mal an an­de­re Fir­men wei­ter. Oder wir ar­bei­ten mit an­de­ren Fir­men oder Agen­tu­ren zu­sam­men. Da­bei ler­nen wir, um es zu­künf­tig al­lei­ne hin­zu­be­kom­men. An­de­re ler­nen von uns – und wir von an­de­ren! Auch aus Feh­lern lernt man. Mer­ke ich heu­te gleich am An­fang, dass es zwi­schen uns und ei­nem Auf­trag­ge­ber nicht passt, leh­ne ich auch mal ei­nen Auf­trag ab.

Ist es sehr an­stren­gend, Be­triebs­lei­ter zu sein? Wie meis­terst Du die­sen Job?

Der ist schon her­aus­for­dernd. Man­cher An­ruf er­reicht mich, wenn ich noch nicht oder nicht mehr im Dienst bin. Ich habe nur ein Te­le­fon, auf dem ru­fen mich Kun­den, Kol­le­gen oder mei­ne Fa­mi­lie an. Die Alarm­an­la­ge vom Hei­de­ring ist auf mein Han­dy ge­schal­tet. Gibt’s Alarm, neh­me ich ei­nen mei­ner Söh­ne mit, falls mir was pas­siert – und fah­re her.

Wie se­hen Dei­ne Zu­kunfts­plä­ne aus?

Je­der Tag in der Werk­statt ist eine ab­so­lu­te Her­aus­for­de­rung und steckt vol­ler Über­ra­schun­gen. Da­her gehe ich in die Zu­kunft ohne gro­ße Vor­stel­lung von ihr. Es ist wie bei vie­len Auf­trä­gen: Mei­ne zu­künf­ti­gen Auf­ga­ben wer­den mich fin­den! Ich bin dank­bar, dass ich hier ar­bei­ten darf. Schließ­lich ver­brin­ge ich mehr Zeit in der Werk­statt als da­heim mit der Fa­mi­lie, da muss mir die Ar­beit schon Spaß machen.

Trom­mel­wir­bel und mehr – Un­se­re Instrumentalgruppe

Trom­mel­wir­bel und mehr – Un­se­re Instrumentalgruppe

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter fin­det den rich­ti­gen Rhythmus 

Je­den Diens­tag­vor­mit­tag trifft sich un­se­re In­stru­men­tal­grup­pe bei Eva-Ma­ria Gö­bel in der Haupt­werk­statt. Seit die­sem Früh­jahr bin ich auch mit dabei.

Die ers­te hal­be Stun­de üben wir drin­nen, dann trom­meln wir drau­ßen. Vor­her su­chen wir uns aus, wel­che In­stru­men­te wir neh­men. Wir ha­ben Tam­bu­ri­ne mit und ohne Schel­len, Djem­bes, zwei, drei gro­ße Bass­trom­meln, Ras­seln und mehr.

Eva gibt auf ei­ner Hand­trom­mel den Takt vor. Maik Poersch­ke hat eine Trom­mel um den Bauch ge­bun­den, die er mit zwei höl­zer­nen Schlä­geln spielt. Das ist die Sna­re-drum. Ich pro­bier­te sie auch mal aus, die­ser Job ist wirk­lich sehr anspruchsvoll!

Wird es schräg, ruft Eva: „Halt, so wird das nichts, wir müs­sen im Takt bleiben!“

Wir fan­gen noch­mal von vor­ne an – und ir­gend­wann klappt es. Neu­lich üb­ten wir das Lied: „Das Le­ben ist schön“. Das fand ich sehr schwer.

Bei der dies­jäh­ri­gen Jah­res-Haupt­ver­samm­lung hat­te ich mei­nen ers­ten Auf­tritt in Evas Grup­pe. Vor­ab be­spra­chen wir kurz, wie wir uns auf­stel­len, dann gings los. Zur Eh­rung un­se­rer Ju­bi­la­re spiel­ten wir je­weils ei­nen Trom­mel­wir­bel. Das war cool, und am Ende lob­te uns Eva: „Das habt ihr ganz toll ge­macht!“ Es macht mir gro­ßen Spaß, hier mitzumischen. 

Das Le­ben ist schön – un­ser Johannesfest

Das Le­ben ist schön – un­ser Johannesfest

Die On­line-Re­por­ter der Ca­ri­tas-Werk­statt ha­ben nicht nur mit­ge­fei­ert, son­dern auch mitgeschrieben

Va­nes­sa Ver­der­ber:

Ich war am ei­ge­nen Stand da­bei. Zu­vor hat­te ich Angi Geiß­ler an­ge­spro­chen: „Könn­te ich mich für den Floh­markt anmelden?“

Selbst­ver­ständ­lich, ich setz­te dich auf die Lis­te!“, ant­wor­te­te sie mir, al­les klapp­te wun­der­bar. Die Men­schen, die zu mir ka­men, wa­ren sehr nett – und ich am Ende um 20 Euro rei­cher. Ka­rao­ke kann ich lei­der nicht, bei mei­nem Ge­sang wür­den die Glas­schei­ben un­se­rer Haupt­werk­statt zersplittern.

Lara Bengs:

We­gen ei­nes Arzt­ter­mins kam ich et­was spä­ter. Ich lief her­um, ge­noss das Mit­tag­essen, spä­ter Ku­chen und Eis. Gute Mu­sik war auch da­bei, DJ Gan­dhi 81 leg­te auf! Beim Fi­na­le der Ka­rao­ke-Show un­ter­hielt mich ge­ra­de mit ei­ner Freun­din – und tanz­te so­fort mit. Viel­leicht sin­ge ich beim nächs­ten Mal auch, lasst Euch überraschen.

Ina Krau­se:

Ich war sehr auf­ge­regt vor mei­nem Auf­tritt und zog mich et­was zu­rück, um ein we­nig zur Ruhe zu kom­men. Es war mein ers­tes Mal. Oben auf der Büh­ne war ich in ei­ner an­de­ren Welt. Ich dan­ke mei­ner Schwes­ter, die mich so gut beim Ler­nen des Tex­tes unterstützte.

Mi­chae­la Senf:

Ich war viel auf­ge­reg­ter als letz­tes Jahr. Kurz vor mei­nem Auf­tritt dach­te ich: Heu­te geh­s­te nicht auf die Büh­ne! Dann aber sieg­te mein Über­mut. Su­per Un­ter­stüt­zung er­hielt ich von Til­man, der ge­ra­de als BuF­Di bei uns am Ader­luch ist. Das Pu­bli­kum be­glei­te­te uns ganz toll!

Im­mer mal wie­der sah ich Trä­nen in Mo­de­ra­to­rin Angi Geiß­lers Au­gen, weil sie so ge­rührt war. Der Hö­he­punkt: Jus­tin Feu­er­herd mit He­li­ko­pter 117 – alle tob­ten, auf der Büh­ne wie da­vor gabs kein Hal­ten mehr! Am Ende be­dank­te ich mich bei den Or­ga­ni­sa­to­ren die­ses tol­len Fes­tes. Was die al­les or­ga­ni­siert hatten!

Alon­zo Münn:

Aus Aus­schuss-Zu­cker­wat­te­stäb­chen hat­ten wir am Ader­luch He­li­ko­pter ge­baut, die bei Jus­tins Vor­trag zum Ein­satz ka­men. Bei mei­nem ei­ge­nen Song war ich auf­ge­reg­ter als letz­tes Jahr. Ich hör­te ihn vor­her über Kopf­hö­rer im Dau­er­loop, aber der Text war sehr schwer zu sin­gen. Nächs­tes Mal neh­me ich wie­der et­was Leichteres.

Squad-fah­ren, Ka­rao­ke, Hau den Lu­kas, Floh­markt, Es­sen- und Ge­trän­ke­stän­de, Leu­te tref­fen – ein coo­ler Tag! Als ich mich zwi­schen­drin um­sah, ent­deck­te ich ei­nen Ka­me­ra­mann des RBB. Ir­gend­wann kam er an un­se­ren Tisch und er­wisch­te mich beim Es­sen. Aus Spaß wink­te ich ganz wild und rief: „Mama, ich bin im Fernsehen!“

Vie­len herz­li­chen Dank an alle Or­ga­ni­sa­to­ren, Mit­wir­ken­den und flei­ßi­gen Hän­de, die un­ser Jo­han­nes­fest wie­der zu ei­nem ganz be­son­de­ren Tag mach­ten. Ja, das Le­ben ist schön!

Ca­ri­tas-Wel­len­rei­ter kom­men weiter!

Ca­ri­tas-Wel­len­rei­ter kom­men weiter!

On­line-Re­por­ter Mi­cha­el Ben­ter gibt den Takt vor

Anja Ol­den­burg frag­te mich, ob ich be­reit wäre, beim Dra­chen­boot­ren­nen zu trom­meln auf un­se­rem Boot Wel­len­rei­ter 2. Ich sag­te zu. Auf Wel­len­rei­ter 1 trom­mel­te Maik Poersch­ke. Vorm Wett­kampf beim Ora­ni­en­bur­ger Stadt­fest ab­sol­vier­ten wir ein Tro­cken­trai­ning im Haus Lui­se. Drei Mal üb­ten wir auf dem Was­ser am Schlosshafen.

Am Wett­kampf­tag tra­fen wir uns ge­gen 7.30 Uhr am Boll­werk, um al­les aus­zu­la­den: Zel­te, Bän­ke, vie­les mehr. Die Boo­te la­gen be­reits im Was­ser. Je­der von uns hat­te 5 Euro in die Dra­chen­boot-Kas­se ein­ge­zahlt. Da­von kauf­te Frau Mi­cul­cy Wie­ner, Obst, Ge­mü­se, Kek­se und was wir sonst noch brauch­ten. Was­ser stell­te die Werkstatt.

Beim Trai­ning hat­te ich mir zwei Ver­let­zun­gen zu­ge­zo­gen, weil der Trom­mel­stock so rieb. Ich pro­bier­te ver­schie­de­ne Tech­ni­ken aus, wie ich ihn am bes­ten an­fas­se. „Hast du Hand­schu­he?“, frag­te mich René Scheil.

Ja, hab ich, Fahrradhandschuhe.“

Zieh sie an, das schont dei­ne Hän­de, zu­min­dest ein bisschen.“

Im Boot rief ich: „Leu­tis, wir schaf­fen al­les! Seid ihr be­reit, habt ihr gute Laune?“

Ja!“, ant­wor­te­ten sie.

So fuh­ren wir zum Start­punkt, wo ich die Mann­schaft noch­mal auf­mun­ter­te. Der Steu­er­mann, ein Mit­ar­bei­ter vom Was­ser­sport-Zen­trum, wies uns an: „Drei Schlä­ge vor­wärts, ein Schlag rück­wärts“, bis bei­de Boo­te auf glei­cher Höhe waren.

Dann sag­te der Schieds­rich­ter: „Are you re­a­dy, At­ten­ti­on“ – ein Si­gnal­ton, und los ging’s, auf die 250 Me­ter Wett­kampf­stre­cke, nach dem von mir vor­ge­ge­be­nen Takt. Beim zwei­ten Ren­nen stör­te mich, dass die geg­ne­ri­sche Grup­pe zu uns sag­te: „Ihr ver­liert und wir ge­win­nen!“ Das Gan­ze soll doch vor al­lem Spaß machen!

Bei der drit­ten Run­de wa­ren wir alle platt und hat­ten kei­ne Aus­dau­er mehr. Spaß mach­te es uns trotz­dem. Zur Sie­ger­eh­rung be­ka­men wir ei­nen Po­kal in Form ei­nes Pad­dels mit der je­wei­li­gen Plat­zie­rung. Wir wur­den Zwei­ter, di­rekt hin­ter Wel­len­rei­ter 1. Maik trom­mel­te wirk­lich sehr schnell. Als ich nach Hau­se kam, war ich to­tal knül­le und woll­te nur noch schla­fen! Aber nächs­tes Jahr möch­te ich wie­der da­bei sein, an der Trommel!

Nor­dic Wal­king tut den Bei­nen und der See­le gut

Nor­dic Wal­king tut den Bei­nen und der See­le gut

On­line-Re­por­te­rin Va­nes­sa Ver­der­ber hat ein ein­fa­ches Re­zept für gute Lau­ne und Wohlbefinden

Beim Nor­dic Wal­king sind wir auf je­den Fall in der Na­tur un­ter­wegs. So­mit be­geg­nen uns vie­le klei­ne­re Tie­re. Je nach Jah­res­zeit sehe ich zum Bei­spiel ver­schie­de­ne Vö­gel, höre Spech­te ge­gen die Bäu­me klop­fen oder be­ob­ach­te von wei­tem, wie ein paar Eich­hörn­chen durchs Un­ter­holz flit­zen. Auch schau­en wir uns Häu­ser an, ei­ni­ge sind neu gebaut.

Eben­falls sehr schön ist: Du kannst dich ne­ben­bei su­per gut mit den an­de­ren Wal­kern un­ter­hal­ten. Vie­le wol­len da­bei sein. Des­halb gibt es der­zeit zwei Grup­pen, die je­den Mitt­woch nach­ein­an­der los­wal­ken. Um 8.00 Uhr star­tet die ers­te Grup­pe und um 10.00 Uhr läuft die zwei­te los. Dann ist auch ist un­se­re Nor­dic Wal­king-Lei­te­rin Iris Arndt da­bei. Kom­men wir zu­rück, geht es mir bes­ser als vor­her, Nor­dic Wal­king tut auch mei­ner See­le gut.

In der Na­tur an der fri­schen Luft – un­se­re Angler

In der Na­tur an der fri­schen Luft – un­se­re Angler

On­line-Re­por­te­rin­nen An­nett Nehls und Ei­leen Man­nich stel­len ein Be­glei­ten­des An­ge­bot der be­son­de­ren Art vor.

Neu­lich be­such­ten wir un­se­re Ang­ler­grup­pe bei ih­rer Ver­samm­lung. Grup­pen-Or­ga­ni­sa­tor Mi­cha­el Weil, bis zur Ren­te Be­schäf­tig­ter der Ca­ri­tas-Werk­statt, reist zu je­der Ver­samm­lung aus Schwedt an.

Als Mi­cha­el vor 16 Jah­ren las, wel­che Be­glei­ten­den An­ge­bo­te es in der Werk­statt gibt, sag­te er: „Lasst uns eine Ang­ler­grup­pe aufmachen!“

Das tat er, und das In­ter­es­se war groß: „Wir wa­ren mal 15 Leu­te! Mitt­ler­wei­le sind wir we­ni­ger ge­wor­den, aber es gibt uns noch im­mer! Ein­mal im Mo­nat tref­fen wir uns am Hei­de­ring. Die Werk­statt un­ter­stützt uns fi­nan­zi­ell, so bei der An­schaf­fung un­se­rer Sie­ger-Po­ka­le. Au­ßer­dem zahlt je­der von uns et­was in un­se­re Ge­mein­schafts­kas­se ein, da­mit wir mal zu­sam­men es­sen ge­hen können.“

Mar­cel ent­deck­te sei­ne An­gel-Lei­den­schaft mit 9 Jah­ren: „On­kel und Va­ter wa­ren Ang­ler, und ir­gend­wann nahm mich mein On­kel zum ers­ten Mal zum Nacht­an­geln mit.“

Bei Mi­cha hieß es schon mit 8: „Nach der Schu­le ab ans Was­ser, selbst bei Stu­ben­ar­rest! ‚Guck mal, was ich mit­ge­bracht habe!‘, sag­te ich zu mei­nem Va­ter. Da gab es Är­ger, ge­freut hat er sich trotz­dem über den Fisch!“

Dass man heu­te sämt­li­che Kö­der fer­tig kau­fen kann, lässt die Män­ner ab­win­ken: „Wir ho­len Ma­den oder Wür­mer aus dem Kom­post­hau­fen, den An­gel­teig ma­chen wir selbst!“

So man­chen Kö­der, wie Kö­cher­flie­gen­lar­ven, auch Sp­rock ge­nannt, fin­dest du zur ent­spre­chen­den Jah­res­zeit di­rekt am Was­ser“, er­gänzt Micha.

Als wir die Män­ner und die der­zeit noch ein­zi­ge Frau fra­gen, was sie am meis­ten fas­zi­niert an ih­rem Sport, er­wi­dert Mar­cel: „Da ist die­ser be­son­de­re Mo­ment, wenn‘s an­fängt zu bei­ßen. Ge­ne­rell ist es schön, in der Na­tur zu sein: fri­sche Luft, Ruhe, Was­ser, den Fisch im Drill, das ist schon cool.“

Wir sind al­les Na­tur­schüt­zer“, fügt Mi­cha hin­zu, „oft räu­men wir weg, was an­de­re lie­gen­las­sen. Schließ­lich wol­len wir un­se­ren Platz am Was­ser sau­ber ha­ben, da ver­las­sen wir ihn auch entsprechend.“

Auch sonst gu­cken sie ge­nau hin: „Durch die Schiff­fahrt wer­den in­va­si­ve Ar­ten wie die Schwarz­meer-Grun­del ein­ge­schleppt“, lässt uns Ste­ve wis­sen. „Die fres­sen den Laich ein­hei­mi­scher Ar­ten und ha­ben hier nicht die rich­ti­gen Feinde.“

Al­len vie­ren ist die Na­tur das Wich­tigs­te, dazu Mi­cha: „Der Lärm ist weg, und du bist ein­fach drau­ßen. Ick glo­ob, in Schwedt pie­pen die Vö­gel anders.“

In der Ha­vel „fing“ er auch schon mal Un­ter­holz, ein­mal hol­te er gar ein gan­zes Fahr­rad raus. Sein Stolz ist je­doch eine 40 cm lan­ge Karausche.

Zum Wett­kampf tref­fen sich un­se­re Ang­ler fünf­mal pro Jahr, vom An­an­geln im April bis zum Ab­an­geln Ende Sep­tem­ber. Die ge­fan­ge­nen Fi­sche wer­den ab­ge­wo­gen, das schlech­tes­te Er­geb­nis ge­stri­chen, und der Sie­ger be­kommt ei­nen Pokal.

Bei ih­ren Zu­sam­men­künf­ten am Hei­de­ring be­spre­chen sie die nächs­ten Ter­mi­ne, tau­schen Er­leb­nis­se aus, dazu gibt’s eine Lek­ti­on Fisch- und Gerätekunde.

Ich kom­me nach wie vor gern hier­her“, be­kennt Mi­cha, „mei­nen Sports­freun­den aus der Werk­statt bleib ich treu!“

In die­sem Sin­ne: „Pe­tri Heil, lie­be Caritas-Angler!“

Neu­es De­sign, glei­cher Inhalt

Neu­es De­sign, glei­cher Inhalt

On­line-Re­por­ter Alon­zo Münn emp­fiehlt die Ka­mi­n­an­zün­der aus der Zweig­werk­statt am Aderluch

Neu an un­se­ren un­ter dem La­bel Feu­er & Flam­me ver­trie­be­nen Ka­mi­n­an­zün­dern ist, dass man jetzt die ge­sam­te Tüte ver­bren­nen kann. Vor­her wur­den die­se mit Me­tall­klam­mern ver­schlos­sen, jetzt sind es Schlei­fen aus Schur­wol­le. So­mit kann man jetzt den letz­ten Ka­mi­n­an­zün­der in der Tüte be­las­sen und zu­sam­men mit ihr zum An­zün­den des Ka­min­feu­ers verwenden.

Kau­fen kann man die Pro­duk­te vom Ader­luch wie Ker­zen, Ka­mi­n­an­zün­der oder Be­ton­ker­zen bei uns vor Ort, im On­line­shop oder auf ver­schie­de­nen Märk­ten bei uns im Haus oder in der Region.

Schaut Euch ger­ne hier um.

Gro­ßes Ge­sum­me am Aderluch

Gro­ßes Ge­sum­me am Aderluch

On­line-Re­por­ter Erik Eg­ler schaut ganz ge­nau hin

Ne­ben un­se­rem Park­platz am Ader­luch ste­hen schö­ne wei­ße Blu­men, um die her­um sich ge­ra­de jede Men­ge Bie­nen und Hum­meln tummeln.

Neu­lich sah ich: Eine jun­ge Bie­ne war ge­ra­de da­bei, in eine sehr klei­ne Blü­te hin­ein­zu­krie­chen, um sich an ih­rem Nek­tar zu la­ben. Eine Hum­mel kam hin­zu und hat­te of­fen­bar das Glei­che vor. Dies zu er­rei­chen, schob sie die Bie­ne voll­ends in die Blü­te hin­ein. Kurz­um, es summt und brummt bei uns am Ader­luch. Ko­mi­scher­wei­se fiel mir das jetzt zum ers­ten Mal so rich­tig auf. Ich fin­de es je­den­falls schön, dass wir hier am Stand­ort so gute Nah­rung für In­sek­ten bieten.

Gar­ten-Oase am Heidering

Gar­ten-Oase am Heidering

On­line-Re­por­te­rin Ei­leen Man­nich zeigt uns, wo die Ca­ri­tas-Werk­statt be­son­ders idyl­lisch ist

Wäh­rend mei­ner Pau­sen bin ich oft in un­se­rem Gar­ten am Hei­de­ring. Ich gehe gern dort hin, denn die­ser Ort mit all sei­nen lie­be­voll ge­pfleg­ten Pflan­zen schenkt mir wohl­tu­en­de Ruhe.

Ge­hegt und ge­pflegt wird er vom Be­rufs­bil­dungs­be­reich (BBB) un­ter der Re­gie von Ant­je Jar­nack und An­gie Wos­nitza. Eine Sei­te des Wegs ist rich­tig schön bunt, ein­schließ­lich vie­ler lila Blü­ten. Hen­dryk Krau­se und Mi­chae­la Noes­ke aus dem BBB er­klä­ren mir, dass es sich hier­bei um Schnitt­lauch han­delt. „Ei­gent­lich könn­te man ihn jetzt weg­wer­fen, aber wir las­sen ihn ste­hen – weil’s so schön aus­sieht“, ver­rät mir Hendryk.

Bie­tet die­se Sei­te des Wegs eher was fürs Auge, gibt’s auf der an­de­ren was für den Gau­men: Früch­te und Kräu­ter wie Ros­ma­rin, Kar­tof­feln, Stachel‑, Erd- und Jo­han­nis­bee­ren. Letz­te­re hän­gen schon gut voll, „aber lei­der auch vol­ler Blatt­läu­se“, er­gänzt Mi­chae­la. Sie wer­den sich was ein­fal­len las­sen. Na­tür­lich kei­ne Che­mie, denn die Bee­ren wol­len ja ge­ges­sen werden.

Die bei­den Gar­ten­ken­ner ge­währ­ten auch ei­nen Blick ins Ge­wächs­haus, in dem ge­ra­de Spi­nat, Ra­dies­chen, Gur­ken und To­ma­ten her­an­wach­sen. Ich be­kam auch schon ein Ra­dies­chen ab – und schmeck­te den Un­ter­schied zwi­schen selbst an­ge­baut und Su­per­markt. Zu mei­ner BBB-Zeit war das hier ein Nasch­gar­ten. Das ist er heu­te mehr denn je.

Scha­de, dass ich zu Hau­se nicht gärt­nern kann, denn mei­ne Kat­ze knab­bert al­les an, was grün ist. Das Ein­zi­ge, was ich noch auf dem Bal­kon zu ste­hen habe, ist Kat­zen­gras. Umso schö­ner, dass es hier un­se­ren tol­len Gar­ten gibt!

Le­bens­freu­de – Un­ser Ge­leit für Rai­ner Gerlach

Le­bens­freu­de – Un­ser Ge­leit für Rai­ner Gerlach

On­line-Re­por­te­rin Ju­lia Buß­ler schickt ei­nen letz­ten Gruß an ei­nen gu­ten Freund

Lie­ber Rai­ner, letz­te Wo­che ha­ben wir Dich über die Re­gen­bo­gen­brü­cke gebracht.

Mit sei­ner ru­hi­gen und freund­li­chen Art leb­te Rai­ner Ger­lach vie­le Jahr­zehn­te in sei­ner Grup­pe im St. Jo­han­nes­berg. Er hat gern ge­lacht, ge­malt und Mu­sik ge­hört. Zu sei­ner Be­er­di­gung er­klang „Über sie­ben Brü­cken musst Du ge­hen“, ge­spielt auf ei­ner Trompete.

Rai­ner ging oft spa­zie­ren, weil er das schön fand. Zu­rück kam er nie mit lee­ren Ta­schen. Stö­cker, Stei­ne und al­les, was er sonst noch fand, brach­te er von drau­ßen mit. Auf Grup­pen­rei­sen war er im­mer lus­tig und lach­te mit al­len anderen.

Ruhe in Frie­den, lie­ber Rai­ner. Ich gab Dir ein paar Scho­ko­bons mit auf Dei­ne Rei­se, denn die hast Du im­mer so gern gegessen.