10. Juli 2025 | Logbuch |
Ein Gastbeitrag von Daniela Beyer
Ihr Lieben, als ich mich anbot, einen Bericht über unseren Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen mit Laura Krüger zu schreiben, dachte ich, das wird doch einfach: Eindrücke und Informationen sammeln, aufschreiben – fertig!
So ist es leider nicht. Mir wird übel, wenn ich daran denke, was an diesem schrecklichen Ort alles geschah, wozu Menschen fähig sein können. Ich möchte gern, dass Ihr selbst entscheidet, in welcher Form Ihr Euch dort über all das informiert. Mir liegt jedoch am Herzen, Euch die Bedeutung von Gedenkstätten näher zu bringen.
Sie sind Orte, die an Gewalt, Verfolgung und Massenmord erinnern. Sie wollen jene Ereignisse vor dem Vergessen bewahren sowie der Opfer gedenken. Oft befinden sie sich genau dort, wo es einst geschah. Sie erzählen nicht nur über Vergangenes, sondern klären uns auch über die Ursachen und Folgen dieser schweren Verbrechen auf.
Auch pädagogische Programme und Führungen stehen jedem zur Verfügung, um sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Diese können sich auf bestimmte Opfergruppen beziehen wie zum Beispiel Opfer des Holocaust, politisch Verfolgte oder Zwangsarbeiter.
Gedenkstättenarbeit bezieht sich auch auf aktuelle Themen, um gesellschaftliche Ausgrenzung und menschenfeindliche Tendenzen zu thematisieren und ihnen vorzubeugen. Die Gedenkstätte Sachsenhausen ist barrierefrei, ihr Besuch kostenlos – Ihr Lieben, bleibt neugierig!
PS: Das Foto zeigt den Blick nach draußen, vielleicht verbunden mit etwas Hoffnung
8. Juli 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Lara Bengs nimmt uns mit in ihren Arbeitsalltag
Ich arbeite in der Fahrradwerkstatt, also im Bereich Rad & Tat. Gerade haben wir jede Menge Kundenaufträge, aber alle Kollegen sind nett und freundlich. Unsere Gruppenleiter sind sehr hilfsbereit, gerade in stressigen Zeiten.
Unsere Aufträge sind ganz verschieden, so zum Beispiel: Bremsen oder Schaltung einstellen, neue Schläuche, neue Mäntel aufziehen, Kette wechseln oder Durchsicht. Um alte Räder auf Vordermann zu bringen, müssen wir oft einige Teile austauschen. Manches haben wir im Lager, manches hat die Werkstatt im BB-Bereich, wir helfen einander. Was wir nicht dahaben, müssen wir bestellen. Alles, was reinkommt, wird eingescannt, das mache manchmal ich. Können wir etwas nicht einscannen, tippen wir die Artikelnummer per Hand in den Rechner.
Im Lager haben wir viele Fahrräder, die zum Verkauf stehen. Letztens kaufte ich eins für meine Schwester. Wir haben auch Dreiräder oder Lastenräder, erstere sind für ältere Menschen oder Handicaper. Zwei Lastenräder stehen zum Ausleihen zur Verfügung. Manchmal kriegen wir Fahrräder geschenkt.
Haben wir Zeit, können wir auch unsere eigenen Räder auf Vordermann bringen. Je nachdem, was zu tun ist, brauche ich ein bis zwei Tage pro Fahrrad, manchmal auch länger. Anschließend machen wir eine Probefahrt. Haut alles hin, rufen wir den Kunden an, der uns das Fahrrad brachte: „Schönen guten Tag, hier ist die Caritas-Werkstatt, Bengs am Apparat. Ich wollte Ihnen nur Bescheid sagen, Ihr Fahrrad ist repariert und bereit zur Abholung.“
Ich habe eigentlich Angst vor Telefonaten, aber seit ich auf Arbeit ab und an welche führe, kriege ich das hin. Auch privat kann ich das jetzt besser.
3. Juli 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter interviewt den Betriebsleiter der Zweigwerkstatt am Aderluch, Marcel Teichmann
Wie kamst Du damals auf die Idee, deinen Zivildienst bei der Caritas zu machen?
Wie meine Brüder und unser Vater verweigerte ich aus christlicher Überzeugung den Kriegsdienst. Für den Zivildienst bewarb ich mich beim Caritas-Wohnen, am Ende wurde es die Werkstatt. Von 1999 bis Frühjahr 2000 war ich Zivi im Förderbereich in der Berliner Straße 60A, einer ehemaligen Motorradwerkstatt.
Wie wurdest Du Betriebsleiter am Aderluch?
Das war ein langer Weg. Nach dem Zivildienst kehrte ich in meinen alten Job zurück, betreute aber weiter die Fußballmannschaft der Werkstatt. 5 Jahre später bewarb ich mich dort und unterstützte einen Gruppenleiter. Dann wurde ich in der Demontage selbst ein solcher. Zusammen mit Herrn Kerkow baute ich unseren Standort am Heidering mit auf. Dort fungierte ich als Arbeitsvorbereiter, schließlich als Betriebsleiter. Das bin ich mittlerweile am Aderluch.
Du holst immer wieder Sonder-Aufträge ran. Wie findest Du die, bist Du immer auf der Suche?
Das bin ich, lieber Micha! Oft aber finden die Aufträge eher mich. Vieles läuft über Mundpropaganda. Kunden empfehlen uns weiter, daraus entstehen neue Kontakte. Andere Aufträge kommen aus meinem privaten Umfeld. Ich erzähle gern, was wir alles können. Mein Ansatz gegenüber jedem potentiellen Kunden lautet: Wie können wir die Lösung für Ihr Problem finden? Gerade bei euch in der Werbetechnik produzieren wir nichts auf Halde, sondern stets genau das, was sich der Kunde gerade wünscht. Die große Frage lautet: Was genau braucht er?
Wie bekommst Du es hin, zu schwierige Aufträge auch mal abzugeben?
Was zu kompliziert ist, gebe ich manchmal an andere Firmen weiter. Oder wir arbeiten mit anderen Firmen oder Agenturen zusammen. Dabei lernen wir, um es zukünftig alleine hinzubekommen. Andere lernen von uns – und wir von anderen! Auch aus Fehlern lernt man. Merke ich heute gleich am Anfang, dass es zwischen uns und einem Auftraggeber nicht passt, lehne ich auch mal einen Auftrag ab.
Ist es sehr anstrengend, Betriebsleiter zu sein? Wie meisterst Du diesen Job?
Der ist schon herausfordernd. Mancher Anruf erreicht mich, wenn ich noch nicht oder nicht mehr im Dienst bin. Ich habe nur ein Telefon, auf dem rufen mich Kunden, Kollegen oder meine Familie an. Die Alarmanlage vom Heidering ist auf mein Handy geschaltet. Gibt’s Alarm, nehme ich einen meiner Söhne mit, falls mir was passiert – und fahre her.
Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Jeder Tag in der Werkstatt ist eine absolute Herausforderung und steckt voller Überraschungen. Daher gehe ich in die Zukunft ohne große Vorstellung von ihr. Es ist wie bei vielen Aufträgen: Meine zukünftigen Aufgaben werden mich finden! Ich bin dankbar, dass ich hier arbeiten darf. Schließlich verbringe ich mehr Zeit in der Werkstatt als daheim mit der Familie, da muss mir die Arbeit schon Spaß machen.
1. Juli 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter findet den richtigen Rhythmus
Jeden Dienstagvormittag trifft sich unsere Instrumentalgruppe bei Eva-Maria Göbel in der Hauptwerkstatt. Seit diesem Frühjahr bin ich auch mit dabei.
Die erste halbe Stunde üben wir drinnen, dann trommeln wir draußen. Vorher suchen wir uns aus, welche Instrumente wir nehmen. Wir haben Tamburine mit und ohne Schellen, Djembes, zwei, drei große Basstrommeln, Rasseln und mehr.
Eva gibt auf einer Handtrommel den Takt vor. Maik Poerschke hat eine Trommel um den Bauch gebunden, die er mit zwei hölzernen Schlägeln spielt. Das ist die Snare-drum. Ich probierte sie auch mal aus, dieser Job ist wirklich sehr anspruchsvoll!
Wird es schräg, ruft Eva: „Halt, so wird das nichts, wir müssen im Takt bleiben!“
Wir fangen nochmal von vorne an – und irgendwann klappt es. Neulich übten wir das Lied: „Das Leben ist schön“. Das fand ich sehr schwer.
Bei der diesjährigen Jahres-Hauptversammlung hatte ich meinen ersten Auftritt in Evas Gruppe. Vorab besprachen wir kurz, wie wir uns aufstellen, dann gings los. Zur Ehrung unserer Jubilare spielten wir jeweils einen Trommelwirbel. Das war cool, und am Ende lobte uns Eva: „Das habt ihr ganz toll gemacht!“ Es macht mir großen Spaß, hier mitzumischen.
30. Juni 2025 | Logbuch |
Die Online-Reporter der Caritas-Werkstatt haben nicht nur mitgefeiert, sondern auch mitgeschrieben
Vanessa Verderber:
Ich war am eigenen Stand dabei. Zuvor hatte ich Angi Geißler angesprochen: „Könnte ich mich für den Flohmarkt anmelden?“
„Selbstverständlich, ich setzte dich auf die Liste!“, antwortete sie mir, alles klappte wunderbar. Die Menschen, die zu mir kamen, waren sehr nett – und ich am Ende um 20 Euro reicher. Karaoke kann ich leider nicht, bei meinem Gesang würden die Glasscheiben unserer Hauptwerkstatt zersplittern.
Lara Bengs:
Wegen eines Arzttermins kam ich etwas später. Ich lief herum, genoss das Mittagessen, später Kuchen und Eis. Gute Musik war auch dabei, DJ Gandhi 81 legte auf! Beim Finale der Karaoke-Show unterhielt mich gerade mit einer Freundin – und tanzte sofort mit. Vielleicht singe ich beim nächsten Mal auch, lasst Euch überraschen.
Ina Krause:
Ich war sehr aufgeregt vor meinem Auftritt und zog mich etwas zurück, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Es war mein erstes Mal. Oben auf der Bühne war ich in einer anderen Welt. Ich danke meiner Schwester, die mich so gut beim Lernen des Textes unterstützte.
Michaela Senf:
Ich war viel aufgeregter als letztes Jahr. Kurz vor meinem Auftritt dachte ich: Heute gehste nicht auf die Bühne! Dann aber siegte mein Übermut. Super Unterstützung erhielt ich von Tilman, der gerade als BuFDi bei uns am Aderluch ist. Das Publikum begleitete uns ganz toll!
Immer mal wieder sah ich Tränen in Moderatorin Angi Geißlers Augen, weil sie so gerührt war. Der Höhepunkt: Justin Feuerherd mit Helikopter 117 – alle tobten, auf der Bühne wie davor gabs kein Halten mehr! Am Ende bedankte ich mich bei den Organisatoren dieses tollen Festes. Was die alles organisiert hatten!
Alonzo Münn:
Aus Ausschuss-Zuckerwattestäbchen hatten wir am Aderluch Helikopter gebaut, die bei Justins Vortrag zum Einsatz kamen. Bei meinem eigenen Song war ich aufgeregter als letztes Jahr. Ich hörte ihn vorher über Kopfhörer im Dauerloop, aber der Text war sehr schwer zu singen. Nächstes Mal nehme ich wieder etwas Leichteres.
Squad-fahren, Karaoke, Hau den Lukas, Flohmarkt, Essen- und Getränkestände, Leute treffen – ein cooler Tag! Als ich mich zwischendrin umsah, entdeckte ich einen Kameramann des RBB. Irgendwann kam er an unseren Tisch und erwischte mich beim Essen. Aus Spaß winkte ich ganz wild und rief: „Mama, ich bin im Fernsehen!“
Vielen herzlichen Dank an alle Organisatoren, Mitwirkenden und fleißigen Hände, die unser Johannesfest wieder zu einem ganz besonderen Tag machten. Ja, das Leben ist schön!
26. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Michael Benter gibt den Takt vor
Anja Oldenburg fragte mich, ob ich bereit wäre, beim Drachenbootrennen zu trommeln auf unserem Boot Wellenreiter 2. Ich sagte zu. Auf Wellenreiter 1 trommelte Maik Poerschke. Vorm Wettkampf beim Oranienburger Stadtfest absolvierten wir ein Trockentraining im Haus Luise. Drei Mal übten wir auf dem Wasser am Schlosshafen.
Am Wettkampftag trafen wir uns gegen 7.30 Uhr am Bollwerk, um alles auszuladen: Zelte, Bänke, vieles mehr. Die Boote lagen bereits im Wasser. Jeder von uns hatte 5 Euro in die Drachenboot-Kasse eingezahlt. Davon kaufte Frau Miculcy Wiener, Obst, Gemüse, Kekse und was wir sonst noch brauchten. Wasser stellte die Werkstatt.
Beim Training hatte ich mir zwei Verletzungen zugezogen, weil der Trommelstock so rieb. Ich probierte verschiedene Techniken aus, wie ich ihn am besten anfasse. „Hast du Handschuhe?“, fragte mich René Scheil.
„Ja, hab ich, Fahrradhandschuhe.“
„Zieh sie an, das schont deine Hände, zumindest ein bisschen.“
Im Boot rief ich: „Leutis, wir schaffen alles! Seid ihr bereit, habt ihr gute Laune?“
„Ja!“, antworteten sie.
So fuhren wir zum Startpunkt, wo ich die Mannschaft nochmal aufmunterte. Der Steuermann, ein Mitarbeiter vom Wassersport-Zentrum, wies uns an: „Drei Schläge vorwärts, ein Schlag rückwärts“, bis beide Boote auf gleicher Höhe waren.
Dann sagte der Schiedsrichter: „Are you ready, Attention“ – ein Signalton, und los ging’s, auf die 250 Meter Wettkampfstrecke, nach dem von mir vorgegebenen Takt. Beim zweiten Rennen störte mich, dass die gegnerische Gruppe zu uns sagte: „Ihr verliert und wir gewinnen!“ Das Ganze soll doch vor allem Spaß machen!
Bei der dritten Runde waren wir alle platt und hatten keine Ausdauer mehr. Spaß machte es uns trotzdem. Zur Siegerehrung bekamen wir einen Pokal in Form eines Paddels mit der jeweiligen Platzierung. Wir wurden Zweiter, direkt hinter Wellenreiter 1. Maik trommelte wirklich sehr schnell. Als ich nach Hause kam, war ich total knülle und wollte nur noch schlafen! Aber nächstes Jahr möchte ich wieder dabei sein, an der Trommel!
25. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Vanessa Verderber hat ein einfaches Rezept für gute Laune und Wohlbefinden
Beim Nordic Walking sind wir auf jeden Fall in der Natur unterwegs. Somit begegnen uns viele kleinere Tiere. Je nach Jahreszeit sehe ich zum Beispiel verschiedene Vögel, höre Spechte gegen die Bäume klopfen oder beobachte von weitem, wie ein paar Eichhörnchen durchs Unterholz flitzen. Auch schauen wir uns Häuser an, einige sind neu gebaut.
Ebenfalls sehr schön ist: Du kannst dich nebenbei super gut mit den anderen Walkern unterhalten. Viele wollen dabei sein. Deshalb gibt es derzeit zwei Gruppen, die jeden Mittwoch nacheinander loswalken. Um 8.00 Uhr startet die erste Gruppe und um 10.00 Uhr läuft die zweite los. Dann ist auch ist unsere Nordic Walking-Leiterin Iris Arndt dabei. Kommen wir zurück, geht es mir besser als vorher, Nordic Walking tut auch meiner Seele gut.
23. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporterinnen Annett Nehls und Eileen Mannich stellen ein Begleitendes Angebot der besonderen Art vor.
Neulich besuchten wir unsere Anglergruppe bei ihrer Versammlung. Gruppen-Organisator Michael Weil, bis zur Rente Beschäftigter der Caritas-Werkstatt, reist zu jeder Versammlung aus Schwedt an.
Als Michael vor 16 Jahren las, welche Begleitenden Angebote es in der Werkstatt gibt, sagte er: „Lasst uns eine Anglergruppe aufmachen!“
Das tat er, und das Interesse war groß: „Wir waren mal 15 Leute! Mittlerweile sind wir weniger geworden, aber es gibt uns noch immer! Einmal im Monat treffen wir uns am Heidering. Die Werkstatt unterstützt uns finanziell, so bei der Anschaffung unserer Sieger-Pokale. Außerdem zahlt jeder von uns etwas in unsere Gemeinschaftskasse ein, damit wir mal zusammen essen gehen können.“
Marcel entdeckte seine Angel-Leidenschaft mit 9 Jahren: „Onkel und Vater waren Angler, und irgendwann nahm mich mein Onkel zum ersten Mal zum Nachtangeln mit.“
Bei Micha hieß es schon mit 8: „Nach der Schule ab ans Wasser, selbst bei Stubenarrest! ‚Guck mal, was ich mitgebracht habe!‘, sagte ich zu meinem Vater. Da gab es Ärger, gefreut hat er sich trotzdem über den Fisch!“
Dass man heute sämtliche Köder fertig kaufen kann, lässt die Männer abwinken: „Wir holen Maden oder Würmer aus dem Komposthaufen, den Angelteig machen wir selbst!“
„So manchen Köder, wie Köcherfliegenlarven, auch Sprock genannt, findest du zur entsprechenden Jahreszeit direkt am Wasser“, ergänzt Micha.
Als wir die Männer und die derzeit noch einzige Frau fragen, was sie am meisten fasziniert an ihrem Sport, erwidert Marcel: „Da ist dieser besondere Moment, wenn‘s anfängt zu beißen. Generell ist es schön, in der Natur zu sein: frische Luft, Ruhe, Wasser, den Fisch im Drill, das ist schon cool.“
„Wir sind alles Naturschützer“, fügt Micha hinzu, „oft räumen wir weg, was andere liegenlassen. Schließlich wollen wir unseren Platz am Wasser sauber haben, da verlassen wir ihn auch entsprechend.“
Auch sonst gucken sie genau hin: „Durch die Schifffahrt werden invasive Arten wie die Schwarzmeer-Grundel eingeschleppt“, lässt uns Steve wissen. „Die fressen den Laich einheimischer Arten und haben hier nicht die richtigen Feinde.“
Allen vieren ist die Natur das Wichtigste, dazu Micha: „Der Lärm ist weg, und du bist einfach draußen. Ick gloob, in Schwedt piepen die Vögel anders.“
In der Havel „fing“ er auch schon mal Unterholz, einmal holte er gar ein ganzes Fahrrad raus. Sein Stolz ist jedoch eine 40 cm lange Karausche.
Zum Wettkampf treffen sich unsere Angler fünfmal pro Jahr, vom Anangeln im April bis zum Abangeln Ende September. Die gefangenen Fische werden abgewogen, das schlechteste Ergebnis gestrichen, und der Sieger bekommt einen Pokal.
Bei ihren Zusammenkünften am Heidering besprechen sie die nächsten Termine, tauschen Erlebnisse aus, dazu gibt’s eine Lektion Fisch- und Gerätekunde.
„Ich komme nach wie vor gern hierher“, bekennt Micha, „meinen Sportsfreunden aus der Werkstatt bleib ich treu!“
In diesem Sinne: „Petri Heil, liebe Caritas-Angler!“
20. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Alonzo Münn empfiehlt die Kaminanzünder aus der Zweigwerkstatt am Aderluch
Neu an unseren unter dem Label Feuer & Flamme vertriebenen Kaminanzündern ist, dass man jetzt die gesamte Tüte verbrennen kann. Vorher wurden diese mit Metallklammern verschlossen, jetzt sind es Schleifen aus Schurwolle. Somit kann man jetzt den letzten Kaminanzünder in der Tüte belassen und zusammen mit ihr zum Anzünden des Kaminfeuers verwenden.
Kaufen kann man die Produkte vom Aderluch wie Kerzen, Kaminanzünder oder Betonkerzen bei uns vor Ort, im Onlineshop oder auf verschiedenen Märkten bei uns im Haus oder in der Region.
Schaut Euch gerne hier um.
17. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporter Erik Egler schaut ganz genau hin
Neben unserem Parkplatz am Aderluch stehen schöne weiße Blumen, um die herum sich gerade jede Menge Bienen und Hummeln tummeln.
Neulich sah ich: Eine junge Biene war gerade dabei, in eine sehr kleine Blüte hineinzukriechen, um sich an ihrem Nektar zu laben. Eine Hummel kam hinzu und hatte offenbar das Gleiche vor. Dies zu erreichen, schob sie die Biene vollends in die Blüte hinein. Kurzum, es summt und brummt bei uns am Aderluch. Komischerweise fiel mir das jetzt zum ersten Mal so richtig auf. Ich finde es jedenfalls schön, dass wir hier am Standort so gute Nahrung für Insekten bieten.
16. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Eileen Mannich zeigt uns, wo die Caritas-Werkstatt besonders idyllisch ist
Während meiner Pausen bin ich oft in unserem Garten am Heidering. Ich gehe gern dort hin, denn dieser Ort mit all seinen liebevoll gepflegten Pflanzen schenkt mir wohltuende Ruhe.
Gehegt und gepflegt wird er vom Berufsbildungsbereich (BBB) unter der Regie von Antje Jarnack und Angie Wosnitza. Eine Seite des Wegs ist richtig schön bunt, einschließlich vieler lila Blüten. Hendryk Krause und Michaela Noeske aus dem BBB erklären mir, dass es sich hierbei um Schnittlauch handelt. „Eigentlich könnte man ihn jetzt wegwerfen, aber wir lassen ihn stehen – weil’s so schön aussieht“, verrät mir Hendryk.
Bietet diese Seite des Wegs eher was fürs Auge, gibt’s auf der anderen was für den Gaumen: Früchte und Kräuter wie Rosmarin, Kartoffeln, Stachel‑, Erd- und Johannisbeeren. Letztere hängen schon gut voll, „aber leider auch voller Blattläuse“, ergänzt Michaela. Sie werden sich was einfallen lassen. Natürlich keine Chemie, denn die Beeren wollen ja gegessen werden.
Die beiden Gartenkenner gewährten auch einen Blick ins Gewächshaus, in dem gerade Spinat, Radieschen, Gurken und Tomaten heranwachsen. Ich bekam auch schon ein Radieschen ab – und schmeckte den Unterschied zwischen selbst angebaut und Supermarkt. Zu meiner BBB-Zeit war das hier ein Naschgarten. Das ist er heute mehr denn je.
Schade, dass ich zu Hause nicht gärtnern kann, denn meine Katze knabbert alles an, was grün ist. Das Einzige, was ich noch auf dem Balkon zu stehen habe, ist Katzengras. Umso schöner, dass es hier unseren tollen Garten gibt!
15. Juni 2025 | Logbuch |
Online-Reporterin Julia Bußler schickt einen letzten Gruß an einen guten Freund
Lieber Rainer, letzte Woche haben wir Dich über die Regenbogenbrücke gebracht.
Mit seiner ruhigen und freundlichen Art lebte Rainer Gerlach viele Jahrzehnte in seiner Gruppe im St. Johannesberg. Er hat gern gelacht, gemalt und Musik gehört. Zu seiner Beerdigung erklang „Über sieben Brücken musst Du gehen“, gespielt auf einer Trompete.
Rainer ging oft spazieren, weil er das schön fand. Zurück kam er nie mit leeren Taschen. Stöcker, Steine und alles, was er sonst noch fand, brachte er von draußen mit. Auf Gruppenreisen war er immer lustig und lachte mit allen anderen.
Ruhe in Frieden, lieber Rainer. Ich gab Dir ein paar Schokobons mit auf Deine Reise, denn die hast Du immer so gern gegessen.