24. Juni 2024 | Logbuch |
Hier laden uns die beiden Online-Reporterinnen Martina Harnischmacher und Kristin Jung vom Heidering dazu ein, ihnen bei ihrer Arbeit als Shuttle-Fahrerinnen über die Schulter zu schauen.
Jeden Tag fahren wir Menschen zu den verschiedenen Angeboten oder holen sie dort ab. Dabei kommen wir oft ins Gespräch: „Hallo Ihr zwei! Wisst Ihr, dass wir mit der Wohngruppe eine Woche Urlaub in Zinnowitz gemacht haben? Das war so toll! Wir waren Eis essen, im Schmetterlingshaus und machten eine Nachtwanderung. Natürlich haben wir auch gegrillt.“
Gäbe es kein Telefon, wären wir die Verbindung zwischen unseren Standorten, von den Chefs bis zu den Beschäftigten. Uns werden wichtige Dokumente und Werte anvertraut, wir bringen Lieferungen, fahren Materialien oder Endprodukte zu unseren Kunden. Bei alledem wird uns einiges abverlangt, körperlich wie geistig.
Die wöchentlichen Pläne erstellen wir im Vorfeld zusammen mit unseren Fachdiensten. „Könnt Ihr den noch fahren?“, heißt es zwischendrin immer mal, oder: „Könnt ihr unterwegs die Wachstonnen mit Kerzenresten von St. Bernhard in Lichtenberg abholen und eine leere hinbringen?“ Aus den Kerzenresten werden im Aderluch neue farbige Kerzen in verschiedenen Formen und Größen gegossen.
Wir tragen eine große Verantwortung, schließlich haben wir sehr oft andere Menschen an Bord. Ist eine® von uns nicht fit, sollte sie oder er nicht selbst fahren. Das Gute daran: Niemand ist uns dann böse – vielmehr sind unsere Fachdienste dankbar dafür, dass wir das ehrlich ansagen. Das ist allemal besser, als würde während der Fahrt etwas passieren.
Kristin: „Ich nutze das Shuttle zugleich als ‚Seelsorger-Taxi‘. Es ist toll, Probleme und Sorgen so mit Martina zu teilen, dass ich mich besser fühle und Martina sich nicht schlechter. Diesen Austausch auf Augenhöhe und unter vier Augen möchte ich nicht missen!!
Martina: „Kristin ist mein zweiter Kopf! So oder so holen wir uns gegenseitig wieder ins Boot.“
„Eigentlich bekomme ich Euch nur mit, wenn ihr nicht da seid“, ließ uns eine Arbeits- und Reporter-Kollegin vom Heidering wissen.
Genug der Worte, unsere nächste Fahrt ruft!
21. Juni 2024 | Logbuch |
Ich heiße Eileen und möchte die Verwaltungsgruppe Faktor C im Heidering vorstellen. Wir, das sind Christian, David und ich, wobei Christian am längsten dabei ist.
Ich absolvierte bereits im Berufsbildungsbereich ein Praktikum in der Verwaltungsgruppe, das mir sehr viel Spaß machte. Das ist der Grund, warum ich dann nicht mehr wegwollte.
Unser Arbeitsalltag ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Wir unterstützen die Fachdienste, die Produktion und die Verwaltung. Zu meinen Aufgaben gehört es, Dokumente zu digitalisieren. Das heißt, ich scanne sie ein, benenne sie um und pflege diese Dokumente in die richtigen Ordner ein.
Im Moment unterstütze ich dabei, Bildungsrahmenpläne zu erstellen, Teilnehmerlisten zu digitalisieren und Ordner dafür anzulegen. Zu meinen Lieblingsaufgaben gehört es, Akten für neue Beschäftigte und andere Aktenordner, z.B. Bildungsordner, zu erstellen. Ich mag es gerne ordentlich und einheitlich.
Christian und David arbeiten auch im Micos und Easy Care Sozial. Sie pflegen Stammdaten, legen Dokumente in der elektronischen Akte ab oder Aufträge für externe Kunden für die Produktion an. Das alles erfordert eine Menge an Konzentration, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein, weil wir mit sensiblen Daten arbeiten. Wir müssen uns hier streng an die Schweigepflicht halten. Trotzdem macht mir die Arbeit Spaß. Aufträge bekommen wir hauptsächlich von Frau Priwitzer. Produktionsaufgaben erhalten wir von den Fachkräften und Herrn Neubert. Wird es mal schwierig, erfahren wir jederzeit volle Unterstützung. Gerade neue Aufgaben machen mich am Anfang etwas unsicher. Mit Unterstützung und etwas Routine werde ich aber schnell sicherer.
20. Juni 2024 | Logbuch |
Die Online-Reporterinnen und Reporter sind momentan in der Werkstatt unterwegs, führen Interviews und plaudern über ihren Arbeitsalltag. Hier meldet sich Manuela Wroblewski, die sich dieser Tage mit ihrem Gruppenleiter Kai Hämmerling über dessen Arbeit unterhielt.
2002 absolvierte Kai seinen Zivildienst in der Wäscherei der Caritas-Werkstatt. 20 Jahre später fing er als Gruppenleiter im Bereich Werbemittelfertigung an. Beim Zivildienst hatte er hier viel Spaß gehabt. Nun war ein beruflicher Tapetenwechsel fällig, und wie das Leben so spielt: „Da in der Werkstatt gerade jemand gesucht wurde, bewarb ich mich.“
Seit 2022 ist Kai nun hier. Als seine konkrete Aufgabe versteht er, uns Beschäftigte bei unserer Tätigkeit zu unterstützen. Er sieht sich als Ansprechpartner für unsere Sorgen und Nöte, möglichst mit Bezug auf die Arbeit, wie er betont.
Am meisten Spaß macht ihm der Umgang mit den Menschen, die hier arbeiten. An seine Grenzen sei er dabei noch nicht gekommen, dazu Kai: „Bis jetzt klappte immer alles recht gut. Meine Kolleginnen und Kollegen stehen mit Rat und Tat hinter mir. Sehr gern erinnere ich mich an meine Zivildienst-Zeit zurück, aber auch jetzt passieren oft Dinge, die mir positiv im Gedächtnis haften bleiben. Besonders schön war es für mich, als ich herkam und so herzlich aufgenommen wurde.“
17. Juni 2024 | Logbuch |
Die Online-Reporterinnen und Reporter sind momentan in der Werkstatt unterwegs, führen Interviews und plaudern über ihren Arbeitsalltag. Den Anfang macht Moritz Siegert, der sich dieser Tage mit unserem Werkstattleiter Christoph Lau zum Gespräch verabredete.
Seit wann bist Du in der Caritas-Werkstatt?
Ich arbeite seit 1998 hier, seit 26 Jahren. Mehr als mein halbes Leben also. Seitdem hat sich viel verändert, in der Werkstatt und für uns alle.
Was hat sich vor allem verändert?
Damals gehörten 140 Beschäftigte zur Werkstatt. Alles schien übersichtlich, wesentlich gemächlicher als jetzt. Und zum Feierabend hatte ich eigentlich immer den Eindruck, alles Notwendige erledigt zu haben. Die Schnelllebigkeit der Zeit hat auch in der Werkstatt Einzug gehalten, aber längst nicht mit der Wucht, wie man sie ansonsten in der Arbeitswelt beobachten kann.
Die Werkstatt ist richtig gewachsen in dieser Zeit.
Nicht nur die Werkstatt, sondern wir alle. Wenn man bedenkt, wofür die Fachkräfte im Gruppendienst, also Eure Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter inzwischen zuständig sind. Das ist in dieser Zeit eigentlich ein ganz neuer Beruf geworden. Eine gute Fachkraft hat die Beschäftigten und den Produktionsauftrag im Blick, ein freundliches Wort für Euch. Dazu muss vieles aufgeschrieben werden, viel mehr als früher. Und das in einem Umfeld, in dem ganz vieles gleichzeitig passiert. Ich habe großen Respekt vor dem, was in den Gruppen jeden Tag geleistet wird. Dazu gehört auch Ihr als Beschäftigte.
Gibt es für Dich ein schönstes und ein schlimmstes Erlebnis in der Caritas-Werkstatt?
Das Leben, auch das Arbeitsleben, besteht aus vielen schönen und weniger schönen Ereignissen, aus Erfolgen und Misserfolgen. Die schönsten Erinnerungen sind für mich mit Erlebnissen im Team verbunden, wenn gemeinsam etwas gelingt. Zum 20-jährigen Bestehen entstand ein Film über die Caritas-Werkstatt. Als ich damals diesen Film sah und den vielen Menschen zuhören konnte, denen die Caritas-Werkstatt wichtig ist: Das war so ein schönstes Erlebnis. Aber es müssen gar nicht die ganz großen Ereignisse sein. Der Werkstattalltag bietet beinahe jeden Tag kleine Erlebnisse, sich zu freuen. Und dann sind in all den Jahren einige Menschen gestorben, mit denen man oftmals eine lange Zeit den Alltag in der Werkstatt geteilt hat. Das sind dann die traurigen Erlebnisse.
Was siehst Du als Deine größte Stärke?
Wenn man Verantwortung trägt, sollte man sich selbst nicht für zu wichtig halten. Ich freue mich, hier gemeinsam mit so vielen Kolleginnen und Kollegen arbeiten zu können, von denen ich selber viel lernen kann. Diesen Menschen zu vertrauen und ihnen Freiräume zu geben, würde ich für eine Stärke von mir halten.
Hast Du auch Schwächen?
Natürlich, sehr viele sogar. Aber es ist eine Stärke, sie zu kennen – und der Versuchung zu widerstehen, sich in Dinge einzumischen, von denen andere mehr verstehen.
14. Juni 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Maik Poerschke.
Seit September 2000 bin ich in der Werkstatt. Hier gründete ich 2010 die Band The Black Fire: am Schlagzeug Maik, am Bass Carsten, Stefan an der E‑Gitarre und Robert am Mikrofon. Bis 2014 traten wir in dieser Besetzung auf.
Eva-Maria Göbel macht seit 2009 begleitende Angebote in der Werkstatt. Unter anderem baute sie unsere Instrumentalgruppe auf, bei der ich begeistert mitmache. Auch Carsten ist dabei und Robert singt im ebenfalls von Eva geleiteten Werkstattchor. In der Instrumentalgruppe haben wir Orff Instrumente wie Xylophon oder Metallophon, dazu Small Percussion wie z.B. Rasseln oder Schellen, Handtrommeln wie Djembe oder Congas.
Anlässlich des großen Festumzugs zur 800-Jahr-Feier Oranienburgs baute Eva eine Sambagruppe auf. Für diesen Anlass stellte die Werkstatt Geld bereit, dass wir eine volle Samba Ausstattung für 1000 Euro kaufen konnten – ein sehr günstiges Angebot!
Für unseren Auftritt am 4. Juni 2016 probten wir ein ganzes Jahr lang. „Hier übten Beschäftigte und Mitarbeiter der Werkstatt zusammen – eine schöne inklusive Truppe, die sich danach leider nicht aufrechterhalten ließ“, erinnert sich Eva.
Dann kam der große Tag: Wir begleiteten den Festumzug vom Bahnhof bis zum Schloss. Ein wunderschönes Erlebnis, das nicht nur ich niemals vergessen werde!Auf dem Festumzug lernten wir die Bäkebeats kennen, eine Sambagruppe aus Schmachtenhagen, mit denen einige von uns danach im Schlosspark noch eine Runde musizierten. Mit der Instrumentalgruppe üben wir bei schönem Wetter im Freien Samba. Regnet es, gehen wir rein., machen Rhythmus-Übungen oder Klangexperimente. Gern arbeiteten wir mit dem Chor zusammen, so am Tag der offenen Tür oder zum Johannesfest. Seit dem Festumzug sind einige von uns immer wieder auch mit den Bäkebeats musikalisch unterwegs. Musizieren verbindet eben! Für mich ist es dazu das beste Mittel, mich künstlerisch auszudrücken.
10. Juni 2024 | Logbuch |
Zu einem echten Happening wurde der Aktionstag der Caritas-Werkstatt für alle Fahrrad-Fans. Zum Welttag des Fahrrads stand der Mittwoch, 05.06.2024 in der Hauptwerkstatt ganz im Zeichen des Fahrrads. Ob bei einem Sicherheitstraining der Verkehrswacht, einem Fahrradparcours, Kursen zur fachgerechten Pflege, Rikschafahrten auf dem Gelände oder der polizeilichen Fahrrad-Codierung – überall waren interessierte Beschäftigte und Gäste der Werkstatt zu sehen. Das Fahrrad ist eben nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch eine schöne Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen.
5. Juni 2024 | Logbuch |
In einer losen Serie erinnern die Online-Reporter der Caritas-Werkstatt an verstorbene Beschäftigte. Hier schreibt Julia Bußler über Angelika Kopitzke.
„Ich bleibe in der Küche, bis ich in Rente gehe“, sagte sie in einem Video. Leider verstarb Angelika Kopitzke kurz vor ihrer Rente, am 1. August 2023.
Obwohl ihre Mutter sie auf dem Johannesberg ausgesetzt und sie nie eine Familie hatte, wirkte Angelika immer fröhlich. Spielte sie mit ihrer ABW-Gruppe (Außen-Betreutes Wohnen) Mensch ärgere dich nicht, würfelte sie sehr oft eine „Pup-Eins“, wie sie das nannte, wenn das olle Ding bei ihrem Wurf nur ein Auge zeigte. „Der Humor verließ sie auch dann nicht“, erzählte uns einer ihrer ehemaligen Mitbewohner.
Wir fanden es toll, dass sie immer so fröhlich war. Das konnte einen mitreißen, auch wenn man selbst grad traurig war. Angelika hat wirklich immer gelacht!
Jeden Tag saß sie in der Küche auf ihrem kleinen Hocker und schälte Kartoffeln. Auf ihn stellte sie sich drauf, um an Dinge ranzukommen, die zu hoch für ihre Reichweite lagen. Sie wusste sich eben zu helfen!
Es heißt, am Ende habe sie kaum noch was gegessen. Am Tag nach ihrem Geburtstag schlief sie für immer ein. Wir waren schockiert. Noch eben hatte sie doch noch mit uns gelacht – und nun war sie plötzlich nicht mehr da! Zu ihrer Beerdigung sollten wir nicht in Schwarz kommen, weil das doch so traurig aussieht. Wer wollte, kam trotzdem in Schwarz oder Weiß, aber auch Lila, Pink – alle Farben waren zu sehen.
Gefühlt die halbe Werkstatt war gekommen, dazu viele aus den Wohnbereichen. Anschließend gab‘s Kaffee und Kuchen – auf Angelika, weil sie das so wollte! Schon fast ein Jahr ist das her – und wir denken noch immer an unsere Angelika! In der Cantina am Blumenfenster steht ihr Bild.
4. Juni 2024 | Logbuch |
Die Caritas-Werkstatt bedankt sich herzlich bei der Octopus Energy Germany GmbH, die uns dieser Tage einen Spendenscheck über zweitausend Euro überreicht hat. Der Geldwert wird uns in der Cantina am Hauptstandort zugute kommen. Hier statten wir die Kühlhäuser und Warenlager mit einer digitalen Temperaturüberwachung aus, um über mögliche Schwankungen oder Unterbrechungen der Stromzufuhr ganz unmittelbar informiert zu sein. Die Einhaltung der Kühlkette ist ein wesentliches, auch lebensmittelrechtliches Kriterium, deren Nachweis wir auf diesem Wege automatisieren.
30. Mai 2024 | Logbuch |
Letzten Samstag richtete unsere Caritas-Werkstatt den 6. Spieltag der Landesliga des Brandenburger Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes aus. Im Stadion des FSV Forst Borgsdorf traten neun Mannschaften aus verschiedenen Brandenburger Werkstätten gegeneinander an. Viele Zuschauer waren gekommen, unter ihnen zahlreiche fußballbegeisterte Kinder. Helfende Hände sorgten dafür, dass es Essen und Trinken für alle gab, dafür vielen Dank!
Wir waren am Start, um unser Team vom St. Johannesberg zu unterstützen. Zwei Trommeln hatten wir dabei, und wir machten ordentlich Rabatz. Unser Schlachtruf: „Caritas vor, noch ein Tor!“
Fußball fasziniert mich schon immer, doch war es mein erstes Mal live im Stadion. Es machte mich glücklich, zusammen mit den anderen für unsere Mannschaft einzustehen. Natürlich habe ich einen Lieblingsspieler – wer das ist, verrate ich nicht.
Mit einem Unentschieden und einer Niederlage starteten wir in die Vorrunde, aber in der dritten Partie ließen wir uns den Sieg nicht nehmen! Ich gab ordentlich Power an der Trommel, da merkte ich: Ein Gegenspieler hatte einen der Unseren rüde gefoult. Den fälligen Freistoß verlängerte unsere Mannschaft ins Tor! Dementsprechend brach unser Jubel los, ebenso bei einem wunderbaren Kopfballtor nach einem Eckball.
Wir alle wollten zeigen: Unsere Werkstatt ist auch auf dem Fußballplatz aktiv. Als Vorrunden-Zweiter erreichten wir das Halbfinale und belegten am Ende den 3. Platz. Im Gesamt-Klassement stehen wir vor dem Abschlussturnier auf Rang 4. Mein Fazit: Fußball im Stadion ist einfach toll!
27. Mai 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Moritz Siegert.
Die Caritas-Werkstatt gibt es schon seit mehr als 30 Jahren. Sie besteht derzeit aus den drei Standorten Heidering, Aderluch und der Hauptwerkstatt.
Auf dem Campus St. Johannesberg befinden sich neben der Hauptwerkstatt das Caritas-Wohnen und die Schule. Das Josefhaus ist das älteste Gebäude hier. In der Schule lernen Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse, um anschließend in der Werkstatt oder anderswo zu arbeiten. Einige Beschäftigte leben in einer der Wohngruppen. An den drei Standorten der Caritas-Werkstatt arbeiten insgesamt über 500 Menschen.
In einem Fortbildungsprogramm können wir alle Neues entdecken, auf Gebieten wie Musik, Kunst, Sport, Selbstverteidigung sowie vieles mehr. Unterstützt wird die Werkstatt vom DRK, deren Fahrdienst manche von uns abholt und wieder nach Hause bringt. Andere kommen mit Bus, Bahn oder ihrem Fahrrad.
In jedem Jahr gibt es öffentliche Veranstaltungen wie das Johannesfest oder den Tag der offenen Tür, um das, was wir hier vollbringen, mit Besuchern und unseren Familien zu teilen. In über 30 Jahren brachte die Werkstatt viele besondere Menschen hervor, die hier ihre Talente zeigten und entfalteten. Einige arbeiteten hier bis zu ihrem Lebensende. Ihnen folgen weitere Generationen von Werkstattbeschäftigten.
16. Mai 2024 | Logbuch |
Auf den Tag genau vor zwei Jahren starb Torsten Ulack kurz nach dem Feierabend in der Caritas-Werkstatt. Anlass genug, heute besonders an ihn zu denken. Einige Beschäftigte aus seinem früheren Arbeitsbereich trafen sich dazu am Ort der Erinnerung an der Stele mit seinem Namen für ein gemeinsames Gedenken. Torsten, alter Seemann, Du bleibst einer von uns!
15. Mai 2024 | Logbuch |
An dieser Stelle erzählen regelmäßig Beschäftigte aus ihrem Arbeitsalltag in der Caritas-Werkstatt. Heute: Janine Gerlach.
Als mir meine Betreuerin die Caritas-Werkstatt empfahl, war ich erstmal skeptisch. Sie gab mir eine Broschüre. Die fand ich ganz interessant und entschied: „Das gucke ich mir mal an!“
Gemeinsam besichtigten wir die Werkstatt, dann schnupperte ich jeweils einen Monat in die drei Abteilungen des Berufsbildungsbereichs rein: Rad & Tat, Grün-Team sowie Gastronomie & Service. Mir war klar: Ich will zu Rad & Tat, in die Fahrradwerkstatt!
Zuerst passierte mir manches Missgeschick. So ging mir beim Durchtrennen eines Bowdenzugs die Zange kaputt, aber aus Fehlern lernt man! Mittlerweile weiß ich, wie man ein Fahrrad vernünftig repariert, demontiert oder aufbaut. Haben wir eins fertig, machen wir eine Probefahrt. Fällt uns dabei was auf, sagen wir einem Gruppenleiter Bescheid.
Durch meine in der Fahrradwerkstatt gesammelten Erfahrungen bin ich in der Lage, für meine Familie Schläuche auszutauschen, Bremsen einzustellen und dergleichen mehr. Eine richtig eingestellte Bremse kann Leben retten! Ich finde, meine Gruppenleiter können stolz auf mich sein.
In der Caritas-Werkstatt lernte ich viele Menschen kennen. Einige sind mir inzwischen sehr wichtig, auch meinen Partner fand ich hier. Nach den zwei Jahren im Berufsbildungsbereich wechsle ich in den Arbeitsbereich, natürlich zu Rad & Tat!